Beiträge von m_tree

    Und ist das normal? Standet du oder Ihr mal vor dem selben Problem?

    Nein und nein. Obwohl ich (fast gänzlich) Autodidakt bin. Bin da aber auch 'ne Ausnahme, weil ich ja mittlerweile selber unterrichte.


    Es ist halt immer die Frage, ob man grundsätzlich selber klar kommt. Als Autodidakt muss man schon selbst das Wesentliche erkennen können und selbst am besten wissen, wie man dahin kommt. Hilfreich ist dabei auch, Musik zu hören und diese selber (bezogen aufs eigene Instrument) zu analysieren. Dann weiß man auch automatisch, worum es beim Schlagzeug im Bandkontext tatsächlich geht.


    bisher ging ich davon aus Schlagzeug spielen sind Handsätze (Stick Control), Paradiddle's, seit letzter Zeit Paradiddle's-Diddle's, RLK LKR KRL (in 16tel gespielt oder als Triolen), Single's & Doubles, egal in welcher Reihenfolge.

    Völliger Quatsch. Primär sind das alles Technik- und Koordinationsübungen, die nur vereinzelt im eigentlichen (Band-)Kontext angewendet werden können. Stick Control hatte ich erst vor ein paar Jahren (als ich schon auf 'nem professionellen Level war) mal durchgespielt, kurz nachdem ich mir mal die 40 Rudiments aufgedrückt hatte. Für mich zwar kein größeres Problem, aber eher Nebenbei-Übungen, um meine Spieltechnik zu verbessern und meine schwache (linke) Hand zu stärken bzw. besser anzugleichen.


    In meinem Unterricht beziehe ich das Hi-Hat-Pedal schon recht früh hier und da mit ein. Fahre ansonsten allgemein einen (individuell angepassten) Mix aus Rudiments und Technikübungen mit Notenlesen und dem Bedienen des gesamten Sets. Und fange auch früh schon mit Playalongs an.


    Also wenn man selber nicht zurechtkommt und genau um solche unnötigen Irrwege, auf die du geraten bist, zu vermeiden, sollte man sich einen Lehrer nehmen. Und wenn's nur ein paar Stunden sind, um das eigene "Weltbild" mal etwas zurecht zu rücken und sich fundierten Input zu holen.

    Ich muss jetzt noch mal nachfragen: Du sprichst im Video von RRL-Sticking, spielst aber gefühlt LRR. Betrachtest Du den ersten linken Schlag als Vorschlag weil der erste rechte auf ein Viertel fällt? Vom "Sticking-Gefühl" fühlt sich das für mich eher wie LRR an, auch wenn es gegenüber dem Viertelpuls verschoben ist.

    RRL bezieht sich auf die Achtel bzw. Triolen. Letztes Jahr hatte ich das Fill mit diesem Sticking erst auf der zweiten Achtel (mit rechts) begonnen, den "Vorschlag" mit links also weggelassen. Das Kurzvideo dazu hab ich noch online (siehe Startbeitrag).

    In der Live-Version ist mir dann aber der betonte Schlag davor aufgefallen. Auch in der Studioversion hat er das Fill wohl früher begonnen, aber in der ersten Triole noch keine Akzente gesetzt - wenn überhaupt eher Ghostnotes auf dem kleinsten Tom gespielt.

    Zuerst hatte ich die Schläge mit rechts sogar als Ghostnotes auf den Toms notiert. Eigentlich müsste man ja sogar noch ein leichtes Crescendo dazu ergänzen.

    Dann ist mir in einer Testaufnahme von mir aufgefallen, dass es mir mit kraftvollerer Spielweise besser zum Playback gefallen hat. Insofern ist das im Video natürlich schon von meinem eigenen Stil "gefärbt". Beim Meister selbst klang es definitiv anders. Lässt sich auch kaum exakt kopieren. Vielleicht auch ein Grund dafür, dass Simon Phillips es dann ja ganz anders gespielt hat.


    Wie man sieht, ist das z.T. auch ein bisschen diffus und ich wollte das Video zeitweise sogar wieder rausnehmen und neu machen, um mich inhaltlich zu korrigieren. Finde meinen Ansatz so aber eigentlich griffig. Zumal es auch klarer und einfacher spielbar ist, wenn man nicht direkt auf die 1 mit dem Fill beginnt. Dann muss man das letzte Crash davor nämlich zwingend mit links anspielen usw. ...

    Ich wurde jedenfalls schon nach einer "light version" gefragt. Falls da weiter Interesse besteht, kann ich mir dazu natürlich noch was überlegen.

    Nur habe ich auch etwas Angst um mein Schlagzeug (Pearl Masters) wegen Kondenswasser etc.

    Beim Beheizen von kalten Räumen eigentlich gar kein Problem. Weil kalte Luft weniger Feuchtigkeit aufnehmen kann und beim Erwärmen so die relative Luftfeuchtigkeit sinkt. Im Winter hat man grundsätzlich eher mit zu trockener Luft in Innenräumen zu kämpfen. Nach dem Proben dann einfach durchlüften - mit höheren Temperaturunterschieden (draußen / drinnen) geht das auch deutlich schneller.


    Infrarotheizung kann übrigens sogar gegen Schimmel helfen, weil es Materialien mit Tiefenwirkung die Feuchtigkeit entzieht.


    Nach dem Prinzip des Blumenpott&Teelichts nimmst du einfach ein Teelicht und einen möglichst großen Reflektor, das benötigt allerdings etwas Platz.

    Na ja, zum Beheizen eines Raums braucht man schon Leistungen im Kilowatt-Bereich. Da helfen keine Teelichter, auch nicht mit so 'nem Reflektor.

    Zwar ist eine getretene Hi-Hat bei ansonsten moderaten bis höheren Lautstärken (Jazz also ausgenommen) sowieso kaum noch hörbar. Aber ich bin auch der Ansicht, dass es sowohl mit als auch ohne gehen sollte. Was im Prinzip auch gar nicht so problematisch sein sollte - wenn man sowieso die selben Grooves auf der Hi-Hat und bspw. dem Ride mit dazu getretener Hi-Hat spielt.

    Wie bereits angekündigt - hier mal mein erstes Tutorial-Video:


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    Ich hatte auch letztes Jahr keine wirklich brauchbaren Tutorials dazu auf Youtube gefunden. Daher dachte ich mir, ich fülle einfach mal diese Lücke. Und zwar auf Englisch, damit das auch jeder versteht.


    Eigentlich war das Video nur ein Testvideo, das ich am 16.01. aufgenommen hatte. Ich wollte noch eine zweite Perspektive von oben ergänzen und den Text komplett auswendig können (ohne gelegentlich unter dem Camcorder abzulesen). Auch die Performance wollte ich noch hinsichtlich der Dynamik verbessern, damit man die Akzentuierung noch besser hört. Aber der Take von Dienstag ist irgendwie cool. Passt schon und man sieht ja trotzdem alles.


    Damit etabliere ich nun eine dritte Kategorie auf meinem Kanal. Neben Covers und Eigenem nun auch Tutorials. Ich versuche die mit unterschiedlichen Schriftfarben in den Thumbnails voneinander abzugrenzen.


    Übrigens gibts auch Untertitel dazu, auch auf Englisch. Ich war überrascht wie gut Youtube meinen Text erkannt hat.

    Ist mir nicht klar, ich habe solche Bilder bisher nie gesehen oder mich damit beschäftigt.

    Ich tippe mal auf den höchsten, sauberen Verlauf der Kurve ganz links.

    Genau. Die wird auch als Grundfrequenz bezeichnet: https://de.wikipedia.org/wiki/Grundfrequenz

    Bei anderen Instrumenten mit tonalem Bezug ist die Grundfrequenz immer der Ton, der gespielt wird. Und vor allem die Obertöne darüber sind dann dafür verantwortlich, wie das Instrument klingt.

    Ist etwas verwirrend insofern, weil Grundtöne auch der erste Ton einer Tonleiter, eines Akkords usw. sind.

    Hoffe nun, geholfen zu haben. :)

    Habe eher aus Interesse gefragt. ;)


    Mir ist das gesamte Prozedere inkl. Aufziehen und Zentrieren geläufig. Hatte mich in den letzten Jahren auch viel mit Stimmen und Schlagzeugaufnahmen beschäftigt.

    Und zwar so weit, bis das Fell nicht mehr klingt. Von hier aus spannt man dann wieder, bis das Fell beginnt wieder zu klingen. Und an diesem Punkt belasse ich es dann, dies ist für mich der vorher genannte "Grundton", den die Trommel hat.

    Dann sprichst du einfach nur vom tiefst möglichen Grundton, den die Trommel hergibt. Damit schöpfst du eigentlich nicht mal ansatzweise das Potenzial einer Trommel aus. Zumindest das Resonanzfell kann man gut etwas anziehen. Besonders bei der Snare, aber auch bei der Bassdrum ist das m.E. fast schon essenziell für einen guten Sound. Aber auch bei Toms. Oldschool sind eher hohe Stimmungen, auch z.B. bei Bonham (nicht nur im Jazz). Sehr tiefe Stimmungen kamen erst später in Mode.


    Der Grundton bezieht sich grundsätzlich nur auf die tiefste Frequenz des "Geräuschs", das die Trommel erzeugt. Stimmt man die Trommel höher, ist auch der Grundton höher. Das geht sogar, wenn man nur das Reso anzieht.


    Hier mal das Spektrum eines 16" Toms (eigentlich laut Drumtune Pro 2.0 auf D2 gestimmt, aber der Analyzer ortet das immer etwas höher):



    Wo hier der Grundton ist, sollte klar sein. ;)

    Viel Wichtiges wurde schon gesagt.


    Ich trete meine Hi-Hat eigentlich fast immer, wenn ich sie nicht mit den Sticks anspiele oder DoubleBass spiele. Gern auch mal auf die Achtel oder den Offbeat. Z.T. auch nicht nur mit Chick, sondern mit leichtem Schwingen der Becken z.B. in Vierteln. Für mich stabilisiert das nicht nur meinen inneren Puls, sondern es macht die Grooves auch lebendiger und luftiger. Noch einen drauf setzen kann man mit einem HiHat-Tambourin.


    Grundsätzlich halte ich es auch für sinnvoll, neue Sachen erst ohne Metronom (und langsam) zu üben und das Metronom dann später zu nutzen, um das Timing zu verfeinern.

    Und ich würde auch nicht zu viele Umwege gehen und verkopftes Zeug üben, das einem musikalisch nicht weiterhilft. Natürlich ist das mitunter sinnvoll, aber man sollte da immer das richtige Maß für sich finden.


    Ansonsten sehe ich eine ganz einfache Lösung für dein Problem:

    Tappe die Hi-Hat grundsätzlich auf dein Metronom mit und fang an, für dich einfachere Sachen dazu zu spielen. Nimm dich am besten auch mal selbst auf und hör dir an, wie's klingt und ob's groovt. Wenn die einfacheren Sachen dann klappen, nimmst du dir schwierigere Sachen vor. Wenn es dann holpert, nimmst du die schwierigen Sachen einfach auseinander. Hängt es z.B. an Bassdrum-Doubles, isolierst du diese zur getapten Hi-Hat. Lässt also z.B. ein dazu gespieltes Ride-Becken weg.

    Eigentlich hat nur die BD und die Snares Resonanzfelle, damit komme ich klar.

    Dann spielst du also Concert-Toms. ;)

    Die verhalten sich komplett anders als normale Toms mit Resonanzfell. Evtl. musst du da mit der absoluten Tonhöhe woanders ansetzen, aber die Intervalle dürften pro zwei bzw. vier Zoll Abstand hinhauen. Quinten pro vier Zoll Abstand hatte ich auf Nilsens Empfehlung hin auch mal 'ne Zeit lang.

    Ich nutze z.Z. eine Garage als Probe- und Unterrichtsraum und habe demnach das selbe Problem. Teilweise gelöst habe ich es mit der Anschaffung einer Infrarotheizung. Da gibts moderne Bauweisen, die mit einem ausgewählten Motiv bedruckt auch als Bild an der Wand montiert werden können. Ich nutze die mobile Variante auf Rollen bzw. Ständern. Das ist dabei unumgänglich, weil man möglichst nah an der Heizung sein sollte. Spiele ich bspw. Schlagzeug, stelle ich sie zum Schlagzeug. Gebe ich Unterricht, stelle ich sie zum Schülerschlagzeug usw.


    Infrarotheizungen sind deutlich effizienter, weil sie direkt als Wärmestrahlung ähnlich wie beim Lagerfeuer spürbar sind. Es muss also nicht erst die Luft aufgeheizt werden, die dann sowieso nach oben steigt und u.U. sogar noch Zugluft erzeugt. Die Wärmestrahlung wird im Schnitt auch 3°C wärmer wahrgenommen.

    Muskeln werden auch direkt erwärmt, was das Problem mit kalten Händen, Armen usw. auch effektiv löst. Ohne die Infrarotheizung beim Schlagzeug würden sich meine Aufwärmsessions z.Z. deutlich in die Länge ziehen.


    Ich nutze z.Z. eine 800W-Version und muss leider sagen, dass die bei Außentemperaturen um den Nullpunkt nicht ausreicht um die 15 m² Garage warm zu kriegen. Zum ersten Einheizen nutze ich zusätzlich einen Heizlüfter. Ich sehe aber zu, dass ich den nicht gleichzeitig auf der höchsten Stufe betreibe, um die alte Sicherung nicht an die Grenze zu bringen (16A bzw. 3,68 kW müsste die zwar ab können, aber ...).

    Bei der Garage hatte ich zusätzlich noch das Problem, dass ich das alte Holztor (noch aus DDR-Zeiten) erst abdichten musste. Das ist dann halt auch noch so ein Punkt: ist der Raum halbwegs vernünftig isoliert oder zieht die warme Luft direkt wieder ab?


    EDIT

    Bei Abwesenheit würde ich keine Heizung laufen lassen, die so hohe Stromstärken zieht. Ich habe am Eingang einen Schalter, der einen zusätzlichen Sicherungskasten ein- und ausschaltet. Hat ein befreundeter Elektriker gebastelt. Damit geht die gesamte Stromversorgung aus und an, inkl. allen Lampen und Audiogeräten. Alles andere wäre mir zu unsicher. Und so hält sich der Stromverbrauch wenigstens etwas in Grenzen.

    Auf welche Noten bzw. Frequenzen stimmt ihr euer Set?

    Meine vier Toms (10-12-14-16) stimme ich z.Z. gleichmäßig in Abständen von großen Terzen (4 Halbtonschritte). So ergibt sich eine Oktave (halbe bzw. doppelte Frequenz) zwischen dem 10er und 16er. Das 10er hab ich auf dem D der 3. Oktave und das 16er auf dem D der 2. Oktave.


    Die Hauptsnare (14") stimme ich meistens etwa auf das G der 3. Oktave. Das entspricht bei 14ern einer mittleren Stimmung. Manchmal auch etwas tiefer oder höher, z.B. einen Halbton.


    Bei Rototoms und auch bei Octobans vereinfacht sich das Stimmen durch das Fehlen des Resonanzfells. Dieses hat ansonsten einen großen Einfluss. Mit Resonanzfell entsteht der Grundton immer aus dem Zusammenspiel beider Felle. Man kann ja z.B. gut mit höher gestimmten Resos arbeiten (mach ich nur so).


    Ich stimme jede Trommel auf ihren Grundton, das hat bei mir bisher immer prima funktioniert.

    Du meinst den Grundton des Kessels, wenn man ihn direkt anschlägt? Dieser ist fürs Stimmen eigentlich irrevelant. Grundsätzlich gibt der Durchmesser einen Frequenzbereich für den Grundton vor. Wie hoch man dann stimmt steht auf dem nächsten Blatt. Man kann ein und die selbe Trommel sowohl tief als auch hoch stimmen.

    Thx! :)

    Wenn man das mal so im Detail sieht, löst sich so einiges auf und es ist dann wohl doch leichter zum Nachspielen als gedacht.

    Mir ist auch wichtig, dass alles genau zu hören und zu sehen ist. Dieses Mal habe ich meine Aufnahme auch deutlicher "drüber" gemixt. Zusätzlich fehlt durch die Nutzung von "Moises" das Original Schlagzeug fast komplett. So ist der Mix schön klar.


    Tatsächlich ist die erste Hürde immer, überhaupt erstmal zu wissen was im Detail gespielt wird. Transkriptionen sind da auch nicht immer zu 100% zuverlässig. Letztendlich habe ich neben den Moises-Tracks auch noch ein Drumcam-Video von 2002 zu Rate gezogen. Dort hat sich z.B. meine Annahme bestätigt, dass er am Anfang und in der ersten Strophe nicht nur ein, sondern sogar drei Toms (bzw. davon ein Pad) spielt. Ich spiel's ja mit zwei. Obwohl ich es in anderen Covers und in der verlinkten Transkription nur mit einem Tom gesehen habe. Hatte das zwischenzeitig testweise mit nur einem aufgenommen und als unpassend empfunden.

    Das einzige, das ich bewusst nicht exakt nachgespielt habe ist die Bassdrum zwischen Min. 6 und 6:12.

    danke für die Tipps, werd ich mal probieren mit den Kurzvideos!

    Ist auf jeden Fall einen Versuch wert. Wenn ich sehe wie steil der erwähnte Ausschnitt meines neuen Covers gerade geht (z.Z. ~2000 Klicks innerhalb von 8 Std.) - ist auf jeden Fall 'ne gute Möglichkeit um den Kanal zu pushen. Obwohl ich nicht viel davon halte.

    Kann dein Abo leider nicht sehen. Bitte schicke mir deinen Kanal zu, dann kann ich dich auch abonnieren!

    Wäre auch über meine Hörzone auffindbar, aber hier mal direkt: https://www.youtube.com/@MariusBaumDrums/

    Thx!