m_tree
Sagen wir mal so. Hi-Hat, Snare und Bassdrum erkenne ich in Noten sofort, den Rest noch nicht. Mein Lehrer meinte aber auch, dass es immer mal abweicht und man dann eben im Notenbuch schauen muss wie die Crashs beschrieben werden usw.
Aus Neugier hab ich mir dazu mal ein gutes Video auf YouTube angeschaut und da wurde wirklich auf ALLES eingegangen. Auch, was noch für "Hochzeichen" daneben stehen können.
Ich hab einen Song, den ich unbedingt spielen können will, aber er ist extrem schnell und zum jetzigen Zeitpunkt definitiv zu komplex. Ich hab mir trotzdem die Noten heute im Netz angeschaut. Aber irgendwie kann ich bei dem Song weder auf mein Gehör vertrauen, noch die Noten umsetzen. Ich hab es vorhin einfach mal versucht zum Teil umzusetzen. Ich kam nicht mal bis zum 3. Schlag 
Ansonsten sehe ich das ähnlich wie du. Ich brauche es nicht zwingend. Ich kann recht gut die einzelnen Komponenten raushören -meistens zumindest.
Und ich bin 36 und hatte heute meine 2. Std. und war das 3. Mal im Proberaum. Ich saß allerdings vor ca. 10 Jahren ein paar Mal bei meinem Vater am Schlagzeug im Keller. Den einfachsten 4/4-Takt hab ich nicht verlernt und die Variationen haben heute in der Std. auch gut geklappt. Viel besser als letzte Woche.
Aber wenn die Koordination nicht so problematisch wäre könnte ja auch nahezu jeder drummen🤔
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Für "gutes" Schlagzeugspiel ist schon noch etwas mehr als die Koordination der Gliedmaßen nötig. Stickhaltung, Spieltechnik, der "rhythmische Horizont" bzw. das Rhythmusgefühl, Feingefühl für Timing, Dynamik, Sound ... das sind alles Sachen, die sich entwickeln müssen.
Um welchen Song geht's denn?
Was das Üben angeht - und für mich zählt dazu auch, neues zu lernen:
Sich neue Sachen zu erarbeiten ist anstrengend. Letztendlich sind das auch Prozesse. Neue Verknüpfungen im Hirn müssen sich bilden, die sich dann im Schlaf festigen.
Die Qualität der Übesessions spielt dabei auch eine große Rolle. Man sollte da schon fit, klar im Kopf und konzentriert sein. Wenn man keine Energie oder keinen Bock hat, bringt das nicht viel.
Etwas gelerntes und oft wiederholtes abzurufen erfordert weniger Anstrengung. So von wegen "das kann ich im Schlaf spielen ...".
Das beantwortet auch z.T. die Frage zur Dauer und Häufigkeit der Übesessions. Bei mehr als 45 Min. ist 'ne Pause auf jeden Fall sinnvoll. Mehr als 2 Std. pro Tag müssen's nicht sein. Lieber jeden (zweiten) Tag ein bisschen als eine lange Session pro Woche - das ist schon richtig. 15 Min. sind m.E. aber etwas zu wenig, weil man auch erstmal "reinkommen" bzw. sich ein bisschen warm spielen muss. Weil 'ne halbe Stunde nur Paradiddles schnell eintönig werden würde ich das immer kombinieren. Die Paradiddles z.B. zum Warmspielen und danach Grooves und/oder Fills üben. Erst die Pflicht, dann die Kür ...