Beiträge von m_tree

    Gut gespielt! Und ziemlich crazy. Du spielst bei den "Twists" auf der Snare immer die zweiten Noten der Sextolen, oder?


    Das kriegt viel zu wenig Aufmerksamkeit, auch auf Youtube.


    Ein Tipp von mir: Youtube normalisiert alles auf -14 LUFS (Durchschnitt nach EBU R128). Allerdings nur nach "unten". Dein Audiotrack ist 6,5dB leiser (Rechtsklick ins Video -> Statistiken für Interessierte). Es bekommt den Videos gut, wenn sie Lautstärkemäßig mithalten können.

    Bei so perkussivem Material wie Schlagzeug ist es leider oft nicht so einfach, auf diese Lautstärke zu kommen.

    Man muss die HiHat ja nicht unbedingt mit einer Hand spielen. Bei mir endet es derzeit einhändig bei 140 bpm Achtel.

    Eben. Du kannst das auch beidhändig statt einhändig spielen. Auf der Hi-Hat also RLRL statt RRRR

    Ist aber eben auch nicht unbedingt einfacher. An dem Thema häng ich nämlich grade und hänge da ordentlich fest. Hand to hand find ich gar nicht so einfach.

    Im Prinzip baut das auf dem einfachsten Rudiment auf - den Singlestrokes. Um das besser drauf zu kriegen helfen also auch Trockenübungen z.B. mit Achtel-Singlestrokes und z.B. rechtem Fuß auf 1+3. Oder rechtem Fuß auf 1 und betontem / akzentuiertem Schlag auf der 3.

    Da fehlt dann zwar bei jeder Snare eine HH, aber das verkaufe ich jedem als mein Style ;)

    Ursprünglich / eigentlich ist das ja der Style von Charlie Watts. Der hat das allerdings auch bei einhändig gespielter Hi-Hat gemacht.


    Einhändige Achtel nur bis max 160bpm, danach wirds stressig und entsprechend unsauber.

    Nicht zwingend. Gibt schon einige, die auch bei oder über 200 noch ganz locker 8el schütteln, als wär´s nichts. Ich find das auch gemein ...

    Während ich das nicht gemein finde, weil ich das mit rechts locker hinkriege, finde ich wiederum abartige DoubleBass-Geschwindigkeiten gemein. Ist einfach nicht meine Baustelle.

    Eben. Du kannst das auch beidhändig statt einhändig spielen. Auf der Hi-Hat also RLRL statt RRRR (pro Viertel bei Sechzehnteln). So muss der Backbeat (Snare) dann mit Rechts statt Links gespielt werden, die Hi-Hat entfällt beim Backbeat und Ghostnotes können auch nicht gespielt werden.


    Zu Binär (gerade) / Ternär (triolisch) hatte ich hier kürzlich einen Thread mit Hörbeispielen erstellt:


    Da gibt es zum Beispiel den bekannten Song Georgy Porgy von Toto mit ehemals Jeff Pocaro als Drummer.

    Den Groove, den er dort spielt, ist eine Art Shuffle, wobei er im 4/4 Takt mit 94 BPM hier recht schnelle 16tel auf der Hi-Hat schlägt.

    Das ist kein Shuffle, sondern schnurgerade (binär).

    Und ja, Porcaro war bekannt für seine schnellen einhändigen Sechzehntel.


    Ein Shuffle ist "Rosanna", sein berühmter Halftime-Shuffle. Dazu habe ich mittlerweile zwei Covers gemacht (siehe Hörzone).


    Das gleiche Phänomen bei BlackVelvet von Alanah Myels. Ein ebenfalls bekannter Song, der im 6/4tel Takt mit Triplets funktioniert.

    Da wirfst du etwas durcheinander. Man kann das entweder als 4/4 mit Triolen (auf Englisch Triplets) zählen als auch als 6er oder 12er ohne Triolen. Die Eigenheit dieses Grooves besteht darin, dass jeder zweite Hi-Hat-Schlag betont / akzentuiert ist.


    Das erfordert Übung und Können.

    Genau.

    das ist mir viel zu anstrengend, da müsste ich ja richtig üben.

    Ja, sowas muss man üben.


    Am Groove ändert sich dadurch nichts. Habe jetzt ich nur solch ein Empfinden oder was meinen andere Drummer dazu? Wie handhabt Ihr das?

    Doch, da ändert sich schon was. Aber natürlich kann man im Hobbybereich auch Sachen vereinfacht spielen. Da beißt einem keiner den Kopf ab. ;)

    Genau, ich spiels unterschiedlich, je nach Bedarf. Aber soll schon prominent, wie eine Crash, sein!

    Das Crash ist sächlich. Weil "das" Becken sächlich ist. Also heißt es auch das Ride-Becken. Aber "die" Hi-Hat, weil es zwei Becken sind - also Plural für "die Becken".


    Das ist nur die Drummachine von Garage Band und ich hab sogar die HH lauter gemacht

    :D

    Die Hi-Hat überspricht ins obere Snare-Mikrofon

    nö, das glaub ich nicht

    Kornintenkakermodus ON: : die Hi-Hat wohl eher nicht - naja vielleicht ne laute Mechanik, ohne Anschlagasfilz, Ungeölt etc.

    Das Hi-Hat möglicherweise schon. ;) l.g.

    :D


    Glaubst du nicht? Ist aber so ;)

    Unabhängig davon ob ... Hi-Hat nun weiblich oder sächlich ist.

    Die Hi-Hat statt eines Crashbeckens anzucrashen halte ich für experimentell. Bei sehr kleinen Setups mit nur einem Crash mag das noch ok sein. Im Studio ist das aber nicht nur wegen der mangelnden Notwendigkeit (man kann auch einfach mal ein Crash mehr hinhängen ...) fragwürdig, sondern auch weil es aus tontechnischer Sicht schwierig ist:


    • Die Hi-Hat überspricht ins obere Snare-Mikrofon - und zwar deutlich mehr als die anderen Becken. Crashbecken hängen i.d.R. deutlich weiter weg vom Snare-Mikrofon.
    • Ein Hi-Hat Mikrofon braucht man für allem, um feines, akzentuiertes und leises Spiel im Mix besser hörbar zu machen.
    • => Eine gecrashte Hi-Hat ist im Mixdown also schon erstmal ein Problem, wenn die Snare nicht gegated ist und ein Hi-Hat Mikrofon für die geschlossen angespielte Hi-Hat rein gemixt ist.


    Bei der Nachbearbeitung meiner Aufnahmen automatisiere ich das Hi-Hat Mikrofon i.d.R. in der Lautstärke. Ganz einfach, um die Hi-Hat nur in den leiser gespielten Parts zu unterstützen (ist ja auch nur ein Stützmikro). Eine geschlossen mit der Stickspitze angespielte Hi-Hat ist aus mehreren Gründen deutlich leiser als eine offen am Rand angespielte.


    Also klare Antwort von mir:


    Hör auf den Tonmann und baue lieber ein zusätzliches Crash auf. Da wird dir schon kein Zacken aus der Krone brechen ...

    Hi-Hats haben für gewöhnlich die Eigenschaft - besonders wenn geschlossen angespielt - einen deutlich höher angesiedelten Frequenzbereich einzunehmen als Crashes.

    Crashes bewegen sich für gewöhnlich von den oberen Mitten rauf bis um 10 kHz. Geschlossen angespielte Hi-Hats entfalten über 10 kHz z.T. erst so richtig ihre Brillanz.

    Zwischen 10 und 20 kHz liegt der erweiterte Höhenbereich. Für die Musikproduktion spielt der eine ähnlich untergeordnete Rolle wie der Subbass-Bereich - wobei letzterer meistens eher weniger erwünscht ist als Brillanz im erweiterten Höhenbereich.


    Offen angespielte Hi-Hats klingen auch wegen der Frequenz-abhängigen Lautstärkewahrnehmung des menschlichen Gehörs (Fletcher Munson) lauter als geschlossen angespielte Hi-Hats.


    Bei Interesse kann ich das Thema gerne vertiefen mit Bildmaterial vom Analyzer und Hörbeispielen.

    Ich stehe demnächst wieder vor dem selben Problem, auch weil ich in meinem aktuellen Raum eine Obergrenze von fünf Schülern seitens des Vermieters habe.


    Die Situation ist leider überall ähnlich besch...en. Frühere Möglichkeiten gibt's hier aktuell auch nicht mehr.


    Aus meiner Zeit in Mittelfranken kenne ich noch die MUZ, die insgesamt drei Proberaumzentren in Nürnberg, Fürth und Erlangen am Laufen hatte bzw. hat.


    Ich bin hier in Gotha auch nicht der einzige, der wieder auf Raumsuche ist.

    Und meine Idee dazu ist auch, ein leerstehendes Bürogebäude anzumieten und einzelne Räume weiter zu vermieten.


    Die Mietpreise werden wohl insgesamt mit den lokalen Verhältnissen korrelieren. Da sieht's hier z.Z. deutlich besser aus als in vielen anderen Städten.


    Also klare Antwort von mir: bei guter Publicity dürften die Räume relativ zügig gefüllt sein, wenn ein Proberaummamgel besteht.


    Neben Heizung, brauchbaren Fenstern und sanitären Anlagen geht's aber auch um Diebstahlschutz.

    Ich wollt's ja noch mal machen. Jetzt ist auch die Optik besser - ein bisschen Spaß muss sein 8)


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    Das quadratische Format finde ich einen guten Kompromiss für Kurzvideos.

    danyvet

    Man kann das auch als Normaltime zählen und notieren. Dann eben mit Sechzehnteln bzw. Sechzehntel-Triolen auf 60 bpm. Bei diesem Tempo würde beides Sinn ergeben. Bei niedrigerem Tempo eher der Halftime und bei höherem Tempo Normaltime.


    Der Groove hat es im übrigen Faustdick hinter den Ohren. Die Bassdrum macht den Offbeat sehr dominant.

    Da haut es einen unter Umständen raus und man nimmt den Off-Beat als Puls wahr.

    Ich hatte mir die Bassdrumfigur so ausgedacht, um das hier gut zu demonstrieren. Der Puls wird hier eigentlich klar vom Backbeat und der 1 dominiert. Ich habe auch bewusst zugesehen hier ein bisschen Dynamik ins Spiel zu bringen. Also Akzente und eben auch mal Ghostnotes.

    Der letzte Bassdrum-Schlag ist beim Spielen am Schlagzeug im Normalfall deutlich leiser. Was automatisch dazu führt, dass der nächste Schlag auf der 1 betont ist.


    Bei den ternären Grooves habe ich schon zugesehen, die Bassdrum auf den üblichen Flow auf den ersten und letzten Noten der Triolen zu setzen und die Viertel generell zu betonen. Der Puls ist so ganz klar auf den Vierteln.

    Die mittleren Noten der Triolen sind ja komplett frei von der Bassdrum. Lustig sind z.B. Bassdrum-Doublestrokes auf den 2. und 3. Noten der Triolen. Aber auch schwieriger.

    Der hinkende Vergleich von Groove B war mir auch ein Dorn im Auge. Ein paar Ghostnotes und 'nen Shuffle wollte ich schon auch mit reinbringen.

    Evtl. ergänze ich für "Binär B" noch ein paar Achtel auf der Hi-Hat, sodass die Ghostnote auf der 1+ als Lückenfüller bestehen bleibt.

    Sechzehntel möchte ich hier eigentlich außen vor lassen, damit es anschaulich bleibt.


    Freut mich, dass das hier so gut ankommt. :thumbup:

    Dieses Thema wurde kürzlich wieder in diesem Thread diskutiert: Recording Korrektur von Timing-Ungenauigkeiten - binär / ternär


    Zur besseren Veranschaulichung der Unterschiede habe ich ein paar Hörbeispiele und Notationen erstellt. Grundsätzlich geht's dabei um einen Groove und ein Fill. Vom Groove habe ich jeweils drei binäre und drei ternäre Varianten erstellt, vom Fill eine binäre und zwei ternäre. Wo ich es für nötig hielt habe ich Handsätze hinzugefügt. Für die Notationen habe ich "Groove Scribe" benutzt.


    • 4/4 Halftime (Backbeat auf 3)
    • Achtel und Achteltriolen
    • Ghostnotes sind grundsätzlich nur Lückenfüller
    • jeweils 4 Takte (Grooves) und 1 Takt (Fills)
    • 120 bpm


    Groove Binär A Binär-A.mp3 Groove-Binaer-A.jpg


    Groove Ternär A Ternär-A.mp3 Groove-Ternaer-A.jpg


    Groove Binär B Binär-B.mp3 Groove-Binaer-B.jpg


    Groove Ternär B Ternär-B.mp3 Groove-Ternaer-BStickings.jpg


    Groove Binär C Binär-C.mp3 Groove-Binaer-CStickings.jpg


    Groove Ternär C Ternär-C.mp3 Groove-Ternaer-CStickings.jpg



    Fill Binär Fill-Binär.mp3 Fill-BinaerStickings.jpg


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    Fill Ternär B Fill-Ternär-B.mp3 Fill-Ternaer-BStickings.jpg



    Man erkennt, dass ternär 1,5x so viele Zählzeiten beinhaltet - in diesem Fall hier 12 statt 8 pro Takt. Außerdem werden die Handsätze bei Ternär komplizierter, weil eine ungerade Komponente ins Spiel kommt.


    Falls es weitere Vorschläge für Hörbeispiele dieser Art gibt - gerne her damit. :)

    Ich überlege, alles noch mal mit geringerem Tempo einzuspielen.