Beiträge von m_tree

    Lustigerweise hab ich durch diesen Thread wieder mal auf http://www.mix-challenge.com geschaut und spontan bei der aktuellen MC mitgemacht. Die Mix-Phase läuft normalerweise immer vom 1. bis 21. des Monats, dieses Mal wurde auf den 24. verlängert.


    Der Drummer der Band (aus UK) ist der Songprovider. Trommeln und Becken wurden getrennt eingespielt. Sehr interessant.


    Hier mal mein Beitrag:

    MIX CHALLENGE - MC094 October 2023 - Submissions extended until 24-OCT-2023 23:59 UTC+2/CEST - Page 10 - Mix Challenge


    LowCuts habe ich hier wieder (fast) nur auf Gitarren und Vocals. Bei bestimmten Backing-Vocals außergewöhnlich hoch (knapp 300 Hz) wegen lauten Pop-Geräuschen und ansonsten sowieso sehr hoher Tonlage. Insofern kein Problem. Problematisch wird's immer wenn sich Nutz- und Schmutzsignale im selben Frequenzbereich tummeln.

    Ob Tafelblech (engl. sheet metal) oder Guss (engl. cast) hängt sehr wohl von der Legierung ab. Mit höherem Zinnanteil wird das Material spröder und ist dann irgendwann nicht mehr oder nur sehr begrenzt kaltumformbar. Während also bei Bronze mit niedrigem Zinnanteil die Formgebung ab Tafelblech beginnen kann, kommt man bei hohem Zinnanteil offenbar nicht mehr um das Gießen herum.

    Ah, wieder was gelernt. Danke! :)

    B8 ist ja Sheet-Bronze, also große Tafeln Bronzeblech, aus denen die Beckenrohlinge ausgestanzt werden. Genau das macht es erstmal preisgünstig im Gegensatz zum Gießen und Walzen der Rohlinge bei B20.

    Ob Sheet oder Cast ist doch eigentlich unabhängig von der Legierung, oder?


    Dass Zinn ein gutes Stück teurer bzw. wertvoller als Kupfer ist könnte evtl. auch dazu beigetragen haben, dass B20-Becken als hochwertiger angesehen werden.


    Ansonsten habe ich keine Ahnung vom Beckenschmieden. Sehr auffällig finde ich aber immer wieder, wie unterschiedlich Becken mit der gleichen Legierung, gleichen Größe und auch gleichem Gewicht klingen können. Ein bisschen komplexer scheint das Thema also schon zu sein.


    Meines Erachtens sollte man als Anwender einfach seinem Gehör und (sich entwickeltenden) Geschmack vertrauen.

    Gegen ein bisschen GAS spricht natürlich auch nichts, wenn man es sich leisten kann ...

    Andererseits fehlt mir die Expertise, mein Klangziel zu erreichen. Ich weiß (zumindest grob), was ich will, ich weiß aber nicht, wie ich da hin komme. Ungefähr so, als wollte ich BeBop oder Metalcore spielen wollen - mir fehlt die Technik.

    Ich kenne das gut von meinen Anfangszeiten. Ich habe lange und verschiedene Stadien gebraucht, um meine Klangziele zu erreichen. Und es hat bis heute nicht aufgehört. Meine Erfahrung beim Mischen hat mir dann auch geholfen, meine Schlagzeugaufnahmen zu verbessern. Da ist meine Herangehensweise jedenfalls grundsätzlich, im Mix nur zu verschönern, nicht Korrigieren oder Verbiegen zu müssen. Z.B. lasse ich die Trommelspuren einzeln komplett unkomprimiert und hebe nur ein bisschen Höhen an, die Overheads habe ich bis vor kurzem einzeln komplett unberührt gelasen. Auf dem Drumbus kommen dann weitere "große EQ-Pinselstriche" dazu. Aber eben keine steilflankigen Absenkungen.


    Also der Schlüssel zu einem guten Mix sind schon auch einfach gute Aufnahmen. Je besser die zusammenpassen und schon dahin gehen, wo es hingehen soll, desto weniger EQing ist im Mix nötig. Und dann ist ein guter Mix auch die Voraussetzung für ein gutes Mastering. Da sollte dann ja eigentlich gar nicht mehr so viel gemacht werden, wenn's nicht nötig ist.


    Falls wir als Band mal eine richtige Produktion machen wollen sollten, würde ich auch umfangreicher mikrofonieren. Aber das steht derzeit nicht zur Debatte. Ich bin mit den Primärsignalen eigentlich auch immer zufrieden, der Mix soll halt besser werden, aber erst mal ohne zusätzliche Kanäle.

    Falls es doch mal zur Debatte steht: Ich biete Mixing (und obligatorisches) Mastering verhältnismäßig günstig an. Mit unverbindlichem Testmix und mehreren Korrekturmöglichkeiten pro Mix.

    Es hat eben auch den Vorteil, dass dieser Schritt der Produktion von einer ansonsten unbeteiligten und unvoreingenommenen Person durchgeführt wird.

    Natürlich gäbe es auch die Möglichkeit eines externen Masterings.


    Um das Becken leiser zu bekommen, könnte ich die Position ändern, z.B. das Becken weiter nach rechts schieben, weiter weg vom Mikro. Das Mikro selber muss etwa dort bleiben, wo es ist, einmal wegen der Stereoachse und zum anderen weil der Rest des Kits recht gut abgebildet ist. Ein bischen mehr Hihat hätte ich auch gerne. Dafür hab ich im Proberaum ein zusätzliches Mikro, aber das Audio Interface hat keinen Eingang mit Phantomspeisung mehr frei, daher müsste ich noch zusätzlich ein Pult mitnehmen, was ich nicht möchte. Mittelfristig muss ein Interface mit mehr Mikrokanälen her.

    Die Entfernung und Position (zumindest bei Richtmikrofonen) macht nach meiner Erfahrung sehr viel aus. Eine andere Möglichkeit wäre, das Becken leiser zu machen. Subtil ginge das mit ein bisschen Gaffa auf der Unterseite. Oder ein leiseres Becken nehmen.

    nils

    Klingt auf jeden Fall gut. Nur das Crashbecken finde ich verhältnismäßig (stellenweise) etwas zu laut. Ist aber schwierig zu lösen, wenn die Mikrofonierung so schmal bleiben soll.


    OK, ich hab noch viel zu lernen.

    Ich auch. ^^


    Durch die Teilnahme an Wettbwerben auf http://www.mix-challenge.com bin ich da z.T. auch auf den Boden der Tatsachen gekommen. Da muss man auch immer eine ausführliche Dokumentation schreiben. Der Admin ist ein Deutscher und sucht immer nach Songprovidern. Falls du da mal Interesse hast.


    Vieles ist auch einfach Geschmackssache. Wichtig ist, denke ich, das ganze am Ende künstlerisch anzugehen (weniger technisch).

    nils

    Ich schick dir die Projektdatei per PN. Du wirst halt keine Einsicht in die Effekteinstellungen haben, weil ich die REAPER-Effekte kaum noch nutze.


    Ich hab's noch mal in CD-Qualität als 16bit FLAC (gedithert) rausgezogen. Ist mit 0,3 dB TruePeak Headroom jetzt bei -11,8 LUFS integrated. Für das Arrangement mit den drei Instrumenten und den ganz ruhigen Passagen ist das schon recht viel. Ging trotzdem relativ problemlos. Es geht da hauptsächlich um die Frequenzverteilung und den Umgang mit Peaks.


    Nils Beispielmix.flac
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    Wie sah denn die Mikrofonierung so aus? Die Bassdrum hat auffällig viel Tiefbassanteil. Find ich gut so (wobei fast schon zu viel), wundert mich aber auch angesichts der geringen Größe der Bassdrum.


    Mal eine kleine Dokumentation:


    Kick

    Gate -> im unteren Mittenbereich mit Linear-Phase EQ gesplittet -> Bassanteil mit Softclipping bearbeitet -> Höhenanteil bei 4 kHz breit geboostet


    Overheads

    Bei ca. 4 und 11 kHz schmal um 3-4 dB abgesenkt (Crash und Hi-Hat) -> Bassanhebung mit passivem EQ


    Drumbus

    Umfasst unterschiedlich eingestellte parallele Reverbs für die Kick und die OHs

    Tiefmittenabsenkung mit einem schön klingenden EQ

    4:1 Kompression (1176 black) mit langer Attack- und kurzer Releasezeit

    Höhenboost mit passivem EQ


    Bass

    Limitierung der höchsten Peaks -> Hinzufügen von Tiefbass mit Waves LoAir (ohne das eigentliche LoAir) -> LA2A Kompression -> breiter Präsenzboost bei etwas über 1 kHz

    An parallelen Track mit kurzem Delay, Chorus und EQ geschickt -> diesen an weiteren Track mit kurzem Delay geschickt - jeweils 50% L/R gepannt


    Gitarre

    LowCut bei 100 Hz, HighCut bei 7 kHz (Übersprechen vom Schlagzeug), 3dB Cut bei ca. 800 Hz

    LA3A Kompression -> leichte Tiefmittenabsenkung mit Shelf

    100% rechts gepannt -> gesendet an ein paralleles Haas Delay (100% links) und an ein paralleles Delay mit EQ (50% links)


    Masterbus

    SSL Bus Kompressor -> Mastertape Simulation -> Automation um insgesamt 4 dB (dafür der Limiter) -> leichte Kompression mit Mastering Kompressor -> Mid/Side EQ inkl. Bassboost -> leichter Höhenboost (passiver EQ) -> Lautmachen in zwei Stufen


    Automation der Lautstärken

    Overheads (um das Crashbecken zu zügeln bzw. um Höhenboost und Kompression entgegen zu wirken)

    Drumbus (zwei Fills lauter gemacht)

    Gitarre Pre-FX + Gitarre Post-FX

    Masterbus zwischen dem Tape und dem Mastering-Komp. (wäre eigentlich Post-FX bei separatem oder externem Mastering)

    :thumbup: :)


    Ist ja nicht eilig ...

    Du hast eine PN

    Hatte vorhin keine Zeit. Hab's runtergeladen und bin gerade am Mischen.


    EDIT

    Hier mal der Beispielmix von mir. Mit Automation. Würde ich auch so zum Korrekturhören rausgeben, aber noch nicht final.

    Einen LowCut habe ich nur auf der Gitarre benutzt (und auf dem Reverb der Overheads). :)

    Ich bin relativ problemlos auf -12 LUFS (Durchschnitt) gekommen, obwohl ich die Verlaufsdynamik mit Automation der Stereosumme unterstützt habe.

    Weitere Details später, bei Interesse.


    Nils Beispielmix.mp3
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    Schöne Atmosphäre, übrigens.


    nils

    Bitte bescheid geben wenn das nicht öffentlich sein soll, dann nehme ich es wieder raus.

    Lustig, die REAPER-Effekte wieder mal zu sehen. In meinen Anfangszeiten hatte ich die auch benutzt. Mittlerweile benutz ich nur noch das Gate.


    Davon abgesehen, dass ich in Ausnahmefällen auch einen LowCut auf der Bassdrum nutzen würde, sollte ich das für nötig halten, kann ich das Problem hier nicht so ganz nachvollziehen.

    Denn man sollte alle Probleme erstmal im Mix lösen. Ich würde erstmal nur die Anhebungen im Bassbereich weglassen und die Bassdrum mit Sättigung und (oder meinetwegen auch Limiting) zähmen. Vielleicht auch die Drums in ihrer Gesamtheit stärker komprimieren. Zusätzlich den Bass und die Gitarre etwas weiter nach vorn mischen in dem Part. Besonders bei hoher Verlaufsdynamik der Rohspuren und progressiven Songstrukturen kommt man um Automation aus künstlerischer, nicht (nur) aus technischer Sicht, kaum drumrum für vernünftige Studiomixe. So ist zumindest meine Erfahrung.


    Dann würde ich einen richtigen Mixbus-Kompressor für das "Finishen" und Zusammenkleben des Mixes nutzen. Wie eben z.B. den SSL Buscomp. ... die höherwertige Kopie "Vertigo VSC-2" (gibts auch als Plugin) hat zusätzlich noch eine Sidechain mit LowCut wahlweise bei 60 oder 90 Hz an Bord. Diese ist ja genau dafür da, damit der Kompressor weniger auf die Bassanteile reagiert. ;)

    Es gibt nicht ohne Grund so viele digitale Kopien altbewährter Hardware. Weil viele der alten Kompressoren und EQs halt einfach "klingen". Und auch die Plugins der digitalen Sterilität entgegen wirken, weil auch das Rauschen und die Sättigung simuliert werden.


    Weiter verstehe ich auch den Einsatz des Multiband-Kompressors nicht. Lautheit kann man damit zwar auch irgendwie rausholen, aber man macht halt auch gleichzeitig den Mix kaputt. In meiner Anfangszeit hatte ich auch mit MBC im Mastering experimentiert. Aber das Buch "Mastering Audio" von Bob Katz hat mir dies bzgl. die Augen geöffnet. Der äußert sich da sehr kritisch zu MBC und nutzt maximal zwei Bänder, um Mixprobleme zu lösen / kaschieren, wenn unbedingt nötig. Ohne MBC klingts meiner Meinung nach immer besser.

    Um Lautheit rauszuholen gibts genug andere Kniffe. Und wie so oft ist das am Ende auch die Summe vieler kleiner Schritte.


    Wenn du magst mische ich das mal exemplarisch ab. Ist eigentlich immer interessant andere Herangehensweisen zu hören.


    Meinen Vergleich poste ich später.

    Auch hier kommt es auf das Maß an.


    Zu viel Bass und auch zu viel Mumpf im unteren Mittenbereich können wirklich viel zukleistern und auch viel Headroom und wahrgenommene Lautstärke "klauen".

    Aber wenn es - für das betreffende Genre und einen "modernen" Sound - zu dünn wird und/oder man einen Mix mit viel Phasenschweinereien und "Nachsingen" wegen übermäßigem Einsatz von steilflankigen Low-Cuts und sonstigen steilflankigen Eingriffen im Bassbereich hat, ist man wohl übers Ziel hinaus geschossen.


    Low-Cuts benutze ich z.B. nur noch, um wirklich unbrauchbaren Rumpel (z.B. auf Gesang und Gitarren) wegzuschneiden oder wenn ich in Kombination mit Shelfs untenrum wirklich stark ausdünnen will (z.B. Stützmikrofone an Becken). Auf allen anderen Schlagzeugspuren und E-Bass nutze ich überhaupt keine Low-Cuts mehr.


    Letztendlich geht's um die gesamte Frequenzverteilung und vor allem auch darum, was im Mittenbereich so los ist.

    Mikrofonierte Amps profitieren z.B. von einer Linksdrehung des Bass-Reglers vom Amp, weil nah aufgestellte Mikros durch den Nahbesprechungseffekt Bässe betonen.

    Nah mikrofonierte Schlagzeugaufnahmen profitieren im Mix aufgrund der sowieso vorhandenen Bassbetonung der Close-Mics von Höhenbetonungen und Mittenabsenkungen (zumindest wenn man "Badewanne" möchte).


    Ich werde auch noch ein Beispiel zum Vergleich posten. Allerdings eher einen Vergleich von Roh-Aufnahmen mit fertigem Mix (und Master). Weil ich der Ansicht bin, dass die gesamte Frequenzverteilung Einfluss auf dieses Thema hat. Nehme ich z.B. einen Shelf und senke ab dem unteren Mittenbereich ab, wird ja auch (oder vor allem) Tiefbass gedämpft. Umgekehrt bewirken Betonungen in höheren (und empfindlicheren) Frequenzbereichen, dass letztendlich weniger Tiefbass im Mix verbleibt.

    Ansonsten habe ich mich immer mal wieder gefragt, warum man untenrum für anständige Mixe eigentlich so viel wegschneiden sollte

    Mein Vorschlag wäre, hierfür einen eigenen Fred zu eröffnen. Dann könnte man das ausführlicher diskutieren und ich könnte mal zwei Mixe von derselben Aufnahme mit und ohne Tiefbass zum Vergleich posten.

    Meinerseits besteht da eigentlich kein Bedarf. Ich beschäftige mich mit dem Thema ja schon lang genug um mir sicher genug zu sein, ruhigen Gewissens bei Schlagzeug und E-Bass mittlerweile komplett auf Low-Cuts zu verzichten. Außer bei Stützmikros an Becken und in Ausnahmefällen.

    Aber wozu eine Bassdrum und einen Bass untenrum beschneiden? Wenn man sich bei Aufnahme und Sounddesign schon drum bemüht hat, da genug "Fleisch" zu erzeugen. Zumal EQing im Tiefbassbereich eben auch viel rumsaut (Phasenverschmieren usw.) ... Low-Cuts führen meistens erstmal zu höheren Peaks, die man dann wieder zähmen muss.


    Ich wollte das nur dazu anmerken. Meines Erachtens gibts da sehr viele Mythen (z.B., dass Low-Cuts das Mittel der Wahl wären um Mixe "aufzuräumen") und die Praxis sieht im professionellen Bereich oft anders aus.

    nils

    Von welchen Frequenzbereichen sprichst du da? Mit meiner (durch das recht straffe Reso) recht hoch gestimmten 22x18er komme ich laut Voxengo SPAN (Analyzer) auf einen Grundton von etwa 75 Hz. Das ist aber bereits das Resultat von meiner Nahmikrofonierung mit zwei reinrassigen Bassdrum-Mikros (Shure Beta 52a und Audix D6). Auf den Overheads "plöckt" die Bassdrum nur bei etwa 150 Hz rum.


    Ansonsten habe ich mich immer mal wieder gefragt, warum man untenrum für anständige Mixe eigentlich so viel wegschneiden sollte. Low-Cuts benutze ich eigentlich nur, um wirklich unbrauchbaren Rumpel z.B. auf Gesang und Gitarren zu zähmen.

    Wenn man mit der sonstigen Bearbeitung, vor allem eben auch EQing mit Shelfs und Bells, Präsenz rausarbeitet und Platz und Transparenz schafft, kann man auch Basslastigere Mixe realisieren. Was ja letztendlich auch modern ist. Professionelle Mastering-Studios schrauben oft auch noch Bässe rein.


    Weil Studiomixe ja auf den unterschiedlichsten Anlagen (zur Not auch in Mono über den Smartphone-Lautsprecher) noch so klingen sollen, dass der Song "rüberkommt", muss man da sowieso Kompromisse eingehen. Die beinhalten m.E. aber auch, dass schon (sauberer) Tiefbassanteil vorhanden sein kann. Der ist dann halt nur auf entsprechend dimensionierten Anlagen wahrnehmbar und "nice to have", aber eben nicht weiter wichtig.


    Der wichtigste Frequenzbereich fürs menschliche Gehör ist sowieso der Mittenbereich. Dort befinden sich die wichtigsten Informationen und das Gehör ist auch nicht ohne Grund am empfindlichsten in dem Bereich. Alles unter 50 Hz und über 10 kHz ist eher Zusatz und in vielen Situationen gar nicht wahrnehmbar.


    Was mir noch zu großen und kleinen Bassdrums einfällt:

    Kleinere Bassdrums sind wegen der geringeren Fell- und Luftmasse nicht nur einfacher zum Klingen zu bringen, sondern sind durch den grundsätzlich höheren Grundton auch besser hörbar. Wegen der Frequenzabhängigen Lautstärkewahrnehmung des Gehörs als auch des z.T. schwachen Tiefbassbereichs von Mikrofonen und Lautsprechern ...

    Allerdings wäre ich bei so Billgkabeln sehr vorsichtig!
    Oftmals sind das keine Kupferlitzen sondern lediglich verkupfertes Aluminium. Absolut unbrauchbar im PRO Audiobereich!!!

    Auch die Steckverbindungen sind oftmals nur gequetscht und nicht gelötet.
    Passen tun die Stecker auch nicht vernünftig.

    Dadurch auch sehr schlechte Verbindungen und hohe Übergangswiderstände an den Steckkontakten.

    Das würde auch den niedrigen Preis erklären. Was mich zusammen mit der einstimmigen Empfehlung für Neutrik-Stecker zu einer Planänderung bringt:

    Ich werde erstmal einen Teil der Kabel nicht versteckt an den Wänden entlang führen, sondern auf dem Boden mit Tape fixieren. So kann ich auf das Multicore-Kabel verzichten. Das will ich mir mal genauer anschauen und rausfinden, wie das Innere der Kabel und die Verbindungen zu den Steckern so aussehen.

    Ich habe z.Z. genau ein Kabel mit Neutrik-Steckern, ansonsten nutze ich hauptsächlich diese hier (und vereinzelt andere): https://www.thomann.de/de/pro_snake_tpm_10.htm

    Mit denen habe ich eigentlich durchweg gute Erfahrungen gemacht (auch mit den Steckern). Ich gehe davon aus, dass das Kupferkabel und verlötete Stecker sind. :/


    Ich würde meine Kabel-Sammlung dann mit langen Kabeln mit Neutrik-Steckern erweitern, aber selber Löten. Habe gesehen, dass es für die Neutrik-Stecker auch Farbringe gibt. Das wäre zusätzlich zur sonstigen Qualität der Kabel ein Segen. Bunte Kabel find ich schrecklich, aber markierte Stecker sind schon praktisch.


    Dass man Mikrofonsignale auch über Netzwerkkabel übertragen kann war mir neu. Ich nutze in meiner Wohnung selber noch Netzwerkkabel (aber eben fürs LAN).

    Dann müsste ich ja noch zwei Adapter pro Kabel nutzen. :/

    Meine Audio-Interfaces will ich eigentlich erstmal behalten. Höchstens das 18i20 2nd Gen mal durch ein 3rd Gen ersetzen, weil die Preamps des 2nd Gen auf niedrigster Stufe schon viel Gain und nur zwei der acht Mikrofoneingänge PAD-Schalter haben (für laute Schlagzeugaufnahmen unpraktisch).


    Ich denke mal für meine Entfernungen (auch in größeren Räumen in Zukunft reichen sicher 15m) sind normale XLR-Kabel schon ausreichend. Wenn die sonstigen Faktoren halt passen.

    Danke erstmal für die Antworten! :)


    [...] durch die Symmetrierung solltest du keine Einstreuungen bekommen.

    Tatsächlich konnte ich Einstreuungen durch Stromkabel feststellen, nachdem ich im alten Raum mal umgeräumt hatte. Es lag zweifelsfrei an der Nähe zu den Stromkabeln. Hat mich selbst überrascht.


    Ist das Multicore schon konfektioniert oder lötest du selbst? Dann würde ich trotz des Preises zu Neutrik-Steckern raten.

    Nee, das war schon fertig. Ist dieses hier: https://www.thomann.de/de/the_sssnake_sk4185_snake.htm


    Obwohl so auffällig günstig, dachte ich mir: wenn das verlötete Kupferkabel sind, sollte alles gut gehen. Das ist ein fester Aufbau und die Stecker sollen im besten Fall erst wieder abgezogen werden, wenn ich in den nächsten Raum umziehe.

    Oder geht es bei Neutrik-Steckern noch um etwas anderes als die mechanische Belastbarkeit (für den Live-Betrieb)?


    Ideal wäre es, wenn alle Signale über ein Multicore laufen würden.

    Warum?


    25 m für Overheads finde ich schon auffällig viel. Hier würde ich ein Augenmerk darauf legen, die Strecke möglichst kurz zu halten.

    Es sind 15m pro Overhead - halt je einmal über ein 15m Kabel und einmal über das 5m Multicore plus 10m Kabel.

    Die Kabel für die OHs müssen tendenziell am längsten sein, weil ich die ja im Gegensatz zu den anderen auf Höhe kriegen und an den Galgen der Mikrostative befestigen muss.

    Zusätzlich verlege ich die Kabel halt an drei Wänden entlang. Da kommen schnell ein paar Meter zusammen ... die Alternative wären mitten im Raum liegende Kabel. Auch weil ich in dem Raum auch unterrichte und wenig Platz vorhanden ist will ich das aber vermeiden.


    Aber ich werde das 15m Kabel wohl noch tauschen, sodass beide Overheads übers Multicore gehen.


    Allerdings wird der neue Raum an sich viiiel mehr Einfluss auf die Aufnahmen haben, als die Verkabelung.

    Ich weiß. Bin dahingehend auch schon am Optimieren.


    Mich hat die Frage zu den auffällig geringeren Leiterquerschnitten von Multicore-Kabeln schon vor längerer Zeit mal beschäftigt.

    Ich richte gerade meinen neuen Raum ein und musste für den Anschluss der Mikros ein Multicore-Kabel besorgen, um das wie geplant zu machen. Das ist erstmal die günstigste und effektivste Lösung.


    Nun sind die Kabelquerschnitte eines solchen Multicore-Kabels ja sehr gering im Vergleich zu einfachen XLR-Kabeln. Angesichts der geringen elektrischen Leistung (Mikrofonsignale), die übertragen wird, sicher kein Problem. Oder doch? Spielt die Isolierung auch eine Rolle (trotz der symmetrischen Übertragung)?

    Was ist mit der zusätzlichen Steckverbindung?


    Das Multicore-Kabel verlängert bei mir derzeit nur 8 der 13 Kabel. Die Overheads will ich je mit (meinem einzigen) 15m Kabel und einem 10m Kabel + Multicore anschließen. Auch deswegen beschäftigt mich, ob das Multicore-Kabel irgendwelche klanglichen Einbußen hat.


    Ein befreundeter Elektriker hatte sich vorher um die Elektrik im Raum gekümmert. Ich habe bereits da schon drauf geachtet, dass die XLR-Kabel genug Abstand zu Stromkabeln haben.

    sämtliche Grooves, die die alle spielen, wurden ja eh von Bernard Purdie erfunden😁

    Jepp - den Rosanna-Shuffle hat Porcaro ja auch nur aus je einem Groove von Purdie und Bonham zusammengebastelt ^^


    So wie sich die Möglichkeiten rhythmisch und tonal rein mathematisch weiter "aufbrauchen" ist es auch deswegen so schwer geworden aus der Masse herauszustechen, weil das spielerische Level immer weiter angestiegen ist.


    Seit ein paar Jahren mache ich ja hin und wieder auch mal ein Youtube-Cover. Ich betrachte das aber eher als eine Phase, zumal ich zwischendurch ja auch immer mal ein kreatives drums-only Video mit Nerd-Stuff einschiebe.

    "Fest" war ich bisher in mehr Bands mit eigener Musik aktiv als in Coverbands. Ich habe mich in der Zwischenzeit insoweit mit Musikproduktion beschäftigt, dass ich selber ab und zu mal 'ne Rechnung für Mixing / Mastering schreibe.

    Man kommt halt irgendwann auf den Boden der Tatsachen und der sieht so aus, dass es nicht nur sowieso schon schwer geworden ist irgendwas "neues" zu erschaffen. Sondern auch, dass es mitunter auch schon schwer ist, überhaupt die richtigen Leute zu finden. Was außerdem erst funktioniert, wenn man sich selbst gefunden hat.

    Dazu kommt, dass man heutzutage z.T. auch mit Covermusik kaum noch vernünftig Geld verdienen kann.


    Durch meine Youtube-Covers konnte ich jedenfalls auch was lernen, weil ich mich immer sehr genau mit dem Original beschäftige und perfektionistisch bin (lieber ein Video weniger und dafür ordentlich). Es kommt halt auch immer drauf an, wie man das macht und was man selbst für sich raus zieht.

    Ich finde auch, dass der Vergleich mit Bonzo hinkt. Die Art und Weise, wie EES sich über Youtube verkauft und bekannt geworden ist, war damals sowieso nicht möglich. Aber auch unabhängig von den technischen Möglichkeiten, die das (mehr oder weniger) "künstlerische Schaffen" und dessen Vermarktung ja doch stark beeinflussen, halte ich den Vergleich für schwierig. Bonham ist als Drummer der Band Led Zeppelin bekannt geworden. Er war Mitglied dieser Band, die mit eigenen Stücken weltbekannt und kommerziell erfolgreich geworden ist.

    EES ist so gesehen ein Solokünstler, wobei er nur covert und sich über Spieltechnik, Geschwindigkeit und lustige Einlagen verkauft. Der Vergleich mit einer Zirkusnummer ist da gar nicht so weit hergeholt, finde ich.

    Bei Bonham war das alles nie Thema. Der hat einfach zusammen mit seiner Band Kunst erschaffen. Man stelle sich vor, Bonham hätte es so wie EES gemacht ... :/

    Sorry wenn ich Raum für ein Missverständniss ließ. Mein Post bezieht sich auf Gründe dafür, Alternativen zu Hickory zu wählen bzw. er widerspricht Deiner Aussage, das seien lediglich „Sparvarianten“.

    Die Verkaufsstatistik habe ich nicht kommentiert und die kann mir egal sein.

    OK. Sparvarianten sind es nicht. Ich bezog mich dabei halt auch auf den Fakt, dass Hickory in Europa keine natürlichen Vorkommen hat und daher importiert werden muss.


    Meint ihr diese Schraube unter dem Teller wo das unteren Becken aufliegt? Ist die nicht zum schräg stellen des unteren Beckens gedacht, wenn man den Kontakt zwischen den Becken etwas in die Länge ziehen möchte, wenn man den Fuß vom Pedal hoch nimmt?

    Ja, die ist zum Schrägstellen des unteren Beckens. Primär geht's dabei eigentlich um den "Chick", wenn die Becken nur durch Treten des Pedals / Herunterdrücken des oberen Beckens aneinander schlagen. Der ist deutlich lauter und akzentuierter, wenn die Becken nicht plan aufeinander treffen.


    Ansonsten ist das, zusammen mit dem Spiel des oberen Beckens in der Clutch, alles Geschmackssache. Das geht ja auch weiter mit dem Abstand der Becken zueinander, der Größe der Becken usw. ...

    Schön wäre es, wenn man immer die Option hätte, "seinen" Stick auf Wunsch mit Nylontip zu bekommen, um bei sonst gleichem Spielgefühl nur den anderen Klang zu erhalten.

    Einige populäre Stick-Sorten gibts doch sowohl mit Holz- als auch Nylontips. Ist halt die Frage, wie wählerisch man da ist. Ich bin da mittlerweile flexibler geworden und komme mit den Standard Vic Firth 5A z.B. bestens zurecht.


    Mal von der Popularität (und der langen Haltbarkeit) von Hickory abgesehen empfinde ich die Dichte von Hickory als sehr passend für Sticks. Ist zwar sicher auch Gewöhnungssache, aber leichtere Holzsorten taugen mir persönlich nicht so.

    Meines Wissens ist Hickory das Standard-Holz für Drumsticks. Andere Holzsorten sind eher Sparvarianten.

    Das würde ich so nicht sagen.

    Eiche wird gewählt, weil sie stabiler und härter ist.

    Ahorn wird in den meisten Fällen (und von mir seinerzeit 100%) gewählt, weil es leicht ist.

    Hainbuche eigentlich auch. [...]

    Hier mal ein paar aktuelle Zahlen von http://www.thomann.de


    7A 5A 5B 2B



    Ziemlich eindeutig ;)


    Zitat aus Wikipedia: "Einige, aber nicht alle, Hickory-Arten haben ein hartes, belastbares und haltbares Holz."


    ..für mich der Grund, warum ich nur noch Nylon-Tips nehme. Muss man aber mögen.

    Jepp. Ich mag's nicht und Sticks mit Nylonköpfen sind i.d.R. auch teurer. Macht sich klanglich vor allem auf Rides und klaren Fellen bemerkbar.


    Bin ich eigentlich der einzige, der diese Schraube fürs untere Becken nutzt?

    Nee. Ich benutz die auch. Wobei bei schräg einstellbaren Maschinen wie den zweibeinigen Iron Cobra (welche ich spiele) und je nach Abnutzung der Filze an der Clutch oft auch ohne die Schraube die Becken nicht ganz plan / parallel aufeinander aufliegen.


    Ausfransen der Schäfte hat m.E. auch viel mit Rimshots, der Beschaffenheit des Spannreifens und allgemein Beckenspiel (auch auf Crashes) zu tun.