Hier noch mein Senf aus Sicht des Schlagzeuglehrers dazu.
Erstmal würde ich mir anschauen, wie du spielst und ob deine Fähigkeiten ein rudimentäres Level übersteigen. Da geht's um so Sachen wie Körperhaltung, Stickhaltung, Flüssigkeit der Bewegungsabläufe, Timing (!), Dynamik, ...
Ansonsten wird es grundsätzlich eher schwierig mit dem eigenen Stil. Das ist dann eher "Malen nach Zahlen" bzw. einfach "graue Theorie". So könntest du dir auf dem Papier z.B. allerlei schöne Fills ausdenken, diese aber nicht spielen.
Und es geht nicht nur darum, was man spielt. Auch darum, wie man es spielt. Zwei gestandene Drummer, die einen eigenen Stil entwickelt haben, werden beim Spielen des selben Grooves / Fills unterschiedlich klingen.
Bei Musik geht's letztendlich um's Gefühl. Bzw. sollte es darum gehen. Gewisse Grundlagen muss man natürlich drauf haben und es ist wichtig und richtig, sich mit Theorie zu beschäftigen und sich vorher mal zu überlegen, was man spielt. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass das auch oft Prozesse sind. "Punktlandungen" sind da nur durch Erfahrung möglich. Damit meine ich Spielpraxis.
Wenn du dich kreativ austoben willst, such dir Leute, mit denen du eigene Musik machst. Ansonsten rate ich dir, Covers erstmal vernünftig und am besten 1:1 nachzuspielen. Das macht mitunter Arbeit, erweitert aber auch deinen (spielerischen) Horizont.