Sehe ich auch so. Noch mal Proben und sich auf binär oder ternär (triolisch) einigen. Am besten auch mal 'ne Arbeitsaufnahme machen und anhören.
Falls ihr wieder komplett mit Overdubs einspielt, ist ein vernünftiger Ablauf:
- Guidetracks / Pilotspuren (alles außer Schlagzeug - Aufnahmequalität ist unwichtig) gemeinsam auf Klick einspielen
- mit diesen Guidetracks und dem Klick dann folgende Reihenfolge: Schlagzeug -> Bass -> Gitarren, Keys etc. -> Gesang und (etwaige) Soli ... die Guidetracks dann nach und nach abschalten / muten
Das, wovon du sprichst, ist übrigens der Mixdown. Nicht das Mastering. Das ist nur die Bearbeitung der Stereosumme und im ursprünglichen Sinn auch nur die technische Vorbereitung des Mixes fürs Medium (Vinyl, Audio-CD, Radio, Streaming, ...). Über 90% der Nachbearbeitung liegen im Mixdown.
Timing-Korrekturen und Quantisieren habe ich übrigens immer von Hand gemacht. Das macht zwar Arbeit, aber es kommt dafür auch genau das raus, was man will.
Eigene Aufnahmen korrigiere ich grundsätzlich nicht. Das wäre bei den Youtube-Videos auch irgendwie doof. Wenn da auf einmal die Schläge wann anders zu hören als zu sehen sind. Ich setz mich stattdessen lieber hin und übe einmal mehr. Und nehme mir die Zeit und Muße für einen ordentlichen Take.
