Beiträge von m_tree

    Eine Kündigungsfrist über ein Jahr ist heftig. Ich mach bei mir z.Z. zwei Monate, sowie einen Monat Probezeit nach der Probestunde. Unterrichte erst seit einem knappen Jahr, scheint mir aber zu liegen.


    Neben der individuellen Herangehensweise - jede/r Schüler/in ist anders, hat ein anderes spielerisches Level, lernt anders usw. - halte ich einen Mittelweg zwischen Spaß und trockeneren Übungen für sinnvoll (und auch einen Mittelweg zwischen reinen Snaredrum-Geschichten und dem gesamten Drumset). Ohne ein bisschen Theorie und Spieltechnik geht es eben nicht. Und da liegt auch der springende Punkt: Ich bin im Prinzip Autodidakt, hab's aber trotzdem hingekriegt mir eine gute Spieltechnik anzueignen (manche sagen mir sogar eine sehr gute Spieltechnik nach).

    Das ist aber nicht die Regel. Ich stelle gerade bei Anfängern fest, dass ich immer wieder auf die selben Sachen hinweisen muss. Z.B. Sitzhaltung, Stickhaltung, grundsätzliche Position der Sticks über dem Fell usw. ... es gibt halt viele Sachen, die die Schüler nicht wissen und auch selbst nicht bemerken.


    Wie der Lehrer, um den es hier geht, drauf ist, wirkt auf mich zwar irgendwie schockierend. Allerdings kann man die Gesamtsituation auch schlecht beurteilen, wenn man den Schüler nicht kennt und nicht weiß, wie er spielt und lernt.


    Ich hab schon Leute getroffen, die das ganze als reine Mathematik vermitteln (Klavier- und Schlagzeuglehrer). Natürlich ist da was dran und man kann das durchaus so trocken angehen. Ich versuche neben viel Spielpraxis auch schon in den ersten Spieljahren zu vermitteln, worum es dabei am Ende des Tages eigentlich geht bzw. zumindest auch gehen kann: Selbstausdruck, Emotion, vielleicht sogar ein bisschen "Kunst". Und natürlich auch Spaß. Zumindest versuche ich, rüberzubringen, dass es dabei eben doch noch um etwas mehr geht und so zu erklären, warum ich z.T. so viel leidenschaftlich gespielt und geübt habe. Nur so kommt man ja auf gewisse spielerische Levels.

    Aha, ich verstehe es so ungefähr. Nur wie kann ich die Wirkung überprüfen?

    Indem du dich selber aufnimmst. Hat auch den Vorteil, dass du es zur weiteren Überprüfung z.B. deinem Lehrer zeigen kannst.


    Da ich ja gern Triolen spiele: Sehr geil wird's, wenn man in Triolen denkt, diese aber weder als Shuffle noch sonstwie komplett ausspielt. Sondern eben nur anshuffelt. Davon leben auch viele RATM-Nummern z.B. ... das klingt schön funkig und fett. Ist am Ende aber echt Gefühlssache. Und natürlich Übungssache.

    Nur um nochmal klarzustellen, daß wir vom gleichen ausgehen: wenn ich von den Tonhöhen von Schlag- bzw. Resofell spreche, meine ich den Oberton, der am Rand angeschlagen entsteht.

    Und der ändert sich eigentlich nicht, ob ich das gegenüberliegende Fell nun abgedämpft habe oder nicht (gerade nochmal ausprobiert). Man hört ihn nur besser, weil der Grundton dann weggedämpft wird.

    Am Rand klopfe ich nur fürs Feintuning ab, um die Felle in Stimmung mit sich selbst zu bringen. Obwohl ich gerade nicht im Proberaum bin kann ich aber mit Gewissheit sagen, dass sich auch die Obertöne am Rand ändern, wenn man das gegenüberliegende Fell abdämpft oder nicht.


    Den Tunebot besitze ich nicht. Ich nutze halt nur die angesprochene App um genauer stimmen zu können. Ich fang gerade erst an mich mehr mit Tönen zu beschäftigen (hab immerhin schon mal ein Keyboard daheim).


    Nach meiner Erfahrung hat das mit den Tabellen des Tunebots aber immer ganz gut gepasst, wenn ich zum Checken gegenüberliegend abgedämpft und in die Mitte geschlagen habe. Also welcher Grundton bei welchen einzelnen Tonhöhen von Schlag- und Resofell rauskommt.

    Abweichungen konnte ich vor allem durch die Fellwahl feststellen, wenn Schlag- und Resofell unterschiedlich dick sind.

    Selbstverständlich. Nichts anderes habe ich geschrieben. Man hört den Oberton des Resofells nur selten im Gesamtklang, den des Schlagfells allerdings sehr wohl.

    Nun ja. Es gibt zwar immer nur einen Grundton. Obertöne gibts aber ganz viele. Die sind auch hauptsächlich für die Klangfarbe eines Instruments verantwortlich.

    Rein physikalisch ist es auch so, dass das Resonanzfell vor allem die tiefen Frequenzanteile mit "formt", die hohen weniger. Daher hat das Schlagfell eben auch einen größeren Einfluss auf den Klang. Fakt ist jedoch, dass der Klang einer Trommel spätestens nach 2-3ms (je nach Kesseltiefe) immer ein Gemisch aus den sich gegenseitig beeinflussenden Fellen ist.


    Hatte kürzlich mal aus Spaß einen Test mit einer Bassdrum mit/ohne Resonanzfell gemacht. Die sonstigen Faktoren gleich belassen (Stimmung des Schlagfells, grundsätzliche Mikrofonierung). Das war ein Unterschied wie Tag und Nacht. Bei einem Tom genau das selbe.

    Ich hatte mir schon gedacht, dass du das so machst. Genau da liegt m.E. aber der Hase im Pfeffer. Denn punktgenau lassen sich die Tonhöhen der einzelnen Felle eben nur ermitteln, wenn das jeweils nicht angeschlagene Fell gar nicht in den Klang involviert ist. Natürlich hat das einen erheblichen Einfluss auf die jeweils hörbare Tonhöhe. Mit gegenüberliegend abgedämpftem Fell kommen wesentlich höhere Töne raus als z.B. bei Concert-Toms, bei gleicher Fellspannung.


    Deine Art zu messen halte ich aber für sehr schwammig und nicht vergleichbar mit den Angaben in den Tunebot-Tabellen, z.B. ...


    Was man auf Aufnahmen hört und im Spektrum auch sieht, sind fast immer Grundton und Schlagfell. Das Resonanzfell geht im Gesamtklang meistens unter

    Insbesondere mit Mikrofonierung am Schlagfell ist das zwar durchaus der Fall, bezieht sich allerdings nur auf die Klangfarbe. Das Resonanzfell ist schon erheblich an der Entstehung des Grundtons beteiligt. Kann man ganz einfach testen, indem man nur das Resonanzfell höher oder tiefer stimmt.


    Nimmt man z.B. 10" Kesseltiefe, hat man eine Laufzeit von 0,7-0,8 ms von Fell zu Fell. In diesem Fall braucht der Schall also 1,5 ms vom Schlagfell zum Reso UND wieder zurück zum Schlagfell. Nimmt man nun z.B. einen Grundton von 100 Hz, hat dessen Wellenlänge eine Dauer von 10 ms. Das sollte ganz gut verdeutlichen, dass das Resonanzfell erheblich an der Entstehung des Grundton beteiligt ist - von Anfang an. Ausgenommen davon ist nur die Transiente, also der Einschwingvorgang bzw. Attack.


    In dem Video hört man die beiden Tonhöhen (Schlagfell A#3 und Grundton C#3) an ein paar anderen Stellen aber eigentlich auch so ganz gut raus.

    Spielst du noch andere Instrumente? Um das so rauszuhören muss man schon fit mit Harmonielehre und vor allem Gehörbildung sein.

    Genau das Video mein ich.


    Wie ermittelst du das mit Audacity? Ich mach alles mit REAPER (Recording, Mixing & Mastering). Mein Analyzer (Voxengo SPAN) zeigt jedenfalls immer etwas höhere Grundtöne an als die App "Drumtune Pro 2.0".


    Soweit ich weiß sollte für eine einzelne Analyse das gegenüberliegende Fell abgedämpft werden. So ergibt das auch Sinn mit den Tunebot-Tabellen z.B. ...

    Aber wie willst du das nachträglich aus einer Aufnahme ermitteln?


    Bin mit meiner Stimmung im Moment eigentlich ganz zufrieden. Sind ja zwei kleine Terzen und eine große Terz. Für mein "Tom Sawyer" (Rush) Cover hatte ich die Toms sogar noch einen Halbton höher gestimmt. Ich glaube, Neil Peart hatte damals seine Toms insgesamt sehr hoch gestimmt und dazu eine sehr druckvolle Spielweise. Bin jedenfalls nicht so ganz an den Originalsound rangekommen.


    [...] sondern als Hilfsmittel primär ein Drum Dial besitze. Die Schlagfelle der Toms bringe ich damit auf etwa die gleiche Spannung (meist irgendwo zwischen 75 und 78 glaube ich), damit kommen die Toms automatisch in eine harmonische Reihenfolge und fühlen sich zudem im Rebound für mich recht stimmig an.

    Dabei würden mich die entstehenden Grundtöne und Intervalle sehr interessieren. So hätte man ja mit gleicher Befellung die "natürlichen" Abstände der Trommeln zueinander. :/


    Das Feintuning mittels "Ear Bot" lässt sich damit natürlich nicht vermeiden, aber als Ausgangspunkt funktioniert das gut.

    Ich denke, das ist sowieso die Grundlage und der Löwenanteil. Ich benutze die App "Drumtune Pro 2.0" jedenfalls nur zum Abchecken der absoluten Grundtöne.

    Soweit ich weiß, heißt es "das" Tom. Aber das nur am Rande (will nicht klugscheißen oder so).


    Auf jeden Fall Interessant, mal wieder drüber zu sprechen. Da wird mir klar, dass ich zumindest meine Floortoms wohl tatsächlich recht hoch stimme. Das 14er ist mir auf G2 ohne das 16er aber auch ein bisschen zu hoch.


    Denn erstaunlicherweise passen hohe Stimmungen auch für härtere Spielweisen und Genres. Ein Vorreiter war da John Bonham, der seine großen Kessel mit deutlich höher gestimmten Resos insgesamt sehr hoch gestimmt hat. Es gibt dazu ein Video auf YouTube von seinem Drumtech.


    Wenn man nicht gerade die "schlanker" klingenden SM57 an Toms benutzt, sondern MD421 und vergleichbare Mikros, ist das für mich rund mit den höheren Stimmungen.

    Was mir dabei auch gefällt ist, dass man mit höheren Stimmungen mehr Attack, Ton und (wahrgenommene) Lautstärke aus den Trommeln rausholen kann.


    Aber ist ja am Ende des Tages alles Geschmackssache. :)

    sixstrokeroll

    Schön zusammengefasst :thumbup:


    Wobei mir die Tuningrage bei 16 und 14" etwas tief vorkommt. Zur Zeit stimme ich wie folgt:


    10er auf D3

    12er auf B2

    14er auf G2

    16er auf E2


    Das sind kleine Terzen zwischen 10+12 und 14+16" und eine große Terz zwischen 12+14". Damit kommt man auf Quinten (das am harmonischsten klingende Intervall) pro vier Zoll Differenz. Und die Floortoms sind durch den zusätzlichen Halbtonschritt ein bisschen von den Hängetoms abgesetzt.


    Bei einer 14" Snare betrachte ich G3 als eine mittlere Stimmung.


    Zur Zeit stimme ich mit dünnen Resos (Diplomat) und dicken Schlagfellen (zweilagig) auf niedrige Resonanz. Nicht nur weil man damit das Sustain ohne zusätzliche Dämpfung schön kurz kriegt, sondern auch weil die Trommeln durch die tief gestimmten Schlagfelle eben einen tiefen Grundcharakter haben. Das beschreibst du ja auch in deinem PDF.

    Kennt jemand diesen noch relativ jungen Drummer aus Hannover? Was der da so auf Youtube abliefert ist echt beeindruckend.


    Simon Schröder Drums
    I´m a professional drummer based in Hanover Germany. On this channel I mostly cover songs that inspire me as a musician, but you can also find solos and live…
    www.youtube.com


    Kompliziertestes Zeug mit hoher Präzision, Dynamik und Groove ganz locker abgeliefert. Wobei er die Hi-Hat normalerweise mit Links und das Ride mit Rechts spielt (wahrscheinlich Rechtshänder - klassischer Aufbau). Allein das ist schon crazy.


    Soundmäßig auch richtig gut. Wobei er's nicht selber abmischt.


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    Mal vom Intro abgesehen finde ich "4 on the floor" hier auch nicht so passend. Durch den Shaker-Overdub, der die ganze Zeit durchläuft und im Intro raussticht, kannst du das allein sowieso nicht 1:1 nachspielen. Ich würde die BD im Intro durchvierteln, dazu eine beidhändig gespielte 16tel closed Hi-Hat. Danach dann Offene Achtel HH, betonte Downbeats, BD auf 1+3 und Snare auf 2+4. Fertig! :P

    Danke, genau so seh ich das auch. Der Song schreit meiner Meinung nach nicht wirklich nach 4 on the floor. Ich muss mich echt zwingen, da keine BD Variationen eines normalen bummtschak zu machen und stattdessen eben die Kick vierteln. Ich denke, ich werde es einfach mal nicht machen und schauen ob denen das überhaupt auffällt 😅

    Mir persönlich wäre aber schon wichtig, das Feel von der Aufnahme rüber zu bringen. Also die Backbeats ordentlich zu betonen und auch die zusätzlichen Snare-Schläge zu spielen.

    Um welchen Song geht's denn da eigentlich

    Mail Order Mystics von John Mayall - vielleicht gefällt er mir ja nach 10 Proben irgendwann 😝

    Mal kurz reingehört:

    Vom Intro abgesehen finde ich "4 on the floor" hier auch nicht so passend. Durch den Shaker-Overdub, der die ganze Zeit durchläuft und im Intro raussticht, kannst du das allein sowieso nicht 1:1 nachspielen. Ich würde die BD im Intro durchvierteln, dazu eine beidhändig gespielte 16tel closed Hi-Hat. Danach dann Offene Achtel HH, betonte Downbeats / Viertel, BD auf 1+3 und Snare auf 2+4. Fertig! :P

    In der Studioaufnahme kommen die BD Kicks, die gleichzeitig auf die Snare kommen, eh kaum durch.


    Ein Klassiker für eine mit der Snare gleichzeitig gespielte Bassdrum ist auch "Africa" von Toto. Wobei die 16tel Hi-Hat hier ohne Overdub einhändig gespielt wird. Die Fills vor den Refrains sind aber Overdubs, schätz ich.


    Aber das ist hier ja eigentlich OT

    Gespräche entwickeln sich halt. :/

    Was ist daran so problematisch? Um welches Tempo gehts?

    Mein „puuuuh“ war nicht wegen anstrengend oder so, sondern ich finds irgendwie langweilig. Es erinnert mich so an stupides headbanging 😂 ich weiß nicht, vielleicht liegt’s auch nur an dem einen Song, der mir gänzlich unsympathisch ist 😅 aber ich selbst käme wohl eher kaum auf die Idee alle vier Viertel durchzutreten auf der BD, zumindest nicht, wenn ich 2 und 4 auf der snare spiele. Es fühlt sich irgendwie „blöd“ an 🤷‍♀️

    Um welchen Song geht's denn da eigentlich?

    zufällig grad dieses Video geschaut, weil ich grad so einen (für mich) laaaangweiligen Song mit 4-on-the-floor einüben muss für die coverband. ich war auf der suche nach einem video, das mir recht gibt, dass dieser groove einfach schrecklich ist und es nicht wirklich nötig ist, die kick glz. mit der snare zu spielen, ich wollte argumente gegen den song finden :D

    stattdessen fand ich dieses Video von Simon Phillips ;) passt irgendwie zum thema

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    Ich halte sehr viel von Simon Phillips. Aber das ist auch nur seine Herangehensweise. Sagt er ja auch im Video. Die meisten Drummer machen das nicht so und ich auch nicht. Wobei ich selten Four on the Floor und auch selten Bassdrum und Snare gleichzeitig spiele. Ein paar Gedanken von mir dazu:


    Eine gleichbleibend laute Bassdrum kann die Backbeats so auch deutlich mehr pushen. Stichwort Energie und Dynamik. Die funktionieren in mehrere Richtungen, nicht nur nach unten. Tontechnisch ist das eigentlich kein größeres Problem. Wenn es so problematisch wäre, dürfte man auch Bassdrum und Floortoms nicht gleichzeitig spielen, die Bassdrum nicht zusätzlich mit einem Subkick abnehmen oder sonstwie Subbass hinzufügen, generell auch am besten den Bass nicht gleichzeitig mit der Bassdrum spielen und ach ja - überhaupt auf all zu dichte Arrangements in verzichten. :S

    Es ist natürlich die Frage, wie man im Mix dann damit umgeht. Stichwort Kompression, Stättigung, ...


    Der damals viel beschäftigte Studiodrummer Jeff Porcaro (Phillips' Vorgänger bei Toto) hatte öfter Snare und Bassdrum gleichzeitig gespielt. Ich habe mich über die Zeit hinweg immer mal wieder mit Sachen von Toto und seinen Drums genauer beschäftigt. Mein Eindruck ist, dass er die Bassdrum nicht leiser spielt, wenn er die Snare spielt. Zuletzt z.B. bei "Hold The Line" wieder gehört.


    ja, stimmt, für sowas ist es gut, aber einen ganzen song durch.... puuuuuuh.... :wacko:

    Was ist daran so problematisch? Um welches Tempo gehts?

    Es gibt ja nicht nur entweder oder. Man kann doch beide Formate bedienen - shorts und normale lange Videos. Da es verschiedene Zielgruppen gibt, find ich das auch sinnvoll um mehr Reichweite zu bekommen. Für manche Themen sind shorts ja auch praktisch, zb um schnell ein bestimmtes Fill zu zeigen. Für ganze Songs eher nicht so, aber ich seh das wie einen teaser. Gibt’s ja bei Filmen auch. Wenn mir der teaser gefällt und er mich neugierig auf den ganzen Film macht, hat er sein Ziel erreicht

    Genau so sind die Shorts auch angedacht. Also nur zusätzlich und auch eher als Teaser für den eigentlichen Inhalt. Wenn der Youtube-Algorithmus dafür sorgen würde, dass auch die Resonanz (Klicks, Likes, ...) vernünftig damit korreliert, wäre das ja ok. Eben weil normale Videos (zumindest in meinem Fall) i.d.R. deutlich aufwändiger sind. Wenn ein normales Video mit dem 5 oder 10-fachen Aufwand dann aber nur 1/10 der Klicks kriegt, ist das schon irgendwie doof. Sehr gut beobachten konnte ich das bei meinem "Smells Like Teen Spirit"-Cover. Davon ist ja nur das Kurzvideo übrig geblieben. Das hat jetzt 2650 Klicks & 113 Likes, das komplette Video (ist noch auf privat) hat's auf 249 Klicks und 18 Likes geschafft.


    Das Hochformat ist natürlich auf Smartphones ausgelegt. Als Youtube 2007 gegründet wurde gabs die ja noch gar nicht - da war das 16:9 Format bei PC und TV ja auch noch eher neu.

    Ich bin mir jedenfalls recht sicher, dass Smartphones im Regelfall hochkant bedient werden. "Automatisch drehen" habe ich grundsätzlich auch ausgeschaltet, weil das sonst macht was es will.


    An sich find ich das aber auch für die filmische Umsetzung doof. Zumindest fürs Schlagzeug. Jemand hat beim neuen Video die Perspektive kritisiert. Die ändere ich ja immer mal. Ein anderer hatte kritisiert, dass die Hi-Hat zu "steif" wäre - Porcaro hätte da immer mehr "Lope" gehabt. Der hat mir dann sogar noch einen Link zu einem Tutorial-Video von Porcaro geschickt.

    Die sind aber nicht auf die Idee gekommen, dass das Resultat bei mir i.d.R. an vielen Stellen schon "try & error" durchlaufen hat. Die Perspektive war schon eine Korrektur und die Hi-Hat auch. Die hatte ich vorher deutlich mehr akzentuiert und auch offener gehabt. Klang aber irgendwie nicht so richtig für meine Ohren.

    Das verdeutlicht auch den aktuellen Zeitgeist: die haben von mir sicher nur das eine Video oder vielleicht noch ein anderes Kurzvideo gesehen. Aber erstmal die Klappe aufreißen und klugscheißen ...


    Ich bin froh, dass Foren noch nicht ganz ausgestorben sind. Diese merkwürdige Kommunikation auf Fb und Konsorten ist einfach nur schrecklich... tierisch unübersichtlich und fast immer nur flames, etc... nee danke.

    Bin zwar mit derzeit Anfang 30 noch etwas jünger, aber sehe das ganz genau so. Ich mach auf Facebook mittlerweile fast gar nix mehr. Mir ist das an vielen Stellen einfach zu doof. Ansonsten nutze ich eh nur Youtube - Instagram, Tiktok und wie se nich alle heißen interessieren mich nicht.

    Aber ich bin als Introvertierter sowieso eher n Eigenbrötler. Mir geht's jedenfalls besser damit, an was zu arbeiten, das mir Spaß macht, als mit Leuten zu diskutieren.

    Ja, der Trend geht definitiv zu "je kürzer und knapper, desto besser". Habe ich bei der Gestaltung meiner Website auch noch mal erfahren. Die wichtigsten Infos hatte ich schließlich alle auf die Startseite gepackt. Auf die weiterführenden Seiten klickt sowieso kaum einer.


    Ich kann dich da vollkommen verstehen und seh's genau so. Zumal das verbreitete 16:9 im Querformat eher an das menschliche Gesichtsfeld (3:2) heran kommt als im Hochformat.


    Ist tatsächlich aber auch eine Motivationsfrage. Ich gehe bei meinen Videos, zumindest was Inhalt, Performance und Sound betrifft, schon eher auf Qualität statt Quantität. Wenn ich mir dazu überlege, wie viel Arbeit ich in einige Videos gesteckt habe und dann dümpeln die nach einem Jahr immer noch mit bspw. 300 Klicks rum. Dazu kommt, dass die durchschnittliche Wiedergabedauer so bei 50% liegt. Mal mehr, mal weniger.

    Habe mir das Video (noch) nicht angesehen. Will nur kurz anmerken:


    "Snare zu laut" gibts eigentlich nur im Jazz. Bei Rock, Pop und Metal ist eher das Gegenteil der Fall. Da betrachtet man es sogar als Qualität, wenn ein Drummer die Hi-Hat eher leiser und die Snare gleichzeitig eher lauter spielen kann. Dazu kommt, dass das obere Snare-Mikrofon im Regelfall auch Hi-Hat mit aufnimmt. Die übliche Nachbearbeitung mit Höhenboosts und Kompression bringt die dann noch weiter vor.


    Was auch weiter zum Thema "Natursound vs. mikrofonierter Sound" überleiten würde. Worauf ich hinaus will ist eigentlich nur, dass die Wahrheit meistens immer irgendwo in der Mitte liegt.

    Ich spiele sehr gerne dynamisch - egal ob mit innerer Dynamik (Groove, Details, Luftigkeit, ...) oder Verlaufsdynamik ("Drama", "Energie", ...). Auch habe ich bis vor einigen Jahren fast nur mit Natursound gespielt. Ein mikrofoniertes Schlagzeug auf Kopfhörern oder In-Ears zu haben betrachte ich immer noch als Luxus. Und mir reichen hier auch die Rohsignale.


    Fakt ist jedenfalls, dass das, was man vom Schlagzeug selbst hört, durchaus die eigene Performance beeinflusst. Z.B. konzentriere ich mich mehr auf noch genaueres Bassdrum-Spiel, wenn ich diese (innen mikrofoniert für entsprechend Attack) gut hörbar auf meinen In-Ears habe.


    Fakt ist auch, dass ein guter Natursound immer und zu jeder Zeit Grundvoraussetzung für einen guten mikrofonierten (und auch nachbearbeiteten) Sound ist. Das betrifft die Stimmungen wie auch die Performance.


    Fakt ist allerdings auch, dass es sinnvoll ist, den Natursound dahingehend zu optimieren, was aus den Mikrofonen rauskommt. Wohlgemerkt natürlich nur, wenn das das Endergebnis darstellt (z.B. für Aufnahmen oder große Konzerte mit entsprechend Verstärkung).

    Mikrofoniert man z.B. einen E-Gitarrenamp, ist es auch sinnvoll, den Amp anhand dessen einzustellen, was aus den (üblicherweise nah aufgestellten) Mikrofonen rauskommt. Alles andere ist Bullshit.

    Ich habe wenige tolle Musiker getroffen, die mit mir zusammen die Kuh haben fliegen lassen - es wurde Magie erzeugt, durch mehr als die Summe des Einzelnen. Teilweise war auch ich Schuld, wenn es auseinanderging - soviel Erkenntnis muß sein.

    Ein paar wenige Male hatte ich das auch schon. Ist sehr selten und dafür müssen nicht nur die Leute zusammenpassen, sondern auch deren aktuelle Lebensphase / Sinnfindung. Oft habe ich es auch erlebt, dass manche Leute dann nach und nach zu ziemlichen Egomanen geworden sind.


    Genau das ist auch ein zentrales Thema. Also die Egomanie. Und es gibt ja durchaus Personen-bezogene Bandgefüge. Oft z.B. auch Blues-Musiker. Spätestens wenn die Band dann schon nach dem Frontmann benannt ist, sollte klar sein wie der Hase läuft. Ich persönlich hab auf sowas mittlerweile immer weniger Bock.


    Allerdings haben wir alle unser Päckchen zu tragen und mehr oder weniger ein Bedürfnis, sich mal zu zeigen. Ich tobe mich derzeit z.B. auf Youtube ein bisschen aus, wo ich einfach mal mein eigenes Ding mache. Auch mit drums only Sachen. So wirklich erfüllt mich das allerdings auch nicht und ich betrachte es eher als Referenzmaterial und eine Art Brücke für künftige Zusammenarbeiten. Die Möglichkeiten ein bisschen erweitern.

    danke für eure Inputs, allerdings wollt ich eher eure Erfahrungen als eure Lösungsvorschläge hören, also eher "wie oft kommt sowas vor" als "was kann ich dagegen tun"
    Ich wollte einfach wissen, ob ich für eine Hobbyband zu viel verlange, ob statistisch gesehen in Hobbybands generell eher die Band eine niedrige Priorität hat.

    Was würde dir das denn bringen? Für sinnvoller halte ich, wenn du versuchst herauszufinden ob ihr da noch eine Lösung finden könnt, mit der alle halbwegs zufrieden sind. Wenn nicht, musst du dir halt andere Leute suchen, mit denen es besser passt. Mir geht's da z.Z. nicht anders. Es ist u.U. nicht so einfach, Leute zu finden, mit denen es passt. Bei dir in Wien sollte es aber eigentlich eine ausreichend große Szene dafür geben.


    hm, ich teile das eigentlich nur in 2 Kategorien ein: Hobbyband=Amateurband=Musiker, die nicht davon leben bzw. die es nicht beruflich machen. Auch Hobbybands haben Gigs.

    Alles andere sind professionelle Bands, für mich. Auch wenn sie nicht davon leben können, sich aber als Berufsmusiker sehen und vielleicht noch einen zweiten Job haben, damit sie überleben können.

    Diese Unterscheidungen halte ich für irreführend. Zum einen, weil die Übergänge fließend sind. Gagen können unterschiedlich hoch sein.

    Aber auch die musikalische Qualität, das Bandklima und die (Professionalität der) Zusammenarbeit können ganz unabhängig von finanziellen Aspekten sehr unterschiedlich sein.

    Man kann sich auch fragen, wo die Motivation der einzelnen Bandmitglieder überhaupt ihren Ursprung hat. Natürlich spielen immer mehrere Faktoren mit ein, ich spreche da eher von der Gewichtung. Z.B., ob man eher zur Probe geht, weil man grundsätzlich gerne Musik macht und die Probe selbst geneißt. Oder ob man eher zur Probe geht, weil diese das Mittel zum Zweck für weitere Sachen ist. Z.B. Gigs.


    Im "professionellen" Bereich - was ein sehr dehnbarer Begriff ist (grundsätzlich heißt das nur, dass es 'ne Gage gibt) - kenne ich es so, dass Proben eher reines Mittel zum Zweck sind. Gerne wird auch gar nicht geprobt. Oder so 1-2 mal, um neue Musiker einzuarbeiten. Dann werden weiter Gigs gespielt.


    Ich persönlich weiß nicht, ob und wann ich wieder in einer Band spielen werde, die regelmäßig und oft probt, um an Alben zu arbeiten usw. ... da muss ich schon echt die passenden Leute finden und voll Bock drauf haben.


    In jedem Fall hilft, möglichst offen und ehrlich miteinander zu reden. Ist nicht einfach, aber die einzige Möglichkeit, da weiter zu kommen. Kann u.U. halt auch dazu führen, dass die Zusammenarbeit (zum Teil) endet.