Ist schon interessant, nicht nur wie unterschiedlich die Geschmäcker sind, sondern auch wie unterschiedlich sie sich entwickeln können.
Als Tom-Schlagfelle hab ich z.B. viele Jahre coated gespielt. Vor ca. 3 jahren bin ich dann auf klare Schlagfelle gewechselt. Ein Auslöser dafür waren auch meine Aufnahmen.
Ich dämpfe grundsätzlich nur in Maßen - getreu dem Motto "so wenig wie möglich und so viel wie nötig". Dafür schneide ich die Skygel-Pads in Viertel. Auf meinem 16er habe ich z.B. ein Viertel drauf (auf den anderen Toms nix), auf meiner Hauptsnare zwei Viertel und auf der Side-Snare ein Viertel.
Seit ein paar Wochen habe ich ein Vintage Acryl-Set (Luxor Professional Acryl) aus den 70ern eingelagert, das als Tourschlagzeug für eine bestimmte Band geplant ist. Bevor das startet will ich komplett Felle wechseln und (mit einem Youtube-Video) einen kleinen Soundcheck machen. Und meine Überlegungen zur Fellwahl sehen wie folgt aus:
Klare Felle sind aus optischen und klanglichen Gründen für mich gesetzt. Ich will aber noch ein Stück weiter gehen und den typischen "satten" und kurzen Klang von Acrylsets durch die Fellwahl noch weiter unterstützen. Etwas mehr Dämpfung ist im Livebetrieb auch einfach praktischer, wenn es mal schnell gehen muss und man keine Zeit und/oder Nerven für genaues Stimmen hat. Und langlebigere Felle sind für ein Tourschlagzeug auch praktisch.
Auf meiner Liste habe ich da dieses Mal tatsächlich Remo Pinstripe als Schlagfelle für Toms und Bassdrum. Als Resos für die Toms wahrscheinlich wieder Diplomat und als Bassdrum-Reso Powerstroke 3.
Beim Snare-Schlagfell kommt für mich übrigens nur coated in Frage, obwohl ich mit Besenspiel gar nichts am Hut habe.
Also ich würde es erstmal mit stärker vorgedämpften klaren Fellen probieren. Denn bei Pinstripe z.B. stimmt diese Aussage definitiv nicht:
Das Coating dämpft so, dass ich weitesgehend auf zusätzliche Maßnahmen verzichten konnte.
Das gilt wirklich nur für gleiche Felle, wo das coating zusätzlich drauf ist. Also z.B. Emperor clear / coated.