Beiträge von m_tree

    Ich grabe den Thread mal aus. Obwohl ich so strikt was gegen die App hatte und das auch immer noch kritisch sehe, hatte ich mir die gestern Abend installiert und auch gleich ein Premium-Abo für 'nen Monat gekauft, um Spuren als WAV extrahieren zu können.


    Der Grund war mein nächstes Covervideo (es wird erstmal ein weiterer Metal-Track sein - mehr verrate ich nicht). Die Performance verlangte mir nicht sehr viel Vorbereitung ab - ich wollte das relativ zügig machen. Also auch darauf verzichten, mir in aufwändiger Fleißarbeit einen speziellen Klicktrack für den Track zu erstellen, der alle Tempo-Änderungen und Zieher (Studio-Aufnahme ohne Klick) berücksichtigt.

    So kam es, dass ein eigentlich guter Take von mir hier und da nicht ganz drauf war. Ich machte mich trotzdem an die Nachbearbeitung. Und dann dachte ich mir so "ach komm, sch... drauf, ich probier die App jetzt einfach mal aus".


    Davon abgesehen, dass es natürlich ziemlich geil ist, die originalen Drums zu entfernen und komplett durch die eigenen zu ersetzen (klingt einfach viel besser), sah ich dann gleich noch weitere Vorteile fürs Erstellen des Covers:


    • der automatisch erstellte Klicktrack (in diesem speziellen Fall lief der zwar nur auf Halftime, aber was soll's ...)
    • die isolierten Drums, welche ein detailiertes Raushören der Performance deutlich vereinfachen (besonders in dichten Arrangements mit Fokus auf Gitarrenwänden und Vocals gehen Details der Schlagzeug-Performance hier und da unter)
    • die getrennten Spuren, die es z.B. ermöglichen, zum Einspielen die Vocals ein bisschen leiser und den Bass ein bisschen lauter zu machen


    Da ich mir für meine Covers immer die Audio-CDs oder den Song als FLAC kaufe (trotz Streaming-Abo), lege ich Wert darauf, bis zum Rendering des Videos komplett lossless bleiben zu können. Da die App mit Kauf-Abo aber auch WAVEs rausgibt, ist dieses Kriterium für mich auch erfüllt.

    [Schlimm genug, dass es unmöglich zu sein scheint, einen unkomprimierten Audiotrack in ein modernes, "standardmäßiges" Videoformat wie H.264 integrieren zu können ...]


    Ich werde das Cover mit Hilfe der App noch mal neu machen. Die Artefakte klingen letztendlich besser als ein mit dem EQ zugunsten der Coverdrums bearbeiteter, leise drunter gemischter Originaltrack.

    Ich bin nun fast durch mit dem Buch (aktuell auf der vorletzten Seite). Habe das mit Metronom und jeweils 20 Wiederholungen im Loop weiter so auf dem Pad durchgearbeitet. Tempo immer in meiner jeweiligen Wohlfühlzone.


    Nun werde ich mich mal mit Wilcoxon beschäftigen. Werde mir aber gleich noch ein anderes Buch mit Snare-Übungen besorgen, das evtl. besser für Schüler geeignet ist. Wenn ich das richtig verstanden habe ist es gerade für niedrigere Spielniveaus besser, sich an relativ starre Handsätze zu halten mit RL bei Achtel- und Sechzehntelübungen. Ansonsten habe ich noch "Modern Drumming 1" da.


    Ich "hospitiere" nächste Woche noch mal bei einer privaten Musikschule in Erfurt, bevor ich da selber anfange zu Unterrichten.

    Aber Marius steht nicht auf das Thema, dann ist das auch ok.

    Ich beschäftige mich schon gern mal mit dem Thema. Im Rahmen meiner derzeitigen Möglichkeiten halt. Take it or leave it. ;)


    Die Draufsicht von oben finde ich ohne Gesichtskamera schon etwas zu unpersönlich. Bei meinem "Rush - Tom Sawyer"-Cover vor einem Jahr hatte ich das ja schon gemacht. Da find ich die Splitscreens schlimmer.


    Aber ich bin auch nicht die Zielgruppe für Drumcovers. Jedes ist genau eins zuviel :D

    ^^

    Ich bin mir sicher, das würdest du anders sehen, wenn du selbst welche machen und darin für dich einen Nutzen sehen würdest.

    Die meisten solcher Videos geben mir auch nichts. Manche allerdings schon.


    Außerdem ist das auf Youtube im Vergleich eine Nische. Was z.T. für Hirnloser Sch... zig Millionen Klicks kriegt ...

    Das nennt sich "Bild im Bild". Splitscreens mach ich nicht mehr. Und ich hatte in der Zwischenzeit verschiedene Möglichkeiten probiert um die Qualität zu verbessern. Ohne Erfolg.


    Das war ja hier schon mal Thema und ich hab keine Lust auf eine erneute Diskussion dies bezüglich. Für eine deutliche Verbesserung bräuchte ich einen anderen Raum oder mindestens eine Umgestaltung des Raums (den ich eh nicht ewig nutzen werde) und auch bessere Kameras. Am besten gleich einen Filmprofi, der sich um alles kümmert. Den Ton mach ich ja schon komplett selber.


    Kaputtes Crash?

    Sollte ich mal Hauptkameras von hinten und von vorne in einem Video kombinieren, werde ich auch zwei jeweils Links/Rechts gedrehte Audiotracks rendern und diese entsprechend der Perspektive an- und ausschalten.

    Echt? Würdest du dann einen harten Cut zwischen den Tracks machen, wenn die Kamera wechselt? Wäre es da nicht sinnvoller, sich auf eine "Haupt-Kamera" zu verständigen und das Panning nach dieser zu richten, und den Kompromiss bei anderen Perspektiven kurz einzugehen? Ich glaube, wir hatten diese Diskussion vor kurzem mal irgendwo anders schon.

    Zumindest würde ich das mal probieren. Kann auch sein, dass es nicht geht oder einfach kacke ist.


    Bei der Haupt-Perspektive von links hinten/oben ist zwischen HiHat und 10er Tom ein Smartphone zu sehen. In der zweiten Haupt-Perspektive von rechts hinten sehe ich dieses Smartphone nicht. Versteckt es sich da hinter einem der Stative, oder hast du mehrere Video-Takes gemacht? Würde Sinn ergeben, da du in der Haupt-Perspektive rechts hinten die weniger wilden Dinge spielst - wenn ich es richtig sehe. Ist dann also relativ leicht zu synchronisieren.

    Kein Vorwurf, würde ich auch so machen, mit mehren Takes. 8o Spricht ja für dich, wenn du den zweiten VIdeo-Take so auf den Master-Track nagelst, dass es eigentlich nicht auffällt. ;)

    Nee nee ... da laufen drei Smartphones und ein Camcorder gleichzeitig. Habe dann mit laufenden Kameras drei Takes eingespielt und schließlich den zweiten genommen. Da sind die Anschläge auf dem angeknallten 10er Tom in den Strophen zwar nicht ganz so sauber und konsistent wie im dritten Take, aber der zweite ist insgesamt besser.

    Die "Gesichtskamera" ist bei der Perspektive hinter dem Set halt vom 10er Tom verdeckt. Eigentlich wollte ich die wie die Fußkamera durchgängig im Bild lassen. Hat hier aber nicht so gepasst.


    Hab's auch noch mal in der Beschreibung vermerkt. Ist ein Take. ;)

    Die Tricks beschränken sich auf Sample-Enhancement bei Bassdrum und Snare. Aber auch nur mit eigenen Samples (extra für das Cover erstellt).

    Alles klar :) :thumbup:


    Dass ich meine Toms z.Z. mittelhoch stimme war mir noch in Erinnerung. Bzw. bin ich bei einigen laut deiner Angaben ungefähr mittig. Beim 12er z.B. 123,5 Hz (H2) und beim 16er 82,4 Hz (E2). Habe 10+14 und 12+16" auf je einer Quinte Abstand, das 10er und 16er sind trotzdem nur 10 Halbtonschritte auseinander. Man könnte die Differenz ja noch größer machen. Mit einer höheren Stimmung kriegt man (bei gleicher Anschlagstärke) auch einfach mehr "Ton" raus.


    Für Bassdrum und Snare hatte ich hier übrigens dann doch in die Trickkiste gegriffen. Trotz einer relativ hohen Stimmung der 22x18" Bassdrum und eigentlich grundsätzlich geeigneten Mikrofonen für diese Musik (Audix D6 und Beta 52a) war mir die Bassdrum ohne Sample hier zu undefiniert und unkonstant. Ich hatte schon zugesehen, meinen etwas schwächeren linken Fuß mit einer geringeren Federspannung und einem anderen (noch nicht so abgenutzten) IC-Beater auszugleichen. Bin einfach kein guter DoubleBass-Spieler bzw. ist meine Technik links einfach nicht so ausgereift.


    Also hatte ich Bassdrum-Samples mit drei verschiedenen Beatern (Iron Cobra Filz, DW Filz/Plastik) aufgenommen und einen schön punchigen Schlag mit der Plastik-Seite des DW-Beaters genommen.

    Das sauber und zuverlässig über die innere Mikrofonspur anzutriggern bereitete zunächst aber ein paar Probleme. Also hatte ich mir noch einen Trigger (Skygel E-Trix) besorgt. Hat mich eh interessiert. Dann aber doch nicht benutzt (funktionierte auch nicht so toll). Durch kreativen Umgang mit Gate, EQ und Limiter konnte ich das dann doch gut über die innere Mikrofonspur machen. Die ist komplett replaced und ich habe sowohl die Dynamik-Reproduktion vom Trigger-Tool als auch eine Präsenzbetonung je nach Parts in den Songs angepasst (mit Automationsspuren).

    Die äußere Spur ist für ein bisschen mehr Natürlichkeit so dazu gemixt (mit Gate und EQ).


    Für die Snare hatte ich erst überlegt, auf Sample-Enhancement zu verzichten. Aber letztendlich kam es dann doch ziemlich fett, ein Rimshot-Sample dazu zu mischen. Hatte ich kurz vor den drei Takes fürs Video mit der gleichen Stimmung eingespielt (SM57 oben + unten gemixt).

    Bei meinen Drums-only-Videos komme ich ohne Sample-Enhancement aus. Zumal ich nie auf die Idee kommen würde fremde Samples zu benutzen.

    Ist D3 für ein 10er eher hoch? Dachte, ich bin damit eher im mittleren Bereich.


    Hab das gerade noch mal im Analyzer gecheckt (die Spur des angeknallten 10ers ohne Effekte auf Solo) und der zeigt da auch recht deutlich ca. 300 Hz für den Grundton an.


    Natürlich ist damit das Rätsel der >400 Hz in der Studioversion noch nicht gelöst. Möglicherweise wurde das aber auch nachträglich hoch gepitcht? Oder ein Oberton mittels EQ deutlich betont. Oder es ist eben doch ein/e 8er oder 6er Rototom / Timbale. Dagegen spricht aber, dass es ohne Resonanzfell noch schwieriger wird so hohe Grundtöne zu erzeugen.

    Es wäre schon schön, wenn Bild und Ton zueinander passen würden.

    Der Ton läuft in deinem Video dem Bild hinterher, was wirklich sehr unschön ist.

    Ist dir das gar nicht aufgefallen?

    Um darauf noch mal zurückzukommen:

    Hast du das mit einer Bluetooth-Box (Lautsprecher) angehört? Damit ist der Ton i.d.R. immer deutlich verzögert.


    Ansonsten hatte ich ja schon erläutert, dass ich mir darüber natürlich sehr wohl Gedanken mache und zusehe, dass alles passt. Für dieses Video hatte ich vier Kameras benutzt, die alle synchronisiert werden mussten. Sollte ich mal Hauptkameras von hinten und von vorne in einem Video kombinieren, werde ich auch zwei jeweils Links/Rechts gedrehte Audiotracks rendern und diese entsprechend der Perspektive an- und ausschalten.

    Fertig :)


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    Ist das 10er Tom mit Ambassador Snare-Reso + Clear. Auf D4 (~294 Hz) gestimmt - eine Oktave höher als mein "normales" 10er Tom (D3 / ~147 Hz).

    Es wäre schon schön, wenn Bild und Ton zueinander passen würden.

    Der Ton läuft in deinem Video dem Bild hinterher, was wirklich sehr unschön ist.

    Ist dir das gar nicht aufgefallen?

    Nee, ist mir nicht aufgefallen. Ich lade die Audiospur sogar extra lossy als AAC in H.264 hoch, damit's im finalen Rendering und am Ende auf Youtube genau so synchron ist wie bei der Bearbeitung. Experimente mit anderen Codecs (AVI-Container mit xVid und lossless PCM-Audio) sind auf Youtube am Ende immer asynchron.

    Ich bin darüber auch nicht glücklich und stelle da einen deutlichen Qualitätsverlust der Audiospur auf Youtube fest. Klingt so irgendwie anstrengend.

    Wird den meisten Hörern aber sicher nicht auffallen.


    Ich sehe sogar zu, dass - auf Basis von 50 fps (50 Bilder pro Sekunde) - der Ton zwischen keinem und einem Frame verzögert ist. Denn wenn der Zuschauer bzw. Zuhörer z.B. 3 Meter von der Schallquelle entfernt steht, kommt der Schall etwa 10 Millisekunden verzögert an. Licht ist deutlich schneller als der Schall in Luft unter Normalbedingungen :)


    Danke ansonsten! Das Cover hat auch echt Spaß gemacht. Und ich hab lang an der tontechnischen Umsetzung gebastelt. Hatte mir dafür auch noch einen Trigger für die Bassdrum besorgt, um mein eigenes Bassdrum-Sample (Audix D6 innen) besser antriggern zu können. Aber letztendlich dann doch nicht benutzt. Mit ein bisschen Kreativität im Umgang mit Gate, EQ und Limiter ging es dann doch mit der Mikrofonspur.


    Bin begeistert von den letzten beiden Videos. Besonders von dem in Beitrag #399, wie simpel das zugrunde liegende Konzept doch eigentlich ist!

    Danke. Hatte im Nachhinein festgestellt, dass ich an zwei Stellen (wenn ich mich richtig erinnere) auch mal aus dem sextolischen Raster ausbreche. Aber ist ja improvisiert - künstlerische Freiheit und so :/ :)


    Absolut astrein sauber und bodenständig. Ich glaube ich hätte da irgendwelche unnötigen Frickeleien reingebaut.

    Man erkennt dir förmlich den Laserartigen Fokus aufs Microtiming und Konsistenz in den Hits an.

    Ich hatte mir für dieses Cover auch wieder mal einen Klicktrack dazu gebastelt. Das wurde auch definitiv ohne Klick eingespielt.

    Bzgl. der Ghostnotes spiele ich hier und da evtl. mehr als im Original. Bin da, auch bzgl. anderer Feinheiten, bei einer Mischung vom Studio-Original und der Liveversion von Casagrande: https://youtu.be/7QjEmCgbGNw

    Hier nun das bereits angekündigte Sepultura-Cover. Schreibe später noch was dazu.


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    Ich miete z.Z. einen Raum mit ca. 18m² relativ zentral in Gotha. Die Uhrzeiten sind vor allem Wochentags eingeschränkt, weil hier nicht nur Leute wohnen, sondern auch noch eine Anwaltskanzlei und ein Steuerbüro sind.


    Pauschal (Strom und Heizung inklusive) 100€ pro Monat, durchgängig seit mittlerweile 3,5 Jahren. Leider ohne Tageslicht bzw. Fenster.

    Ich kann aber noch den Vorraum als kleines Lager nutzen. Alles eher provisorisch. Mehr als 5 Schüler darf ich hier sowieso nicht haben. Ist recht privat.


    Ich will dieses Jahr dann eh wieder hier weg. Auch aus Gotha.

    Dann mal sehen, wo ich unterkomme. Muss ja nicht wieder allein sein (war aber auch mal ganz gut).

    Je größer der Beckenwald, desto schwieriger wird es auch verschiedene Serien (und Hersteller) zu kombinieren. Vor allem, wenn die Streuung der Serien hoch ist.

    Besonders bei den Effektbecken - auch wenn Crashes und Chinas durchgespielt werden - klingt eine einzige Serie immer eher wie aus einem Guss.

    Bei Hi-Hat und Ride sehe ich das ein bisschen anders.


    Bluesmaker

    Was mir übrigens noch zum Schaumstoff am Snare-Mikro bzw. zum Lautstärkeverhältnis von Snare und Hi-Hat - bzw. auch generell Trommeln und Becken - einfällt:

    Es geht nicht nur ums Snare-Mikro. Das ist ja dann auch so auf den Overheads und ggf. den Raummikros drauf. Und auch die nah aufgestellten Mikros an Hi-Hat und Snare nehmen sehr detailiert auf, wie etwas angespielt ist. Wenn dann die Hi-Hat zischelt ohne Ende und es der Snare an Schmackes und Biss fehlt, hört man das auch trotz Schaumstoff.


    War ein Top-Studio und ein Top-Engineer mit viel Erfahrung und goldenen Schallplatten.

    Und wie heißt der?

    Z.B. sind brechend laute Hi-Hats und eine viel zu leise und durchsetzungsschwache Snare durchaus (meistens) ein Problem.

    Das Problem hatte ich nur einmal als ich zu laute 15" Hi Hats hatte. Da haben wir mit Schaumstoff das Snaremikro abgeschirmt und es ging weiter.

    Von mir selber kenn ich das Problem auch nicht ;)
    "Meistens" sollte nur verdeutlichen, dass laute Hi-Hats und leise Snares nicht immer ein Problem sind (aber eben meistens). Kommt halt drauf an, was am Ende dabei rauskommen soll.


    Schaumstoff am Snare-Mikro braucht man eigentlich nicht, wenn man weiß was man macht ...