Beiträge von m_tree

    Also ich muss sagen, dass sich die Diskussion jüngst echt in eine sehr erhellende Richtung entwickelt hat. Danke dafür! :)


    Für Heel-Up muss das Sprunggelenk übrigens genau einen rechten Winkel bilden. Sonst können irreparable Schäden an der Wadenmuskulatur entstehen, deren Behandlung die Kasse wegen vorsätzlich falscher Schlagzeugspieltechnik auch nicht bezahlt. Leider.

    Ich spiele die Rockbeats z.Z. auch. Die Crashes, Chinas und Splashes find ich top. Die 14er Hi-Hat nutze ich als Ergänzung zu meiner Zildjian K Hi-Hat. Ansonsten habe ich noch ein 20er Zultan F5 Ride. Das kommt aber nicht an die Qualitäten meines 20er K-Custom Rides ran.

    Lange Zeit war ich auch bei Crashes fast nur bei teuren Zildjian-Serien wie A-Custom und K. Die Rockbeats stehen denen aber m.E. in nichts nach. Mein 19er A-Custom Crash hatte ich sogar gegen ein 19er Rockbeat Crash getauscht und bin zufrieden mit dieser Entscheidung.


    Da ich auch Aufnahmen mache (siehe Hörzone - da sind die Rockbeats auch bei) habe ich noch eine zweite Möglichkeit, den Klang zu beurteilen.

    Die Rockbeats sind wunderbare Allrounder. Nerven m.E. auch weniger im Höhenbereich als z.B. die meisten A-Custom Crashes.


    Bei der Trommel-Auswahl - besonders bei Bassdrum und Toms - sollte man nie außer Acht lassen, wie viel die Felle und die Stimmung ausmachen.

    Grundsätzlich würde ich einen Kesselsatz ohne Snare und Hardware nehmen. Snares sind 'ne Baustelle für sich. Da ist Metall - z.B. Stahl oder Messing - auch 'ne Option.

    Schön bunte, kreative Aufbauten :thumbup:

    Ride-Becken (und bei mir 10er / 12er Tom) auf der Bassdrum mache ich live seit letztem Jahr auch öfter.


    a) 22x16" mit vorgedämpften Fellen, fixierter Dämpfung im Innern (mobil), Mikrofonloch im Resofell ... gebohrt / ungebohrt egal (Rack)

    b) 20x14" gebohrt mit passender Halterung für Ridebecken u.ä. ... Befellung nach Geschmack, aber im besten Fall auch Mikrofonfreundlich. Dämpfung im Innern am besten auch Transportfreundlich.


    18" wären mir persönlich zu klein (auch wegen der notwendigerweise erhöhten Aufstellung) und 24" sind halt schon eher im Rock/Heavy zu Hause.

    Im Threadtitel steht "Grundton". Der Grundton ergibt sich aus dem Zusammenwirken beider Felle. Ohne Resonanzfell wird es noch schwieriger, hohe Grundtöne zu erzeugen. Ich hatte dazu ja kürzlich einen Test mit einem 12er Tom gemacht:


    Zitat

    Bin gerade im Proberaum und hab meine Vermutung bzgl. mit/ohne Reso bestätigt. Mit einem 12er Tom mit gleichen Fellen, die auch gleich hoch gestimmt waren. Mit Reso hier 125 Hz Grundton, ohne Reso 103 Hz.

    Wenn ich mich richtig erinnere waren es >200 Hz für die einzelnen Felle mit gegenüberliegend abgedämpftem Fell. Meine Notizen dazu sind auf dem Proberaum-Rechner.

    Ups, zu spät raus editiert. Ich hatte den Thread eigentlich nicht erstellt um grundsätzliche Sachen zu diskutieren. Kommentare, die aus Unwissenheit heraus gesamte Threadverläufe ad absurdum führen sollen, sind mir zu dumm.


    Wahrscheinlich muss dann auch noch mal aufgeräumt werden. Wie mit "der Tom".

    Zwischenstand :)


    Habe besagtes 10er Tom mit einem Ambassador Snare-Reso und Ambassador Clear befellt und ordentlich angeknallt. Da ginge zwar noch mehr, aber das ist mir dann zum einen doch zu "choked" und zum anderen will ich neue Felle nicht vorsätzlich kaputt machen. Bin jetzt so bei ca. 300 Hz Grundton und komme damit schon deutlich näher an den gewünschten Sound als mit meiner 12er Side-Snare. Mein "normales" 10er Tom ist über eine Oktave tiefer (auf D3) gestimmt.


    Mit einem 8er ginge das sicher noch besser. Aber auch da bezweifel ich, ohne brachial vorzugehen, überhaupt in die Nähe der 400Hz zu kommen. 6" wären mir für solche Patterns im Kontext an einer Praxis-nahen Position dann auch zu klein im Durchmesser für akkurates Spiel.


    Demnach halte ich es auch für möglich, dass die 415Hz auf der Studio-Aufnahme nur ein Oberton sind. Der Grundton darunter scheint halt kaum vorhanden zu sein.


    Hier mal ein kurzer Ausschnitt einer Testaufnahme von vorhin. Ohne zusätzlichen Reverb und ohne Sample-Enhancement.

    Ist so noch nicht fertig. Werde die Bassdrum-Mikros dann auch noch tauschen (Audix D6 innen statt außen, Beta52 außen statt innen) ...


    Roots Testaufnahme 19.01.23.mp3

    Ich würde es auch "falsch rum" aufhängen, so wie auf dem Bild. Meiner Meinung nach spielt es sich so besser, klingt besser und verursacht auch weniger Verschleiß - sowohl am Becken als auch am Stick.


    Chinas hänge ich grundsätzlich fester auf als Crashes. Meistens auch mit einem zusätzlichen Filz.


    Und leider sind Chinas - gefolgt von Crashes und Splashes - die Becken, die eher mal reißen. Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen ... keine Ahnung wie viele Chinas, Crashes und Splashes ich schon kaputt gespielt habe. Aber man kann ja auch sanfter spielen.

    Es spricht für mich auch alles für ein kleines Tom. Zum einen wegen Propellers Aussage und zum anderen auch wegen meines Tests mit/ohne Resonanzfell. Mit Reso kriegt man höhere Grundtöne raus, was gegen Timbale und Rototom spricht, die ja bekanntlich kein Reso haben.

    Aber auch einfach deswegen, weil ich ein 10er Tom gerade noch übrig habe. Habe dafür jetzt übrigens ein Ambassador Snare-Reso und Ambassador Clear geordert und mir trommlas Rat zu Herzen genommen.


    Ach so ... wenn wir einmal beim Thema sind ... heißt es nun eigentlich der, die oder das Tom? :/

    Lexikon75

    Die Tonhöhen einzelner Felle ermittelt man grundsätzlich mit gegenüberliegend abgedämpftem Fell. Normal in der Mitte angeschlagen. Außen bei den Spannschrauben klopft man ab fürs Finetuning bzw. Angleichen der einzelnen Spannschrauben. Letzteres würde ich auch nur nach Gehör machen.


    Zum Stimmen empfehle ich einen Filzschlägel: https://www.thomann.de/de/thomann_tambourin_schlaegel.htm

    Grundsätzlich sollte man schon nach Gehör stimmen können. Für genaueres Stimmen (z.B. für die Intervallstimmung von Toms) nutze ich die App "Drumtune Pro 2.0".

    Kleine Rototoms habe ich jetzt zwar grundsätzlich auf meiner Einkaufsliste. Werde es aber erstmal mit einem 10er Tom probieren und dachte dabei an beidseitig einlagig clear in Ambassador-Stärke. Bei Diplomat oder einem Snare-Reso fürchte ich, dass es zu dünn für so hohe Fellspannungen sein könnte.

    Dann auch eher gleich hoch gestimmt, um jeweils die maximale Fellspannung ausreizen zu können.

    Also ich bleibe dabei. Solange mir hier keiner einen Beweis liefert aus einem zb. Drumbus wieder alle Einzelspuren RAW rauszurechnen incl. der unterschiedlichen Dynamikbearbeitungen, sowie Hall, Delay und EQ bleibt es reine Fiction.

    Davon war auch keine Rede, soweit ich weiß. Diese App "Moises" z.B. kann auch nur Instrumente und Gesang voneinander trennen - und das auch nur mit Artefakten.


    Und obwohl ich mich ja noch zu einer jüngeren Generation rechnen kann, kommt mir bei solchen Sachen und auch bei der x-ten halbseidenen Transkription im Netz manchmal der Gedanke, dass "früher" so manches besser war. Die Lösungen, die tendenziell mehr Arbeit und Eigeninitiative fordern, sind oft auch die kreativeren und produktiveren. :/

    Propeller

    Danke für die Infos!


    Bin gerade im Proberaum und hab meine Vermutung bzgl. mit/ohne Reso bestätigt. Mit einem 12er Tom mit gleichen Fellen, die auch gleich hoch gestimmt waren. Mit Reso hier 125 Hz Grundton, ohne Reso 103 Hz.


    Mal sehen wie ich es dann mache ...


    Die Nummer macht jedenfalls echt Spaß! 8)

    ob das jetzt genau so hoch ist oder etwas tiefer interessiert im Publikum keine Sau!

    Ja klar - und live sowieso nicht. Mich hat aber auch einfach interessiert, wie man so 'nen hohen Grundton erzeugt.


    Wenn nicht die 12er Snare, nehm ich dafür sowieso ein zusätzliches 10er Tom (8er hab ich nicht). Das müsste ich dafür aber noch frisch befellen. Dachte an Diplomat unten und Ambassador coated (bzw. vergleichbar) oben.


    Ich will auch noch mal testen, ob man mit oder ohne Resonanzfell höhere Grundtöne erzeugen kann. Soweit ich weiß klingt's ohne Reso aber deutlich tiefer.

    Drum Bee

    So klingt das schon glaubwürdiger. Das "Raumschiff" hatte mich etwas stutzig gemacht. Denn sowas geht wirklich nur mit intelligenten Algorithmen. Für dessen Ausführung reicht aber auch ein Smartphone oder eben ein normaler PC.


    Übrigens sollte das Material dafür am besten "lossless" vorliegen. MP3, AAC & Co. machen sich nämlich auch Maskierungseffekte zu Nutze. Blenden also Anteile aus, die wegen Frequenzverdeckungen nicht mehr hörbar sind. Psychoakustisch, eben.


    hört man inzwischen keinen Unterschied zu echtem Stereo.

    "Echtes" Stereo ist hier aber sehr schwammig. Stereo bedeutet erstmal nur, dass zwei getrennte Kanäle mit zwei Lautsprechern wiedergegeben werden. Wenn die beiden Kanäle dann aber die identische Information enthalten, hat man trotzdem nur Mono. Stereo erfordert also unterschiedliche Informationen auf den Kanälen. Bei der Mid/Side-Übertragung ist das dann der Side-Anteil, der sich beim Summieren der Kanäle auf Mono auslöscht.


    Bei der Nachbearbeitung erzeugt man Stereo grundsätzlich mit den Pan-Reglern. Die kann man (mindestens) so einstellen, dass eine Spur auf dem linken Kanal, auf beiden Kanälen (Mono / mittig) oder auf dem rechten Kanal ist.

    Bei entsprechend mikrofonierten Stereo-Aufnahmen sollten die Spuren auch 100% L/R gepannt werden (siehe Stereofonie). Es gibt in der modernen Musikproduktion aber noch ganz andere Tricks. Z.B. gedoppelte E-Gitarren. Da läuft dann z.B. ein Take auf dem linken und ein anderer Take auf dem rechten Kanal.