Beiträge von m_tree

    Mir ist gestern eingefallen, dass die ja um die Weihnachtszeit immer ihren Mix-Contest machen, der auch international mittlerweile recht viele Teilnehmer hat.


    HOFA Contest
    hofa-contest.com


    Dieses mal finde ich den Song auch ganz nett. Sind auch gute Aufnahmen - komplett handgemacht und akustisch (bis auf ein Fender Rhodes und einen Synth). Allein für das 4-piece Drumkit 16 Spuren, dazu Becken- und Percussion-Overdubs.

    Gut, von deinen Videos her bist du aber auch ein Powerdrummer, der auf den Toms wenig Dynamik braucht. Mag klappen. In akustischen Settings und deutlich mehr dynamischer Bandbreite Richtung Pianissimo war ich sehr schnell sehr genervt.

    Grundsätzlich ja. Ich spiel die Toms aber schon auch dynamisch (die Snare mit lauten Backbeats und Ghostnotes sowieso). Allerdings mit einer recht hohen Grundlautstärke - ok. Beispiel: https://youtu.be/EU92vhyhmJQ


    Kann ich nicht pauschal bestätigen, wenn man sich die Zeit nimmt, die richtige Stelle für so ein Gelpad zu finden. Die Bandbreite zwischen tollem und totem Sound ist da recht groß. Allerdings sind mir kleinere Stücke auch lieber. Find dieses Set mit verschiedenen Größen recht praktisch, da hat man die Wahl auch ohne Messer oder Schere:

    Na ja. Wenn man die 4-fache Masse auf ein Fell klebt macht das schon einen deutlicheren Unterschied. Und wo sonst soll man es auch hinkleben als an den Fellrand? Spannreifen, Fellmitte? :/

    Ich würde ja gerne mal zur Kontrolle ein anderes Set mit den Frostfellen hören. Meine einzige Erfahrung damit (Proberaumset, vom Eigner frisch befellt) war so traumatisierend, dass ich keinem Menschen diese Empfehlung antun würde. Man möchte meinen, dass ein vorgedämpftes Fell Stimmfehler etwas großzügiger verzeiht. In dem Fall war es einfach nur grausig, wie dickes Butterbrotpapier, raschelig und leblos. Bin ja bekanntermaßen kein Evansfan, aber seitdem stehen die EC2 auf meiner Blacklist.

    Wundert mich etwas, da ich mit denen eigentlich zufrieden bin. Alle meine Videos von diesem Jahr habe ich mit denen auf den Toms gemacht. Liegt aber vielleicht auch an den Diplomats als Resos.

    Ich war jedenfalls nie ein Freund von viel Dämpfung. Allerdings auch nicht von viel Sustain und "Oouum".


    Ich sehe auch immer wieder Drummer, die mit kompletten Moon- oder Skygel-Pads dämpfen. Wenn man so ein ganzes Ding irgendwo drauf klebt, ist der Klang ganz schnell tot.

    Danke für eure Anregungen, die Gefrorenen von Evans gibt es laut Internetrecherche meinerseits fast nur als Pack, für 8" bzw. 16" müsste ich wohl telefonisch nachfragen. Auf jeden Fall werde ich die durchsichtigen, aber beschichteten Felle in die engere Wahl nehmen, auch wenn sie deutlich teurer als G2 Coated oder Clear.

    Gibts einzeln bei Thomann:

    Evans 08" EC2S / SST Frosted Control
    Evans 08" Tom Tom Fell, aufgeraut / frosted, EC2S Serie, mit SST (Sound Shaping Technologie), das doppellagige Fell wird je nach Grösse mit einer individuellen…
    www.thomann.de

    Evans 16" EC2S / SST Frosted Control
    Evans 16" Tom Tom Fell, aufgeraut / frosted, EC2S Serie, mit SST (Sound Shaping Technologie), das doppellagige Fell wird je nach Grösse mit einer individuellen…
    www.thomann.de


    Ich sehe aber auch keinen Sinn in der "Frosted"-Variante. Das ist kein Coating, sondern nur eine milchige (halb durchsichtige) Farbschicht. Macht klanglich wohl keinen Unterschied.


    Ich spiele z.Z. die normalen EC2S auf den Toms, wie schon gesagt. Davor Emperor clear und davor Emperor coated (weiter zurück weiß ich gerade nicht mehr).

    Die EC2S sind so ein Mittelding zwischen doppellagig clear und Pinstripe, find ich. Was mir bei den EC2S gefällt sind auch die Dämpfringe, deren Breite mit dem Durchmesser korreliert.

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    Neuzugang bei mir ist das "Zultan 18" Rockbeat China Holey", das ich gestern kurz vor der Session ans Set gehangen hab.

    Hoffe, dass dieses Exemplar mal länger hält, nachdem ich bisher jedes China nach relativ kurzer Zeit kaputt gedroschen hatte (das letzte nach 1,5 Jahren).

    Ist schon interessant, nicht nur wie unterschiedlich die Geschmäcker sind, sondern auch wie unterschiedlich sie sich entwickeln können.

    Als Tom-Schlagfelle hab ich z.B. viele Jahre coated gespielt. Vor ca. 3 jahren bin ich dann auf klare Schlagfelle gewechselt. Ein Auslöser dafür waren auch meine Aufnahmen.


    Ich dämpfe grundsätzlich nur in Maßen - getreu dem Motto "so wenig wie möglich und so viel wie nötig". Dafür schneide ich die Skygel-Pads in Viertel. Auf meinem 16er habe ich z.B. ein Viertel drauf (auf den anderen Toms nix), auf meiner Hauptsnare zwei Viertel und auf der Side-Snare ein Viertel.


    Seit ein paar Wochen habe ich ein Vintage Acryl-Set (Luxor Professional Acryl) aus den 70ern eingelagert, das als Tourschlagzeug für eine bestimmte Band geplant ist. Bevor das startet will ich komplett Felle wechseln und (mit einem Youtube-Video) einen kleinen Soundcheck machen. Und meine Überlegungen zur Fellwahl sehen wie folgt aus:


    Klare Felle sind aus optischen und klanglichen Gründen für mich gesetzt. Ich will aber noch ein Stück weiter gehen und den typischen "satten" und kurzen Klang von Acrylsets durch die Fellwahl noch weiter unterstützen. Etwas mehr Dämpfung ist im Livebetrieb auch einfach praktischer, wenn es mal schnell gehen muss und man keine Zeit und/oder Nerven für genaues Stimmen hat. Und langlebigere Felle sind für ein Tourschlagzeug auch praktisch.

    Auf meiner Liste habe ich da dieses Mal tatsächlich Remo Pinstripe als Schlagfelle für Toms und Bassdrum. Als Resos für die Toms wahrscheinlich wieder Diplomat und als Bassdrum-Reso Powerstroke 3.


    Beim Snare-Schlagfell kommt für mich übrigens nur coated in Frage, obwohl ich mit Besenspiel gar nichts am Hut habe.


    Also ich würde es erstmal mit stärker vorgedämpften klaren Fellen probieren. Denn bei Pinstripe z.B. stimmt diese Aussage definitiv nicht:

    Das Coating dämpft so, dass ich weitesgehend auf zusätzliche Maßnahmen verzichten konnte.

    Das gilt wirklich nur für gleiche Felle, wo das coating zusätzlich drauf ist. Also z.B. Emperor clear / coated.

    MoM Jovi

    Habe gerade mal in die bekanntesten Titel von Bon Jovi und Springsteen reingehört. Bei Bon Jovi ist das Schlagzeug meistens ziemlich mittig / Mono gehalten. Bei Springsteen unterschiedlich (dazu unten mehr).


    Woran erkennt man überhaupt ein Panning aus Drummer- oder FOH-Sicht? Zuverlässig eigentlich nur, wenn es sich um einen klassischen Rechtshänderaufbau handelt und auch nur wenn Hi-Hat, Ride und Toms deutlich außerhalb der Monomitte liegen.

    Und das ist auch alles relativ. Das Schlagzeug kann auf realen Bühnen auch mal eher seitlich stehen und zur Bühnenmitte ausgerichtet sein und Zuhörer müssen auch nicht immer direkt vor der Bühne stehen.


    Dann gibts auch noch andere Panningansätze, bei denen das Schlagzeug komplett eher links oder rechts ist und nur Bassdrum und ggf. Snare eher mittig kommen.

    Mach's doch einfach wie er mit 'nem Yamaha EAD10 ;)


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    Es gibt 'n paar bekanntere Mischer, die in LCR (Left / Center / Right - nix dazwischen) mischen und entsprechend auch ein paar bekanntere Produktionen, die in LCR gemixt sind. Da ist nix mit "leicht Offset" ;)


    Chris Lord-Alge - Wikipedia


    Und da müssen der Leadgesang, Bassdrum, Snare und Bass einfach in die Mitte. Sonst wird da kein Schuh draus.


    Monokompatibilität und Mid/Side-Übertragung im Radio sind auch noch so Themen ...

    Also ich glaube zu meinen, dass bei den allermeisten professionellen Aufnahmen das Schlagzeug aus Spielersicht panned ist.

    Wie schon gesagt stimmt das nicht. Konkrete Vermutungen anzustellen hilft auch nichts - höchstens eine Liste mit Beispielen für dieses und jenes.

    Gibt auch Produktionen in denen das Schlagzeug (fast) Mono ist. Und wenn ich so drüber nachdenke, höre ich die Hi-Hat öfter auf dem rechten Lautsprecher.


    Die restlichen Instrumente aber eher aus Publikumssicht, sofern man eine Live-Situation darstellen will.

    Dazu hatte ich ja auch schon gesagt, dass Musikproduktion da seine eigenen Regeln hat. Ein sehr gutes Beispiel sind gedoppelte E-Gitarren, in die breite gezogene Keyboards uvm.

    Es geht mitunter auch um Monokompatibilität und in vielen Bereichen ist quasi Standard, Leadgesang, Kick, Snare und Bass mittig zu pannen.


    Wenn live und nicht mono, dann natürlich aus FOH/Publikumssicht, auch die Drums.

    Live-Mixe werden eher Mono gehalten. Sonst kriegen die Zuhörer, die sich nicht mittig vor der Bühne bzw. genau zwischen den Lautsprechern befinden einen unausgewogenen Mix. ;)

    Für komplette Produktionen mit Bandkontext finde ich die FOH-Sicht besser. Aber es gibt keine Regeln. Zu früheren Zeiten wurde das Schlagzeug z.T. komplett hart links oder rechts gepannt, so wie die anderen Instrumente auch. Gesang dann mittig.


    Bei Rock- und Metalproduktionen mit gedoppelten E-Gitarren ist eine einzige E-Gitarre dann links/rechts außen mit verschiedenen Takes. Das hat mit der "Realität" nicht mehr viel zu tun.


    Also Musikproduktion hat da eigene Regeln und muss keine Bühne oder ähnliches nachahmen. Am Ende geht's darum, dass der Song rüberkommt, der Mix auf verschiedenen Wiedergabegeräten "funktioniert" (zur Not auch auf der Mono-Smartphone-Tröte) und auch um Geschmack.


    In meinen Videos schaue ich, dass ich aus Sicht meiner Hauptkamera panne.


    Hör dir mal ein paar Studio-Aufnahmen an. Ich glaube, dass die Drums zu 90% aus Spielersicht panned sind.

    Also das bezweifel ich stark.

    Dadurch, dass Schlag- und Resonanzfell immer 180° zueinander stehen sind die exakt gegenläufig in der Phase. Mal von 0,x ms Laufzeitdifferenz abgesehen. :)

    das sind sie aber auch nur und ausschließlich bei der ersten Amplitude.

    Jepp. Es sei denn Schlag- und Resonanzfell sind identisch (gleiche Felle) und exakt gleich gestimmt (viel Sustain :/ ).


    Ein Phasendreher auf dem Teppich-Mikro der Snare funktioniert aber eigentlich auch immer. Obwohl das Resonanzfell der Snare ja i.d.R. sehr viel dünner als das Schlagfell und üblicherweise auch deutlich höher gestimmt ist.

    Bei Rosanna geht OH wunderbar. Spiele ich gern.

    Shuffles und Swing sind genau meins und für OH wunderbar.

    Shuffles sind auch genau meins und da geht Überkreuz auch wunderbar ;)


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    Also die Angaben in Beitrag #15 zur Phasenlage der Overheads sind allgemeingültig zu verstehen. D.h. ohne Phasendreher / normal bezieht sich auf alle "normalen" Mikrofone, die als Overheads (wie Mikros an den Schlagfellen) zuerst eine negative Halbwelle von Snare und Toms aufnehmen.

    Machen die das? Ich habe mir die Wellenform glaube ich nie so im Detail angesehen und glaube dir jetzt einfach mal und werd das vielleicht einfach selbst mal probieren. :D

    Jepp. Das machen die in der Praxis genau so wie in der Theorie. Ist ja logisch, dass auf der Schlagfellseite erst eine negative Halbwelle aufgenommen wird, weil man das Schlagfell mit den Sticks in die Trommel drückt. Bei den Resonanzfellen ist's dann umgekehrt. Durch die zylindrische Form ist dann übrigens auch ziemlich egal, wie die Mikros an Schlag- und Resonanzfell ausgerichtet sind. Dadurch, dass Schlag- und Resonanzfell immer 180° zueinander stehen sind die exakt gegenläufig in der Phase. Mal von 0,x ms Laufzeitdifferenz abgesehen. :)


    In den analogen Tonbandzeiten konnte man die Problematik auch nur mit der Mikrofonaufstellung und den Schaltern für die Phasenumkehr am Pult angehen. Im Livebetrieb das selbe. Also es geht auch ohne. :)

    Dazu nur mehr Amen! Da schätze ich mich oft glücklich den Part aus der Hand zu geben, spielend gut zu klingen und dem Tonmenschen vertrauen das er mich auch gut klingen lässt.

    Wenn dem nur immer so wäre :/ :D


    Letztes Jahr erst wieder so 'ne Erfahrung bei 'nem "Produzent" gemacht, der eigentlich gar keiner war ... der hat sich nicht mal im Ansatz Gedanken um die Phasenlage gemacht, im Mix nur mit irgendwelchen Presets hantiert und am Ende ne brizzelige Soße gemacht, die mir nur noch in den Ohren weh getan hat. Der wollte dann auch, dass ich meine Toms tot dämpfe und letztendlich hatte ich dann noch neue Felle für ein anderes Schlagzeug dort besorgt, weil er wollte dass ich auf einem Schrottset dort noch mal einspiele.

    Gut, dass aus der Produktion aus anderen Gründen nichts geworden ist ...


    Oder Livetechniker, die die Tommikros für die Becken benutzen. Und die Thresholds von Gates auf Bassdrum, Snare und Toms so ansetzen, dass die Hälfte der Schläge fehlen. Ghostnotes sowieso.


    Aber gibt schon auch positive Ausnahmen von Leuten, die wissen was sie machen.


    Sei froh und lass es am besten. Aligning macht man halt, weil man es "kann" ... weil es die Digitaltechnik ermöglicht und es im Lehrbuch steht. Mit Kunst hat das aber nichts mehr zu tun.

    Ich bin Rechtshänder und spiele die Hihat mit der linken Hand. Mein Ride ist auch links. Ich finde es super unlogisch und unnatürlich, dass man die Hihat mit der rechten Hand spielt.

    Für mich ist beim Schlagzeugspielen die Snare das Wichtigste groovemäßig. Die Snare (2 und 4) soll auch am lautesten sein. Die feinen schnellen Ghostnoten sind auch so wichtig beim Spielen. Auch Dynamik und Akzente auf der Snare machen viel aus. Natürlich soll die stärkere Hand drauf spielen. Unbedingt!


    Die Geschwindigkeit bei der Hihat und Ride kommt dann von den Fingern.

    Was die Wichtigkeit von Snare und Ghostnotes, die Lautstärke der Backbeats und die gesamte Dynamik betrifft gehe ich mit.


    Ich als Überkreuzspieler spreche in meinem Unterricht ganz bewusst das OH-Spiel an und empfehle es z.B. Linkshändern. Eine Schülerin (Rechtshänderin) fängt auf eigenen Wunsch auch mit OH an (habe ihr die Entscheidung überlassen). Weil es aus meiner Sicht auch ergonomischer ist und Linkshänder so im Livebetrieb bspw. nicht immer eine Extrawurst mit gespiegeltem Aufbau machen müssen.


    "Unlogisch" ist es aber sicher nicht, wenn man als Rechtshänder die Hi-Hat mit Rechts spielt - so wie es gefühlt mindestens 90% der Drummer machen.

    Und die Snare muss auch nicht mit der stärkeren Hand gespielt werden. Trotz filigranen Spiels mit Ghostnotes und viel innerer Dynamik zimmere ich meine Backbeats ordentlich - hole beim Spielen auf der Hi-Hat über das Höhenniveau meines Hi-Hat Arms aus.


    Ich demonstriere das auch in meinen Videos. Die mit grüner Schrift in den Thumbnails sind eigene Sachen. Kannst ja mal reinschauen: https://www.youtube.com/@MariusBaumDrums/videos :)

    Freut mich, dass ich mit meiner Wahrnehmung nicht allein da stehe :thumbup:


    Du hast das sicher schon unterwegs erklärt aber die Phase der OH's drehst du aufgrund der Mikros die du verwendest, richtig? Weil bei den typischen Kleinmembran Kondensator Mikros sind diese doch gleich in Phase ausgerichtet wie die Close Mikros, oder?

    Also die Angaben in Beitrag #15 zur Phasenlage der Overheads sind allgemeingültig zu verstehen. D.h. ohne Phasendreher / normal bezieht sich auf alle "normalen" Mikrofone, die als Overheads (wie Mikros an den Schlagfellen) zuerst eine negative Halbwelle von Snare und Toms aufnehmen.


    Für das Ergebnis des zweiten Audiofiles mit "Phasengedrehten Overheads" muss man also die Phasen gebräuchlicher Overhead-Mikros im Mix erst noch drehen.


    Das zeigt auch, dass das Thema schon nicht so einfach ist und man im Mix wirklich gucken muss, wie man die Phasenlage in den Griff kriegt. Das erste Audiofile klingt nämlich zu dünn (vor allem die Snare) obwohl die Phase der Overheads da "richtig herum" ist.

    Ein anderer Abstand der Overheads zur Snare verändert das schon.


    Mit Aligning ist man also unabhängig von der Aufstellung immer auf der sicheren Seite. Aber mal abgesehen von dem Frickelaufwand in der DAW klingt es eben auch "anders". Mir gefällts jedenfalls nicht ...


    In den analogen Tonbandzeiten konnte man die Problematik auch nur mit der Mikrofonaufstellung und den Schaltern für die Phasenumkehr am Pult angehen. Im Livebetrieb das selbe. Also es geht auch ohne. :)

    Habe mir das gerade selbst noch mal mit frischen Ohren und einem anderen Wiedergabegerät angehört. Und es bestätigt sich der Eindruck, den ich letzte Nacht schon hatte. Bzw. frage ich mich, warum ich bisher überhaupt die Phasen der MK-012 wieder rumgedreht und sie nach vorne an die Snare geschoben hatte ^^


    Denn mir ist das zweite Soundfile ohne Aligning und mit Phasengedrehten Overheads - also so wie es die MK-012 direkt "liefern" - eigentlich am sympathischsten.

    Als ich früher mit Aligning experimentiert und Diskussionen deswegen auf recording.de geführt hatte, gefiel mir das nämlich auch schon nicht so besonders.


    Mit Aligning klingt es nach meinem Empfinden unnatürlicher, weil die Nahmikrofonierung mit der Freifeldmikrofonierung der Overheads "verbunden" wird. Die Becken liegen mit Aligning auch zeitlich vor den Trommelspuren (hängen ja i.d.R. über den Trommeln) - ohne Aligning ist es umgedreht.

    Komischerweise leidet die Snare sogar unter dem Aligning, finde ich. Die klingt dadurch irgendwie kleiner und hintergründiger.


    Letztendlich ist es natürlich auch Geschmackssache. Kommt drauf an, welchen Sound man will. Ich bevorzuge einen moderneren Sound, bei dem die "Stützmikrofone" eine tragende Rolle spielen, die Overheads trotzdem nicht nur fürs Blech zuständig sind und das ganze mit Raummikro(s) abgerundet wird.

    Kammfilterprobleme holt man sich jedenfalls zuerst durch kleine und niedrige Räume und unpassende Mikrofonierung ein.


    Was mich aber etwas wundert ist, dass die Snareschläge für mich ab Sekunde 13 anders bzw. höher klingen? Ich meine jetzt nicht den Unterschied zwischen Haupt- und Sidesnare, der ist mit bewusst, sondern eher insgesamt. Oder hattest Du die Snare(s) ab da anders angeschlagen?

    Ja, ich hatte am Anfang keine Rimshots gespielt. Eher unbewusst. Ansonsten hatte ich drauf geachtet, alles mal sauber anzuschlagen (abgesehen von der Cowbell) und keine zu schnellen Schlagfolgen zu spielen. Damit man das gut hören kann.

    Habe vorhin eine Testaufnahme gemacht und daraus 4 Komplettmixe zum Vergleich erstellt.


    • Set mit 4 Toms (10-12-14-16), 12" Side-Snare, 3 Crashes, China & Splash in meinem 18m² Raum (2,4m hoch)
    • Mikrofonierung: Overheads - 2x Oktava MK-012 (je 127cm Abstand zur Hauptsnare), Snare - 2x SM57, Bassdrum - Beta 52a (innen) + Audix D6 (außen), Toms - 4x t.bone MB85 beta, Side-Snare - t.bone MB75, Hi-Hat + Ride - 2x Rode M5 (von unten)
    • in meiner gewohnten Manier gemixt (hier ohne Raumspur und zusätzlichen Reverb) => nähere Infos und Rohspuren auf Anfrage


    Ist 'ne kurze Impro in 6/4 auf 150 bpm. Absichtlich mit Nachbearbeitung, weil Rohmixe letztendlich eigentlich keinen interessieren.


    Ich poste hier jetzt einfach mal die 4 Dateien mit Zuordnung ohne Wertung. Standardmäßig habe ich einen Phasendreher auf dem Teppich-Mikro (unten) der Hauptsnare - den erwähne ich nicht weiter.

    Die Anomalie der werkseitig verpolten MK-012 berücksichtige ich in meiner Bezeichnung -> "Phase gedreht" meint also, dass ich im Mix tatsächlich nicht die Phase gedreht habe und umgekehrt. Normalerweise nehmen Overheads zuerst eine negative Halbwelle von Snare und Toms auf, genau so wie Mikrofone an den Schlagfellen.


    Ohne Aligning:

    DrumsAlignTest-29.11.22_OH-normal.mp3


    Ohne Aligning - Overheads mit gedrehter Phase:

    DrumsAlignTest-29.11.22_OH-phaseshift.mp3


    Mit Aligning - Overheads an obere Snare-Spur aligned (Overheads "nach vorne" geschoben)

    DrumsAlignTest-29.11.22_Snare-only.mp3


    Mit Aligning - komplett (zusätzlich gedrehte Phasen auf Hi-Hat und Ride Mikros)

    DrumsAlignTest-29.11.22_Complete.mp3


    Beim kompletten Aligning habe ich alle einzelnen Mikros jeweils an das Overhead aligned, auf dem das Element zuerst erscheint. Die Side-Snare also z.B. an das aus Drummersicht linke und das 16er Floortom an das aus Drummersicht rechte Overhead. Ich bin dabei immer nur nach dem Nutzsignal gegangen - auch bei Hi-Hat und Ride. D.h., für das Aligning z.B. des 10er Toms habe ich einen Schlag auf dem 10er Tom genommen, für das Aligning der Hi-Hat einen allein stehenden und gut sichtbaren Hi-Hat Anschlag und so weiter. Auch die zusätzlichen Spuren von Snare und Bassdrum habe ich aligned.