Habe mir das gerade selbst noch mal mit frischen Ohren und einem anderen Wiedergabegerät angehört. Und es bestätigt sich der Eindruck, den ich letzte Nacht schon hatte. Bzw. frage ich mich, warum ich bisher überhaupt die Phasen der MK-012 wieder rumgedreht und sie nach vorne an die Snare geschoben hatte 
Denn mir ist das zweite Soundfile ohne Aligning und mit Phasengedrehten Overheads - also so wie es die MK-012 direkt "liefern" - eigentlich am sympathischsten.
Als ich früher mit Aligning experimentiert und Diskussionen deswegen auf recording.de geführt hatte, gefiel mir das nämlich auch schon nicht so besonders.
Mit Aligning klingt es nach meinem Empfinden unnatürlicher, weil die Nahmikrofonierung mit der Freifeldmikrofonierung der Overheads "verbunden" wird. Die Becken liegen mit Aligning auch zeitlich vor den Trommelspuren (hängen ja i.d.R. über den Trommeln) - ohne Aligning ist es umgedreht.
Komischerweise leidet die Snare sogar unter dem Aligning, finde ich. Die klingt dadurch irgendwie kleiner und hintergründiger.
Letztendlich ist es natürlich auch Geschmackssache. Kommt drauf an, welchen Sound man will. Ich bevorzuge einen moderneren Sound, bei dem die "Stützmikrofone" eine tragende Rolle spielen, die Overheads trotzdem nicht nur fürs Blech zuständig sind und das ganze mit Raummikro(s) abgerundet wird.
Kammfilterprobleme holt man sich jedenfalls zuerst durch kleine und niedrige Räume und unpassende Mikrofonierung ein.
Was mich aber etwas wundert ist, dass die Snareschläge für mich ab Sekunde 13 anders bzw. höher klingen? Ich meine jetzt nicht den Unterschied zwischen Haupt- und Sidesnare, der ist mit bewusst, sondern eher insgesamt. Oder hattest Du die Snare(s) ab da anders angeschlagen?
Ja, ich hatte am Anfang keine Rimshots gespielt. Eher unbewusst. Ansonsten hatte ich drauf geachtet, alles mal sauber anzuschlagen (abgesehen von der Cowbell) und keine zu schnellen Schlagfolgen zu spielen. Damit man das gut hören kann.