Beiträge von m_tree

    Ich finde übrigens auch die Diskussion um den Drogen- und ggf. Medikamentenkonsum fragwürdig.


    Denn da wo Licht ist, ist immer auch Schatten und wir sind alle nur Menschen. Ein Taylor Hawkins, der allem Anschein nach ein makelloser Musiker, Freund und Familienvater war, brauchte eben auch so sein Ventil und hatte so seine Probleme. Ein Dave Grohl ist u.U. ein straffer Bandleader, der seine Leute möglicherweise z.T. zu sehr angetrieben hat (Stichwort Spekulationen über damit zusammenhängenden Burn-Out von Hawkins) ... ja, und? Bei Grohls Vorgeschichte mit Nirvana und dem Verlust von Kurt Cobain auch verständlich.

    Zeig mir jemand einen, der es besser kann ... geht nicht? Ja, weil das nicht ersetzbare Typen sind.


    Bei vielen anderen Künstlern war und ist es ähnlich. Das sind auch alles nur Menschen und das, worauf so viele "Normalos" neidisch sind, ist für die Künstler selbst oft eine Bürde. Je mehr Emotionalität und Tiefgründigkeit im Spiel sind und je mehr sich die eigene Kunst um's Aufarbeiten von negativen Erfahrungen, psychischen Belastungen und Gefühlen dreht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für solche "Ventile" wie Drogenkonsum aller Art. So beobachte ich das zumindest.

    Oh man ... die Foo Fighers hatten 2008 z.B. schon im Wembley gespielt (das wurde komplett gefilmt). Zum Schluss kamen John Paul Jones und Jimmy Page von Led Zep auf die Bühne und hatten mit Grohl und Hawkins (abwechselnd als Drummer und Leadsänger) 2-3 Led Zep Nummern mit denen gespielt. Mr. Grohl hatte die beiden vorher noch unter Tränen angekündigt.


    Weiß nicht wie viele Musiker jetzt mit im Wembley auf der Bühne waren ... und wie viele Gigs die Foo Fighters ohne Gastmusiker so im Schnitt gespielt haben.

    Aber wenn man das mal rational durchrechnet und aufhört, so kleingeistig und neidisch die reine Gier zu unterstellen (Menschen schließen i.d.R. übrigens von sich auf andere), wird man schon drauf kommen, wo sich was, wie für wen dann rechnet oder nicht.


    Ich bin gewiss kein Fanboy und mich hat das Tribute-Konzert auch nur nebenbei beschäftigt. Aber dieses Gehate ist wirklich erbärmlich.


    EDIT

    Oder man schaue sich mal den Film "Sound City" von Dave Grohl übers gleichnamige Tonstudio in Los Angeles an. Da weiß man auch, mit wie vielen unterschiedlichen Musikern (darunter damals auch schon Paul McCartney) Dave Grohl damals schon zusammengespielt hat. Der scheint in der Hinsicht schon zu wissen, wer seine Freunde sind.

    Was das Menschliche angeht:


    Man darf nicht vergessen, dass solche Schwergewichte wie Dave Grohl sich das auch nicht zu 100% ausgesucht haben. Ist so ein künstlerisches Potenzial gegeben, dann will das raus und sucht sich seinen Weg.

    Demgegenüber ist Grohl wahrscheinlich ein netter Kerl und der "Rausschmiss" des ersten Drummers hatte weniger persönliche Hintergründe als viel mehr das Wohl der Band insgesamt, also im musikalischen Sinn. Er hatte damals ja auch nur den ersten Drummer von Nirvana ersetzt und der Band damit zum Erfolg verholfen. Und sich selbst auch.


    So ist das eben in dem "Business" und ich denke sowohl Grohl als auch Hawkins ist/war einer der sozialsten Typen in der Szene. Sonst wären gar nicht so viele Musiker bei den Tribute-Konzerten dabei, denke ich.


    Und diese Emotionalität und Menschlichkeit merkt auch der Ottonormalhörer / Nichtmusiker.

    Ich mag die Foo Fighters auch und mag einige Songs von ihnen.


    Ob das ein Hype ist? Meiner Meinung nach nicht. Gehyped wird heutzutage ganz anderes Zeug ... oft emotionsloser Rotz, der nur für den Profit produziert wird.

    Ich spiele aktuell nur noch kurze Bassdrums (14" und 16") und muss sagen, dass ich schon manchmal erstaunt bin, wenn ich mich mal wieder an eine 18"-tiefe Trommel setze. Das ist schon nochmal ein Extra an "Wumms". Die auf Youtube & Co zunehmende Kritik an sehr tiefen Bassdrums kommt vor allem von Sound Engineers (wie z.B. Rick Beato). Für Recording Zwecke finde ich die zusätzliche Tiefe tatsächlich nicht besonders gewinnbringend, aber unverstärkt im Raum spürt man den Unterschied schon deutlich.

    Da bleibt allerdings die Frage offen, in welchem Kontext nicht mikrofonierte Bassdrums wirklich noch eine Rolle spielen. Zum Üben und Proben, ok ... aber wen juckt da der Sound? Und auch bei minimalen Mikrofonierungen wie Recorderman braucht man ein Stützmikro an der Bassdrum. Live sind Bassdrums i.d.R. auch das erste vom Schlagzeug, das verstärkt werden muss.


    Dazu ein weiterer Punkt ...


    Die Frage ist ja, ob ein höherer Tiefbassanteil, egal, bei welcher Trommelkonfiguration dieser entsteht, tatsächlich hilfreich ist. Nach meiner Erfahrung begrenzt man diesen im MIx üblicherweise, weil viel Tiefbass überproportional viel Leistung verlangt bzw. Raum einnimmt und damit der Mix insgesamt leiser wirkt. Kleine Bassdrums mit weniger Tiefbass sind daher präsenter im Mix.

    Im Mix geht's da vor allem um alles unter 50Hz und es gibt sogar moderne Musikstile (EDM bspw.) wo es auch da wabern muss was das Zeug hält.

    Oft werden auch Bässe betont - sogar im Mastering. Und Low-Cuts spielen an vielen Stellen eine deutlich geringere Rolle, als oft propagiert wird.


    Mikrofoniert man eine Bassdrum nah mit entsprechenden Mikros wie z.B. einem Shure Beta 52a oder einem Audix D6, erhält man sehr viel mehr Subbass und betonten Grundton als in echt (und aus der Distanz). Das ist modern. Mit anderen Mikros oder eben aus der Distanz würde eine Bassdrum eher "plöcken" und mager klingen. Will heutzutage kaum einer mehr ...

    "Modern" sind auch kompakt klingende Bassdrums. Schon Andy Wallace ist in den 80ern auf die Idee gekommen, Bassdrums mit Gates kompakter zu machen.


    All das spricht zusammen mit der besseren Transportfähigkeit, dem besseren Rebound-Verhalten und der bessseren Obertonkontrolle eigentlich für kürzere Bassdrums.

    Wenn ich das von meinen kleinen Konzerten hochrechne auf ganze Touren. Das beginnt halt langsam, erst kippste nur nach der Show ein paar, dann Mal mehr, naja, einer vorher schadet ja nicht..usw..

    Und Sucht definiert sich ja darin, etwas zu tun, obwohl man es besser weiß. Und hinterher schlechtes Gewissen, aber mit so ein zwei shots ist das Gewissen dann auch wieder beruhigt..

    Du wohnst ja in Bamberg. Ich war 7 Jahre über in Mittelfranken und was ich definitiv sagen kann: in Franken und Bayern lernt man das Trinken definitiv schnell. Nicht nur, weil das Bier so gut schmeckt.

    Alkohol ist genau so 'ne Droge wie die Illegalen ...

    Danke :)


    Was die Snare betrifft:

    Die hab ich für das Cover höher gestimmt als sonst und zugesehen, Rimshots zu spielen. Zusätzlich habe ich ein Rimshot-Sample direkt vor dem Take aufgenommen, das ich leicht dazu gemixt habe. Und gleichzeitig zugesehen, dass die Ghostnotes schön durchkommen.

    Danke! Dann schau ich mir das auch noch an und kann evtl. mitreden. :)


    Was die Diskussion um Damoklesschwerter, "wahre Künstler", Stars, Drogenprobleme, Medikamentenmissbrauch und eben frühe Tode angeht, fällt mir vor allem eins ein:


    Es gibt viele Menschen, die "zu früh" sterben (mir fällt da z.B. mein Onkel ein, als er 19 Jahre jung war). Bei Berühmtheiten sind es dazu halt einfach noch mehr oder weniger ausgeprägte Großereignisse mit entsprechend medialem Impact. Bei zusätzlich großer Beliebtheit bzw. Liebe unter Freunden und Kollegen (allen voran Dave Grohl) wie bei Taylor Hawkins noch einmal mehr. Ich mein' ... für welchen Drummer, der zu früh ging, wurden schon derartige Konzerte veranstaltet?

    Für mich ist Üben durchaus positiv besetzt. Weil es Spaß macht weiter zu kommen, mitzukriegen dass es jedesmal ein bisschen besser klappt und sich somit seinem Ziel allmählich zu nähern.

    Ich kann dich da vollkommen verstehen. Aber meines Erachtens liegt der Motor viel tiefer. Ein Ziel setzt die Handlung in Gang, mehr aber auch eigentlich nicht.


    Das Geheimnis liegt darin, im Hier und Jetzt Spaß am Spielen zu haben. Einfach so, ganz für dich allein. Zu Songs zu trommeln und Bands zu begleiten ist nur das i-Tüpfel.


    (Zu hohe) Ambitionen können auch nach hinten losgehen und dir die Motivation rauben.


    Ich verstehe deinen Frust durchaus, aber es gibt keinen anderen Weg.

    Das blöde ist ja, dass ich es bei niedrigem Tempo kann.

    Wieso ist das blöd? Ist immer noch besser, als es gar nicht zu können. Und die Grundlage für alles weitere.


    Hier brauche ich theoretisch kein Metronom, denn ich kann auch selbst ein paar Silben vor mich hin brabbeln.

    Wenn’s schneller wird, rattert das Metronom durch, und mein Gebrabbel bringt mir auch nichts mehr.

    Ich denke, da brauchst du auch praktisch erstmal kein Metronom. Mit Metronom zu spielen ist grundsätzlich schwieriger und ich empfehle, neue Sachen erstmal ohne Metronom zu üben.

    Natürlich kann man moderne Metronome auch auf Triolen einstellen oder sich ganz und gar mal selbst brainfucken und einen Viertelklick bspw. auf die "und" oder eine der letzten beiden Triolennoten für sich interpretieren. Ich hab so 'nen Quatsch bisher nicht gebraucht und wie ich shuffle, kann man sich ja anhören / ansehen. ;)


    Zitat

    Okay, ich übe mich in Geduld. Wobei mir das einigermaßen schwerfällt, weil ich mich meiner Lieblingsmusik nähere und ich endlich die Chance bekomme, da mal etwas zu spielen. =)

    Da liegt wohl der Hase im Pfeffer. Das hat grundsätzlich nichts mit Geduld zu tun. Wenn du mit deinem jetzigen Stand Spaß am Shuffeln findest, ohne an deine Lieblingsmusik zu denken, wird's auch was.


    Ich werde mir in Zukunft echt überlegen, hier um Tipps zu bitten.
    [...]
    Puh, ist das anstrengend!

    Ja, so ist das. Hat alles seinen Preis.

    Danke, freut mich. 8)


    Das Splash hatte ich extra für das Cover ins Set gestellt und das China steht auch extra für das Cover an der Position.

    Also ich habe die Studiodrums von John Otto analysiert und mir auch mal sein Set angesehen. Der hat ganz außen links/rechts jeweils ein China, also insgesamt zwei.

    Den wollte ich auch schon länger mal covern. Mit der filmischen Umsetzung (auch durch meinen aktuellen Raum bedingt) bin ich immer weniger zufrieden. Und mit meinem finalen Take natürlich auch nicht - as always. Im Prinzip mach ich die Videos ja nur nebenbei. Bin in den nächsten Tagen bspw. noch mal mit der Vorbereitung für einen Aushilfsgig am 10. September bei einer 80s-Tributeband beschäftigt.


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    Ich liebäugele aus den genannten Gründen schon länger mit 22x16" Bassdrums. Sind z.Z. leider selten. Aber mein nächstes Set wird definitiv eine 22x16" Bassdrum haben.


    Ein weiterer Punkt ist übrigens die Luftmasse, die bewegt werden muss. Flachere Trommeln brauchen tendenziell nicht so viel Punch für einen vollen Klang.


    Der Durchmesser ist viel entscheidender als die Tiefe, wenn es um das Grundtonspektrum geht.

    Wer ist der Schwarze, der gerade spielt? Der hat Paul McCartney scheinbar etwas aufgeregt ... zuerst zu spät gekommen und wirkt auch jetzt alles sehr unsicher (er hat sich ein paar mal verspielt und spielt auch sonst zu viel, m.E.).

    Probier doch mal die mittleren Noten der Triolen mitzuspielen. Auf der Hi-Hat ist es so zwar kein Shuffle im eigentlichen Sinne mehr, aber es bleibt eben keine Lücke.

    Oder natürlich klasissch mit RLR (R = Hi-Hat, L = Snare-Ghostnotes).


    Ansonsten wurde ja schon gesagt, dass man dafür ein Gefühl entwickeln muss. Wenn es erstmal nicht schneller geht - auch ok. Geschwindigkeit kommt dann von allein.

    War Elise Trouw hier schon Thema?

    Ja, kürzlich. Nur nicht in diesem Thread.

    Thema
    Elise Trouw

    Eben auf Youtube entdeckt ...


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    Finde die viel geklickten Videos auf ihrem eigenen Kanal übrigens wesentlich authentischer und sympathischer als das auf Sweetwater. Das ist schon wieder so durchgestylt (optisch).