Ich finde übrigens auch die Diskussion um den Drogen- und ggf. Medikamentenkonsum fragwürdig.
Denn da wo Licht ist, ist immer auch Schatten und wir sind alle nur Menschen. Ein Taylor Hawkins, der allem Anschein nach ein makelloser Musiker, Freund und Familienvater war, brauchte eben auch so sein Ventil und hatte so seine Probleme. Ein Dave Grohl ist u.U. ein straffer Bandleader, der seine Leute möglicherweise z.T. zu sehr angetrieben hat (Stichwort Spekulationen über damit zusammenhängenden Burn-Out von Hawkins) ... ja, und? Bei Grohls Vorgeschichte mit Nirvana und dem Verlust von Kurt Cobain auch verständlich.
Zeig mir jemand einen, der es besser kann ... geht nicht? Ja, weil das nicht ersetzbare Typen sind.
Bei vielen anderen Künstlern war und ist es ähnlich. Das sind auch alles nur Menschen und das, worauf so viele "Normalos" neidisch sind, ist für die Künstler selbst oft eine Bürde. Je mehr Emotionalität und Tiefgründigkeit im Spiel sind und je mehr sich die eigene Kunst um's Aufarbeiten von negativen Erfahrungen, psychischen Belastungen und Gefühlen dreht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für solche "Ventile" wie Drogenkonsum aller Art. So beobachte ich das zumindest.