Eine Band, die im Proberaum glaubt, Monitoring zu brauchen, hat imho was nicht begriffen und noch viel zu lernen.
Was für ein Unsinn...sorry
Ich finde Jans Darstellung auch ein bisschen zu einseitig. Zumal ich das hier so verstehe, dass das Monitoring im Proberaum vor allem deswegen genutzt werden soll, damit für den Ernstfall auf der Bühne alles vorbereitet ist und man sich schon in den Proben an das IEM gewöhnt.
Dagegen ist meiner Meinung nach nichts einzuwenden. Von der technischen Umsetzung mit Monitoring aller 6 Toms, aller 4 Octobans usw. mal abgesehen - darüber lässt sich definitiv streiten.
IEM hat unbestreitbar sehr viele Vorteile. Man kann besser mit Klick arbeiten, der Bühnensound ist sauberer (weniger "Schmutz" in den Mikros) und bei guter Umsetzung hört man die Mitmusiker und sich selbst auch deutlich besser. In vielen Fällen ist es unterm Strich auch Gehörschonender.
Und vor allem kann man das mit entsprechendem technischen Aufwand (eigenes Pult) so einstellen, dass die Einstellungen gespeichert bleiben. D.h., der Monitormix muss nicht jedes mal neu eingestellt werden.
So hatte ich das letztes Jahr mal bei einer Top40 Band mitgemacht und das geht wirklich gut. Beispielsweise konnten auch alle den Klick hören, aber jeder in für sich passender Lautstärke - ich hatte den i.d.R. am lautesten. Aber ich musste halt nicht immer einzählen oder in Passagen ohne Drums die Hi-Hat mit anspielen o.ä., weil alle den Klick gehört haben. Das galt für die Klicktracks aus der Dose und mein Metronom gleichermaßen.