Beiträge von m_tree

    PS: Für die Bassdrum macht sich ein clear am besten. Der Unterschied macht sich mal wieder nicht im Klang bemerkbar sondern in der Tatsache, dass du sehen kannst wo deine Bassdrum-Decke hängt.


    Coated bringt weniger Attack bzw. "Kick" auf der Bassdrum. Eine Bassdrum ohne bzw. mit wenig Kick kann sich aufgenommen oder live schlechter durchsetzen und klingt mehr oldschool.


    Die Dämpfung sollte in der BD sowieso fixiert sein und kann ggf. auch durchs Loch im Frontfell geprüft werden. Ein Loch im Frontfell sollte m.E. sowieso sein, weil man die BD früher oder später sicher mal anständig mikrofonieren will. Es macht einfach mehr Sinn die BD innen abzunehmen, wenn man nicht gerade auf verwaschenen oldschool Sound steht. Das Loch wiederrum beeinflusst auch den Rebound und den Gesamtsound, weshalb es nicht schaden kann, möglichst früh eins rein zu machen. ;)


    Das sind bestimmt nicht deine letzten Felle. Kauf einfach nen Satz Felle - bei den Toms solltens erstmal gleichartige sein - spiel den ein halbes Jahr oder etwas länger runter und kauf dann den nächsten. Z.B. erst Emperor clear, dann coated. Ökononmisch gesehen ist das die beste Methode, weil du keinen unnötigen Überschuss erzeugst. Felle müssen eh in regelmäßigen Abständen gewechselt werden. Außerdem dauert es sowieso ein paar Tage, bis sie ihren optimalen Klang auf der Trommel entfalten, auch wenn sie zentriert werden.

    Wenn deine Bassdrum tief und fett (= wenig Fellspannung) gestimmt ist, hat das Rebound Verhalten wenig mit so einem Pad gemeinsam. Ein Pad hat nen besseren Rebound und erleichtert dir das spielen bzw. vermittelt dir ein unrealistisches Spielgefühl. Daher würde ich die Finger davon lassen. Außerdem musst du die Bassdrum ja gemeinsam mit dem ganzen Set bedienen. Das will dann auch nochmal geübt sein.


    Ich werfe nochmal etwas scheinbar triviales in den Raum: Physische Voraussetzungen. Meiner Erfahrung nach macht sich ein gutes Rückgrat (Rückenmuskulatur) beim Drumming stark bemerkbar. Dadurch sitzt man besser und aufrechter und kann seine Beine besser ihren Job erledigen lassen. Genauso wichtig ist eine gute Beinmuskulatur. Insbesondere kleinere Menschen mit Bindegewebsschwäche (wie ich es einer bin) profitieren in dem Zusammenhang von Sport.


    Joggen ist so ziemlich das beste Mittel, um den Rücken und die Beinmuskulatur zu stärken. Falls du relativ wenig Sport machst, solltest du das mal angehen. Das schafft dir ggf. bessere Grundvoraussetzungen. ;)


    Auch mit der Federspannung würd ich etwas experimentieren. Würde versuchen sie so weich wie möglich einzustellen. Gerade so, dass du noch genug Kontrolle und Geschwindigkeit hast. Ist vielleicht fürs erste gewöhnungsbedürftig, aber so wird deine Technik wichtiger und du kannst insgesamt entspannter und theoretisch schneller über längere Zeit spielen. Wahrscheinlich fällt es dir damit leichter, deine Technik zu verbessern, weil es bei einer leichteren Federspannung mehr auf Technik ankommt (weniger Kraftaufwand bedeutet immer mehr Technik - imo).


    Ansonsten halt üben. Dieses Video ist evtl. noch ganz hilfreich, um ggf. grundlegende "Fehler" auszuschließen: http://www.youtube.com/watch?v=e-3GU6Nry0Q

    Wobei es auch oft lokale Vorlieben gibt. In manchen Regionen findet man mehr Metal, mehr Punk, Bluesbands, oder was immer. (Da heißt es dann umziehen, wenns nicht gefällt.*g* ) Außer den üblichen 0-8-15 Coverbands. Die gibt es wohl überall auf der Welt.


    Kann ich bestätigen. Hier im Raum Nürnberg hat Metal definitiv die Überhand. Als Nicht Metaller (bzw. als Jemand, der sich in einer reinen Metal Band nicht wohlfühlt) ist es defintiv schwieriger, hier was zu finden. Allerdings wird das durch den Ballungsraum wieder ausgeglichen, es gibt eben doch relativ viel Mucke ...


    Einschränkungen im Vorhinein sollte man auf jeden Fall gewissenhaft machen. Die erstbeste Band muss es natürlich nicht gleich sein. Allerdings schadets auch nicht, wenn der Stil zunächst nicht deinen 100%igen Wunschvorstellungen entspricht. Solang du mit guten Musikern musizierst (Leute, die im Idealfall über deinem Niveau spielen und dich mitziehen) bringt dich das auf jeden Fall weiter.

    Die brauchbaren Sachen haben sich bei mir bisher - bis auf eine Ausnahme - auch über Connections ergeben.


    Wegen Umzug, Bund etc. hatte ich ne Zeit lang mein Glück über Anzeigen versucht. Bis auf eine Band und ein zu großkalibriges Projekt war da nix brauchbares bei - und ich hatte mit mindestens 10 Bands bzw. Gruppen auch geprobt.


    Hast du keine Connections, solltest du versuchen in irgendeinen "Kreis" reinzukommen, wo du dich hervortun kannst, dir einen Namen machen kannst. Bei den "großen" läufts auch nicht anders - da schaltet Niemand ne Anzeige. Da kennt man sich einfach, oder man kennt sich über Mittelsmänner ...


    Da du scheinbar keine persönlichen Kontakte hast, bleiben nur noch Anzeigen als effektivstes Mittel übrig. Im Optimalfall meldest du dich und es wird geprobt. Ein Auto mit dem eigenen Set im Gepäck ist dabei sehr von Vorteil ;)
    Ist jedenfalls m.E. noch der einfachste und zielgerichtetste Weg, irgendwo "reinzukommen". Sozusagen als Startschuss.

    Eine richtig gestimmte Trommel klingt überall gut. Nur eben anders. Es kann jedenfalls nicht am Raum liegen, wenn ein Schlagzeug scheiße klingt. Der Raum bringt gewisse Nuancen ... je reflexionsreicher der Raum ist, desto wichtiger wird die Raumakustik. Da reflexionsarme Räume für Drumrecording z.B. eher ungeeignet sind, ist der Raum für ne Schlagzeugaufnahme meistens sehr wichtig. Die betroffenen Mikros sind da aber an erster Stelle Raummikros und an zweiter Overheads. Den Einzelmikros an den Trommeln ist ziemlich egal, wie der Raum klingt, so lang sie gut gestimmt sind.


    Außerdem klingt ein Schlagzeug am Schlagzeughocker zwangsläufig immer anders als an anderen Bezugspunkten. Das Floortom kann am Set zu ungebändigt und bauchig klingen, aber im Gesamtkontext irgendwo anders im Raum fügt es sich evtl. wunderbar ein.


    Stimmen lernt man am besten durch ein bisschen Input, z.B. die "Drum Tuning Bible" oder dem Buch (auf Deutsch) von Nils Schröder, und in erster Linie stimmen. Bzw. es zunächst auf Basis des Inputs (grundlegende Herangehensweise) zu versuchen.

    Kein Ding, ist mir schon klar, dass du nix schlecht reden willst. ;)
    Leg selber auch Wert auf Exaktheit und räume in dem Zusammenhang ein, dass ich den Groove nicht korrekt gespielt habe. Mir ist auch erst jetzt richtig bewusst geworden, dass auf dem zweiten Backbeat noch ein BD Schlag liegt. Hatte den Groove immer nach Gehör nachgespielt.


    Hab heute mal versucht die Ghostnotes nach den Backbeats zu spielen. Ist schon etwas brainfucking. Im Gesamtgroove lief das noch nicht, sollte mit etwas Übung aber machbar sein. Allerdings spiele ich intuitiv des öfteren Doppelghostnotes in Shuffles, sodass die zweite Ghostnote auf der dritten "Note" der Triole liegt. In dem Zusammenhang funktionieren die Ghosts unmittelbar nach dem Backbeat problemlos. Spiele ich die Einzelghostnotes, funktionierts (noch) nicht.


    Die Ghostnote nach dem Backbeat ist m.E. aber das einzige, was den Groove wirklich schwer macht. Ansonsten ists ein stink normaler Shuffle. Da gibts noch komplexere Sachen. Aber was dabei zählt ist natürlich immer das Feeling ... und sowas kann eben auch nicht ansprechend sein, obwohls exakt gespielt ist, wenn das Feeling nicht stimmt. Porcaro war kein bedeutender "Techniker", aber er hatte unglaubliches Feeling, Groove und Songdienlichkeit.


    Übrigens noch so eine (wahrscheinlich bisher unbekanntere) Genialität von Porcaro ist imo in "Last Night" zu finden. Wurde auf dem XX Album nach Porcaros Tod veröffentlicht. Die Hi Hat Betonungen in der Geschwindigkeit (alle Triolen auf der HH ausgespielt) sind schon ziemlich genial. Und auch nicht ganz einfach rauszuhören.

    Mikrofoniert und abgemischt kann ein und das selbe Becken zigfach verschieden klingen. Das Sabian Ride hatte ich damals noch zusätzlich unter der Glocke mikrofoniert. Ein anderes Mikro oder eine andere Mikroposition hätten am Sound sicherlich schon was verändert ... ;)


    Spiel momentan in zwei Bands ... näheres in meinem Galerieeintrag. ;)


    Der nächste Gig steigt hier: http://www.soundfeel.de/ (Beat The Phobia)

    Danke. :)


    Du redest jetzt vom aktuellen By The Way Video, oder? Das sind wirklich Billigmikros - komplett t.bone. SC140 Paar, bd300, mb85beta.
    Der verhältnismäßig gute Sound kommt auch durchs Mixen ... EQing und etwas Kompressor / Reverb machens möglich. Durch die separate Snareabnahme konnte ich auch den Rimclic besser rüberbringen ;)


    Die alten Videos wurden mit anderen Mikros im Rahmen von Bandaufnahmen aufgenommen. In der YT Beschreibung steht jeweils das verwendete Equipment ;)


    Hab kürzlich mal nen kleinen Test gemacht zwecks Spuren sparen etc. ... weil ich mit dem Mikrosetup (ohne Snaremikro) auch Probemitschnitte machen will, wir aber nur 4 getrennte Kanäle am Interface haben. Mono ist die reinste Katastrophe, auch wenn ich die beiden (!) parametrischen Mitten EQs am Mischpult nutze. Gehe ich mit zwei Spuren raus und misch die BD zu gleichen Teilen dazu ist das mit anschließendem Paning ein Tag-Nacht Unterschied.

    Coated-Fell sind minimal "weicher" im Anschlag und einen Tick mehr gedämpft durch die weiße Farbe. Aber das geht jetzt schon in Richtung "Graswachsenhören" ...


    Das ist ja nicht nur weiße Farbe - heißt ja auch coating und nicht painting. Und den Unterschied kann man problemlos hören. Sogar bei Resonanzfellen.

    Für 22" Bass-Drum, 10", 12" und 16" Toms und 14" Snare um die 100€. (Nur Schlagfell und bei der Snare auch ein Reso)


    130 aufwärts musst du dafür schon rechnen. 100 werden jedenfalls ziemlich knapp. Allein das BD Fell kostet schon um die 50, die beiden Snarefelle zusammen ca. 30€.


    Ich empfehl dir für die Snare auch das Evans Power Center Reverse Dot. Ähnlich wie das CS, aber m.E. insgesamt ein bisschen "besser", robuster und auch schöner anzuschauen. Bei der Snare würd ich auf jeden Fall bei einlagig und coated bleiben.


    PS3 auf der BD wäre auch meine erste Wahl. Das geht eigentlich immer.
    Bei den Toms wirds schwieriger. Da muss jeder selber sehen, was ihm am liebsten ist. Es gibt zig verschiedene Kombis. Ich würde dir coated Amnbassador oder Emperor empfehlen. Ambassador klingt ein bisschen offener, lässt sich aber problemlos etwas nachdämpfen. Emperor sind ggf. etwas langlebiger und klingen noch ne Ecke trockener. Coated ist immer etwas vorgedämpft, klingt wärmer und "patscht" nicht so. Ist aber echt Geschmackssache - da kann dir Niemand was vorschreiben.

    Experimentiere seit kurzem mit einem Recorderman Mikro Setup. Nehme dabei über ein Saffire Pro 24 auf (2 Mic Preamps, 2 Line Eingänge). Die Line Eingänge steuer ich über die Aux Ausgänge eines älteren (schätzungsweise 90er Jahre) HK Target L-Series 160+5 an. Das hat zwei Pre und zwei Post Aux Ausgänge. Hab jeden Aux Ausgang und mehrere Kanäle sowohl mit hochgedrehtem Gain als auch komplett runtergeregeltem Gain getestet. Aber überall das gleiche: Die Pegelspitzen scheinen abgeschnitten zu sein, leisere (Stör-) Geräusche sind dadurch lauter. Im Anhang sind ein paar Screenshots zur Veranschaulichung. Beim ersten ist rechts eine direkte Aufnahme übers Saffire Pro zum Vergleich zu sehen - da sind alle Pegelspitzen vorhanden. Es muss also am Mischpult liegen.


    Es geht vor allem um Snareaufnahmen (t.bone MB85beta), bei denen mir das aufgefallen ist - die beinhalten auch die Screenshots.
    Aber auch als das BD Mikro (t.bone BD300) noch weiter hinten in der BD war, trat das selbe Phänomen wie bei der Snare auf. Jetzt ist es sehr nah am Schlagfell, dabei sind komischerweise alle Pegelspitzen vorhanden.
    Bei allen anderen Mikros und Line Quellen (Probemitschnitte) ist mir das bisher nicht aufgefallen.


    Woran liegt das? Ist im Mischpult evtl. irgendwo ein Limiter eingebaut oder woher kommt das? Hat das ggf. negative Auswirkungen auf den Sound - abgesehen davon, dass die Dynamik eingeschränkt wird?

    Nutze z.Z. die SC140. Kann das nicht wirklich einschätzen, aber die sind eigentlich ganz ok. Hab zusammen mit nem BD300 und einem MB85beta (alles t.bone) nur zum Spaß einen unserer Songs kurz neu eingespielt - hatte die Spuren gerade noch da ...


    http://soundcloud.com/m_tree/help-you-out-rec-man-test


    Die OHs sind mit EQ, Kompressor und auf BD und Snare zusätzlich Gates und etwas Reverb bearbeitet. Der Rest sind Pilot- bzw. Rohspuren, da ist nix bearbeitet. Leider nur flink mit nem Headset abgemischt ...
    In Anbetracht der billigen Mikros klingts garnicht übel, find ich. Die Toms wird man aber wohl auch mit besseren Mikros nicht viel fetter/voller kriegen, da bräuchte man einfach Einzelmikros.
    Hab z.Z. zur Abwechslung ein 10er Tom hängen. Sind also 10 + 16.

    Ich muss sagen, dass ich mir von Glyn Johns mehr erhofft hatte. Hab hier zwar nur recht minderwertige Mikros (t.bone - SC140 Stereopaar, bd300, mb85beta) - trotzdem ists doch ein relativ großer Unterschied zu den Aufnahmen, die ich vor 5 bzw. 7 Monaten mit 8 bzw. 10 mittelmäßigen bis amtlichen Mikros gemacht hab (2 Toms am Set).


    Wenn man mit so wenig Mikros komplette Songs aufnehmen will kommt man wahrscheinlich relativ schnell an gewisse Grenzen, sofern man keinen Vintage Sound bevorzugt. Es wird dann einfach sehr schwierig, die Drums im Mix sowohl durchsetzungsstark, aber dennoch klar und "beherrscht" klingen zu lassen.


    Trotzdem ists im Verhältnis zum Aufwand ne tolle Sache. Für das 10-teilige Mikro Setup hätte ich mindestens 6-7 mal tiefer in die Tasche greifen müssen.

    Wenn du selber mischst (was ich bei der nächsten Aufnahme meiner Hauptband auch machen werde), hier mal ein paar Tipps, aufbauend auf den "Erfahrungen", die ich in letzter Zeit sammeln konnte:


    • wenn du die OHs normalisierst, werden die wahrscheinlich nicht um den gleichen Pegel normalisiert ... schau dir die Differenz an und hau nen Limiter (Kompressor mit null Attack, kurzem Release, vollem Frequenzbereich, unendlicher Ratio und mit Peak Sensing) auf die beiden OHs, durch den nur wenige Peaks ausgeglichen werden .. auf den weniger stark normalisierten Kanal addierst du noch den Differenzbetrag der Normalisierung im Threshold und hebst den Kanal im Kompressor um den Differenzbetrag an ... so sind beide ausgeglichen (Snare mittig), wobei du beide im Mix einnullen kannst
    • OHs sollten jeweils 50-100% rechts/links sein (je nach Geschmack etc.)
    • wenn deine OH Mikros die Höhen etwas anheben (Präsenz), macht es Sinn, in diesem Bereich (Messdiagramme), diese zu regulieren ... erster Schritt zu weniger Becken / mehr Toms
    • zwei Frequenzbereiche zwischen ca. 80 und 600Hz sind bei den Toms kritisch, da würde ich mit Bells experimentieren, wo sich ein Boost / Cut gut macht
    • gaanz sachter Kompressor ab 6-8kHz, um die Becken etwas um Zaum zu halten ... hatte versucht den bei dem rechten schräg hängenden Mikro etwas stärker zu machen (das hängt so nah an den großen, lauten Becken), aber das lässt die Snare aus der Mitte rutschen, weil die relativ viele wichtige Höhen hat
    • Gates, Kompressor und etwas Reverb machen sich bei Snare und Bassdrum nicht schlecht .. da schadets auch nicht den Reverb und Komp etwas intensiver einzusetzen, weil man ja sowieso nur dazu mischt (die Bassdrum kriegt man nicht wirklich aus den OHs raus, wenn die Toms voll klingen sollen) ... im Gesamtmix (mit allen Instrumenten) sowieso

    Bei Recorderman ist halt die Frage, wie groß das Set ist, wie groß demnach die Abstände der Mikrokapseln zur Snare sein sollten und wie die Richtcharakteristik der Mikros sind. Es geht da vor allem um das Mikro, das über der rechten Schulter schräg auf die Snare ausgerichtet hängt. Sind hinter dem Mikro noch Trommeln / Becken, werden die mit Niere nicht mehr wirklich zu hören sein.


    Ich experimentiere seit vorgestern mit Recorderman rum, auch mit zusätzlichem Snare und BD Mikro. Hab auch schon ganz gute Ergebnisse hinbekommen. Man muss etwas tricksen, um die Toms gegenüber den Becken etwas lauter/präsenter und voller zu kriegen. Das Problem ist, dass die Bassdrum immer mehr verwäscht, wenn man die kritischen Tomfrequenzen (Tiefmitten) anhebt. Bei normaler Mikrofonierung mit Einzelmikros hat man hier definitiv Vorteile: Low Cut auf die OHs und gut.


    Wenn noch ein Snaremikro zur Verfügung steht, wäre AB/XY natürlich ne Möglichkeit. Ohne Snaremikro ist Recorderman Pflicht - sonst bleibt die Snare nicht mittig im Mix und knallt auch nicht mehr so.
    Mit Recorderman kann man das Snaremikro zum Stützen dazumischen, da geht dann auch Snareteppich Abnahme .. bei AB Mikrofonierung wird das Snaremikro wichtiger, man ist etwas eingeschränkter in den Möglichkeiten.


    An deiner Stelle würde ich das aber eher mit dem Mischer abklären, den du engagierst. Der hat vielleicht auch seine Vorlieben bzw. kann dir besser helfen, weil er weiß, um was es geht und auf was er sich einlässt. Notfalls musst du halt mit beiden Varianten kurz was aufnehmen und ihm die Spuren schicken.

    Wenn du weiterhin Schlagzeug spielst und dran bleibst, werden sich von alleine Soundvorstellungen- und Wünsche entwickeln. Das best klingenste Set bringt wenig, wenn es nicht richtig bedient wird.


    Ich würde mir um die Stimmung, wenn es für dich ok klingt und dir keine gröberen Ungereimtheiten auffallen, auch erstmal keine Sorgen machen. Das kommt mit der Zeit ... üb lieber erstmal weiter, ehe du dich ins Fell- und Stimmnirvana stürzt. Es kann aber vielleicht nicht schaden, wenn du einen erfahrenen Kollegen um Hilfe bittest, der sich das Set anschaut und ggf. einmal komplett durchstimmt. So hast du die Gewissheit, ein gutes Spielgefühl zu haben (Fellspannungen, Fell in Stimmung mit sich selbst ..) und weißt, wie ein gut gestimmtes Set klingt. Selbst dran rumzuschrauben würd ich in deinem Stadium nicht. Wahrscheinlich verschlimmbesserst du die Sache nur und hättest die Zeit besser ins Üben investieren können.


    Stimmen kann man im Prinzip immer. Auch vom Bespielen verstimmt sich das Set. Vor allem die Snare ist betroffen, wenn die Mechanik nicht besonders stimmstabil ist. Es ist einfach die Frage, wie hoch man die Messlatte setzt. Es gibt sowieso nur annähernd perfekte Stimmungen. Je mehr Zeit und Material investiert wird (womit auch der Lernprozess gemeint ist), desto näher kommt man dem Ziel.


    Wenn irgendwas klappert, ist irgendwo was locker. In dem Zuge muss einfach alles genau untersucht werden. Ferndiagnose bringt meistens wenig, es gibt zig Klapperquellen.