wenn man zb. was nicht raushört aus einem Original, das aber so spielen möchte, und wenn man dann im Netz Noten findet, dann kann man sich das anschauen und einzelne parts üben, die man dann irgendwann auswendig kann.
Prinzipiell kann man aus gut produziertem Material sehr vieles raushören. Ich hab das grundsätzlich nur so gemacht.
Fun fact dazu:
Als ich mal was nicht genau raushören konnte (besonders für Youtube-Covers, wo ich voll ins Detail gehe) und aus dem Grund nach Noten gegoogelt hatte, bin ich zum einen auf verschiedene "Interpretationen" dieser Details gestoßen (bzw. gab es keinen gemeinsamen Nenner) und zum anderen habe ich beim anschließenden Hören und Analysieren (Wellenform) von verfügbaren Drums-Only Tracks hier und da ganz andere Sachen rausgehört. ![]()
Kommt natürlich immer drauf an. Aber mindestens bei Nummern, die zumindest die Drums betreffend ohne Notation komponiert, arrangiert und aufgenommen wurden, ist das m.E. definitiv 'ne Grauzone.
Vor allem hat man auch einfach den Vorteil, sich mal was aufschreiben zu können.
Aufschreiben kann man sich Sachen auch ohne Noten. Aber selbst mit Noten: M.E. braucht man das auch nur unbedingt, wenn man nicht am Drumset ist und keine Aufnahmemöglichkeit hat (was angesichts von Smartphones heutzutage unwahrscheinlich ist).
Ideen festhalten geht m.E. am besten mit dem "Diktiergerät".
Aber wie Dany schon sagte ist das echt praktisch, wenn man nicht alles raus hört, grade als Anfänger (finde ich zumindest) ist das eine echte Hilfe.
Das hat m.E. nichts damit zu tun, ob man Anfänger ist oder nicht (ich war ja auch mal Anfänger und hab keine Noten dafür gebraucht). Man sollte grundsätzlich schon in der Lage sein, Sachen rauszuhören und sich zu merken. Das zu trainieren ist u.U. sogar sinnvoller als sich alles von Noten vorgeben zu lassen.
Aber mein Problem ist dabei sehr oft gewesen, den Rhythmus zwar richtig wiedergegeben zu haben, aber das Ganze bekam einen völlig falschen Groove.
Bei Noten wird halt das feeling nicht mitgeliefert, auf das es ja ankommt im jeweiligen Fall.
Eben. Es kommt eben nicht nur drauf an, was man spielt, sondern auch wie man es spielt. Bzw. geht es letztendlich nur darum. Man "spricht" ja in gewisser Weise mit seinem Instrument und ist kein "Interface" zwischen Noten und Band oder Zuhörer.
Wie so oft liegt die Wahrheit meistens irgendwo in der Mitte. Und umso schöner ist, dass die Mitte bei jedem individuell gelagert ist. ![]()