Vielen Dank! ![]()
Das hilft mir wirklich. ![]()
Ich finde es von Sound, Timing und Shirt wunderbar. Was zu diesem sehr hohen Niveau nicht so gut passt, ist die "Berechenbarkeit" der Fills. Was ich damit meine ist, dass man meist schon ahnen kann wann ein Fill kommt, und alle Fills enden auf der 1. Um die Performance noch zu steigern würde ich genau da ansetzen: also mal Fills auf andere Zählzeiten enden lassen, z.B. über die 1 hinauslaufen lassen, oder nach einem 4-Takte-Turnaround auch mal eines weglassen.
Ich verstehe was du meinst. Mal ein Fill über die 1 hinauslaufen lassen werde ich mit einbetten. Ich war da früher sogar teilweise "chaotischer" unterwegs und hatte Bandkollegen manchmal aus dem Konzept gebracht ![]()
Allerdings endet mitnichten jedes Fill auf die 1. Grundsätzlich betone ich mit mindestens der Hälfte der Fills (Einstieg und Ending inbegriffen) die dritte bzw. letzte Note der 4. Triole eines Taktes (von Normaltime mit der Snare auf 2+4 ausgegangen). Diese Betonungen auf der letzten Note des Achteltriolen Rasters sind der Clou für mich an dem ganzen Ding.
Ich hab mal einen Screenshot von den Wellenformen meiner Bassdrum- und Snarespuren in der DAW von einer Stelle mit den Snare-Betonungen gemacht. Das Grid ist hierbei auf Achteltriolen eingestellt (3 Noten pro Viertel):
Hab das übrigens auf 140 BPM eingespielt.
Sehr amtlich getrommelt, und ob nun Wampe oder nicht, sollte in einer toleranten Gesellschaft keine Rolle spielen
Was du am Timing schlecht findest, erschließt sich mir nur, wenn man die Perfektion heutiger grid-orientierter Produktionen zugrunde legt (also gääähnend langweiliges Zeug). Ob das für nen Drummer erstrebenswert oder überhaupt machbar ist, lasse ich jetzt mal dahin gestellt.
Danke. Im Prinzip hast du da den Nagel auf den Kopf getroffen - siehe Screenshot.
Aber ... man mag mir Größenwahn unterstellen, denn zum einen höre ich die Microtiming-Sachen selbst raus und kriege es tatsächlich noch besser hin (z.B. ist mir das Einstiegsfill bei anderen Takes von der Session sauberer gelungen).
Zum anderen möchte ich mit dieser Korintenkackerei genau gegen solche Grid-orientierten Produktionen anstinken: ich will im Studio Performances abliefern können, die keine Quantisierung brauchen. Klar wird mein Timing nie so genau wie das eines Computers sein ... eben genau weil ich bei allem Perfektionswahnsinn halt trotzdem noch ein Mensch bleibe. ![]()
Und übrigens auch Aufnahmen machen, die kein Sample-Enhancement brauchen.