Beiträge von m_tree

    Grenzflächen-Mikrofone haben üblicherweise eine Halbnieren-Charakteristik. Ist ja auch logisch - denn die "Grenze" beschränkt den Aufnahmebereich auf 180°.


    Ein Grenzflächenmikrofon, das z.B. in der Bassdrum oder davor liegt, ist also 'ne komplett andere Sache als ein dynamisches (Super- oder Hyper-)Nierenmikrofon, das z.B. im Resoloch aufs Schlagfell gerichtet ist.


    Der Frequenzgang des BA 19A sieht zwar recht linear aus, Grenzflächen haben aber auch den Nahbesprechungseffekt und klingen ganz anders als dynamische Bassdrum-Mikrofone. Der Attack ist bei denen einfach viel trockener und direkter. Nicht alle akustischen Eigenschaften von Mikrofonen lassen sich in Frequenz- und Polardiagrammen darstellen.


    Behringer BA 19-A:


    behringer-BA-19A-Condenser-Boundary-Microphone-for-Instrument-Applications-figure-1-550x358.jpg

    Aber es nervt mich, wenn die zu schräg zueinander stehen. Gibt's da (auch) nen einfachen Trick?

    Dazu noch mal die ganz klare Info:


    Die vertikal angebrachte Schraube ist zum Schrägstellen der Beckenauflage des unteren Beckens gedacht. Nicht um eine Schrägstellung auszugleichen!

    Eben genau weil leicht schräg zueinander stehende HH-Becken oft erwünscht sind. Weil so das Chick-Geräusch lauter ist und die Becken so auch meistens besser miteinander "arbeiten" bzw. klingen.

    Ich kann zwar verstehen, dass die Camco hier "in Schutz genommen" wird. Kann aber andererseits auch verstehen, dass eine neue doppelte Fußmaschine verlockend ist.

    Mit vielen einschlägigen Maschinen kann man nichts falsch machen. Das ist am Ende dann eher Geschmackssache. Solltest du also noch einen der mittlerweile seltenen Schlagzeugläden in deiner Nähe haben, fahr da ruhig mal hin, lass dich beraten und probier ein paar Maschinen aus.


    Mein Tipp: Probier auf jeden Fall mal eine Iron Cobra aus. Da gibts zwei verschiedene Varianten - Rolling und Power Glide. Der Unterschied liegt da in der Form des Kettenblatts (rund oder abgeknickt). Und nicht verwechseln mit der "Speed Cobra" mit der langen Trittplatte.

    Die Iron Cobra ist übrigens im Prinzip der Nachfolger der Camco, vom selben Hersteller (Tama).


    Was die Hi-Hat Becken angeht:

    Meistens ist es sogar ganz gut, wenn die nicht exakt plan aufeinander aufliegen. So hat man ein lauteres "Chick"-Geräusch (Treten des Pedals) und die Becken "arbeiten" klanglich so auch meistens etwas besser zusammen.

    Es kommt da einfach nur sehr auf das Maß an. Kannst du das an deiner HH-Maschine nicht mehr gezielt beeinflussen und kommt dann vielleicht auch noch ein Versatz der Becken hinzu (verbogene HH-Stange), ist das natürlich doof. Hier könnte eine neue HH-Maschine auch Abhilfe schaffen.


    Kommt natürlich auch auf dein Budget an. Meiner Meinung nach sollte es auf jeden Fall Spaß machen. Also egal ob du die alte Camco in Schuss bringst oder dir 'ne neue (Doppelte) besorgst - tu einfach das womit du dich gut fühlst.

    Momentan habe ich ein Stück Noppenschaum unten in die BD mit doppelseitigem Klebeband geklebt, das keins der Felle berührt. Um den berüchtigten Basketballeffekt zu zähmen. Dort liegt die Grenzfläche drauf. Und obwohl meine BD bombenfest steht, ist die Grenzfläche langsam immer etwas nach hinten gerutscht (wahrscheinlich in längeren Zeitintervallen, die auf einem Gig nicht problematisch wären). Also habe ich doppelseitiges Klebeband unten auf die Grenzfläche gemacht und schon hält's.


    Dass Bassdrums meistens (zumindest primär) innen, oder zumindest im Resoloch aufs Innere ausgerichtet, mikrofoniert werden hat schon gute Gründe. So hat man den direkten Anschlag / Attack vom Beater und wenig Übersprechen.

    Ich hatte mal ein D6 an's Schlagfell gestellt. Da war durch den Badewannigen Frequenzgang sehr viel Snare-Teppich drauf. Gefühlt mehr Snare-Teppich als verwertbares Bassdrum-Signal. Man erinnere sich an das Quietschen der Fußmaschinen-Feder auf einer Led Zep / Bonham Aufnahme, wo die Bassdrum am Reso und Schlagfell mit jeweils einem Sennheiser MD421 mikrofoniert wurde.


    Wenn dann würde ich es auch eher mit der Grenzfläche vorm Reso probieren, falls innen mikrofonieren nicht geht. Ob das funktioniert hängt dann halt wiederum vom Einsatzzweck ab. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass man vorm Reso halt kaum Attack hat und dass eine Grenzfläche auf dem Boden eben auch noch sehr viel Drumherum aufnimmt.


    Bei mir geht das Kabel der Grenzfläche auch durchs Resoloch. Habe es aber über die Halterung des D6 (im Resoloch positioniert) gelegt, damit es keinen Kontakt zum Fell hat. Letzteres wäre aber auch nicht so dramatisch.

    Es ist einfach unheimlich unterhaltsam, dich auf deine zerbrechliche Männlichkeit und deine mangelnde Selbstironie hinzuweisen, lass mir doch den Spaß...

    Deine Beiträge tragen ja oft was bei, aber immer wieder sind sie dermaßen herabwürdigend und arrogant, dass es scheppert.

    Genau diesen Eindruck hab ich von dir. ;)


    Zumal ich schon lang aufgehört habe, andere Leute abzuwerten und ein Mobber war ich noch nie. Aber interessant, dass du durch meine Beiträge hier glaubst, mich zu kennen. Nachdem du hier wie lang angemeldet bist? 3 Monate? Kommst her und glaubst, hier gleich alles und jeden durchschauen zu können.

    Ich wollte an dieser Stelle nur mal erwähnen, dass die anderen eh keine Ahnung haben und wir Diskussionen zukünftig so gestalten, dass ihr einfach mir zuhört. Dann kann man das ganze schön abkürzen. Ihr seid alle Faul und dumm. Punkt. Der italienische Trommelbauer Lorenzo di Felatio hat übrigens in seiner Versuchsreihe "Abbraccia il legno!" festgestellt, dass der Kessel ebenfalls 70% ausmacht und der Sound so insgesamt aus 140% Komponenten besteht.
    Hätte man ruhig mal recherchieren können...
    Übrigens ist die Länge meines Drumsticks immer wie deiner +1

    Ich finde es langsam echt nervig, dass man im DF nicht mehr frei seine Meinung äußern kann, ohne sarkastische Schellen zu bekommen. Oder wie war das mit "hochnotpeinlich", weil ich komplette Anonymität hier als "nicht hilfreich" bezeichnet habe?


    Einfach nur nervig, unnötig und destruktiv, was du hier veranstaltest. Mal von deinem Offtopic ganz abgesehen.


    Aber immerhin hast du mit dem Zitat des italienischen Trommelbauers untermauert, wie ambivalent das Thema tatsächlich ist.

    Mir ist zum Thema eben noch ein Interview mit Rossi Roßberg eingefallen, wo er tatsächlich eine grob geschätzte (!) Zahl zu einem (!) Teilaspekt geäußert hat. Hier ein Zitat aus dem Interview - die entsprechende Stelle habe ich fett markiert:

    Zitat von Bonedo

    In Zusammenarbeit mit der GEWA wollen wir mehr im Bereich Drumtuning tun und dazu auch eine Workshop-Reihe starten, weil dieses wichtige Thema deutlich unterrepräsentiert ist. Wir wollen Trommlerinnen und Trommlern beibringen, wie sie den Klang erzielen können, den sie sich wünschen. Und das immer wieder und an jedem Drumset. Viele haben an ihren Instrumenten einen Sound erzielt, der irgendwie gut klingt, sind aber nicht besonders variabel oder haben Angst davor, etwas zu verändern. Ich würde mittlerweile sagen, dass circa 70 Prozent des Klangs vom Fell kommen und unterschiedliche Felle demzufolge maßgeblich den Sound verändern. Allein in der Fellauswahl gibt es so viel zu beachten, was wir in den Workshops vermitteln wollen.

    Rossi Roßberg ist der Drumtech von Rammstein. Das ist einer von den Leuten, die wirklich wissen wie's geht.


    Also noch mal - nach seiner Aussage kommen etwa 70% des Klangs vom Fell. Und abgesehen von seinen Stimm-Workshops wird schon in dem einen Absatz deutlich, wie wichtig und komplex das Thema Stimmen ist.


    Hier der Link zum Artikel: https://www.bonedo.de/artikel/…elstimmer-rossi-rossberg/


    Und hier noch ein Link zu einem guten Youtube-Kanal, der sich mit dem Thema beschäftigt: https://www.youtube.com/@SoundsLikeADrum


    Solche vehementen Fragen wie hier nach einfachen Erklärungen für komplexe, z.T. kontroverse und auch kaum allgemeingültige Zusammenhänge kommen meiner Meinung nach einfach nur von der Faulheit, sich selbst mal näher mit dem Thema zu beschäftigen.

    Ich will wissen, welche Effekte so klein sind, dass sie nicht mehr signifikant sind und zum vernachlässigen sind.

    So wie du wäre es natürlich optimal eine Tabelle zu haben, die zeigt wieviel % des Sounds wodurch verändert wird

    In dem Satzanfang "Ich will wissen" steckt das gesamte Problem dieses Threads. Wenn du etwas wissen willst, dann kannst du selbst recherchieren und dich in Büchern zum Thema belesen, wenn du hier keine Antworten kriegst.


    Das Grundproblem ist hier, dass die einen etwas wissen wollen und die anderen immer wieder sagen, dass das Thema halt nicht so einfach ist und sich bisher noch keiner den Aufwand gemacht hat bzw. machen konnte, das so genau zu untersuchen.

    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass einige der großen Hersteller schon sehr intensive Forschungen zu diesen Themen angestellt haben. Das machen die aber im finanziellen Eigeninteresse. Ich sehe bei DW da sogar Parallelen zur Tabakindustrie. DW hat mal ernsthaft Trommeln mit spezifischen Tonhöhen auf den Markt gebracht. Obwohl jeder, der stimmen kann, weiß, dass das Bullshit ist.


    Und ich glaube dir ist auch gar nicht klar, was es für ein Aufwand wäre, wirklich zuverlässige Aussagen prozentual gewichtet in einer Tabelle aufzuführen.

    Da ist die Tatsache, dass Holz ein Naturprodukt ist, auch nur Teilaspekt.

    Mein Kollege meinte, dass die Grenzfläche schon stärker auch die Umgebung aufnimmt. Ist das so bei euch und wenn, stört es euch?

    Ganz übersehen. Ja, das ist so. Grenzflächen nehmen z.B. auch viel mehr Snare auf. Mit der Behringer GF hatte ich in einer kleinen Location mal Probleme, die Bassdrum in ausreichendem Maß auf den Subwoofer zu kriegen oder anders formuliert, es gab Probleme mit Feedback. Häufig sind die Positionen im Raum ja auch akustisch kompromissbehaftet. Ein Shure Beta 52a im Resoloch ist dagegen ein Nobrainer. Natürlich mit dem Nachteil, dass man ein Stativ braucht, das u.U. auch im Weg steht.


    Auf größeren Bühnen sieht das natürlich etwas anders aus und da ist die Kombi Grenzfläche + dynamisches Mikro im Reso-Loch sehr weit verbreitet. Hat natürlich auch den Vorteil, dass der Mischer die beiden Mikros so zusammenmixen kann wie er es braucht oder ganz und gar eins der Mikros weglassen kann.


    Ich hatte übrigens mal vor einiger Zeit die Shure Grenzfläche (geliehen) für Aufnahmen in der Bassdrum benutzt. Da fand ich die aber sehr aufgeblasen und arg künstlich.

    Die Behringer Grenzfläche ist da etwas zurückhaltender, insgesamt runder. Ohne ein weiteres Mikro ist mir die Bassdrum damit aber auch noch zu steril.

    Kommt natürlich auch immer sehr auf den Einsatzzweck an. Für eine Metal-Bassdrum ist eine Grenzfläche die erste Wahl, für eine Jazz-Bassdrum eher nicht.

    Willst du mich verarschen (nicht ernst nehmen, sagt man so in Wien auch zu seinen Liebsten) ? Dieser Frage will der TS und ich ja seit einigen Seiten hier nachgehen. Komisch, von dir kam irgendwie aber auch Gegenwind.

    Keineswegs. Der springende Punkt ist nur, dass der / die TS und auch du hier nach vollendeten und bewiesenen Fakten gefragt habt.

    Und dass ihr bis jetzt noch nicht wahrhaben wollt, dass der Einfluss der genannten Dinge 1. sehr gering ist - 2. sich nur sehr aufwändig und schwierig überhaupt hörbar und messbar machen lässt und 3. dass es viel mehr darauf ankommt, was man aus den Trommeln selbst an Sound rausholt.


    Dass ich hier überhaupt weiter mitgeschrieben habe hat schlicht und einfach den Grund, dass mich das Thema als mittlerweile "auch Drumsound- -und Recording-Nerd" natürlich auch interessiert. Es wird aber keine entsprechende wissenschaftliche Abhandlung geben können. Es gibt eben einfach wichtigere Dinge als wissenschaftliche Forschungen über Schlagzeugsound für die Menschheit und das ist ja auch gut so.


    Und zum Video von STDrums zu den Gratungen hatte ich ja schon was gesagt. Ich kann den Beweis hier auch gern posten, dass die Toms da nicht gleich gestimmt sind.

    Die Behringer Grenzfläche habe ich seit 1,5 Jahren auch. Ursprünglich eher nur aus Interesse, als Ersatz-Mikro und für eventuell anstehende Gigs mit Cajon gekauft, nutze ich die mittlerweile als Hauptmikrofon (mit eingeschalteter Mittenabsenkung) in der Bassdrum. Obwohl ich auch noch ein Shure Beta 52a und ein Audix D6 habe. Z.Z. nutze ich das D6 als Zusatz-Mikro im Reso-Loch.


    Die Grenzfläche liefert einfach einen präziseren und trockeneren Attack als die genannten dynamischen Mikros. Damit kriege ich die Bassdrum einfacher durchsetzungsfähig.


    "Warm und rund" kriegst du das dann aber wirklich nur in Kombination mit einem dynamischen Mikro, evtl. auch eher flat (ohne Mittenabsenkung).


    Live nutze ich für kleinere Gigs eher das Beta 52a, wenn ich mich mal selber drum kümmern muss. Das ist da unkomplizierter in der Handhabung, besonders in kleinen Locations.

    Analog dürfte das auch auf das Kesselholz von Trommeln zu übertragen sein: Ein eher weiches Holz (z.B. Pappel) wird die Fellschwingung eher absorbieren, als dies ein hartes Holz, wie z.B. Bubinga tut. Wenn das Ideal ist, dass wir die Option einer möglichst lang schwingenden Trommel wollen, dann spräche das gegen Weichhölzer, aber wie bei allem geht es natürlich auch immer um den persönlichen Geschmack.... Und wenn man nur ein definiertes "Pok" möchte, mag das ja auch seine Berechtigung haben.

    Ich habe es eher so verstanden und auch so erfahren, dass hartes und schweres Holz als Kesselmaterial vor allem die Lautstärke erhöht.

    Und was das Sustain betrifft, gibts da bei Trommeln sogar den gegenteiligen Zusammenhang: beschwert man den Kessel mit zusätzlicher Masse (z.B. eine Sticktasche am Standtom), verkürzt sich das Sustain.


    Wegen der üblichen Kesselbauweise in verleimten "Schichten" kann ich mir kaum vorstellen, dass sich die klanglichen Eigenschaften von anderen Instrumenten, deren Teile (z.B. ein Gitarrenhals) ja i.d.R. aus einem Stück Holz gefertigt sind, direkt übertragen lassen.


    Insofern glaube ich kaum, dass sich grundsätzlich verschiedene Instrumente wie E-Gitarren und Trommeln in der Hinsicht vergleichen lassen.

    Dass es einen Unterschied macht,

    kann wohl so ziemlich jeder hören, wenn er eine Stahl- und Holzsnare vergleicht.

    Bei den Hölzern untereinander wird es natürlich filigraner, mMn, aber nicht unrelevant, wie es manch einer darstellt.

    Ich habe jahrelang Birke, Buche und jetzt Ahorn gespielt, und bei Birke fällt mir immer wieder auf, dass sie schärfer klingt.

    Bei Snares bin ich auch der Ansicht, dass besonders Metall- vs. Holz-Snares sich sehr deutlich im Klang unterscheiden. Und meine Messing-Snare klingt auch anders als meine Stahl-Snare. Das hatte ich hier eingangs auch in etwa so gesagt.

    Und ich kann mich erinnern, dass ich den Klang von Birke und Ahorn auch unterschiedlich wahrgenommen hatte, als ich vor langer Zeit von einem Birke-Set auf ein Ahorn-Set umgestiegen bin. Das Ahorn-Set wirkte subtil fetter. Ich bin mittlerweile aber der Ansicht, dass dieser Eindruck auch einfach durch andere Unterschiede entstanden sein kann. Weil auf dem Birken-Set z.B. Gussreifen waren, während auf dem Ahorn-Set normale geflanschte Reifen sind.


    Bei den Holz-Sorten bin ich der Meinung, dass die Unterschiede verschwindend gering sind und die vielen anderen Paramter wie die Gratungen, Kesseldicke bzw. Gewicht, Hardware, Spannreifen, Aufhängung viel mehr ausmachen. Ich glaube auch, einen subtilen Unterschied zwischen zwei Ahorn-Toms verschiedener Hersteller zu hören, obwohl auf beiden z.B. geflanschte Reifen sind.


    Mich würde vor allem eine Gewichtung der vielen Einflussfaktoren einschließlich Felle und Stimmung interessieren. Zu welchen Prozentpunkten ist welcher Parameter am Sound beteiligt? Wenn man das überhaupt so einteilen kann.


    Aber ich sehe nicht, dass das jemand wissenschaftlich testen wird. Die Hersteller machen das in ihrem eigenen Interesse. Mit der Forschung soll letztendlich im Wettbewerb Geld verdient werden. Für wirklich aussagekräftige und unsereiner hilfreiche "Forschung" müsste schon ein unabhängiges Institut beauftragt werden.

    ich erinner nicht über deine Challenges irgend ein Wort verloren zu haben….

    Wenn du willst such ich's raus. Keine Ahnung warum ich mir sowas merke.


    Das trägt leider nicht inhaltlich zum Thema bei sondern ist unnötig aggressiv und unsachlich.

    Also ich finde solche Äußerungen hier eher unpassend. Das wirkt auf mich unterschwellig "unnötig aggressiv und unsachlich". Du behauptest ja damit, dass die "Gegenseite" hier keine Ahnung hätte und dass Messungen auch mit 70er Jahre Technik ganz einfach wären. Und dass das in diesem Thread hier aber sowieso nichts mehr bringen würde. Womit du zwar sicher recht hast, aber das kommt mir von anderer Stelle schon bekannt vor. Da hattest du das sehr ähnlich formuliert.


    Zitat von Beam

    Und da wir Menschen eher unterhalb von 20 kHz unterwegs sind reicht eine Auflösung von 40 kHz (Abtasttheorem: 2f…) locker aus.

    Das ist messtechnisch sowas von 70er, gebrauchte Scopes mit 15 GHz Bandbreite würden kichern wenn sie dürften.

    Zitat von Beam

    Das hier teilweise stattfindende Wissenschaftsbasching sei den Beteiligten dank ihres offensichtlichen unterschiedlichen Erfahrungshorizontes verziehen.


    Egal ... ist ja eh bald dicht hier.

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    hast du dir das nicht angesehen?
    schaut schon mal sehr vernünftig aus

    Kannte ich schon. Und ich fand den Vergleich damals auch gelungen, aber mir kommt das jetzt etwas spanisch vor. Denn die Toms klingen für mich ganz klar unterschiedlich gestimmt. Und weil ja hier manche so gern von Messen reden, habe ich genau das zu diesem Zwecke gemacht: die Audiospur als WAVE mit Hilfe eines Downloaders runtergeladen, in die DAW eingefügt und das Spektrum analysiert. Und siehe da - die Grundtöne liegen z.T. 10 Hz auseinander. Dazu höre ich auch unterschiedliche Stimmungsverhältnisse der Felle raus, die niemals nur durch die Gratungen entstehen können.

    Und ein weiterer Faktor kommt da besonders bei Remo-Fellen auch noch ins Spiel: die Felle müssen zentriert, also erstmal an die Gratung "angepasst" werden. Und dafür muss das Fell eben bearbeitet werden. Wenn man da schon nicht exakt gleich vorgeht ...


    Ich stell gar nicht in Frage, dass der Schlagzeuger sich gewissenhaft um die Stimmungen gekümmert hat. Aber er scheint das nur nach Gehör gemacht zu haben. Zumindest gibts im Video keinen Hinweis, welches Hilfsmittel er zur genauen Reproduktion der Stimmungen benutzt hat.


    Weiter macht mich skeptisch, dass da neben der Vintage-Gratung, die auch zweifach abgeschrägt sein kann, eigentlich nur eine Bauform von Gratungen getestet wurde.


    Hier sind viel mehr aufgelistet: http://www.moderndrummer.com/2…/need-know-bearing-edges/


    Und hier sind beide Formen aus dem Video gar nicht aufgelistet: https://www.thomannmusic.com/o…_shells_bearing_edge.html


    In den Grafiken bei etwa 2:40 wird es auch so dargestellt, dass die unterschiedlichen Gegenschnitte eigentlich gar nichts an der Fellauflächefläche ändern - nur eben in einem anderen Winkel auf der Inennseite abfallen.


    So gehe ich davon aus, dass die Unterschiede hier auch noch durch andere Faktoren und nicht nur durch die Gratungen entstehen.

    Aber immerhin haben sehr spitze vs. sehr flache Gratungen wirklich noch hör- und messbare Unterschiede zur Folge. Was man von unterschiedlichen Hölzern ähnlicher Dichte eben nicht mit Gewissheit sagen kann.

    Diese Faktoren sind so gering, dass man sie weglassen kann.

    Woher willst du das wissen?

    Aus dem Grund habe ich gefragt, ob es sowas im Netz zu finden gibt, oder andere Hinweise.
    Ja ich bin auch fündig geworden! Aber es ging mir die letzten Seiten ums Prinzip.

    Was hast du denn gefunden?


    Es kam hier auch schon mehrfach der Hinweis, dass Holz ein Naturprodukt ist.

    Das ganze wäre also nur aussagekräftig, wenn man mehrere Kessel unter den selben Bedingungen vergleicht. Also z.B. mindestens jeweils 5 exakt baugleiche Birken- und Ahornkessel.

    Also ich will hier jemanden sehen, der überhaupt erstmal ausreichend neutrale Testbedingungen schaffen kann, egal ob für blinde Hörvergleiche oder für Messungen.


    Es ist schon drollig, wie anhand von teils berechtigten Einzelbeispielen versucht wird die These zu widerlegen, den Klang einer Trommel messtechnisch sauber erfassen zu können.

    Natürlich nicht mit den eigenen Ohren sondern mit Messgeräten.

    Wir wollen ja nicht den Einfluss des Sauerstoffgehalts der Höhenluft in Thüringen messen sondern die relevanten Parameter einer Trommel überall, damit die Hersteller brav in alle Länder dieser Welt auch verkaufen können.

    Einfluss des Sauerstoffgehalts der Höhenluft in Thüringen? Und du bist der Meinung, ich würde die Challenges hier veranstalten, damit sich die Leute die Köppe einschlagen können.


    Auf deine Messergebnisse bin ich echt gespannt ...

    Ich finde auch "drollig", wie hier auf den Putz gehauen wird. Insbesondere wie mehrere Leute behaupten, das sei messtechnisch ganz einfach zu bewerkstelligen. Dabei haben alle (bisher zähle ich drei) wahrscheinlich nicht mal die technischen Möglichkeiten und das Know How, um das auch nur im Ansatz zu bewerkstelligen. Olli hatte weiter vorn schon erklärt, warum das so schwierig ist:


    Es geht, ob man unterschiede findet, die in einem experiment wiederholt gezeigt werden können.

    Du hast die Wissenschaftlichkeit solcher Untersuchungen erwähnt. Um diese auch nur im Ansatz herzustellen, müsste man den Trommelschlag einem Roboter überlassen, damit er wiederholbar identisch ausgeführt wird. Dann muss jede Schraube der Hardware exakt gleich angezogen sein, die Kessel müssen vorher wochenlang in einer Klimakammer konditioniert werden, das ganze Experiment muss in einem definierten und gleichbleibenden Klima stattfinden, die Felle müssen vorher mit einem geeigneten Test erfahren auf absolute Gleichheit getestet werden usw. usw. Ich wäre ja nerdig genug, an so etwas Spaß zu haben, aber wer kann sowas bezahlen? Wer hat die technischen Möglichkeiten dazu? Und die zentrale Frage: wem nutzt der (eventuelle) Erkenntnisgewinn?

    Beispiel: Ich schlage nacheinander zwei Becken an.

    Es geht jetzt nicht darum, ob das eine als hell & brilliant und das andere als glasig &schrill beschrieben wird, oder wie es sich anfühlt


    Sondern ob man Unterschiede zum Beispiel im Frequenz Bereich messen kann.

    Bei Becken sind Messungen auch noch relativ einfach realisierbar. Und auch der Klang von verschiedenen Mikrofonen-Typen und Mikrofonpositionen ist schnell und einfach logisch nachvollziehbar.


    Mir fällt dabei ein "fiependes" Montagsmodell einer Sabian Hi-Hat ein, die ich mal gebraucht gekauft hatte. Da hatte ich auch eine Aufnahme mit anschließender Spektrum-Analyse gemacht, um genau zu wissen, ob ich meinen Ohren trauen kann. Und ja, ich konnte meinen Ohren trauen. Das Fiepen war sichtbar.


    Aber wie Jan in #125 schon erläuterte kommen bei Trommeln noch wesentlich mehr Faktoren ins Spiel. Und es gibt da auch Abstufungen. Bestimmte Dinge lassen sich einfach sichtbar machen und messen, wie z.B. Stimmungen und Fell-Auswahl. Aber hier geht's um Nuancen, die sich mit Nuancen vieler weiterer - oft sehr zufälliger -Variablen mischen und entsprechend untergehen.


    Mir scheint, dass solche Diskussionen hier auch entstehen und geführt werden, weil weniger erfahrene Leute wie du noch nicht das Wesen der ganzen Sache verstanden haben. Es geht dabei nämlich auch maßgeblich um Gehörtraining und eigene Erfahrungen. Es wären niemals so gut klingende Alben produziert worden, wenn die Leute das wissenschaftlich angegangen wären. Nein - die haben am Ende des Tages alle nur ihren Ohren vertraut. Auch wenn sie die Technik genau verstanden haben!