Übrigens ...
Sie hatte mich per PN kontaktiert, weil wir beide in der Nähe in Thüringen wohnen. Habe ihr dann angeboten, mal nach ihrem Set bzw. der Stimmung zu schauen, weil ich sowieso 1x pro Woche in ihrer Stadt bin.
Übrigens ...
Sie hatte mich per PN kontaktiert, weil wir beide in der Nähe in Thüringen wohnen. Habe ihr dann angeboten, mal nach ihrem Set bzw. der Stimmung zu schauen, weil ich sowieso 1x pro Woche in ihrer Stadt bin.
Kommen solche feinen Unterschiede etwa bei einem Auftritt beim Zuhörer im Saal überhaupt an?
Oder auf Aufnahmen mit Homerecording-Technik im klanglich nicht optimalen Proberaum?
Wichtig ist zum einen, dass es dir selber gefällt. Zum anderen natürlich auch, dass der Sound zur Musik und zum Kontext passt und seinen Zweck erfüllt.
Demnach wählst du dann das Equipment, mit welchem du deinen Ziel-Sound am besten erreichen kannst. Egal ob es um Kesselgrößen, Felle, Becken, Mikrofone, Dämpfung usw. geht ...
Homerecording-Technik ist ein dehnbarer Begriff und klanglich kompromissbehaftete Räume gibt's viele.
Entscheidend ist hauptsächlich, was man damit macht. Zumindest, wenn man nicht mit dem billigsten Mist aufnimmt.
Ich könnte mir vorstellen, dass eine gut abgestimmte Stimmung der Toms zueinander und zur Bassdrum viel mehr Effekt haben würde.
Klar, das ist das A und O. Dennoch sollte dir dein Equipment dabei helfen, deinen Ziel-Sound zu erreichen, und dir nicht dabei im Wege stehen.
Ehrlich, ich höre vielmals wirklich keine nennenswerten Unterschiede heraus, am ehesten noch beim tiefen Floor-Tom.
Einige Felle scheine sozusagen vorgedämpft zu sein, das scheinen mir noch am ehesten die echten wahrnehmbaren Unterschiede zu sein.
Somit verschiebt sich mein Interesse hin zur Stimmung an sich. Damit ist viel mehr herauszuholen. (Oh Wunder!)
Die möglichen Unterschiede kommen in dem Video auch nicht gut rüber. Da wurde einerseits so viel Arbeit investiert und andererseits die Umsetzung unpassend gestaltet.
Mit Fellen ist es so wie mit vielen anderen Dingen: je mehr man sich in die Materie einarbeitet, optimiert und seine Wahrnehmung sensibilisiert, desto eher machen sich kleine Unterschiede bemerkbar.
Wie dem auch sei. Nashville z.B. hat bei einer Einwohnerzahl von knapp 700.000 an die 70 Geschäfte, die Musikinstrumente verkaufen. (Grob gezählt in den Google Ergebnissen)
Das ist einfach eine andere Welt.
Nashville ist da aber auch für USA-Verhältnisse eine ziemliche Ausnahme.
Ansonsten gibts in den USA und auch in GB natürlich immer noch eine ausgeprägtere Musikkultur als hierzulande, das ist schon richtig. Viele Entwicklungen der "modernen Musik" des letzten Jahrhunderts haben dort ja auch ihren Ursprung.
Es gibt aber eben auch die Gegenbeispiele. Amazon ist ein US-Unternehmen und ist weiterhin im Begriff, auch in Europa alle kleinen Läden aufzufressen.
Natürlich nicht alleine, weil der Online-Versand logischerweise sowieso zugenommen hat.
Und was bei uns Thomann und die anderen Musikversandhäuser sind, sind in den USA eben die hier z.T. genannten Shops.
Die verteilen sich aber auch über eine Fläche, die 27 mal so groß wie Deutschland ist. Dort ist es in weiten Teilen wesentlich einsamer als hier. Ob sich da ein Drum-Laden lohnt? So 30 Meilen nördlich von New Orleans z.B.?
Er hat doch dazu geschrieben (hast du nicht zitiert):
Die machen sicher das meiste Geschäft über Versand, denn New Hampshire ist ja doch etwas abseits.
Wie meinst du das, auf das Snarebed achten? Was meinst du genau damit?
Das Snarebed sind zwei Vertiefungen in der Gratung der Snare auf der Resonanzseite für eine bessere Ansprache des Teppichs. Und da sollte man das Reso auch reinstimmen.
Bei der Bassdrum ist jetzt ein Reso-Fell mit Loch aufgezogen. Lieber eines ohne Loch?
Mit Loch passt schon, wobei ohne Loch "jazziger" wäre. Aber mit dem Emad bist du sowieso noch weit von einer typischen Jazz-Bassdrum entfernt und eine 22er ist dafür eigentlich auch zu groß. ![]()
Es gibt aber keine Regeln ... Würde ich nicht übertreiben. Deine Spielweise muss ja auch erstmal jazzig sein. ![]()
Für Jazz würde ich auf jeden Fall coated auf den Toms nehmen, für die Bassdrum auch.
Fiberskyn ist unnötig ... Coated reicht.
Wie wäre deine Empfehlung für eine offene jazzige Stimmung?
Welche Töne für die Toms sollte ich mal anstreben, weil es so deiner Erfahrung nach gut klingen würde?
Die Toms sind:12"x10; 13"x11, Floortom 16"x16.
Snare 14"x6.5
Bassdrum 22"x16
In der App gibts "Typical tuning ranges". Davon ausgehend würde ich für eine jazzige Stimmung eher hoch stimmen.
Das 13er würde ich persönlich gar nicht benutzen.
Zu Bassdrum und Snare habe ich keine Tutorial-Videos. Bei der Snare solltest du auf das Snarebed achten. Das Reso der Bassdrum würde ich auch höher stimmen.
Deine ausgefeilte Stimmtechnik kannte ich noch nicht.
Was genau meint du damit?
Unterbewusst könnte eine Stimmung auf richtige Intervalle womöglich schon einen harmonischeren kraftvolleren Sound des gesamten Kits bedeuten.
Der Stimmexperte nils hier (der auch ein Buch dazu geschrieben hat, Workshops gibt und fürs Stimmen im Studio gebucht wird) nutzt das mit Quinten, weil so psychoakustisch ein tieferer Ton wahrnehmbar ist.
Ich verfolge da für mich aber einen einfacheren Ansatz, zumal ich die Toms tonal gern etwas weiter auseinander habe.
Toms in Intervallen zu stimmen ist eher experimentell und auch nicht notwendig, wie gesagt. Mein Video soll dazu eher einen Überblick geben.
Die Intervalle zwischen den Toms sind aber eine andere Baustelle als das tonale Verhältnis zwischen Schlagfell und Reso. Zu letzterem sage ich im Video auch, dass das nicht exakt sein muss. Das sind nur Richtwerte.
Wichtig ist erstmal zu verstehen, dass der Grundton aus dem Zusammenspiel beider Felle entsteht und immer (zumindest fast) gleich ist, egal welches der Felle man anschlägt.
Wie genau man es dann mit den Intervallen zwischen den Toms nimmt steht auf dem nächsten Blatt.
Schlagzeug ist ja ein reines Geräusch/Schlaginstrument und muss nicht auf Töne gestimmt werden.
Dennoch hat die Höhe der Stimmung einen großen Einfluss auf den Klangcharakter. Wenn's jazzig sein soll z.B. eher hoch, wie gesagt.
meine unbeschichteten klaren Resonanzfelle möchte ich nach dem Hinweis von trommla in Beitrag #3 nicht ersetzen. Denn dann wäre ich bei beidseitig coated je nach Marke schnell bei 130 bis 200 Euro, und das sei ja dann auch schon overkill ("Viele Drummer empfinden diese sogar als etwas leblos."), wie er geschrieben hat.
Leblos soll der Sound am Ende jedenfalls nicht werden.
Verstehe. Unter Umständen ist es trotzdem ratsam die Resos zu wechseln, wenn diese minderwertig, alt und/oder verschlissen sind.
Ich würde es übrigens mal mit Diplomat als Resos auf den Toms probieren. Aber das ist mein persönlicher Geschmack.
Für welche Sounds ist der Ansatz, die klaren unbeschichteten Resos höher zu stimmen, der gängige Ansatz? Für Rocksounds? Oder für jazziges?
Die Resos - unabhängig von der Fellwahl - höher zu stimmen ist generell der verbreitete Ansatz. Man kann damit durchaus auch jazzigere Sounds erreichen. Höher ist ja auch nicht gleich höher - die tonale Differenz der Felle kann man sehr flexibel gestalten. Das erkläre ich auch in meinem Video mit genauen Werten in Tabellen.
Die Schlagfelle höher zu stimmen eignet sich eher für jazzige Sounds, würde ich mal behaupten. Das klingt eher oldschool nach meinem Empfinden. Dadurch verliert der Grundton an "Gewicht" bzw. werden die ersten Harmonischen lauter, der untere Mittenbereich wird dominanter.
Was ist im Zusammenhang mit jazzigerem offenen Sound von Pinstripes als Schlagfellen zu halten, wie es f_luxus geschrieben hat? Ich las immer, diese seien eher für Rocksounds gemacht worden?
Für jazzigen und offenen Sound wäre einlagig coated meine erste Wahl. Pinstripes klingen eher fett und rockig.
Zum Stimmen selber: Da empfand ich es mit Filzschlegel einfacher, die Tonhöhe zu erlauschen, als z.B. mit Besen oder Sticks, weil mit Filzschlegeln weniger Anschlaggeräusche entstehen.
Bisher hatte ich immer reihum gegenüberliegende Schrauben angezogen, bis eine Grundspannung oddr Grundtonhöhe erreicht war.
Alles richtig gemacht. ![]()
Benutz zum ersten Anziehen und Zentrieren am besten zwei Stimmschlüssel gegenüberliegend.
Und wierum muss man es machen, damit es eher offener und jazziger klingt?
Schlagfell höher. Aber die Resos höher zu stimmen ist der gängige und verbreitete Ansatz. Damit kann man auch einen offenen und jazzigen Sound erreichen. Z.B. beidseitig einlagig coated nehmen, insgesamt eher hoch und das Reso nur etwas höher als das Schlagfell stimmen.
Wichtig ist immer, selber zu Probieren, nachdem man Informationen und Anregungen eingeholt hat. ![]()
Soll ich die Resonanzfelle höher oder tiefer stimmen, oder war das von m_tree nur ein Fangfrage?
War keine Fangfrage. Welches der beiden Felle man in welchem Maß höher stimmt hat einen großen Einfluss auf den Klangcharakter. Das erkläre und zeige ich auch im Video.
Watte in den Toms ist natürlich nur eine Möglichkeit und eine Alternative zu anderen Dämpfmethoden.
Mit "Fiberskin" meinte ich eigentlich solche Felle, die aufgeraut sind und ein Naturfell nachahmen.
Du meinst also ganz normale "Coated" Felle?
Filzschlägel habe ich schon längst und benutze sie sowieso zum Stimmen.
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Stimmst du die Resos höher oder tiefer?
Mal wieder "drums only". Hier komplett frei, ohne Metronom, ohne Vorbereitung. So mal als Kontrast zu meinen üblichen Videos, die ich meistens ausgiebig vorbereite.
Ich bastel ja fortwährend weiter an meinem Sound, auch was den Mix betrifft. Das macht mir einfach Spaß.
Bin mittlerweile eigentlich ganz zufrieden. Ein Knackpunkt ist leider noch der Raum. In einem größeren und höheren Raum mit Raummikros wäre das dann noch mal was anderes. Im Mix habe ich hier wegen der fehlenden Raummikros einen Faltungshall benutzt und diesen ein bisschen weiter bearbeitet, damit es nicht ganz trocken ist. Auf Plattenhall habe ich hier verzichtet.
Pinstripes sind gar nicht so "tot" wie oft angenommen. Da sind Evans EC2S deutlich dumpfer.
Emperor Coated klingen vielleicht sogar etwas gedämpfter als Pinstripes, je nach Wahrnehmung.
Und Pinstripes sind auch (leider) nicht mehr gleich Pinstripes! Die günstigen Encores aus Taiwan klingen nämlich auch deutlich dumpfer als die normalen. Ich hatte dieses Jahr einen Direktvergleich.
Eigentlich lassen sich beschichtete Felle einfacher stimmen, weil weniger Attack auf dem Fell vorhanden ist. Aber ich würde zum Stimmen sowieso lieber so einen Filzschlägel nehmen (benutze ich auch in meinem Video):
Ich habe kürzlich ein Tutorial-Video zum Thema gemacht. Vielleicht hilft dir das ja weiter. ![]()
Ich finde, man kann dem großen T auch was Positives abgewinnen:
Die haben in Deutschland und auch in ganz Europa dafür gesorgt, dass online nach wie vor nur ein Bruchteil in dem Bereich bei Amazon bestellt wird. Ich glaube, die sind sogar weltweit der größte Musikhändler. Sind aber immer noch ein Familienunternehmen und beschäftigen hauptsächlich Musiker.
Einen reinen Schlagzeugladen halte ich heutzutage auch für utopisch. Ganz egal wie man das Angebot im Laden gestaltet. Die Gründe dafür wurden hier schon von mehreren Leuten ausführlich beschrieben.
So wenig spielt der da jetzt auch nicht meine ich, aber ich kenne jetzt auch nicht den kompletten Tool Katalog.
Ja, er nutzt sein HiHat-Pedal schon. Aber halt nicht so exzessiv wie andere Drummer. Wenn's z.B. funkig wird und man auch viele subtile Öffnungen ins Spiel bringt und die Hi-Hat mit dem Fuß auch oft tapt, wenn man sie mit den Sticks nicht spielt, wird das schon deutlich mehr. So spiel ich persönlich öfter.
Das mit den Beschwerden hab ich auch gedacht kommt in 15 Jahren. Tja dem war wohl nicht so kann schneller relevant werden als man hofft.
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Ja ... bis jetzt hab ich da Glück gehabt. Das hängt aber auch mit dem Lebenswandel und sicher auch genetischen Faktoren zusammen.
Viel Sitzen, wenig Bewegung, viel Zucker (schlechte Ernährung) und hohes Körpergewicht usw. sind definitiv Risikofaktoren.
Verläuft dann die Welle nicht direkt an der linken Bassdrum vorbei oder drifte ich gerade ins Tal der Ahnungslosen ab und kapiere etwas nicht?
Nicht wenn er das HH-Pedal (innen) rechts neben dem linken BD-Pedal positioniert.
Ich überlege gerade, ob die DW-Maschine mit Welle statt Kabel auch was für mich wäre. Vielleicht geht das sogar mit einer Dofuma, wenn das HH-Pedal außen steht.
Falsch zitiert.
Habe ich nicht geschrieben.
Versteh ich nicht. Du hattest mich doch gefragt wie ich das meine und mir dann die DW 9550 empfohlen. ![]()
Aber egal. Lass hier lieber mal beim Thema bleiben. ![]()
Müsste halt auch mit einer Dofuma einfach zu kombinieren sein.
Aber ich hatte die Idee sowieso erstmal wieder verworfen, wie gesagt.