Also der Raum ist knappe 25m^2 und nahezu quadratisch.
Deckenhöhe wahrscheinlich zwischen. 2.80m und 3m.
Damit könnt ihr doch ganz gut arbeiten. Größere und höhere Räume sind akustisch unproblematischer und umgekehrt kleinere und niedrigere Räume akustisch problematischer. Die quadratische Form ist allerdings etwas ungünstig - besser sind quaderförmige und noch besser sind Räume mit nicht parallelen Wänden.
Es geht dabei um die Raummoden, welche vor allem im Bassbereich auftreten.
Theoretisch ermitteln kannst du die z.B. hier: https://trikustik.at/raummoden-rechner/
Wenn du es ganz genau wissen willst, hilft ein Messmikro und diese Software (Wasserfall-Diagramm): https://www.roomeqwizard.com/
Aber eine Isolierung/Entkopplung des Drumset zum Boden, ist also nicht primär nötig um tiefe Frequenz/ Störfrequenzen auszuschließen?!
Nicht, dass ich wüsste. Man muss grundsätzlich auch Schallisolation / Dämmung / Entkopplung nach außen und Raumakustik im Innern (bzw. deren Optimierung mit Absorbern und Diffusoren) unterscheiden.
Mit Raum-in-Raum kriegt man z.B. eine sehr gute Schallisolation hin, die akustischen Eigenschaften des Raums werden aber dennoch von den Maßen und der Beschaffenheit der Innenwände (Boden und Decke inbegriffen) bestimmt.
Wie gesagt kann man schon vieles über die Aufstellung im Raum regeln. Es hilft auch, ein bisschen zu experimentieren und beim Bass auch die größeren Wellenlängen im Hinterkopf zu behalten. Der Basser wird sich mit ein paar Metern Abstand zu seiner Box wahrscheinlich besser hören als direkt davor - zumindest die tiefen Frequenzanteile.
Und ein bisschen "normale" Akustikbearbeitung mit Breitbandabsorbern und Diffusoren macht sich auch immer gut. Wichtig ist dabei, den Raum nicht einfach nur zu "töten" - vor allem nicht nur in bestimmten Frequenzbereichen wie man es z.B. mit dünnem Schaumstoff erreicht (das "schluckt" nur Höhen). Sondern viel mehr, dass der Raum durch die Maßnahmen dann auch wirklich besser / runder / schöner klingt.
Bässe sind zwar wegen den Raummoden am problematischsten und sind auch generell in einem Bandmix problematisch, wenn zu viele Bässe im Spiel sind. In Proberäumen staut sich in einer typischen Rockband-Besetzung oft im Bereich zwischen 100 und 400 Hz einiges. Vom Schlagzeug und Bass sowieso, aber auch von oft zu bassig eingestellten E-Gitarren Amps und vom nicht kompensierten Nahbesprechungseffekt von Gesangs-Mikros. Oder einfacher gesagt von zu viel Mumpf und Mulm, den man in professionellen Mischungen nie hört.
Die Kehrseite des ganzen ist aber auch, dass Bässe vom menschlichen Gehör wesentlich schlechter wahrgenommen werden als die Mitten. Im Mittenbereich ist unser Gehör am empfinlichsten. Dort liegt auch Sprache und dort wird auch "Musik" gemacht. Daher lohnt es sich, drauf zu achten, dass der Raum im Mittenbereich gut klingt. Und hier helfen die angesprochenen Breitbandabsorber (z.B. eine Matratze an einer Wand) und Diffusoren.