Beiträge von m_tree

    Die Diskussion um genaue Frequenzverhältnisse und Hüllkurvenmodulation, welche exakte Frequenzverhältnisse voraussetzt, halte ich sowieso für ziemlich theoretisch.


    Erstmal ist's ja nicht nur sowieso schon schwierig, Trommeln durch das Zusammenspiel von Schlag- und Resonanzfell auf genaue Grundtöne zu stimmen, wenn die Felle auch noch in Stimmung mit sich selbst sein sollen. Der entstehende Grundton ist auch von der Anschlagstärke abhängig - sachte angespielt ist der Grundton tiefer, mit Schmackes angespielt höher. Dann verstimmen sich Trommeln durch Bespielen runter, sind Temperaturschwankungen ausgesetzt usw.


    "trust your ears" ist wohl immer noch der vernünftigste Ansatz - so hatte es Bonham bzw. sein Tech Jeff Ocheltree auch schon gemacht und so macht's z.B. Rossi Roßberg auch.

    Deinen Ansatz hatte ich auch mal probiert und er hat wirklich gut funktioniert. Mittlerweile sind mir ~3,5 Halbtöne pro zwei Zoll Differenz aber zu wenig (4 oder 5 sind mir lieber).


    Was die Quinten betrifft, hatte ich dann auch wieder festgestellt, dass Schlagzeug eben doch vor allem ein Geräusch-Instrument ist und auch noch viele andere Faktoren eine Rolle spielen. Z.B., dass eine Tom-Reihe insgesamt gut klingt und gut in den Kontext passt. Mich starr an Quinten zu orientieren hat mir ab einem gewissen Punkt zu viel Spielraum und Flexibilität bei der Klanggestaltung eingebüßt.


    Die Hüllkurvenmodulation bzw. der erste Differenzton bei den Quinten ist doch rein psychoakustisch, oder? Wenn nicht, wird dieser Ton rein akustisch und tontechnisch auch kaum ins Gewicht fallen. Wenn z.B. das tiefere der beiden Toms schon relativ tief auf D2 ist, wäre der erste Differenzton auf D1 und damit auf 36-37 Hz. Und das geht schon Richtung Infraschall und kann vom menschlichen Gehör und auch allen gängigen Mikrofonen kaum noch wahrgenommen werden.

    Dazu dann das Frequenzgemisch vom gesamten Schlagzeug bzw. in den meisten Fällen der gesamten Band und die Tatsache, dass die beiden Toms auch genau gleichzeitig (nicht mal als Flams) gespielt werden müssen.


    Das soll keine Kritik an deiner Vorgehensweise sein, aber für mich passen Quinten bei zwei bzw. vier Zoll Differenz nicht so recht ins Konzept.

    Das hat MoM Jovi auch, halt nur mit 3 Toms (Quinte + Quarte) ;)

    Vorausgesetzt, er meint auch wirklich diese Intervalle und nicht nur 5 und 4 Halbtöne. Das war ja meine Vermutung.

    7 Halbtöne bei zwei Zoll Differenz sind schon ziemlich viel.


    Damit bleibt man vom Tuning gerade noch so innerhalb der „Komfortzone“ der jeweiligen Toms.


    Kenne die Tabelle, find ich aber relativ willkürlich festgelegt. Für mein letztes Covervideo hatte ich mich ziemlich genau an Neil Pearts Originalstimmung auf dem "Moving Pictures"-Album orientiert. So kommt es, dass ich z.B. das 10er auf G3 und das 12er auf D3 hatte. Das liegt auch schon außerhalb der "typical tuning range" von der App Drumtune Pro. Allerdings war Neils Stimmung auf dem Album wohl noch deutlich extremer, weil er 12-13-15-18 Toms (ergänzt von 6-8-10-12 Concert Toms) gespielt hatte - zumindest laut dieser Quelle: http://andrewolson.com/Neil_Pe…mkits/moving_pictures.htm

    Ist es vielleicht das Grund-Tuning selbst, dass die Intervalle zwischen den Toms sich beeinflussen? Ich habe 12/14/16 so ungefähr im Quint- (12->14) und Quartaabstand (14->16) gestimmt.

    Darauf will ich noch mal eingehen. Intervalle könnten eigentlich nur problematisch werden, wenn sie die Trommeln aus ihren stimmbaren Bereichen raus in Extreme bringen. Aber auch das sollte kein Problem sein, da ich kürzlich erst wieder festgestellt habe, wie groß die tuning ranges eigentlich sind und was die Felle und Trommeln so hergeben.


    Was den "Quint- und Quartabstand" betrifft gibts allerdings ein Missverständnis, denke ich. Du meinst damit wahrscheinlich eher die Halbtonschritte.

    Eine Quinte umfasst sieben Halbtonschritte (Frequenzverhältnis 2:3), eine Quarte fünf Halbtonschritte. Eine kleine Terz drei und eine große Terz vier Halbtonschritte.


    Nach meiner Erfahrung sind 3-5 Halbtonschritte pro zwei Zoll Differenz der "natürliche Bereich" und funktionieren gut. Z.Z. nehme ich fünf (bei 6 Toms), finde vier Halbtonschritte bei vier Toms aber am besten. So hat man zwischen dem kleinsten und größten genau eine Oktave (12 Halbtonschritte / Frequenzverhältnis 1:2).


    Bei zwei Toms mit vier Zoll Differenz bieten sich z.B. Quinten an, weil Quinten am harmonischsten klingen. Mir war das nach einer gewissen Zeit aber auch zu wenig, glaube ich. Weiß gar nicht mehr auf welchen Grundtönen ich das 12er und 16er letztes Jahr auf der Tour immer hatte.

    Gibt's eigentlich extra nen thread für Proberaumbilder?! Wäre interessant Mal zu sehen wie's bei euch so aussieht.

    In meiner Hörzone hatte ich mal Bilder von meinem zum letzten Jahreswechsel frisch eingerichteten und bezogenen neuen Raum hochgeladen (die Diffusoren sind hinter den Laken und die Matratze zwischen Schreibtisch und Tür ebenfalls hinter den Laken). Klingt für die geringe Größe und Höhe wirklich gut, wie gesagt.


    Wozu sollte man sie wieder herausnehmen wollen?

    Wenn man feststellt, dass für die aktuelle Location zu viele oder zu wenige drin sind.

    Wichtig ist eher, dass generell die "richtige" Menge drin ist. Mach's halt einmal so, dass es auf einer für euch üblichen Bühne gut unter den Tom-Mikros klingt. Ohne die Schlagfelle zusätzlich abzudämpfen. Das dann nur noch bei Bedarf, wenn es doch mal trockener sein soll.


    Die Toms waren bei den z.T. extrem unterschiedlichen Bühnen und Locations mit der Top40-Band letztes Jahr eigentlich das kleinste Problem. Die hatten mit meiner beschriebenen Konfig überall gepasst (Diplomat, Pinstripe, Watte, keine weitere Dämpfung, Resos deutlich höher). Gates waren dann eher nötig, um z.B. Ride und China auf dem Floortom-Mikro zu zähmen.

    Das ist interessant, werde ich beherzigen. Ich hatte bisher immer das (ungedämpfte) Reso verantwortlich gemacht und bis zu 3 Moongels in Dreieck-Anordnung draufgepappt. Aber damit erreiche ich ja eben maximale Trägheit. Damit erhoffte ich mir schnelles Ausklingen bzw. gar nicht erst Aufschwingen. Aber die Erklärung ist plausibel! Danke.

    Ein schweres bzw. stark gedämpftes Reso verkürzt das Sustain schon auch. Aber das geht eben auf Kosten der Lebendigkeit. EIn Resonanzfell soll ja "nur" mitschwingen und das kann es eben grundsätzlich besser, je weniger Masse es hat.


    Diplomat als Tom-Resos waren für mich persönlich echt eine Offenbarung und ich möchte derzeit keine anderen Resos für Toms nutzen.


    Watte in den Toms ist nach meiner Erfahrung auch ein viel mächtigeres Werkzeug als Resos abzukleben. Der Vorteil ist halt, dass das Reso am Anfang immer noch frei mitschwingen kann und die Watte die Resonanz dann erst "später" ausbremst. Ich hatte mir dafür einfach so Wattebällchen aus dem Kosmetikbereich besorgt.

    Momentan hab ich aber auch keinen Bock mehr auf die Watte in den Toms. Klingt eben doch auch etwas dumpfer und weniger lebendig.


    Und ich persönlich sehe auch keinen Grund mehr, statt vorgedämpften Fellen viel Zeug auf die Felle zu kleben. Mittlerweile nutze ich nur noch kleine Skygel-Pads für Snares, da bin ich sehr vorsichtig geworden. Bei einem grundsätzlich brauchbaren Snare-Sound wäre z.B. ein ganzes Moongel-Pad vor allem für Aufnahmen schon viel zu viel für mich.


    Am Ende ist das aber natürlich auch alles Geschmackssache und erlaubt ist natürlich, was gefällt. Also meine Empfehlung lautet: Diplomat als Resos, Pinstripe als Schlagfelle (die klingen übrigens offener als Evans EC2S!) und ggf. Watte in den Toms. Und natürlich die Resos höher als die Schlagfelle zu stimmen.

    Aber wir suchen uns gerade schon alles soweit zusammen, um den Raum "akustisch angenehm" zu gestalten ;) .


    Es geht dabei in erster Linie auch nicht Entkopplung oder Schallschutz nach außen, sondern dass sich die Instrumente im Raum möglichst angenehm anhören.


    Und ja, es ist ja "nur zum Proben", also es soll sich trotzdem gut und gefällig anhören.


    Vielleicht will man in Zukunft ja auch ein paar kleine Aufnahmen machen 😁.

    Dann solltet ihr Breitbandabsorber und auch Diffusoren nutzen. Ein Teppich und eine Couch oder ein Sessel im Raum haben i.d.R. auch positive Auswirkungen auf die Raumakustik.


    Steinwolle ist eigentlich ein Isolier- und Dämmmaterial, das nicht in direkten Kontakt mit der Raumluft kommen sollte. Der Wirkungsgrad für die Schallabsorption ist auch nicht so gut wie bei z.B. Basotect. Weil Basotect so teuer ist, würde ich das auf jeden Fall bei einem Schaumstoffhändler (nicht Thomann o.ä.) bestellen. Je dicker, desto besser.


    Beispiel Basotect: https://www.schaumstofflager.d…50cm-x-10cm-hellgrau.html

    Beispiel Diffusoren: https://www.thomann.de/de/the_…_gr_diffuser_set_8pcs.htm

    (die Diffusoren nutze ich auch, habe noch die weißen und die damals gestrichen)


    Nachdem ich meine Steinwolle als Bassabsorber ja vor einigen Jahren wieder rausgeschmissen hatte, nutze ich in meinem aktuellen ~14m² Raum (~2,4m hoch) eine Kombination aus Breitbandabsorbern (Basotect und eine Matratze) und Diffusoren.

    Basotect lässt sich auch gut befestigen - meine 10 cm Platten habe ich derzeit einfach an Wand bzw. Decke geschraubt. Die Schaumstoffmatratze steht hochkant auf dem Boden (ist nur fixiert) und ist mit schwarzen Laken überzogen.

    Vor den Diffusoren habe ich großflächig auch schwarze Laken aufgehängt, welche auch noch mal einen Einfluss auf die Raumakustik haben. Wände und Decke aus Holz und ein flauschiger Teppich tun der Akustik weiter gut. Die Tür ist in eine Raumecke eingelassen, wodurch der Raum quasi 5-eckig ist und eine nicht parallele Wand entsteht. Und auch die Stahlträger an der Decke tun der Akustik wahrscheinlich gut. Trotz der geringen Raumgröße bin ich mit der Akustik da z.Z. echt zufrieden - und das ganz ohne Bassabsorber und Steinwolle.

    Also der Raum ist knappe 25m^2 und nahezu quadratisch.

    Deckenhöhe wahrscheinlich zwischen. 2.80m und 3m.

    Damit könnt ihr doch ganz gut arbeiten. Größere und höhere Räume sind akustisch unproblematischer und umgekehrt kleinere und niedrigere Räume akustisch problematischer. Die quadratische Form ist allerdings etwas ungünstig - besser sind quaderförmige und noch besser sind Räume mit nicht parallelen Wänden.

    Es geht dabei um die Raummoden, welche vor allem im Bassbereich auftreten.


    Theoretisch ermitteln kannst du die z.B. hier: https://trikustik.at/raummoden-rechner/


    Wenn du es ganz genau wissen willst, hilft ein Messmikro und diese Software (Wasserfall-Diagramm): https://www.roomeqwizard.com/


    Aber eine Isolierung/Entkopplung des Drumset zum Boden, ist also nicht primär nötig um tiefe Frequenz/ Störfrequenzen auszuschließen?!

    Nicht, dass ich wüsste. Man muss grundsätzlich auch Schallisolation / Dämmung / Entkopplung nach außen und Raumakustik im Innern (bzw. deren Optimierung mit Absorbern und Diffusoren) unterscheiden.

    Mit Raum-in-Raum kriegt man z.B. eine sehr gute Schallisolation hin, die akustischen Eigenschaften des Raums werden aber dennoch von den Maßen und der Beschaffenheit der Innenwände (Boden und Decke inbegriffen) bestimmt.


    Wie gesagt kann man schon vieles über die Aufstellung im Raum regeln. Es hilft auch, ein bisschen zu experimentieren und beim Bass auch die größeren Wellenlängen im Hinterkopf zu behalten. Der Basser wird sich mit ein paar Metern Abstand zu seiner Box wahrscheinlich besser hören als direkt davor - zumindest die tiefen Frequenzanteile.


    Und ein bisschen "normale" Akustikbearbeitung mit Breitbandabsorbern und Diffusoren macht sich auch immer gut. Wichtig ist dabei, den Raum nicht einfach nur zu "töten" - vor allem nicht nur in bestimmten Frequenzbereichen wie man es z.B. mit dünnem Schaumstoff erreicht (das "schluckt" nur Höhen). Sondern viel mehr, dass der Raum durch die Maßnahmen dann auch wirklich besser / runder / schöner klingt.


    Bässe sind zwar wegen den Raummoden am problematischsten und sind auch generell in einem Bandmix problematisch, wenn zu viele Bässe im Spiel sind. In Proberäumen staut sich in einer typischen Rockband-Besetzung oft im Bereich zwischen 100 und 400 Hz einiges. Vom Schlagzeug und Bass sowieso, aber auch von oft zu bassig eingestellten E-Gitarren Amps und vom nicht kompensierten Nahbesprechungseffekt von Gesangs-Mikros. Oder einfacher gesagt von zu viel Mumpf und Mulm, den man in professionellen Mischungen nie hört.


    Die Kehrseite des ganzen ist aber auch, dass Bässe vom menschlichen Gehör wesentlich schlechter wahrgenommen werden als die Mitten. Im Mittenbereich ist unser Gehör am empfinlichsten. Dort liegt auch Sprache und dort wird auch "Musik" gemacht. Daher lohnt es sich, drauf zu achten, dass der Raum im Mittenbereich gut klingt. Und hier helfen die angesprochenen Breitbandabsorber (z.B. eine Matratze an einer Wand) und Diffusoren.

    Wie groß und wie hoch ist denn der Raum?


    Wenn der Raum nicht extrem klein ist würde ich erstmal die Aufstellung im Raum optimieren. Vor allem Bass-lastige Sachen wie Schlagzeug und die Bassbox von den Raumecken fern halten. Dazu dann ein paar Breitbandabsorber (min. 10 cm dick) und am besten auch Diffusoren für die allgemeine akustische Optimierung.


    Steinwolle als Bassfallen hatte ich auch mal in einem früheren Raum - etwa 50x60cm, in zwei Ecken 2m hoch und in einer 1m. Bevor ich die dann wieder rausgeschmissen hatte (nehmen wirklich viel Platz weg), hatte ich mittels Messmikro und REW mal einen Vergleich gemacht. Da waren noch kleine Unterschiede sichtbar, aber für meine Aufnahmen fand ich es ohne die Steinwolle dann sogar besser.


    Ein Podest fürs Schlagzeug wäre für die akustische Entkopplung eigentlich nur sinnvoll, wenn der Boden selbst mit resoniert und z.B. der Raum darunter besser isoliert werden soll.

    tendenziell das Reso auf dem tieferen Ton, sodass der Grundton herausgehoben wird.

    Ich hatte mit Toms mal in Ruhe getestet, wie sich der Sound verändert, je nach dem welches der Felle höher bzw. tiefer gestimmt ist. Ich hatte das mit zwei gleichen Fellen und jeweils immer gleichen Grundtönen (einzeln und absolut) probiert. Natürlich auch alles mikrofoniert und mit Aufnahmen dokumentiert.


    Und mein Fazit war, dass mir tiefer gestimmte Resos gar nicht gefallen. Wenn dann stimme ich lieber weniger resonant und insgesamt höher. Also die Resos immer höher als die Schlagfelle.


    Meine Watte in den Toms hatte ich vor einiger Zeit wieder rausgeschmissen. Für live finde ich das nach wie vor praktisch, aber für Recording klingt mir das derzeit auch schon zu dumpf und leblos.


    Zuerst würde ich wirklich erstmal die Fellauswahl und Stimmung optimieren.


    Und Tape am Reso ist ja auch erlaubt.

    Ich hatte weiter oben ja dünne Resos empfohlen. Es mag zunächst paradox erscheinen, aber ein Reso mit geringerer Masse führt bei Toms eher zu einem kürzeren Sustain. Denn es spricht schneller an und klingt auch schneller wieder aus, ist also weniger träge als dicke Resos.

    Gaffa auf die Resos zu machen führt also eigentlich genau zum Gegenteil. Ich hatte das auch ein paar mal probiert und hatte es jedes mal wieder für Schwachsinn gehalten.


    Der Clou ist ja hier, das Sustain zu verkürzen, ohne den Sound zu töten und dumpf zu machen.

    Hier ein paar schnelle Tipps für ein kürzeres Sustain ohne dabei Attack einzubüßen:


    • dünne Resos (z.B. Diplomat) und doppellagige, vorgedämpfte Schlagfelle (z.B. Pinstripe)
    • weniger resonante Stimmung: Reso deutlich höher (z.B. eine Quinte) als das Schlagfell. Hier beachten, dass sich der gesamte Grundton aus dem Zusammenspiel beider Felle ergibt.
    • Watte in die Trommel legen (die liegt während des Spielens innen auf dem Reso)
    • Floortoms zusätzlich beschweren und starrer aufstellen

    Dran denken, dass er weniger kopflasig ist und sich das Spielgefühl u.U. deutlich ändert.

    Dran denken, dass da ein Gewicht mitgeliefert wird, durch das man das Spielgefühl verändern kann. :/

    Außerdem bezweifel ich, dass diese Beater leichter sind als die alte Bauart. Die müsste man zum Vergleich wohl einfach mal wiegen.


    A propos - ganz vergessen: Das Gewicht würde ich weglassen, das Eigengewicht der Beater reicht eigentlich völlig den Normalgebrauch.

    Bei den EVANS Patches ist von Nachteil, dass die sich relativ schnell durchspielen und dann der Schlegel am Fell "kleben" bleibt (im wahrsten Sinn des Wortes) - so meine persönlichen Erfahrungen (schon 2 x passiert). daher nehme ich mittlerweile nur doch Remo Falams. Die halten ewig.

    +1


    Das Klebenbleiben kann ich zwar nicht bestätigen, den schnellen Verschleiß allerdings schon.

    Falam Slams verändern den Sound zwar deutlicher, mittlerweile find ich diese Soundveränderung aber sogar ganz gut.


    Remo Falam Slam Pad 2.5" Single
    Remo Falam Slam 2,5", für Single Bass Drum Pedal, Kevlar Pad zum Aufkleben auf Bass Drum Fell, verbessert den Mitten Sound des Anschlags, schont das Bass Drum…
    www.thomann.de


    Und nimm lieber diesen Beater: https://www.thomann.de/de/tama_cb90.htm

    Den kannst du so einstellen, dass er nicht mit der Kante aufs Fell trifft. ;)

    * : Ein Zelt ist in dieser Hinsicht besonders problematisch: für hohe Frequenzen ist es schallhart, reflektiert also den Schall gut, für tiefe Fequenzen ist es schallweich, lässt sie also durch. Deswegen klingt es im Zelt meist nicht so gut.

    Das erklärt, warum der Schlagzeugsound in Bierzelten letztes Jahr immer problematisch war. Wenn das Schlagzeug dazu dann noch direkt vor einer schallharten elektronischen Leinwand steht und fünf Gesangsmics auf der Bühne sind ...

    Nachdem das Video immer noch im zweistelligen Klickbereich ist - was untypisch für meine Videos (besonders für Covers) ist - habe ich mich dazu entschlossen davon auch noch einen Auszug als Kurzvideo zu veröffentlichen. Ich war im Nachhinein sowieso nicht so richtig mit dem Mix zufrieden und hab vor allem die Toms im neuen Mix noch mal ein Stück lauter gemacht und dafür am EQ zurückgeschraubt. Ist schon gewöhnungsbedürftig, wenn die mit klaren Fellen so knallig gestimmt sind.


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    Man hat halt leider keinen Einfluss auf den YT-Algorithmus und was dabei dann so rauskommt. Dass Kurzvideos (dessen Erstellung nur einen Bruchteil des Aufwands erfordern) bei mir i.d.R. deutlich mehr Klicks als normale Videos kriegen ist eine Sache. Die nächste dann z.B., dass mein "Take Five"-Kurzvideo derzeit munter auf die 30.000 Klicks zugeht, obwohl das gar nicht mein spielerisches Metier ist. Ich hatte damit einfach nur mal einen kurzen Abstecher hin zu Jazz gemacht und spiel das ja nicht mal mit Traditional Grip. Demgegenüber hinken die Videos, die eher meine spielerische Baustelle repräsentieren, hinterher.


    Social Media halt ... aber Youtube ist mir immer noch zigmal lieber als Instagram, Tiktok und der ganze Rotz. Bei Instagram war ich letztes Jahr durch mein Wirken in der Top40-Band mal, aber hab ich dann zügig wieder deinstalliert.

    Jein, man darf nicht vergessen, dass der Raum selbst für die Nahmikrofonierung eine Rolle spielt, weil der reflektierte Schall auf die Felle zurückkoppelt und somit das Klangverhalten beeinflusst.

    OK - krass. In welchem Ausmaß ist das wahrnehmbar und welche Rolle spielt die Größe bzw. das Volumen des Raums?


    Das sehe ich auch so, einerseits wegen des Raums (siehe oben), andererseits haben, abgesehen von unterschiedlichen Verhältnissen von Durchmesser und Tiefe, bei den meisten Sets die Kessel dieselbe Wandstärke, sodass sich das Verhältnis von Masse und Durchmesser ebenfalls von Trommel zu Trommel unterscheidet. Bei gleichdicker Befellung gilt das auch für das Verhältnis von schwingender Masse zum Durchmesser.

    Das mit den unterschiedlichen Größenverhältnissen von Kesselstärke, Fellstärke, Spannreifen und Hardware im Verhältnis zum Durchmesser hatte ich weiter oben ja auch schon erwähnt.


    Ja, die Unterschiede sind teils wirklich krass. Die Frage der genauen Position über der Trommel, mit den Parametern Höhe über dem Fell, Abstand zum Kesselrand und Anstellwinkel, ist eine entscheidende. Dieses Potenzial zu nutzen ist die Kernidee meines zweiten Buchs, dem Drum Recording Guide. Das Verfahren habe ich empirische Mikrofonierung genannt. Ich benutze eine Schablone, um diese Parameter reproduzierbar einstellen zu können.


    Ich hatte gestern mal einen Test mit Spektrum-Analyse der einzelnen Toms bei einem bestimmten Fill gemacht und die einzelnen Mikros mit den Overheads beim Spektrum verglichen.

    Das 12er Tom fiel da tatsächlich insofern aus der Reihe, dass der Grundton auf dem nahen Mikrofon weitaus deutlicher betont war als bei den anderen Toms.


    Also mit der Positionierung und Ausrichtung der einzelnen Mikros muss ich mich wohl wirklich noch mal genauer beschäftigen.

    Bisher bin ich zumindest beim Recording gut damit gefahren, die Kapseln eher über dem Fellrand / Spannreifen zu positionieren und auf die Fellmitte oder nur mit leicht größerem Winkel (minimal steiler) zum Fell auszurichten.


    Für die Snare nutze ich für "YYZ" übrigens ein Audix i5. Das wollte ich sowieso mal probieren. Bin durch einen direkten Vergleich mit einem SM57 aber zu dem Schluss gekommen, dass diese beiden Mikros einfach nur unterschiedlich klingen - also weder das eine besser oder schlechter. Ist dann wohl eher Geschmackssache, welches man nimmt.

    Für den Teppich an beiden Snares nutze ich mittlerweile Sennheiser e604. Finde erstaunlich, dass die mir da sogar besser als SM57 taugen. Und auch praktisch, weil sie klein und leicht sind und dadurch auch gut am Reso-Spannreifen mit der Klemme halten.

    1. bei der ähnlichen Stimmung. Wenn du hier das vorhandene Potenzial hebst, kannst du die Unterschiede nivellieren

    Meinst du ein gleiches tonales Verhältnis von Schlag- und Resonanzfell bei allen Toms? Das hatte ich am Jahresanfang probiert, als ich die Watte aus den Toms rausgeschmissen und sie umgestimmt hatte. Ich wollte damit vor allem den kleineren Toms mehr Definition und Klarheit geben. Ich hatte dann u.a. ein 2:3-Verhältnis (Quinten) für Schlag- und Resofell probiert, für alle vier Toms. Das hatte aber immer noch nicht das gewünschte Ergebnis gebracht und ich erinnerte mich daran, dass es eben auch einfach unterschiedlich große und tiefe Trommeln sind und man nicht dogmatisch "Malen nach Zahlen" machen muss.


    Also hatte ich die kleineren Toms etwas resonanter und die größeren Toms weniger resonant gestimmt. Und damit bin ich dann sehr schnell ungefähr dahin gekommen, wo ich klanglich hin wollte. Das hatte sehr gut gepasst. Ich hatte die Toms zu jeder Zeit auf ziemlich genau die selben Grundtöne gestimmt.


    Eigentlich müssten die klanglichen Eigenschaften unterschiedlich großer Trommeln schon auch leicht unterschiedlich sein, oder? Das fängt ja auch schon mit der Kesseltiefe an. Mein 16er ist 16" tief, die anderen sind im Verhältnis kürzer (10x8, 12x9, 14x12).

    Dann haben kleinere Trommeln andere Größenverhältnisse bei Kesselstärke, Spannreifen (Höhe / Dicke), Fellen (Dicke) und auch der restlichen Hardware im Verhältnis zum Durchmesser als größere.

    Das 14er fällt bei mir sowieso aus der Reihe (ist kein Mapex Pro-M, sondern ein neueres Tama Superstar Maple) und klingt aus dem Grund auch wirklich anders.

    Bei meiner aktuellen Recording-Situation nehme ich solche Unterschiede schon wahr. Ich hatte ja auch deutliche Unterschiede zwischen den normalen Pinstripes und den Encores gehört, obwohl letztere viele Bewertungen mit "klingen genau so gut" hatten ... nach meinem Test hatte ich mich echt gefragt, wie man auf solche Aussagen kommt.


    2. bei den Schwingungseigenschaften der Kreismembran und der GENAUEN Position des Mikros über dem Fell. Da die Obertonreihe eines Fells über die Verteilung von Schwingungsbäuchen und Kontenlinien (für jeden Oberton eine eigene Anordnung) auf dem Fell entsteht, kommt es darauf an, ob das Mikro über einer Knotenlinie oder einem Schwingungsbauch für den jeweiligen Oberton platziert ist. Dazu kommt noch der Nahbesprechungseffekt, der sich im Spektrum ebenfalls unterschiedlich auswirkt.

    Machen ein paar Grad Neigung und Zentimeter bei der Positionierung da wirklich solche drastischen Unterschiede? Ich bin bei der Ausrichtung der Mikros sowieso schon relativ penibel, aber auch beim Recording erschwert die Praxis dann manchmal eine möglichst gleiche Ausrichtung. Die Mikros an den Hängetoms habe ich auf K&M-Klemmen und das funktioniert auch sehr gut - allerdings kriege ich die Kapseln damit nicht so weit an den Fellrand (bzw. über den Spannreifen) wie ich sie an den Floortoms habe. Und auch wenn - die Neigung zum Fell ist ja trotzdem unterschiedlich, wenn die Mikros bei unterschiedlichen Durchmessern immer auf die Mitte zeigen.


    Wie gesagt kommt es mir auch unabhängig von der Mikrofonierung und auch unabhängig von der Stimmung (habe ja über die Zeit auch schon ein paar Sachen probiert) so vor, dass die Toms einfach ein bisschen unterschiedlich klingen und jedes seinen eigenen Klangcharakter hat. Was ich an sich auch gar nicht so problematisch finde.

    Interessant find ich übrigens immer wieder, wie unterschiedlich die einzelnen Toms trotz exakt gleicher Befellung und Mikrofonierung (und auch ähnlicher Stimmung) klingen. Das Mikro vom 10er hatte hier unbeabsichtigt zwar nicht genau auf die Fellmitte gezeigt, aber im Vergleich zum 12er klingt das auch vor dem Mikro ganz anders.

    Beim 12er ist der Grundton vergleichsweise sehr stark ausgeprägt, beim 16er sieht das Spektrum da wieder ganz anders aus. Hatte beim 12er da erst mit einem einzelnen EQ entgegen gewirkt, hatte ich dann aber wieder verworfen. Habe nur einen gemeinsamen EQ auf dem Bus der Toms - einzelne Bearbeitung der Toms hier nur mit Lautstärke-Automation (statt Gates). Der Tom-Bus geht im Mix nur an einen parallelen Hall-Track - sonst nichts. Keine Parallelkompression. Habe nur Kick und Snare unterschiedlich mit parallelen Tracks unterstützt.


    Das EQing mach ich im Allgemeinen auch nur noch mit "großen Pinseln" in Richtung Badewanne. Klingt also letztendlich alles relativ natürlich, abgesehen von ordentlich Kompression und Sättigung (in mehreren Stufen) auf dem Drum-Bus.