Ist ja auch noch genug Zeit. ![]()
Beiträge von m_tree
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In Bluesbands habe ich auch noch nicht mit Klick gespielt. Sollte das deine Antwort jetzt suggerieren? Oder willst du dich hier einfach nur mal so richtig auskotzen (wegen was auch immer)?
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Diese Pauschalaussagen zum Klick halte ich auch für völlig sinnlos. Ich habe bisher in etwa 40 Bandkonstellationen verschiedener Art gespielt - da war von Aushilfen in Bigbands, eigener Musik mit Funk, Rock und Metal, über Top40 bis zu Blues und Blues Rock fast alles dabei. Sowohl viel ohne Klick, auch mit Improvisationen, als auch mit Klick - und mit Klick sowohl so, dass nur ich den Klick hatte als auch die ganze Band.
Ich habe viel ohne Klick gespielt und geübt - oft auch alleine und völlig frei. In den letzten Jahren aber auch wieder vermehrt mit Klick. Auch meine ganzen "drums only"-Improvisationen auf Youtube habe ich auf Klick gemacht. Und für Covers und Playalongs braucht man auch einen Klick.
Diese schwarz/weiß-Malerei ist einfach Schwachsinn. Weil man weder nur mit oder nur ohne Klick üben sollte. Und in Bands kommt es einfach auf verschiedene Faktoren an, ob ein Klick sinnvoll ist oder nicht.
Bertram Engel, der ja bekanntlich der "Stampfer" von Lindenberg UND Maffay ist, nutzt live auch einen Klick. Soweit ich weiß.
Kommt halt immer drauf an und ist an gewissen Punkten auch Geschmackssache.
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Die Challenge läuft nun den 4. Tag. Beabsichtigt denn überhaupt jemand, mitzumachen?

Dieses Mal dürfte das Material auch eine breitere Masse ansprechen als letztes Mal - sowohl was den Stil als auch den Schwierigkeitsgrad betrifft.
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Habe gerade noch mal das Buch zur Hand genommen und er äußert sich da nicht einseitig zu MBC, wenn überhaupt kritisch. Mal ein Auszug:
"Der Vorteil des Multiband- Kompressors. höhere Durchschnittspegel als früher zu liefern macht ihn zu einem mächtigen, wie ebenso poten- tiell tödlichen Audioprozessor! Tödlich deshalb weil Multiband-Kompression hilft, das Lautheits- rennen weiter anzuheizen (siehe Kapitel 14). Die Technik ist als Heilung für alle Krankheiten propa- giert worden (was sie nicht ist), und sie kann leicht einen sehr unmusikalischen Sound erzeugen und eine Mischung dermaßen verändern, dass es nicht zu deren Vorteil gerät. Aber sie lässt sich auch dazu einsetzen, einen schlechten Mix zu verbessern (,reparieren"), wenn ein Remix nicht durchführ- bar ist, und einige Mastering- Engineers sind zu - Experten auf diesem Gebiet geworden. Mir wurde einmal ein Rap-Projekt mit sehr leisen Vocals angeliefert, dafür aber mit einer extrem lauten ..."
Ich hatte in meiner Anfangszeit, als ich noch nicht viel Ahnung und Übung hatte, auch viel mit MBC experimentiert. Meine Meinung habe ich mir also schon durch eigene Erfahrungen gebildet.
Ich betrachte MBC auch eher als ein Reparaturwerkzeug, wenn eine Mischung eben z.B. sehr unausgewogen daherkommt. Da ich aber nur selten fremde Mischungen mastere habe ich derartige Probleme nicht und weiß, dass Lösungen im Mix immer besser klingen. Das ist mit Aufnahmen ja genau so: shit in -> shit out.
Dass MBC für höhere Lautheiten missbraucht werden kann ist zwar fakt, aber angesichts des nicht besonders audiophilen Lautheitskriegs auch fragwürdig.
Und ich persönlich brauche MBC dafür auch nicht. Mit (Soft)-Clipping, einer vernünftigen Frequenzverteilung und schrittweisen Verdichtung im Mix kriege ich meine Masters auch ohne MBC auf hohe Pegel.
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Es ist nicht leicht, vor einer Kamera so abzuliefern. Das gilt natürlich insbesondere für eure Sängerin. Das muss man auch erstmal so hinbekommen.
An ein paar Stellen ist mir aufgefallen, dass im Video evtl. nicht die eigentlichen Aufnahmen zu sehen sind - zumindest nicht komplett. Z.B. am Ende bei 3:00 - 3:20 zu sehen / hören. Da passen Ton und Bild nicht ganz zueinander.
Oder irre ich mich?

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Eine Allzweckwaffe ist das vorwiegend live.
Ja, aber eben live. Nicht für die Nachbearbeitung von Aufnahmen.
Ein Multiband-Kompressor "zerhackt" das Signal immer. Besonders bei vier Bändern mit Aufteilung des Mittenbereichs klingt das dann unnatürlich.
Und sorry ... aber wenn man Pumpen nicht mit normaler Kompression in den Griff kriegt, benutzt man entweder den falschen Kompressor für den Job oder man kann halt nicht mischen / mastern.
Ich benutz für Summenkompression nicht mal mehr Side-Chains (HPF), weil mir dadurch Kick und Bass oft zu wenig Definition haben. Ist natürlich auch Geschmackssache.
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Sorry. Aber das ist in der absoluten Formulierung natürlich absoluter Bullshit.
Machst du hauptsächlich Live-Ton? Wenn ja, brauchen wir da eigentlich nicht weiter zu reden. Live und Studio sind einfach unterschiedliche Baustellen.
Und MBC nimmt immer Tiefe und Natürlichkeit raus. Je mehr Bänder und je stärker und unterschiedlicher die Kompression, desto stärker werden diese Effekte auch.
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Klingt sehr gut! Was genau spielst du da für ein Pattern beim Chorus am Ride? Die Doubles bei den Ghost Notes waren mir nicht geläufig, klingen aber richtig.
Thx! Den Chorus hab ich ein bisschen freier interpretiert - z.B. die Crashbecken und eben auch die Ghostnotes. Also die hat er ursprünglich relativ sicher nicht so gespielt. Das sind aber so Punkte, wo ich mir ein Stück künstlerische Freiheit rausnehme.
Cool gespielt! Das ist das erste Video mit Leadsheet/Noten, oder?
Find's aber nicht schlimm. Würde es selber eh so nicht hinbekommen.Danke! Notizen habe ich mir beim Erarbeiten von Covers öfters mal gemacht. Hier sind es auch eigene Notizen und auch keine Noten. Beim finalen Take hatte ich das dann aber schon auswendig drauf (nicht mehr dran gedacht es zu entfernen).
Verstehe nur gerade nicht, warum das Ding immer noch im zweistelligen Klickbereich ist. Shorts gingen bei mir immer innerhalb von kurzer Zeit in den vierstelligen Bereich.
Ich will in absehbarer Zeit wieder mehr Videos machen, auch wieder Covers in voller Länge. Das passt gerade.
Habe mir u.a. "YYZ" von Rush vorgenommen (das kurze Instrumental vom "Moving Pictures"-Album). Nach genauerer Analyse brauche ich dafür 6 Toms, werde mir aber einfach kleine Roto-Toms besorgen und die auch möglichst genau so stimmen wie auf der Studio-Aufnahme (sehr hoch / knallig). Der hatte sowieso kleine Concert-Toms ins Set gemixt.
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Ja - echt Klasse! Der Mix gefällt mir jetzt auch. Schön klar und ausgewogen.

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Ich wollte damit nur ausdrücken, dass du da nicht nur den Fehler bei den anderen suchen solltest. Wobei ich dir schon glaube, dass dir das Problem klarer bewusst ist als den anderen.
Was wirklich helfen kann ist gemeinsam zu einem Metronom zu spielen - wenn auch nur zum Üben im Proberaum (Stones sollte man sowieso eher ohne Metronom spielen). Das wäre zumindest ein Versuch, deine Bandkollegen ein bisschen zu "erziehen", was Timing betrifft. Bleibt aber fraglich, ob alle bereit dazu wären, wie ihr das technisch organisiert und auch, ob dann überhaupt alle was draus lernen.
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Live schneller zu spielen ist tendenziell normal. Das musst du nur ausbremsen, wenn es wirklich zu schnell wird und die Wirkung der Songs dadurch flöten geht. Die Stones hatten auch im Studio z.T. starke Temposchwankungen.
Groove entsteht nicht durch ein Diktat des Schlagzeugers oder des Metronoms. Groove entsteht durch ein gutes Zusammenspiel und gegenseitiges Aufeinanderhören.
Der Schlagzeuger sollte die Band rhythmisch zusammenhalten und das heißt konkret für dich, dass du auf die anderen hören und sie führen musst. Und nicht, dass du hinten mit Scheuklappen dein Ding durchziehst und die anderen sich dir zu 100% unterordnen müssen.
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Zum Thema "wer nicht raushört und selber notiert, bleibt dumm", Gehörbildung etc: ich weiß bei mir tatsächlich noch nicht, wo es hin gehen wird. Schlagzeug spielen ist mein 3. Hobby aktuell und da ist einfach zeitlich nicht viel drin. Ich bin froh, wenn ich da hin komme, dass ich das Tempo vernünftig halten kann und wenn ich "Vorgekautes" spielen kann. Demnächst mal mit einem Freund, der Gitarre spielt, "jammen" (ich spiele nen Basis Groove und mal nen Fill, er macht die Musik) - auch mit mehreren spielen fänd ich mal lustig und da fänd ichs aber auch ok, wenn das, was ich spiele, absolutes Basis-Niveau ist, Hauptsache, ich spiele das möglichst sauber und ein wenig musikalisch. Kann mir aber nicht vorstellen, dass das jemand hören will und weiß auch nicht, ob man dann andere findet, die nur zum "Musik für sich selber machen" Band-mäßig regelmäßig was spielen wollen.
Ich empfehle dir auf jeden Fall auch Moises. Du kannst damit ja nicht nur die Schlagzeugspur isolieren und so vielleicht doch das ein oder andere selbst raushören. Sondern du kriegst auch ein passendes Metronom dazu (auch bei Temposchwankungen vom Lied) und kannst einen individuellen Mix - z.B. mit leiserem Gesang, lauterem Bass und leiserem Schlagzeug - machen, zu dem du gut spielen kannst.
Zu populären Liedern findet man eigentlich fast immer Noten im Netz. Inwieweit die dann fehlerfrei, wie die aufgebaut sind und ob sie was kosten, steht dann natürlich auf dem nächsten Blatt. Ich würde den Thread deswegen hier für konkrete Beispiele nutzen und Empfehlungen bzw. Feedback zu Notenmaterial einholen.
Vereinfachte Charts ohne Noten sind oft sehr individuell und erfordern auch höhere spielerische Levels und die Fähigkeit, Sachen auswendig und frei zu spielen.
Es geht da dann primär nur noch um Abläufe ohne die weiteren Details.
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Den hatte ich auch schon länger auf meiner Liste stehen. Keine Samples im Mix.
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Das Voting ist nun beendet und die Ergebnisse sind da.

Insgesamt haben 24 User abgestimmt, darunter 8 unbeteiligte User.
Danke an alle fürs Mitmachen!

1. Platz - 25-B m_tree (222 Pkt.) >> AUDIO <<
2. Platz - 25-A Mattmatt (191 Pkt.) >> AUDIO <<
3. Platz - 13-A Oliver_Stein (187 Pkt.) >> AUDIO <<
Hier noch die vollständige Tabelle als PDF, ebenfalls nach Gesamtpunktzahl sortiert: C1_2025_Ergebnisse.pdf
Falls jemand Interesse am Tabellendokument hat -> bitte per PN melden.
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VOTING
Abstimmen dürfen alle User des Forums einschließlich der Teilnehmer! Das ganze ist komplett freiwillig und ohne Einschränkungen.
Das Voting läuft bis zum 09.03.2025 23:59 Uhr (UTC+1).
Es kann im Thread gern ausführliche Kritik zu den einzelnen Beiträgen geschrieben werden. Ich bitte allerdings darum, damit bis nach der Voting-Phase zu warten. Es soll sich jeder erst sein eigenes Urteil bilden und nicht im Vorhinein beeinflusst werden.
Hinweis: User, die sich nach dem 28.02.25 angemeldet haben, dürfen nicht abstimmen.
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Playalong und Performance
Gespielt wird zu einem kostenlosen (GEMA-freien) Instrumental namens "Roadstar" (Anfänger-freundlich
), welches wir mit ausdrücklicher Erlaubnis der Seitenbetreiber von musicfox.com für diese Challenge benutzen dürfen.Ich habe den Track einer Spurentrennung mit Moises (Kauf-Abo) unterzogen und das Intro rausgekürzt. Trotz Kürzung ist der Track immer noch etwa 2 Min. 50 Sek. lang. Weitere Kürzungen erschienen mir hier einfach unmusikalisch. Wie auch beim letzten Mal freue ich mich über eine freiwillige Spende für meine Arbeit (dafür PN an mich).
Meinen Gesamtmix habe ich für ein Schlagzeuger-freundliches Monitoring angepasst: Bass etwas lauter, Lead-Gitarre u.a. etwas leiser, Klick relativ laut. Ich stelle auch noch die von Moises ausgegebenen und von mir aufbereiteten Stems in 24 bit Stereo inkl. Klick bereit (ohne Schlagzeug). Zieht man diese Spuren in die DAW und lässt alle Fader auf 0 dB, hat man einen übersteuerungsfreien Masterbus mit den selben Lautstärkeverhältnissen meines Mixes. Für die fertigen Mischungen mit den Drums werde ich die Lautstärkeverhältnisse wieder "normal" einstellen.
Es darf sich nach Gusto ausgetobt werden! Bitte einen einzigen Take ohne Timing-Korrekturen abgeben.
4/4 auf 98 bpm, 1 Takt Leerlauf am Anfang und 3 Takte Einzähler.
>> Roadstar - Stems inkl. Klick <<
Recording
- Von Mehrfachmikrofonierung wie im Studio (auch mit Nachbearbeitung) über Handy-Recorder bis hin zum Smartphone ist alles erlaubt. Bitte auf genug Headroom / Übersteuerungsfreiheit achten. Bei E-Drums die entsprechenden Ausgänge nutzen.
- Die Aufnahme "drums only" OHNE das Playalong abgeben!
- DAW-User sollten ein Raster nutzen (98 bpm bieten sich an) und ihren Track mit dem exakt selben Startpunkt des Playalongs schicken.
- Alle anderen geben bitte einen Hinweis, auf welcher Zählzeit von welchem Takt ihre Performance beginnt. So kann ich das schneller synchronisieren.
- Vorzugsweise in Stereo und verlustfrei als *.WAV, *.AIF oder *.FLAC in 44,1 oder 48 kHz und 24 bit.
- Datei mit Username und Abgabedatum benennen.
Weiterer Ablauf
Bitte schickt mir eure Aufnahme per PN mit Username und Abgabedatum im Dateiname z.B. via dropbox, wetransfer, onedrive, ...
Einsendeschluss ist der 28.02.2025 23:59 Uhr (UTC+1).
Ich bringe die Audiodateien dann alle auf gleiche Lautheit (psychoakustisch wahrgenommene Lautstärke) und mische sie mit dem Playalong (ohne Klick und ohne Vorlauf) zusammen. Nur so kann das vernünftig verglichen werden. Diese (gemasterten) Mischungen stelle ich dann anonymisiert als MP3s fürs Voting bereit. Abstimmen dürfen alle User des Forums einschließlich der Teilnehmer. Das Voting wird eine Woche laufen.
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Der Thread kann gerne für Austausch und offene Fragen genutzt werden. Das Datum der eigenen Abgabe bitte nicht öffentlich erwähnen, weil sich die anonymen Namen daraus ergeben.
Viel Spaß!

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Sollte wohl eher heißen "Welcher Stickkopf für den besten Beckenklang?". Die anderen Parameter der Sticks dürften kaum einen Unterschied machen, höchstens in der resultierenden Anschlagstärke.
Am deutlichsten und grundsätzlich unterscheiden sich wohl Holz und Nylon. Letzteres mag ich z.B. nicht so. Bei der Kopfform habe ich beim Beckensound keine Präferenzen. Das macht sich sowieso nur auf dem Ride und zu einem geringeren Teil auf der oben mit der Stickspitze angespielten Hi-Hat bemerkbar.
Auf klaren (Tom-)Fellen kann ich übrigens auch klangliche Unterschiede bei verschiedenen Kopfformen feststellen.
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Die Challenge geht morgen gegen Mitternacht bzw. am 01.02. 00:00 Uhr los. So hab ich mir das zumindest eingetragen.
Hab ja schon alles vorbereitet und der Thread ist dann schnell erstellt. Ich schau heute aber schon mal, ob ich alles beisammen habe.
Könnte auch heute schon losgehen ... mir egal.
Ich hatte das hier absichtlich mal etwas ruhen lassen, weil ich ja drei Challenges für dieses Jahr in Planung habe und in absehbarer Zeit auch wieder mehr Youtube-Videos machen werde. Daher werde ich in der Hörzone sowieso entsprechend aktiv sein.

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Ich habe in einer Zeit angefangen, als es das alles noch nicht gab (1984), nicht mal ein schlagzeugtaugliches Click gab es, und falls doch, wusste ich nichts davon. Daher habe ich einfach zu Musik MIT Schlagzeug drin gespielt und die Stücke auch so gelernt. Statt Noten, die ich selten und meist nur für komplexere Stellen nutze, schreibe ich mir Charts, um schneller neues Material spielen zu können.
So habe ich das in den 2000ern und sogar bis vor ein paar Jahren auch noch gemacht. Und ich empfehle Schülern zwar "Moises", aber weise manchmal auch noch drauf hin, dass es auch ohne geht.
Die meisten drumless-Playalongs von bekannten Sachen finde ich gruselig. Darauf habe ich selbst immer verzichtet und sowas benutz ich auch nicht gern im Unterricht.
Notationen erstelle ich nur für meinen Unterricht. Für mich selber mach ich mir anderweitig Notizen. Mit dem Ziel, die Songs irgendwann auswendig zu können, wenn ich sie öfter spiele.
Bei den meisten Noten im Netz sind mir auch zu viele Fehler drin
Das ist der Grund dafür, dass ich für meinen Unterricht selbst Drum Sheets zu Liedern erstelle. Würde ich für mich selber aber nie machen.
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Die Geräte gibts schon seit Ewigkeiten analog als 19" Geräte.
Was man einsetzt ist natürlich Geschmackssache.
Seit Ewigkeiten ist aber auch übertrieben. Der Behringer MBC ist von 1994. SPL gibt's auch erst seit den 90ern, soweit ich weiß.
Dass es die erwähnten Effekte auch als analoge Geräte gibt, war mir wohl deswegen auch nicht so wirklich bewusst, weil sie als analoge Geräte eben ziemlich unpopulär sind.
Ansonsten benutze ich diese Effektarten schon auch noch ab und zu. Aber sehr selten. Denn für mich sind das in erster Linie Reparaturwerkzeuge, die schnell Probleme lösen können. Brauchen die Aufnahmen das nicht, klingt es ohne (meiner Meinung nach) besser. Bei Aufnahmen bzw. bei der Nachbearbeitung im Studio kann man vieles außerdem auch mit Automation lösen. Ein klassischer Fall wäre eine Störfrequenz, die nur ein paar mal (vielleicht auch nur 1x) auf einer Spur über die gesamte Songlänge auftaucht. Mit einem automatisierten EQ kann man das viel gezielter und genauer lösen als mit einem dynamischen EQ, der dann immer diesen Frequenzbereich beeinflusst. Live geht sowas natürlich nicht.
Ähnlich mit Transienten-Designern: fehlt Punch, kann man da auch was mit Kompression rausholen. Oder eben gleich Sample-Enhancement machen, das klingt meistens viel besser als Effekt-Orgien. Becken-Spuren (Hi-Hat / Ride) hatte ich immer mal gern mit Transienten-Designern etwas entschärft. Mittlerweile nehme ich dafür aber lieber einen De-Esser.
Bzgl. Multiband-Kompression räumt Bob Katz in seinem Buch "Mastering Audio" u.a. mit dem Mythos auf, man müsse Multiband-Kompression im Mastering einsetzen, damit man es laut und fett kriegt. Das ist nämlich kompletter Blödsinn und machen nur Leute, die keine Ahnung haben.
Einen guten Mix zerstört man mit Multiband-Kompression eher als alles andere. Und mit MBC klingt's immer flach und unnatürlich.
Also Geschmackssache ist das meiner Meinung nach nur bis zu einem gewissen Punkt.
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Diesen Film von Dave Grohl über das gleichnamige berühmte Studio werden ja sicher viele hier kennen:
https://en.wikipedia.org/wiki/Sound_City_(film)
Und mich fasziniert der Vibe von damals auch. Mir gefallen viele Produktionen aus diesen vergangenen Zeiten, welche im Kern (Rhythmusgruppe + z.B. Rhythmusgitarre) live und ohne Klick eingespielt wurden, auch sehr. Auch der Sound des Tonbands, der "ab Werk" schon etwas komprimiert, sättigt, unschöne Transienten schleift und eben das gewisse "Mojo" reinbringt, fasziniert mich.
Wenn ich die Möglichkeit mit einer entsprechenden Band bekommen sollte, mal so aufzunehmen, würde ich das machen. Darf dann aber ruhig im 90s Style sein, wo die ganze Analogtechnik und auch die Nachbearbeitung schon sehr ausgereift waren.
Ich selbst werde aber weiterhin rein digital arbeiten, weil ich froh bin, wenn ich mit Unterricht, Auftritten und eben Produktion entsprechenden Gewinn erwirtschafte.
Live und ohne Klick einspielen ist halt deutlich schwieriger, erlaubt aber eben auch das Quäntchen mehr Groove, Lebendigkeit und Musikalität reinzubringen - wenn man es kann.
Im Film wird an einer Stelle auch erwähnt, dass einige damalige Newbies im Studio erstmal realisieren mussten, dass man da jeden Furz hört und entsprechend noch mal üben, um gut einzuspielen.