Beiträge von m_tree

    Abgesehen davon, dass personalisierte Tickets die einzige Lösung sind, um den (systematischen und Gewinn-orientierten) Weiterverkauf zu verhindern, finde ich das bei einer vernünftigen Organisation gar nicht so schlimm.


    Die Ausweiskontrollen an den Einlässen müssten halt nur auch wirklich durchgeführt werden, um glaubwürdig zu bleiben. Aus meiner Sicht wäre dann noch wichtig, dass jemand auch für andere Personen Tickets kaufen kann, dass es spezielle U16-Tickets (ohne Ausweis mit Begleitperson) gibt, dass eine Umschreibung auf andere einfach und günstig möglich ist und natürlich, dass auch eine Rücknahme möglich ist. Gebühren für Umschreibung und Rücknahme finde ich übrigens nicht so dramatisch - denn das erzeugt ja alles zusätzliche Arbeit bei den Händlern (und im Fall von kurzfristigen Erstattungen auch Unsicherheit).


    Und ich weiß zwar nicht wie die Rechtslage da genau ist. Aber der systematische und Gewinn-orientierte Weiterverkauf müsste in Deutschland schon strafbar sein, denk ich. Und auch wenn nicht, sind das dann Gelder, die irgendwelche Arschlöcher für sich einkassieren - weder der Künstler noch der Veranstalter. Das zu verhindern halte ich insofern für 100% richtig.

    Danke euch beiden für die Erklärung, wie das mit solchen Tickets funzt. Eines steht jetzt fest für mich, solche personalisierten Tickets werde ich persönlich boykottieren.

    Das ist wieder mal eine Lösung wie bei so vielen Dingen: die echten Verbrechen erwischt man dadurch nicht, ehrlichen Leuten nimmt man den Spaß

    Die echten Verbrecher erwischt man damit schon (Weiterverkauf ist dadurch nicht möglich). Und eine andere Lösung gibt's wohl leider nicht.


    Ich denke, das ist einfach nur noch nicht vernünftig organisiert.


    Es war doch schon immer so, dass die "Guten" die Maßnahmen gegen die "Bösen" mit tragen bzw. überhaupt erstmal erfinden und umsetzen müssen.


    Wenn ich da an bestimmte Dinger denke, die ich so mit diversen deutschen Behörden erlebt habe ... da werden sowieso grundsätzlich alle über einen Kamm geschoren. Was ja auch die Grundlage des Rechtsstaates ist.

    Ausweiskontrollen finden nicht statt!

    Ich habe mich da auch weniger auf den Ist-Zustand und mehr auf eine mögliche Lösung bezogen. Wo ein Wille ist, ist (fast) immer ein Weg. Wenn man den Schwarzmarkt also unterbinden möchte, findet man da mit den heutigen technischen Möglichkeiten auch sicher Lösungen.


    Der Einlass würde natürlich aufwändiger und zeitintensiver werden. Also mehr Personal und längere Einlass-Zeiten.


    Mal davon abgesehen, dass die Tickethändler mit personalisierten Tickets halt auch Rücknahmen (mit Gebühren, die sich nach dem Zeitpunkt bis zum Event richten) akzeptieren müssten, wäre es sicher auch machbar, die Tickets nach dem Kauf auf andere Personen umschreiben zu lassen. Oder dass Minderjährige bzw. Jugendliche ohne Ausweis (in Deutschland unter 16 Jahre) sowieso nur in Begleitung der Eltern reinkommen. Dann müsste es also spezielle Tickets für Kinder geben.


    Ist von meiner Seite jetzt alles nur hypothetisch gedacht. Aber das digitale Zeitalter macht sowas ja alles möglich. Genau so wie es "dynamic pricing" ermöglicht.

    Spätestens bei Corona hat man gesehen, wie eine "Zutrittskontrolle" technisch funktionieren kann. Ganz so ausarten müsste es ja nicht. Aber das Rausreden von Veranstaltern und Verkaufsplattformen ist auch zu einfach. Das lustige ist ja auch, dass die Einlasser mittlerweile in jedem Club das Ticket per Handy-App abscannen, aber im Münchner Olympiastadion die Tickets einfach eingerissen oder per Edding-Strich "entwertet" werden.

    Es wäre doch ein leichtes, beim offiziellen Erstkauf einen QR-Code zu vergeben und den bei Wiederverkauf über ein entsprechendes Portal digital zu "entwerten". Im Stadion des SC Freiburg funktioniert das mittlerweile so: Tickets werden beim EInlass am Drehkreuz gescannt, Wiederverkauf ist ausdrücklich nur über das offizielle Wiederverkaufsportal zugelassen - alternative Geschäfte werden rigoros verfolgt und bestraft und das mit Erfolg. Beim Wiederverkauf wird ein neuer digitaler Code vergeben und der ursprüngliche aus dem Verkehr bezogen.

    Ausweiskontrollen halte ich da für das kleinste Problem. Bei der Bahn muss man für die Nutzung eines Abos (z.B. Deutschland-Ticket) auch seinen Ausweis vorzeigen.

    Das sollte alles realisierbar sein. Genau so wie eine vernünftige Organisation für Rücknahmen. Dafür müsste das Ticket ja nicht mal zurückgeschickt, sondern nur digital entwertet werden. Die Rücknahmegebühr würde dann je nach Restdauer bis zum Event halt entsprechend ansteigen.

    Das wäre jedenfalls die einzige Möglichkeit, den Schwarzmarkt effektiv zu unterbinden.


    Einer der größten **** ist dabei der Spotify CEO. Schaut euch mal die Serie "The Playlist" an.

    Ist so wie mit vielem anderen aber auch - der war halt nur der erste, der diese Idee hatte.


    Technischer Fortschritt bringt wie immer nur Möglichkeiten mit sich - wie man diese nutzt steht dann auf dem nächsten Blatt. Mehrspuraufnahmen sind aus der Musikproduktion schon seit den 60ern z.B. nicht mehr weg zu denken und digitale Aufnahmen und Nachbearbeitung haben auch sehr viele Vorteile. Die Live-Beschallung hat sich auch stark weiterentwickelt.


    Aber kompakte lossy Codecs (welche in Anbetracht der aktuellen Internetbandbreiten und Speicherkapazitäten aber auch an Relevanz verlieren) und vor allem das Internet lassen sich eben kaum hinsichtlich des (Schwarz-)marktes regulieren.


    Zumal es natürlich ziemlich geil ist, für 10€ pro Monat überall und jederzeit Zugang zu 100 Mio. Songs in guter Qualität zu haben. Das werden nur Leute bestreiten, die den Wert von Musik noch zu schätzen wissen.

    Hier noch mal der entsprechende und m.E. wichtigste Abschnitt aus dem Video (beginnt bei 11:40):


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    Da werden ein paar wichtige Fakten angesprochen:

    • Skrupellose Schwarzmarkthändler und dubiose Wiederverkaufsplattformen: die haben das "dynamic pricing" überhaupt erst hervorgebracht. "Quasi die Urväter des dynamic pricing" und "der Zweitmarkt hat einen Jahresumsatz von 10 Milliarden $". Tickethändler haben dadurch erkannt, welches ungenutzte Potenzial sie da bisher selbst nicht genutzt hatten und treiben die Preise nun immer weiter in die Höhe.
    • Die Mega-Stars stimmen diesen Praktiken vertraglich zu! Das letzte Wort haben die Bands - zumindest die ganz großen.
    • Die Musiker könnten sagen "wir wollen aber nur einen Ticketpreis von x".
    • Da die Nachfrage trotz steigender Preise weiter hoch bleibt werden die Ticketpreise auch noch weiter steigen, bis der maximale Marktwert erreicht ist.


    Meiner Meinung nach hätte man den Schwarzmarkt mit anderen Maßnahmen eindämmen und sich kein Beispiel an der Abzocke nehmen sollen. Z.B. mit Tickets, die auf die Namen der Besucher ausgestellt werden und mit einer anderen Politik für Erstattungen bzw. Rücknahmen dieser Tickets.


    Aber so geht es halt wirklich nur um's Geld ... Geld Geld Geld und maximalen Gewinn. Um den Verlust durch Streaming-Dienste wieder einzuholen. Die Streaming-Dienste haben sich übrigens auch nur ein Beispiel an dem illegalen Handel mit MP3s genommen! Kompakte Lossy Codecs wie MP3 hatten den Schwarzmarkt bzw. komplett freien Zugang zu Musik übers Internet ja überhaupt erst möglich gemacht. Die Streaming-Dienste haben sich das zum einen zu Nutze gemacht und verhindern zum anderen eine weitere Ausbreitung des illagelen Tauschhandels.


    Noch mal nachdrücklicher formuliert:

    Die Entwicklungen sowohl beim Streaming als auch bei den Konzerttickets beruhen in beiden Fällen auf den Machenschaften von skrupellosen Leuten, die entweder auf den Wert von Musik scheißen oder einen Reibach mit den Sehnsüchten der Fans machen. Da stellen sich aus meiner Sicht schon eher grundsätzliche ethische Fragen als alles andere ...

    bei festivals hat eine band wenig einfluss auf den ticketpreis, denke ich, die bekommen gage vom veranstalter, der macht den preis. der bestimmt die standgebühren usw.

    Ich denke, zumindest die Headliner haben da schon ein Mitspracherecht. Besonders die, von denen die Festival-Betreiber ja selbst profitieren und mit denen sie Besucher anlocken.


    Und bei einer eigenen Tour kann der Künstler auf jeden Fall selbst entscheiden, wie hoch er die Ticketpreise ansetzen will (in gewissem Rahmen). Das wird im (im Startbeitrag verlinkten) Video ja eindeutig ausgesagt. Was also z.B. dynamic pricing betrifft, können die Künstler durchaus ein Veto einlegen und verhindern, dass die begehrten Plätze bei hoher Nachfrage das Doppelte oder Dreifache kosten können.


    So riesige Stadion- und Hallenkonzerte haben schon einen eigenen Charme, finde ich. Es hat schon einen gewissen Reiz, weil die Menschenmasse ihr Übriges zur "Energie" und zum Vibe beiträgt. In Anbetracht der durch die Größe bedingten allgemein schlechten Sichtverhältnisse und des eher schlechten Sounds sollte die Preisgestaltung hier aus meiner Sicht aber genau entgegen gesetzt im Vergleich zu kleineren Konzerten sein! Durch die deutlich höhere Besucherzahl und das für den einzelnen schlechtere Konzerterlebnis sollten die Karten im Vergleich zu kleineren Veranstaltungen eigentlich deutlich weniger kosten.


    Das Problem ist hier eher, dass die großen Acts keine mittleren und kleineren Veranstaltungen mehr spielen.

    Und die Bands bzw. Artists, die da mitmachen, kann ich im Grunde auch verstehen. Wenn ich die Wahl hab an nem Abend bei mehr oder weniger gleichen Bedingungen einen Gig für 100€ zu spielen oder einen für 1000€ dann nehm ich auch zweiteren.

    Ich denke bei den ganz Großen, die ja oft schon Millionäre sind, siegt da schon eher die Gier über die Vernunft. Zumal es unterm Strich vielleicht so um 50% mehr Gewinn oder so geht, nicht um das 10-fache.

    Ich finde schon, dass "dynamic pricing" und Gewinnmaximierung angesichts der allgemeinen Verteuerung und Inflation zeigt, wie das Business heutzutage so tickt.


    Das wirkt ein bisschen so wie "wir haben immer höhere Betriebskosten, Inflation und den Menschen geht's finanziell immer schlechter -> dann sehen wir jetzt erst recht mal zu, dass wir unsere Kunden so richtig ausquetschen und maximalen Gewinn erwirtschaften!". Um Kunst und Kultur geht's da eben gar nicht mehr, sondern nur um's Geldverdienen. So ähnlich wie bei Schlager- und Popsongs, die von Produzenten auch nur zum Geldverdienen geschrieben werden. Ohne echte Emotionen.


    Wenn es so einfach wäre, dass man das durch eigenen Boykott verändern könnte, würde ich mich freuen. Ist es aber leider nicht.

    Sehe ich auch so. Wie schwierig es ist, einheitliche Denkmuster, Meinungen und Handlungen in einer Gesellschaft zu erzeugen, zeigen die politischen Systeme ja schon. Während Demokratien sogar bis zu einem gewissen Grad von unterschiedlichen Meinungen und Herangehensweisen profitieren, kann man einheitliche Weltanschauungen in Diktaturen nur mit Kontrolle, Unterdrückung und Gewalt durchsetzen.


    Die Abrüstung der Bundeswehr z.B. basiert auch auf einem Wunschdenken und einer zu optimistischen Prognose, wie man aktuell gut beobachten kann.


    Genau das ist ja das Dilemma. Das allgegenwärtige Wachstumsbestreben im Kapitalismus basiert auf einem im menschlichen Säugetiergehirn tief verwurzelten Denkmuster. Verzicht ist quasi unnatürlich, obwohl derzeit so dringend notwendig.


    Viel zu billige tierische Produkte werden ja auch fleißig weiter gekauft, nicht nur von armen Menschen. Obwohl hier auch dringend ein Zeichen seitens der Verbraucher angebracht wäre.


    Die freie Marktwirtschaft kann sich halt schlecht selbst regulieren. Da müsste schon die Politik eingreifen.

    Engagiert euch!

    Diese Aufforderung find ich in einem drummerforum bei dem Thema hier ein bisschen sinnlos. Musiker engagieren sich im Regelfall ja sowieso schon, besonders wenn in eigenen Bands Musik gemacht und live gespielt wird.


    Und so einfach ist es eben auch nicht. Es gibt viele Dinge, gegenüber denen man halt einfach machtlos ist. Zumal es immer schon so war, dass die jenigen Macht erlangen, die auch Macht wollen - und die jenigen Geld erlangen, die auch viel Geld wollen. Meistens zumindest.


    Beim Musikstreaming lässt sich ja eine ähnliche, wenn auch prinzipiell komplett gegenläufige Entwicklung beobachten. Für 10€ (+/-) pro Monat hat man schlagartig Zugriff auf 100 Millionen Musiktitel, bei Deezer sogar in Audio-CD Qualität. Die Musik verliert damit nicht nur drastisch an finanziellem, sondern auch "sachlichem" Wert. Kaum einer weiß noch einzelne Musikalben als Gesamtkunstwerke zu schätzen, kaum einer konsumiert noch ein Album so, wie es im Mastering angedacht wurde. Da geht's dann auch nicht nur um die Reihenfolge, sondern auch um die Lautstärkeverhältnisse der Titel untereinander - Stichwort Normalisierung der Lautheit von Streaming-Diensten.


    Die Kids, die's nicht anders kennen, wissen es sowieso nicht besser. Und viele Leute, die sonst nichts mit Musik zu tun haben, nehmen es eben einfach so hin.


    Bei den teuren Konzerten von Weltstars geht's für viele, die sonst keinen Bezug zu Musik haben, sicher auch um's Prestige. Wenn man dann sowieso gut verdient und hohe Lebenshaltungskosten hat, fällt es wohl nicht weiter ins Gewicht, 100€ mehr für den lang ersehnten Konzertbesuch des Idols auszugeben.


    Ich kann mich da selbst an das TOOL-Konzert erinnern. Hatte die Band bis dahin als früherer Fan noch nie live gesehen und da war mir nach der Entscheidung auch egal, ob das Ticket 150 oder 100€ kostet.

    Kann mich noch an meine Festival-Zeit so vor 12-14 Jahren erinnern, als das komplette Festival-Ticket fürs Southside z.B. noch was bei 120€ gekostet hat und man da auch immer mindestens 5 große Bands sehen konnte, die man unbedingt sehen wollte und noch mal mindestens so viele, die man dann kennengelernt hat. Ungefähr so viel hatte ich dann für ein TOOL-Konzert vor zwei Jahren in Berlin bezahlt.


    Die Schweinerei fing m.E. übrigens damit an, dass irgendwelche Arschlöcher ab Verkaufsstart in den ersten Minuten viele Tickets wegkaufen und diese dann für ein Vielfaches (z.B. das 5-fache) bei eBay u.ä. weiter verkaufen. Im Video kommt ja durch, dass sich die Veranstalter und Ticketfirmen daran dann sogar ein Beispiel genommen haben -> "so viel sind die Leute also bereit zu zahlen ... da können wir noch deutlich mehr Profit draus schlagen!".


    Durch meine Ex-Freundin war ich im gleichen Jahr noch auf einem durch Corona nachgeholten Ärzte-Konzert in Berlin. Die Tickets wurden z.T. auf den eigenen Namen ausgestellt bzw. musste man diesen eintragen. Wurde dann zwar nicht kontrolliert, aber angesichts des Schwarzmarktes wohl wirklich sinnvoll.

    Wir konnten da weiter hinten als klein gewachsene Menschen auch nur was über die Leinwände sehen, bei fast 100.000 Leuten auf dem Tempelhofer Feld.


    Und dann sieht man immer noch zig Smartphones, mit denen gefilmt wird ... wenn man schon so viel fürs Ticket bezahlt, will man dann ja vielleicht auch länger was davon haben ... :/ ... völlig bekloppt. Die Leute verlernen dadurch ja umso mehr, mal den Moment und die Nähe zum Künstler zu genießen.


    Da hab ich persönlich im Moment lieber meinen Spaß auf eigenen Top40-Gigs, mit denen ich wenigstens Geld verdienen kann.

    ... die mittlerweile z.T. schon 4-stellige $- und €-Beträge für einzelne Konzerte erreichen.


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    Das Schlagwort heißt "dynamic pricing". Die Entwicklung scheint da ein bisschen parallel zur gesellschaftlichen Entwicklung zu verlaufen. Die Reichen / Großen werden noch reicher und die Kleinen / Armen werden noch ärmer (bzw. können es sich nicht mal mehr leisten, überhaupt noch aufzutreten).

    odd-meter1701

    Du meinst sicher diese hier -> https://stdrums.com/p/tension-rod-lock-nut-7-32


    Die werde ich mal für die DW probieren bzw. auch für die Sonor, falls die M6 nicht halten. Das Prinzip ist mir jedenfalls wesentlich sympathischer als Aufsätze für die Vierkant-Köpfe der Spannschrauben - siehe #7.


    Ich glaube nicht, dass man immer alles verkomplizieren muss ...

    Ich lese das schon gar nicht mehr. Die Ignorier-Funktion hilft. Irgendwann hat man Gewissheit, dass die Beiträge purer Schwachsinn sind und auch bleiben.

    Es ist halt immer wieder das selbe. Mittlerweile lese ich das ja gar nicht mehr und bin gerade nur durch das Zitat und die Stellungnahme darauf aufmerksam geworden.


    Immer wieder völlig sinnlose Offtopic-Diskussionen, in denen es mit reichlich Selbstüberschätzung ums Rechthaben geht. Das Wort "Idiot" empfinde ich nach jahrelangem Spam hier da durchaus angebracht.

    Die Sonor AQ2, die ich gestern oben und unten mit den M6 Muttern bestückt habe, werde ich im Lauf der Woche dann noch mit neuen Fellen und neuem Teppich ausstatten und dann ab kommendem Wochenende mit auf die Tour nehmen. Bin gespannt, wie es hält. Werde dann hier berichten. :)


    Neben Lug Locks und Tuner Fish gibts solche Dinger ja auch von Tama. Hier sehe ich aber überall den Nachteil, dass man die auf der Reso-Seite zusätzlich fixieren muss und dass die auch auf der Schlagseite ohne zusätzliche Fixierung beim Einpacken und Transport abfallen können. Im Eifer des Gefechts kann da schnell mal was verloren gehen und bei >10 Muggen pro Monat mit jeweils sehr hoher Abbaugeschwindigkeit ohne Pause zwischen dem letzten Schlag und der Abfahrt würde es auch irgendwann nerven, immer auf solche Details zu achten. Ich hab jetzt schon sämtliche zusätzliche Polsterung aus den Trommel-Koffern und dem Becken-Case rausgeschmissen, weil's auf Dauer einfach nervt.


    Interessant find ich auch, dass ich mit meiner Tama Starphonic Brass von Anfang an nie derartige Probleme hatte. D.h., die war auch schon im Neuzustand sehr stimmstabil. Diese speziellen Klauen haben wohl einfach einen größeren Drehwiderstand und die beidseitige Teppich-Justierung hält durch die Rasterung auch zuverlässig die Spannung, lässt sich aber trotzdem auch im gespannten Zustand ganz leichtgängig justieren. Ich habe diese Features der Starphonic jetzt auch durch die neuen Snares sehr zu schätzen gelernt. Möchte mich andererseits aber auch nicht von dieser Serie abhängig machen, sondern flexibel sein.

    Dass die Hi-Hat weiblich ist, ist vollkommen logisch. Ausgeschrieben würde es "die Hi-Hat-Becken" heißen. Und nicht "das Paar Hi-Hat-Becken". "Das" wäre also nur richtig, wenn du das Wort "Paar" immer vorn anstellst.


    Außerdem ist es mit der Rechtschreibung ähnlich wie mit anderen Dingen, auf die man sich einigt. Der Sinn dahinter ist eher, dass es ein einheitliches System gibt. Und nicht, dass man Falschinformationen verbreitet, um klugscheißen zu können.


    "Idiot" schreibt man halt auch erst mit D und dann mit T, nicht umgekehrt. Das Schöne im Deutschen ist nämlich, dass man alles so schreibt, wie man es (auf Hochdeutsch) spricht. 😉

    Ich erstelle diesen Thread, um weiteres Off-Topic in diesem Thread zu vermeiden.


    Ich hatte Freitag und Samstag Gigs. Am Freitag hat sich eine Spannschraube auf der Reso-Seite der DW Snare sogar 2x komplett gelöst und ist rausgefallen, von der sonstigen Instabilität mal ganz abgesehen.


    Die M6 Rändelmuttern aus Kunststoff sind in der Zwischenzeit schon gekommen. Und ein erster Test mit der Sonor Snare ist vielversprechend!


    Man merkt zwar, dass die Gewinde-Durchmesser der Schrauben etwa 0,5mm kleiner sind, die Rändelmuttern greifen aber noch und sitzen dann auch fest auf den Gewindehülsen. Das hält so schon mal viel besser. Auch deutlich besser als mit Locktite 243, welches auch nach 2-facher Anwendung (direkt aufs Gewinde vorm Reindrehen) nicht viel besser hält.


    Wenn die Kunststoffteile nicht halten: man kann die Pearl-Rändelmuttern von der Ian Paice Signature Snare auch als Ersatzteil kaufen - der Preis ist mir 38,- für 10 Stück allerdings eine mittlere Frechheit.

    Definitiv. Für die 20 Rändelmuttern hab ich 7,99 inkl. Briefversand bezahlt. Und evtl. halten die aus Kunststoff tatsächlich besser.

    Aber passt eine M6 Mutter überhaupt? Das sind ja Ami-Maße mit Zoll-Bezug

    Der wichtigere Unterschied ist eher die Steigung. Aber auf die zwo(drei) Gewindegänge einer Mutter funzt das meist und verbeißt sich noch nicht.

    tuner fish ist auch eine gute Alternative zur Schraubensicherung. Rändelmuttern lösen sich mal gerne.

    Ich probier's erstmal mit den Rändelmuttern. Hab schon 20 Stk. M6 aus Kunststoff geordert.

    Tuner Fish müsste ich in UK bestellen, sind ziemlich teuer und halten wahrscheinlich nicht auf der Resonanz-Seite ...


    Interessant find ich immer, woher klangliche Unterschiede überhaupt kommen. Möglicherweise klingt die Alu-Starphonic auch einfach nur wegen den anderen Spannreifen "lebloser" als vergleichbare Snares mit geflanschten Stahlreifen. Und wenn's das nicht ist - vielleicht liegt's an unterschiedlichen Gratungen, Kesseldicken o.ä.

    Ich hatte mir jetzt nicht nur aus finanziellen Gründen andere Holz-Snares besorgt, sondern auch weil ich ab Werk geflanschte Stahlreifen wollte. Die klingen halt einfach lebendiger, offener und "weicher" als Gussreifen, vielleicht sogar (subjektiv) leiser.


    Aus eigener Erfahrung aus dem Audio-Bereich kann ich sagen, dass Blindvergleiche oft "böses Erwachen" über die eigene Wahrnehmung bescheren. Mir ist es auch mal passiert, durch feine Änderungen am EQ Unterschiede gehört zu haben, obwohl das entsprechende Plugin noch auf Bypass geschaltet war. So könnte es vielleicht passieren, dass man einen Snare-Sound deswegen nicht mag, weil man den Hersteller oder die Serie nicht mag ... :/


    m_tree

    Du hast versehentlich beide Links zur PDP verknüpft, die Sonor wird unterschlagen ;)

    Hier noch die Sonor: https://www.thomann.de/de/sono…06_aq2_snare_drum_tsb.htm