Beiträge von m_tree

    Ich hatte nur keine Lust eine 600€ Snare neu unmittelbar und (bis auf weiteres) ausschließlich für den Live-Einsatz zu kaufen

    Na das finde ich mehr als verständlich, gerade wenn man von der Musik lebt und sich keinen Luxus leisten kann.

    Was für Snares hast du denn gekauft? Hast du es mal mit solchen Stimmsicherungen (ka wie die heißen) versucht? Loctite klingt in meinen Ohren jetzt eher derb und irreversibel, wie wechselt man dann noch seine Felle?

    Genau. Zumal ich auch neue In-Ears und 'nen neuen Kesselsatz brauche.


    https://www.thomann.de/de/dw_pdp_14_x06_walnut_snare.htm ... https://www.thomann.de/de/sonor_14_x06_aq2_snare_drum_tsb.htm


    Diese Snares hab ich gekauft. Die DW hat (mit frischer Befellung) schon zwei Gigs "gespielt" und ist z.Z. im Tourbus. Die Sonor ist seit zwei Tagen im Proberaum und braucht erstmal ordentliche Felle. Klingt aber schon vielversprechend und noch geeigneter für die Bedürfnisse der Band. Die DW ist mikrofoniert im Proberaum als auch live (gefühlt) nur halb so laut wie die Starphonic Brass, trotz des dicken Kessels. Ich würde bei der Band auch nie auf die Idee kommen mehrere Snares und Beckensätze mitzuschleppen und diese jedes mal nach der jeweiligen Situation auszuwählen. Das ist bei den engen Zeitplänen sowieso schon stressig genug.

    Es hat sich mittlerweile genau für mich rauskristallisiert, welchen Sound diese Band braucht und wo ich entsprechend nachbessern muss. Den Rest kann der Tonmann je nach Location regeln - ich muss mich ja nicht um alles kümmern ...


    Und ich werde beide Snares auch behalten. Hatte vor ein paar Jahren nämlich alle meine 14er Holz-Snares verkauft und nur noch ne 12er und 13er mit Holz-Kessel da.

    Passt mir sowieso gut, dass ich die Starphonic Brass wieder für Aufnahmen nutzen kann und dann wieder 'ne 14er Holz-Snare für Aufnahmen zur Auswahl hab.


    Ach so - ein erster Test mit Locktite 243 (ist ja nur mittelfest) mit einer alten Trommel hat schon Klarheit gebracht. Fellwechsel werden damit schon noch möglich sein.

    Kunststoff-Unterlegschreiben und zusätzlich welche mit Gummi-Unterlage hatte ich bei der DW oben schon direkt nachgerüstet. Die stimmt sich trotzdem noch ziemlich schnell runter.

    Es gibt doch auch Starphonics mit Holzkessel. Und der Starphonic Spannreifen ist meines Wissens nach auch kein Gussreifen, sondern ein "normal" geflanschter mit 1,6mm, nur eben aufgrund der fehlenden Bohrungen für Stimmschrauben ähnlich steif wie ein Gussreifen.

    Ich weiß, dass es auch Starphonics mit Holzkessel gibt. Ich hatte nur keine Lust eine 600€ Snare neu unmittelbar und (bis auf weiteres) ausschließlich für den Live-Einsatz zu kaufen, wollte mal was neues ausprobieren und wusste von vorn herein, dass es "weiche" geflanschte Spannreifen werden sollten.

    Unabhängig davon ob die Spannreifen der Starphonics Gussreifen sind oder nicht habe ich nämlich den Eindruck, dass die eher ähnlich wie Gussreifen klingen und entsprechend steif sind.


    Mag ein bisschen off-topic sein, aber gerade bei der Snare nutze ich extrem ungern Mikrofonklemmen. Einerseits führt das gerade auf Drum Risern dazu dass die Snare "Schlagseite" bekommt und wackelt, andererseits macht es im Zweifel einen Snare-Tausch unnötig aufwändig.

    Ich mochte bei der Snare bis vor kurzem auch keine am Spannreifen montierten Mikros. Nehme es gerade aber als deutliche Erleichterung wahr im direkten Vergleich im Live-Einsatz. Und es stabilisiert an der richtigen Position sogar die Snare auf dem Stativ. Beides konnte ich kürzlich beobachten.


    Kommt natürlich sehr auf die Klemme und die sonstigen Gegebenheiten an.

    Hervorheben möchte ich auch noch mal die Stimmstabilität und auch die Stabilität der Teppich-Spannung bei den Starphonics.

    Für die Stimmstabilität dürften auch die Klauen verantwortlich sein und für die Stabilität der Teppich-Spannung die Rasterung der Justierschrauben.


    Damit ist Tama m.E. ein echt guter Wurf mit wirklich innovativen und nützlichen Features gelungen. Die haben sich da richtig Gedanken gemacht.


    Ich habe mir kürzlich zwei neue 14er Holz-Snares besorgt und bei beiden ist die Stimmstabilität absolut miserabel. Nach einem Gig ist sogar eine Spannschraube der Reso-Seite komplett locker gewesen (und das lag nicht an zu geringer Spannung). Daher experimentiere ich gerade mit Locktite 243 zur Verbesserung der Stimmstabilität.


    Nach meiner Erfahrung wird das sonst erst durch Korrosion und Alterung besser. Fast schon ein wenig paradox - aber je ungepflegter die Stimmschrauben werden, desto besser halten sie die Stimmung.

    Besonders die speziellen Klauen und Spannreifen sind neben der beidseitig mit Raster justierbaren Abhebung wirklich der Clou bei den Starphonics. Fellwechsel gehen damit deutlich schneller. Meine Starphonic Brass war auch von Anfang an sehr stimmstabil. Besonders letzteres vermisse ich gerade, nachdem ich die Starphonic für den Live-Einsatz bei einer bestimmten Band durch eine neue Holz-Snare tauschen musste. Messing mit Gussreifen klingt eben doch sehr laut und aggressiv gegenüber Holz mit klassischen Stahlreifen.


    Ein Nachteil der Spannreifen ist tatsächlich, dass bestimmte Mikrofonklemmen nicht halten. Das war auch das Problem bei erwähnter Band, weshalb das Audix i5 mit der Starphonic immer auf ein Stativ musste. Jetzt mit geflanschten Stahlreifen geht das wieder.


    Das hat eben alles so seine Vor- und Nachteile. Ein Vorteil von nach innen gebogenen Reifen ist weniger Stick-Verschleiß durch Rimshots.


    Also wenn du die Starphonic nimmst, dann lass sie lieber so wie sie ist. Das sind echt schöne Snares mit tollen Features, die gut klingen.

    ich besitze aktuell eine 14“ Zildjian A custom Projection HiHat und bin nun auf der Suche nach einer neuen, die besser zur Musikrichtung unserer Band passt.

    Ich finde die Projection für die Singer/Songwriter- und Pop-Songs, die wir im Moment spielen, zu dick und laut.

    Ich suche also eine HiHat von Zildjian, die leichter ist und heller und irgendwie definierter klingt.

    Nach rein logischer Überlegung solltest du mal dünne 13er Hi-Hats probieren. Die kann man ggf. auch noch mit ein bisschen Gaffa auf den Beckeninnenseiten zusätzlich zähmen. Die Projection-Becken aus der A-Custom Serie sind grundsätzlich dicker als die "normalen", das betrifft Crashes und Rides ganz genau so. Dick bedeutet bei Becken langsameres Ansprechen, höherer Klang und größere Lautstärkereserve. Dünn dann vice versa schnelleres Ansprechen, tieferer Klang und geringere Lautstärkereserve.


    Eine große Rolle spielen natürlich auch die Spielweise und die Sticks, mitunter auch die HH-Maschine und Federspannung sowie der Pedalweg bis zum Schließen der Becken. Je schwerer die Sticks, je straffer die Feder und je "grobmotorischer" die Öffnungen, desto lauter und undefinierter klingen Hi-Hats.


    Ein wesentlicher Faktor, der bei der Wahrnehmung einkalkuliert werden sollte, sind auch Erstreflektionen im Raum. Hast du in einem kleinen Raum z.B. direkt ein Fenster neben und auf gleicher Höhe der Hi-Hat, scheppert diese natürlich noch deutlich mehr.

    Hi Marius, da kommt mir doch gerade die Frage:

    Wie geht es dir denn mit solchen "langen" Sets? Wenn ich richtig informiert bin, warst du zumindest schon lange nicht mehr so lange für einen Gig auf der Bühne? Ich finde 3x 1h zu spielen schon anstrengend, vor allem wenn man in den Pausen keinen ordentlichen Backstage zum abhängen hat.

    Typischerweise kommen da dann bei meinen Gigs die Bekannten aus dem Publikum zum Hallo sagen und stellen dieselbe Frage zum 5. Mal, z. B. ob mir das alles nichts ausmacht, auswendig zu spielen. ;( Noch schlimmer ist es, wenn unter den eignen Bandkollegen die Diskussion losgeht, was bis hier hin alles schlecht und falsch war. Da ist die Pause dann eher kontraproduktiv.

    Ich kommt damit gut klar. Auch wenn mal 3 Gigs direkt hintereinander gespielt werden - und die Runden steigern sich von der spielerischen Intensität auch. Direkte Vorgänger von mir hatten wohl konditionell in der letzten Runde Probleme. Für mich kein Thema.


    Wobei ich am Tag von Gigs definitiv nicht vorher noch Vollzeit arbeiten wollen würde. Anfahrt, Aufbau, Soundcheck, Warten, Abbau, Rückfahrt und die Schlepperei kommen ja auch noch dazu. Und Ausruhen zwischen den Gigs ist natürlich auch wichtig.


    Bin gerade noch weiter am Optimieren von Details. Kürzlich die Messing-Snare durch 'ne Holz-Snare getauscht, um die Lautstärke zu reduzieren. So kann das obere Snare-Mic auch wieder am Spannreifen klemmen ... jetzt noch die Dämpfung der Bassdrum optimieren, den Transport rationalisieren und auf Schaumstoff-Zwischenlagen in Trommel-Koffern und zwischen den Becken verzichten. Demnächst dann auch den Ordner mit meinen Notizen daheim lassen usw. ...


    Wenn's dann trotz der ständigen Wiederholung noch 'n bisschen Spaß macht ist das eigentlich leicht verdientes Geld. Ich muss mich ja nicht mal um's Booking kümmern.

    Es gibt wohl auch Partybands, die im Vertrag stehen haben, dass weniger Gage gezahlt wird, wenn zu viele Gurken gespielt werden.

    Die Band will ich mal sehen. Das dürfte ohne entsprechende Nachweismöglichkeit juristisch kaum belastbar sein. Wie will denn die Band (=der Arbeitgeber) belegen, welcher Musiker aufgrund welcher Gurken seinen Anspruch auf volle Gage "verspielt" hat?


    Hast aber recht, ob's das nun wirklich gibt oder nicht, Bullshit wär's jedenfalls.

    Hatte ich nur von der Geschäftsleitung meiner neuen Band gehört. Frage mich aber auch, wie das funktionieren soll. Da müsste ja jemand explizit beauftragt werden, der auf jedem Gig schriftlich genau dokumentiert, was wo schief gelaufen ist.


    Ich persönlich ärger mich oft schon wenn mal ein Schlag leicht daneben ist oder ein Fill nicht zu 100% sitzt - obwohl das die anderen z.T. kaum merken, vom Publikum ganz zu schweigen.


    Was ich hier übrigens noch anführen würde, ist Flexibilität bzw. Anpassungsfähigkeit im Sinne der gesamten Darbietung.

    Zuverlässigkeit und der soziale Umgang wurden schon genannt. Und natürlich macht's nen Unterschied, ob man anspruchsvollen Prog.-Rock oder Metal spielt oder Bierzelt-Party-Mucke macht. Wobei sich das nach meiner Erfahrung z.T. auch von der Spielzeit her wieder ausgleicht - sowohl was Vorbereitung / Anforderungen ans Skill-Level und die Ausdauer beim Gig angeht. Wenn ich 'ne Stunde Vollgas Metal spiele und reinknüppel wie blöde verbrenne ich u.U. genau so viel wie wenn ich 3-4 h fast nur four-on-the-floor spiele und mich Lautstärke-technisch zurückhalten muss, weil 5 Gesangs-Mikros als Overheads wirken und die Tanzveranstaltung nicht zu laut sein darf.

    Ja, als Profi sollte man perfekt abliefern können. Genau damit hatte ich mich in den letzten Jahren noch mal viel beschäftigt.


    Sollte eher ein Hinweis sein, dass wir trotzdem alle nur Menschen sind. Es gibt wohl auch Partybands, die im Vertrag stehen haben, dass weniger Gage gezahlt wird, wenn zu viele Gurken gespielt werden. Aber sowas halte ich grundsätzlich für Bullshit. Die Musiker sollten aus eigenem Antrieb bestrebt sein, perfekt abzuliefern und nicht, weil's im Vertrag steht und es sonst weniger Kohle gibt.

    Kaugummi kau ich auch gern - neuerdings auch Koffein-Kaugummi. Das ist mit drei Runden mit z.T. 4h Netto-Spielzeit ganz hilfreich. Und da ich mittlerweile eh nur noch nüchtern spiele und damit meine Brötchen verdiene, kann ich auch deutlich unterstreichen, dass Konzentration auf der Bühne das A und O ist.


    Meistens gucke ich dabei aber auch eher ernst und hab Schwierigkeiten, meine Mimik und Gestik freundlich wirken zu lassen. Eine Sonnenbrille kann dabei helfen, mag ich persönlich aber nicht so (zumindest nicht das gesamte Konzert über). Daher kann ich folgenden Punkt ...

    Inzwischen ist mir im Grunde am wichtigsten, schnell nen Draht zu meinen Mitmusikern zu bekommen und auf der Bühne wirklich zusammenzuspielen, anstatt jeder fehlerfrei, aber doch gefühlt für sich alleine. Für Publikum wirkt es einfach anders, wenn ne Band auf der Bühne (je nach Charakteren) miteinander scherzt, sich gegenseitig anheizt, mit- und übereinander lacht, was auch immer. Und wenn man sich mal verspielt, auch mal dem Fehler ins Gesicht lacht, statt im Boden versinken zu wollen. Und je häufiger sich die Band verspielt, umso fröhlicher wird natürlich das Personal ;)

    ... auch unterstreichen. Kommt natürlich auch auf den Kontext und die grundsätzliche Qualität der Performance an. Wenn mal ein Flüchtigkeitsfehler passiert, finde ich das auch immer geeignet um mal über sich selbst und miteinander zu lachen und das entsprechend zu nutzen, um besser gelaunt und entspannter aufs Publikum zu wirken.


    Dabei ist aber schon grundsätzlich die Frage, auf welchem Niveau sich das ganze bewegt. Auch einem Simon Phillips (Liste beliebig erweiterbar) fliegt mal ein Stick aus der Hand ... der kann aber halt auch ansonsten perfekt abliefern.

    Grundvoraussetzung ist natürlich erstmal das eigene Instrument gut zu beherrschen. Die nächste Voraussetzung, die Gigs körperlich und psychisch durchstehen zu können. Schlagzeug ist grundsätzlich ein anstrengendes Instrument, wobei das natürlich auch von der Spielweise abhängt.


    Dann geht's weiter mit einer guten Vorbereitung. D.h., man muss die Songs drauf haben. Spielerisch und die Abläufe.

    Und wie das genau aussieht bestimmt dann auch, wie stressfrei bzw. stressig der Gig ist. Kann man die (kurze) Setlist im Schlaf spielen - easy. Spielt man eine Aushilfe oder steigt irgendwo neu ein und ist von Notizen abhängig, wird's besonders mit langen Sets stressiger.


    Alles in allem bauen stressfreie und gut oder nahezu perfekt abgelieferte Gigs immer auf viel Übung, Erfahrung und Fleiß auf. Das betrifft das Spielerische, die Routine und auch die Setlist.

    Dass Schlagzeug günstiger als andere Instrumente wäre halte ich für eine fragwürdige These. OK - ein Flügel z.B. bewegt sich in ganz anderen Größenordnungen. Aber für ein ordentliches und nicht zu klein dimensioniertes Schlagzeug mit Becken, Hardware, Fellen und Mikrofonen kann man bei Neukauf auch mal im 5-stelligen Bereich landen. Da kriegen Gitarristen für die Hälfte schon eine vergleichsweise teure Gitarre und einen teuren Amp.

    Mit dem ersten Satz triffst du die Sache ins Schwarze. Wer genau eine Band hat und mit dieser 2 Konzerte spielt, braucht mit Sicherheit weder Tourset noch eine Auswahl an Snares. Und wer bei Major Acts trommelt, evtl auch nicht, weil sein Endorsment alles mundgerecht bereitstellt.

    Für den zweiten und dritten Satz hatte ich tatsächlich "für mich persönlich" vergessen dazu zu schreiben. ^^

    Sollte wirklich nur ein Beispiel sein.


    Fakt ist halt, dass die Equipment-Sammlung zur persönlichen Anwendung passen muss. Und das kann nur jeder für sich selbst am besten wissen.

    Gibt ja auch reiche Menschen, die sich 50 teure Gitarren in die Villa hängen und nie spielen ...

    Mir fallen dazu direkt ein Schlagwort aus dem Marketing-Bereich und eine aktuelle Anekdote aus meinem Tour-Alltag ein.


    Die Quintessenz ist dabei, dass es keine Regeln gibt und das Equipment einfach für die jeweilige Situation geeignet sein muss. Bei der Eignung kann es um technische, logistische aber auch geschmackliche bzw. künstlerische Dinge gehen.


    Bei Kesselsätzen bzw. Kesselgrößen und auch bei Becken findet man ja die Bezeichnung "Studio" ("Fusion" soll dann eine Mischung aus "Studio" und "Rock" oder "Standard" sein).

    Wobei "Studio" dann für kleinere Kesselgrößen und kleinere bzw. dünnere / filigranere und leisere Becken steht.


    Nun stellt sich aber die grundsätzliche Frage, warum man im Studio die kleinen und filigranen Kessel und Bronzeteller benutzen soll und live die großen, schweren und lauten? Dagegen spricht m.E. nicht nur der logistische Aspekt, weil man ein Live-Set deutlich öfter transportieren und auf- und abbauen muss. Sondern, neben dem künstlerischen (es passt das, was Geschmack und Situation erfordern) sowieso, auch ein technischer:


    Im Studio hat man bei entsprechender Mikrofonierung und isolierter Aufnahme (räumlich und/oder mit Overdubs) nicht das Problem, dass laute Becken in mehrere Gesangsmikros auf der Bühne "rotzen". Was besonders auf kleinen Bühnen in zwei Hinsichten zum Problem werden kann: IE-Monitoring für die Sänger und Sängerinnen und natürlich das, was vorn raus kommt. Wenn die Becken dann zu laut sind, kann der Tonmann sie nicht leiser machen, auch wenn die Becken-Mikros schon am Pult ganz unten sind.

    Aus diesem Grund hatte ich kurz nach meinem Einstieg in meine aktuelle Band die lauten Becken durch deutlich leisere getauscht.


    Live steht meiner Ansicht nach Funktionalität in allen Hinsichten jedenfalls im Vordergrund. Wogegen man im Studio eher mal mehr Aufwand betreibt, damit künstlerisch alles genau passt.


    Was man dann braucht und nicht braucht ist weniger Philosophie-Sache, sondern einfach individuell. Praktisch ist z.B. ein Tour-Set, das immer im Bus bleibt und ein Set für Proberaum / Studio. Und eine Auswahl an Snares und Becken für beide Sets, um flexibel zu sein.


    Die Frage kann dir letztendlich keiner beantworten. Wenn's dein Budget hergibt, dann lebe das GAS aus. Warum auch nicht ... ;)

    Meinem meinem Bauchgefühl her finden sich Frauen von Melodien eher angesprochen als von Rythmen. Ist natürlich nicht repräsentativ, aber mein Musikverein ist so froh das Sie endlich jemand fürs Schlagwerk haben. Das man da natürlich schon ins Gespräch kommt wieso des dann in der ganzen Zeit davor niemand anderes gemacht hat. Und abgesehen von denjenigen die sich davon abgeschreckt fühlen das man soviele Elemente hat und zu den Händen noch die Füße bewegen und alles unabhängig voneinander machen muss... die haben einfach keine Lust auf Rythmik. Die spielen ihre Blasinstrumente und erfreuen sich an den Melodien die Sie spielen können. Sie hab ein Stück das Sie Mögen und spielen es. Und Sie können es für sich alleine spielen. Während du als Schlagzeuger ja für Lieder eine Begleitung brauchst. Du brauchst halt nen Playback der die Melodie bringt zu der du trommelst damit es sich "nach außen" hin gut anhört. Die wenigstens haben Freude daran einen tighten Groove zu spielen. Eine schöne Melodie gerne. Aber ein sauberes Bumm-Tschack-Bumm-Bumm-Tschack tight zu spielen macht die wenigsten an.


    Dazu kommt halt auch noch ein bisschen das Körperliche. Sofern man keinen Rowdie hat muss man alles selbst aufbauen. Und so ein Drumset wiegt halt schon einiges.

    Das sind sicher alles Faktoren, die das Schlagzeug ein männlich dominiertes Instrument bleiben lassen. Trotzdem ist es sehr wichtig, dass die Mädels, die Bock drauf haben, es sich auch vermehrt zutrauen. Eine Schülerin von mir wollte bspw. kein Keyboard, sondern lieber Schlagzeug spielen, weil's in ihren Augen "cool" ist.


    Ach - und weil wir ja sowieso schon einmal beim Klugscheißen waren: es heißt "Rhythmus", "Rhythmik" ... mit zwei "h". ;)


    Mir wäre auch recht wenn mehr Mädels Schlagzeug spielen als Kerle ... Hauptsache die handgemachte Musik stirbt nicht aus ... irgendwie mir fällt dazu dieses Meme ein ...

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    Ich denke auch, dass Typen definitiv deutlich anfälliger für den höher, schneller, weiter vergleich sind.

    Tatsächlich finde ich eine (moderate, "gesunde") kompetitive Einstellung durchaus OK. Das ist völlig natürlich und sogar kulturell verankert, besonders unter Kerlen.


    Wer aber im künstlerischen Bereich, eben z.B. als Schlagzeuger, da ab einem gewissen Punkt nicht ein Stück drüber hinaus wächst, hat m.E. was nicht ganz verstanden.


    Wenn "Speed ist alles!" keinen ironischen Unterton hat, sondern zu 100% ernst gemeint ist, bin ich persönlich "raus". Auch in den Musikstilen, in denen entsprechende Fußakrobatik gefragt ist, ist Speed eben auch nicht alles. Eher eine Grundvoraussetzung.


    Die bekannten Leute haben alle verstanden, dass Spieltechnik nur Mittel zum Zweck ist.

    ich finde das Thema frauenfeindlich, weil bei Youtube viel mit Sexismus für Drummerinnen geworben wird.


    [...]


    Nirgendwo sieht man so deutlich wie bei Youtube, dass Drumming gezielt als Männerdomäne verkauft wird. Auch wenn Frauen hinterm Set sitzen, sollen offenbar eher Männer denen zuschauen

    Diese Formulierungen lesen sich so, als ob Youtube bzw. eine "höhere Instanz" das gezielt so machen würde. Tatsächlich sind das aber Entwicklungen, die keiner bewusst gesteuert hat. Der Erfolg insbesondere von A-YEON, die in ihren Anfangszeiten nicht mal ihre eigene Performance hörbar gemacht hat (sich quasi nur zum Lied bewegt hat), veranschaulicht einfach, wie die Menschen halt so ticken. Die Klickzahlen entstehen ja global, nicht Länder-spezifisch. Und da spielt das Sexualhormon Testosteron eben (leider) eine große Rolle.


    Auch an anderen Stellen ist zu beobachten, dass Frauen (und besonders junge Frauen) eine gewisse "Narrenfreiheit" zu haben scheinen. Wie eben z.B. gezielt auf niedere Triebe abzuzielen und daraus Klicks zu generieren. Wenn Männer das machen würden, wäre das peinlich und es gäbe einen Shitstorm nach dem anderen ...


    Dieser Sexismus steht der Gleichberechtigung von Frauen definitiv im Weg ... aber man muss eben dazu sagen, dass einige Mädels es ganz gezielt für sich nutzen. Und zwar freiwillig!

    Wie gut man sich selbst noch hört kommt natürlich schon auf die Außengeräuschdämpfung an. Mit meinen In-Ears ist mir das Schlagzeug dann ohne Monitoring der Mikros etwas zu leise. Wobei ich eine starke Außengeräuschdämpfung und Mikrofonierung + Monitoring der Mikros sowieso am komfortabelsten finde. Auch mit den Rohsignalen (ohne EQ und ggf. Kompression).