Was die Emotionen angeht: Kunst und Musik sind ja eine Art "Medium" für die Emotion. Oft für das, was nicht in Worte gefasst werden kann.
In einer Doku habe ich erst kürzlich einen Komiker über das Verfassen eines Buches sagen hören (sinngemäß): "Es muss mir beim Schreiben schon auch selbst wehtun, sonst kommt nichts davon beim Leser an."
Dein Beitrag liest sich so, als ob die echten Emotionen dabei immer brotlos wären und die aufgesetzten immer die Millionen scheffeln. Tendenziell mag das stimmen. Ich denke aber, dass besonders zu früheren Zeiten, als viele Innovationen und Stile erst noch erfunden wurden, die echten Emotionen eine größere Rolle gespielt hatten. Es gab weniger "Patentrezepte", die mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwie funktionieren. Sondern es gab noch die (mittlerweile oft weltberühmten) Leute, die einfach ihr Ding gemacht hatten und ihren eigenen Weg gegangen sind - ohne absehen zu können, was dabei rauskommt. Oft sogar mit viel Gegenwind. Dass manche dann trotzdem oder genau deswegen sehr erfolgreich geworden sind, ist Geschichte ...
Was wäre z.B. Linkin Park ohne Chester Bennington? Im Ursprung nicht ersetzbar, weil der von ihm verarbeitete Schmerz eben absolut authentisch ist. Und sicher auch in 20 Jahren von keiner KI "from scratch" so reproduzierbar.
Es mag von meiner Seite sicher ein wenig dystopisch rüberkommen. Aber ich bin ja nicht der einzige, der die Musikindustrie auf dem absteigenden Ast sieht. Auch Leute wie Rick Beato finden, dass die (meist gehörte) Musik immer schlechter wird. Da ist KI-generierte Musik dann wohl auch nur noch das i-Tüpfel.
Dazu der Missstand mit Streaming und den immer teurer werdenden Konzerten (die sich kleine Künstler nicht mehr leisten können und Besucher bei den Großen auch nicht).
KI wird bei der ganzen Sache jedenfalls auch nur die Rolle spielen können, die ihr Wesen ausmacht: basierend auf Unmengen Daten, mit der sie gefüttert wurde.
Und ja, intelligent sowieso nicht ...