Und es ist 1000 mal besser, "nur" in einer Coverband zu spielen, als zuhause für sich Riffs zu zocken und bei jeder Gelegenheit einer Bandgründung oder Neuausrichtung eisern auf seinen Prinzipien/Geschmäckern zu beharren und deshalb nichts produktives zu tun. So mancher prominente Musiker macht seine Musik auch mit Leidenschaft für mindestens einen gewissen Anteil Zuhörer, die mit der Musiker ziemlich wenig anfangen können. Ich finde es vermessen, Covermusik als niveaulos abzutun. Meine Lieblingssprüche dazu aus dem Publikum (teilweise sogar von Freunden) sind: "Ganz gut, aber ist halt Cover" oder "nur mit Gitarre* wäre es viel schöner".
Definitiv 
Zuvor hatte ich bei einer Blues/Zappa-Band gespielt, zufälligerweise auch aus Weimar (Weimar ist eines der kulturellen Zentren in Thüringen mit einer Musik-Uni). Diese Band musste ich für die neue Band dann absägen. Da hatten sich direkt vor mit Lin Dittmann (Keimzeit) und Georg Lenhardt (Apokalyptische Reiter) reingeteilt.
Das hat immer alles seine zwei Seiten. Bei der vorherigen Band konnte ich meine Shuffle-Skills und vieles, was über das Standard-Reportoire eines Top40-Drummers hinaus geht, ausleben. Auf der anderen Seite spielte die Band viel weniger und viel kleinere Auftritte, die hauptsächlich von älteren Leuten besucht wurden. Dazu ein mitunter eher schlechtes Klima in der Band mit ständigen Kämpfchen der beiden Gitarristen.
Bis auf einen Song im Live-Programm ist das im Prinzip auch nur Cover. Nur eben ein anderes Genre.
Bei der neuen Band sind die Gigs im Schnitt deutlich größer, z.T. mehrere tausend Menschen im Publikum und spielen viel mehr Gigs. Das läuft alles mit Tour-Schlagzeug, das immer im Bus bleibt und einer monatlichen Abrechnung (eine Rechnung für alle Gigs pro Monat) mit zuverlässiger Bezahlung viel besser.
Die Kehrseite ist für mich, dass in den ersten beiden Runden fast nur four-on-the-floor gespielt werden muss. Ein bisschen Bedenken habe ich insofern, dass ich dadurch mit der Zeit abstumpfen könnte. Dass da auch mal 'ne Schlagernummer oder Malle-Sachen gespielt werden juckt mich weniger.
Mit meinem Youtube-Kanal will ich dann Ende des Jahres parallel auch weitermachen. Vielleicht ist das dann auch ein ganz guter Ausgleich. Da habe ich mit meinen "drums only"-Videos ja vermehrt komplexeres Freak-Zeug gemacht ...
Und so schnell werde ich sicher nicht wieder in einem Herzblut-Bandprojekt mit eigenen Songs und Produkionen mitwirken, wo man nur investiert und statt einer Gage überhaupt froh ist, mal irgendwo spielen zu dürfen. Das müsste dann schon sehr außergewöhnlich mit besonderen Anreizen sein. Ohne Gage zu spielen geht gar nicht mehr für mich.
Dennoch muss ich noch mal zu den Coverbands sagen, dass man es eben besser oder schlechter machen kann. Es gibt halt auch viele Amateur-Bands, die man sich als professioneller Musiker kaum anhören kann, weil einem sonst alles weh tut.
Das kenne ich. Aber gleich mehrere DJs? Was war da der Grund? Ist euer Set noch nicht groß genug für 4h inkl. Pausen, oder war dem Veranstalter selbst das noch nicht genug? Für Veranstalter von Zeltfesten sind ja oftmals die 2-3h nach dem "Hauptact" (der Live-Band) lukrativ, in denen der DJ die Bretter des Bar-Anbaus mit 150bpm zum scheppern bringt. 
Das war da halt so organisiert. Das war von der Bühnengröße her der größte Auftritt, den ich bisher mit der Band gespielt hatte. Sonst hatten die da immer Samstags gespielt, wo dann auch locker mal 5000 Leute im Publikum waren. Dieses Jahr am Freitag, entsprechend weniger besucht. Und nächstes Jahr auch wieder Freitag, weil der Veranstalter sich gefreut hat, dass durch uns am Freitag mal mehr los war.
Das mit dem fliegenden Wechsel mit den DJs war da auch nur ausnahmsweise so. Es sollte wohl einfach keine Pausen fürs Publikum geben 
Hier mal ein paar Bilder von diesem Auftritt:
