Beiträge von m_tree

    Magst du uns verraten, was du audiotechnisch noch gemacht hast? Hast du individuell auch was gemacht, oder über alle Beiträge dasselbe drüber laufen lassen? Finde sehr spannend, wie meine Becken nun klingen. Ich glaube, ich finde es ziemlich cool!

    Das hing sehr von den einzelnen Beiträgen ab. Ich habe alle Beiträge für sich genommen vor meiner Masteringkette individuell bearbeitet. Zum einen vorbereitend für die Masteringkette (primär ein bisschen Transientenschleifen / Sättigung), zum anderen Korrigierend (wenn nötig - ein Beitrag war z.B. extrem Höhenbetont) und auch einfach angleichend.

    Ich habe die Beiträge zunächst alle auf -23 LUFS (Durchschnitt nach EBU R128) gebracht. Nachdem ich meine Bearbeitung inkl. sachtem EQ auf dem Bus (alle Drums Stems) fertig hatte, habe ich mit einem Testrendering ohne Payalong jeweils noch mal genau den LUFS Durchschnittspegel gecheckt und entsprechend nachkorrigiert (bis auf 0,1 dB genau).

    Dann habe ich die jeweiligen Beiträge mit Ziel -14 LUFS als 24bit WAV gerendert und bei > 0,5 dB Abweichungen meinen ersten "Lautmacher" der Masteringkette korrigiert. Anschließend habe ich diese ganzen Master-WAVs in ein neues Projekt gezogen, noch mal Punktgenau auf -14 LUFS normalisiert (habe da so ein praktisches Offline-Analyse Tool) und anschließend in MP3 konvertiert.


    Habe also so ziemlich alle Register gezogen, um eine möglichst faire Vergleichsbasis zu schaffen. Denn lauter klingt immer besser ...

    Die Info ist sehr interessant. Sind das die Mikrofone die eine 48V Phantom-Spannung benötigen?

    Ja, Kondensator-Mikrofone benötigen Phantomspannung. Bei diesem Wandlerprinzip entsteht das Audiosignal durch Kapazitätsschwankungen im Kondensator, die sich aus dem verändernden Plattenabstand ergeben. Kondensatormikrofone haben nicht nur meistens einen höheren Ausgangspegel, sondern auch eine höhere Impulstreue und meistens auch einen neutraleren (flacheren) Frequenzgang als dynamische Mikrofone.


    Dynamische Mikrofone funktionieren wie ein umgedrehter Lautsprecher. Die Spannung wird durch elektromagnetische Induktion z.B. über Spulen erzeugt (Tauchspulenmikrofon).


    Habe vier dynamische, die brauchen ganz schön viel Vorverstärker.

    Bei Schlagzeug ist die Vorverstärkung i.d.R. nicht so das Problem. Ich benutze z.T. sogar Pad-Schalter (z.B. -10 dB) am Audio-Interface für dynamische Mikros.


    Beim Gesang wird der niedrige Ausgangspegel eher mal zum Problem. Ein gutes Beispiel dafür ist das Shure SM7 B - dafür braucht man einen guten Vorverstärker, der auch bei viel Verstärkung nicht stark rauscht.


    Zitat von Lexikon75

    Mein Pult kann desweiteren nur alle Eingänge gleichzeitig mit oder ohne 48V schalten, daher kann ich da wahrscheinlich nicht mit Kondensat Mikros arbeiten.

    Das ist alles kein Problem. Normale dynamische Mikrofone vertragen auch Phantomspannung. Nur Bändchenmikrofone sind da empfindlich.

    Links im Startbeitrag schief gelaufen ist (sind mehrfach vorhanden)

    Am iPhone wird alles nur 1x angezeigt

    Bei mir auf dem PC (Windows 11, Firefox) und auf Android mit Chrome werden bei den Beiträgen 2 Links angezeigt und beim Voting-Formular sogar 4. Aber sind alle die selben und funktionieren auch alle - daher nicht weiter problematisch. Konnte das auch irgendwie nicht beheben, wie gesagt.


    Was die Hi-Hat angeht, hatte ich für diese Aufnahme übrigens auch meine Mikrofonierung angepasst. Von unten abgenommen und im schlimmsten Fall "außen" (wo man sie gar nicht anspielt) wird nämlich das Problem der hohen (wahrgenommenen) Dynamik von Hi-Hats weiter verstärkt, weil die filigranen Anschläge oben so noch weiter untergehen und nur die lauten und offenen durchkommen. Ich hab das Mikro dann daher von oben auf den Stick-Auftreffpunkt ausgerichtet, beim Ride auch. Dann hat man da aber auch wieder mehr Übersprechen von anderen Becken drauf (Crashes). Und je näher man mit einem Kondensator-Mikro an Becken rangeht, desto schärfer klingt es leider auch. Tonband kann das ein bisschen kaschieren, digital wird's schwieriger.


    Ist auch nur ein Beispiel dafür, wie schwierig Schlagzeug tontechnisch umzusetzen ist. Im Livebetrieb hat man ja oft noch mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Wird nicht ohne Grund als die tontechnische "Königsdisziplin" bezeichnet. Das können nur noch ganze Orchester und Bigbands toppen.

    Wegen der Hi-Hat:


    Besonders geschlossen und vor allem nur oben mit der Stickspitze angespielte Hi-Hats sind zum einen deutlich leiser als offen und am Rand angespielte.

    Und zum anderen haben geschlossen angespielte Hi-Hats ihre Energie vor allem im erweiterten Höhenbereich über 10 kHz - im Gegensatz zu allen anderen Becken und offen angespielten Hi-Hats. Das führt wiederum dazu, dass es noch leiser wird, weil so hohe Frequenzen sehr leise wahrgenommen oder (mit zunehmendem Alter) gar nicht mehr gehört werden.

    Was noch dazu kommt ist, dass nur Kondensatormikrofone (von Ausnahmen abgesehen) den erweiterten Höhenbereich überhaupt akkurat darstellen. Die meisten dynamischen und auch Bändchenmikrofone fallen über 10 kHz meistens deutlich ab. Von den Wiedergabegeräten dann ganz abgesehen.


    Mix-technisch ist das dann auch so 'ne Sache. Das ist immer Kompromiss-behaftet. Je nach Wiedergabegerät und auch Wiedergabelautstärke sind der Bass- und Höhenbereich mehr oder weniger (bzw. gar nicht) hörbar. Auch auf einer guten Anlage hört man bei sehr leisem Abhörpegel nur noch Mitten. Hört man hingegen z.B. mit einem sehr badewannigen Kopfhörer sehr laut, können die Bässe und vor allem Höhen dann auch schnell zu laut werden.


    Davon abgesehen ist es halt "modern", die Trommeln besonders fett zu mischen und die Becken nicht so. Mache ich auch so, zumal die Trommeln in einem Bandmix viel schneller untergehen als die Becken. Die brauchen da einfach mehr "Zuwendung". Schwierig ist dann halt, nicht übers Ziel hinaus zu schießen.


    Das nur nebenbei zur Info :)

    Ja ... "Fetter als die Realität"-Nachbearbeitung und z.B. künstlich klingende Bassdrum-Mikros können da schnell trügen.


    E-Drums kommen trotzdem noch lange nicht an Akustiksets ran. Hi-Hats sind meines Wissens immer noch oft sehr problematich, dazu gibts z.B. bei Roland nur ein Sample für alle Lautstärken und schnellere Schlagfolgen klingen auch noch bei vielen E-Drums nach "Gewehrfeuer".


    Komprimiert man eine Aufnahme von einem Akustikset sehr stark, sind z.B. Ghostnotes trotzdem noch gut unterscheidbar von normalen Backbeats (und Rimshots sowieso). Weil die eben in der Realität nicht nur leiser sind, sondern auch ganz anders klingen.


    Ich bin mir ganz sicher, dass es nur ein E-Drum ist.

    Ein E-Drum ist definitiv dabei. Mehr aber auch nicht, soweit ich weiß.


    Btw - weiß nicht was da mit den Links im Startbeitrag schief gelaufen ist (sind mehrfach vorhanden). Hatte auch versucht das zu beheben, aber keine Chance. Scheint am Board hier zu liegen.

    "So viele Vierteltriolen wie in einen 4/4 passen" hat halt keinerlei Aussagekraft, wenn jemand nicht weiß, was die Triolen überhaupt sind.


    Und "Tumulte" sind doch eigentlich nicht verkehrt, wenn in einem Fachforum Falschinformationen mehrfach so formuliert werden, als ob sie richtig wären.

    Wird dann doch erst heute Abend mit der Veröffentlichung der Beiträge und dem Beginn der Votingphase.

    Ein User hat mir kurz vor Einsendeschluss noch was geschickt, aber ich hab keinen Zugriff auf den Link und kann den User nicht mehr erreichen.


    Ich bleib da jetzt einfach mal locker. ;)

    Soul

    Noch größer ging's nicht? :D


    Ist schon klar, dass das nicht das selbe ist. Wurde ja nur in der Diskussion synonym verwendet.


    zumindest finde ich nirgendwo was zu Triolenviertel, Triolenachtel oder Triolensechzentel aber eben auch nicht, das Vierteltriole = Notenbezeichnung in der Gruppe und Gruppe synonym sind

    Alles viel zu kompliziert gedacht. Man bezeichnet die einzelnen Zählzeiten von Triolen (nicht 3er Gruppen) einfach als 1., 2. (bzw. mittlere) und 3. (bzw. letzte) Noten. Ein bekanntes Beispiel - hier mal aus dem Englischen und mit schönem Praxisbezug:


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    (ab 21 Min. 50 Sek. schauen)

    Ach so - es wurde ja nach Beispielen gefragt:


    "Whole Lotta Love" von Led Zeppelin ist ein sehr gutes Beispiel für triolische Fills in binären Grooves.


    "Killing in the name" m.E. weniger, weil sich da jeweils rein binäre und ternäre Parts abwechseln.

    Eine Triole ist nicht die 3er-Gruppe sondern die Bezeichnung einer Note in so einer Gruppe

    Doch. Die Triole ist die gesamte Dreiergruppe. Einfach mal recherchieren und das Ego ein Stück runterfahren, dann kann man auch noch was dazu lernen.


    Ich persönlich finde die Bezeichnung und Notation von Triolen übrigens irreführend und nicht sinnvoll gelöst. Aber das wurde halt mal so festgelegt und hat sich weltweit etabliert.

    wait : 6 Vierteltriolen = 12 Achteltriolen = 4 Viertel = ein Takt in 4/4!

    Falsch. X-Triolen haben die Dauer von zwei X und umfassen jeweils drei Zählzeiten. Eine Vierteltriole hat also die Dauer von einer halben Note.


    Ein 4/4 Takt kann maximal vier Achteltriolen mit insgesamt 12 triolischen Zählzeiten beinhalten. Eigentlich nur 8 triolische Zählteiten, weil die jeweils erste Zählzeit einer Triole ja immer auf eine binäre Zählzeit fällt. Achteltriolen zählt man 1-und-te-2-und-te ...

    Ich sehe zu, dass ich die Votingphase im Lauf des 29.11. (Freitag) starte. Habe den Audiokram und das Votingformular schon vorbereitet. Vielleicht schaff ich es noch in den Morgenstunden am Freitag.


    Ich würde das dann aber ein bisschen länger als eine Woche laufen lassen. Entweder bis einschließlich 07.12. (Samstag) oder 08.12. (Sonntag).

    Bzw. stellt sich mir eigentlich nur die Frage, ob wir den Sonntag noch fürs Voting nutzen ...


    Aktuell sind es sieben Beiträge. Wenn noch ein paar abgeben kommen wir ja fast schon auf das Level vom letzten Mal. Da waren's in der Advanced-Gruppe 14 Beiträge.

    Aber da hätte ich zusammen schneiden müssen, und das wollte ich jetzt nicht.

    Ist das "erlaubt"?

    Nein. Ein einziger ungeschönter Take ohne Beschiss ist für sowas hier das einzig vernünftige, denk ich. Denn wenn man Beschiss erlaubt, müsste man das Ausmaß des Beschisses irgendwie kontrollieren. Außerdem ist es sowieso 'ne ganz gute Übung, eine 2-minütige Performance möglichst fehlerfrei einzuspielen und es geht ja auch hier sonst um nichts.


    Wenn ich Auftragsarbeiten mache schneide ich übrigens - wenn es nicht anders geht - auch nur mal 2-3 Takes zusammen. Mein Timing editiere ich nur sehr ungern.

    Und für Youtube-Videos muss es natürlich auch ein einziger Take sein, der passt und nicht editiert wird.


    Von mir wird's dann übrigens auch wieder ein Video geben. :)