Beiträge von m_tree

    Das Wort "Talent" würde ich eher als künstlerische Ader bezeichnen. Der Motor ist das Bedürfnis, sich mit dem Instrument auszudrücken bzw. damit zu sprechen. Für mich war "Üben" auch selten wirklich Üben. Ich hatte einfach immer viel Spaß am Spielen. Macht man dazu dann noch schnell Fortschritte, ist die Motivation zu spielen auch höher.


    Ich würde Talent auch eher noch als Potenzial bezeichnen. Denn es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Üben "müssen" (oder wollen ;) ) wir alle.


    Das ist auch der Grund dafür, dass ich Einzelunterricht sinnvoller als Gruppenunterricht finde. Jeder Schüler (auch unabhängig vom Level) ist anders und im besten Fall findet man bei jedem einen Weg, die Motivation zum Spielen (Üben) zu steigern.

    was ist jetzt mit sound gemeint, der pitch einer trommel z.B. verändert sich nicht egal ob vorne, hinten , oben oder unten drauf geschlagen.

    egal bei welcher fellspannung der beiden zueinander (also welches der beiden jetzt loser oder fester ist) ;)

    Bin gerade im Proberaum und habe das mal mit dem 12er Tom vom Schülerschlagzeug (gleiche Felle auf beiden Seiten) probiert. Stimmt tatsächlich - der Grundton bleibt gleich, egal ob man das höher oder tiefer gestimmte Fell anschlägt. Bei Interesse kann ich dazu mal einen Vergleich in einem neuen Thread posten.


    Für mich klingt es aber wesentlich runder, das tiefer gestimmte anzuschlagen. Vielleicht ist es mir auch nur einfach vertrauter. Aber ich denke schon, dass es nicht ohne Grund schon so lang gängige Praxis ist, das Reso höher zu stimmen und nicht umgekehrt.


    Ähnlich ist es bei Bassdrums, die ihr Potenzial m.E. erst durch ein beherzt etwas höher gestimmtes Reso entfalten.


    Was Dämpfung in der Bassdrum angeht: das ist grundsätzlich dann wichtig, wenn innen mikrofoniert wird (Reso-Loch inbegriffen). Dann macht es sich gut, die Reflektionen im Kessel etwas zu zähmen.

    Ansonsten kann die Dämpfung auch nur über die Felle erfolgen.

    Das hat nichts mit meinem Alter zu tun. Ich spiele nun seit knapp 15 Jahren und hatte mehr als die Hälfte davon Unterricht bei einem sehr guten studierten Lehrer. Damit habe definitiv genug Expertise aufgebaut, um auch eigene fundierte Meinungen/Maßstäbe zu haben. Auch ich spiele gerne Songs wie La Grange, Hit the Road Jack usw. Und die Ausdauer für die Shuffles/Swings ist ja nicht vom Himmel gefallen. Ich sage nicht, dass ich sofort in eine Jazzband komme (vor allem weil ich den Hardcore Jazz nicht übe), sondern dass intensives Ausdauertraining sich auch auf andere Spielstile und Genres auswirkt und man unweigerlich davon profitiert.


    Meine Signature ist eher humoristisch gemeint, angelehnt an den Irrglauben, dass Metaller nur schnell und laut können.

    Ist aber trotzdem eher alles nur graue Theorie, wenn man die 15 Jahre nur im stillen Kämmerlein geübt hat. Andererseits finde ich deine Ausdauer zum Erreichen deines Ziels, in entsprechenden Metalbands spielen zu können, bemerkenswert. Und ich glaube dir auch, dass du spieltechnisch sehr fit bist. Man sollte aber immer aufpassen, dass man den Blick fürs Wesentliche und über den eigenen Tellerrand nicht aus den Augen verliert. Was ich an einigen Aussagen bei dir hier durchaus feststelle.


    Ich als nicht studierter hatte schon mehrfach in Jazz/Bigbands ausgeholfen, obwohl es nicht unbedingt meine Baustelle ist. Mal von einer soliden Technik und gutem Timing abgesehen geht's an vielen Stellen eben auch einfach ums Feel. Ich kenne viele Leute, die sagen "hat man, oder hat man nicht". Ich persönlich bin da mittlerweile vorsichtiger, weil meine Agenda ja nun zunehmend auch ist, Kinder und Jugendliche zu unterrichten.

    Das Thema Trigger / Punch sollte ich hier nochmal kurz vertiefen. Tatsächlich werden kurz hinter 200bpm Trigger irgendwann sinnvoll, aber ein geübter Double Bass Spieler, hat bei 200bpm eigentlich kaum einen leiseren Schlag als bei 100bpm (wenn man nicht mit dem ganzen Bein reinballert). Ich war selber überrascht, wie viel Power man bei 200bpm noch haben kann.

    Kommt halt drauf an wie hoch die Grundlautstärke ist. Nimm doch mal eine Akustik-Bassdrum, stelle oder lege ein übliches Mikrofon rein und höre, wie es bei verschiedenen (und deiner üblichen) Lautstärke/n klingt. Vor allem auch, wie der Attack klingt. Und am besten auch, wie durchsetzungsfähig das ganze dann noch im Bandkontext ist ... keine Ahnung inwieweit du dich mit Tontechnik, Mixing und Produktion oder auch Beschallung auskennst.


    Bei den Händen gilt das gleiche. Da bekommt man mehr Single Stroke Power heraus als viele vielleicht denken. Aber ab 200 muss man dann irgendwann Abstriche machen. Spätestens ab 230 (es sei denn man heisst Eloy :P ) .

    Brauchst du mir nicht erzählen. Single-Stroke-Power auf der Snare ist auch mein Ding. Gern auch sextolisch.

    Wieso bist du eigentlich jedes mal so radikal auf Konfrontationskurs.

    Nimmst du das so wahr? Ich empfinde solche Aussagen ...

    Womit ich wieder meine These in den Raum stelle, dass egal wie gut man ist und wie viel man z.B. Rock Drumming und "härteres Zeug" übt, man immer von Leuten wie Wanja Gröger abgrundtief in die Tasche gesteckt wird.

    ...

    Wanja würde davon einschlafen. Für solche Drummer ist In the End, was für andere Live is Life ist.

    ... oder auch deine Aussage in deinem kürzlichen Thread, sinngemäß "Metaldrummer können alles besser spielen, weil sie technisch besser sind und erweiterte Speedlimits haben" ...


    ... eher als Konfrontationskurs. Dazu die mangelnde Erfahrung, die beim erwähnten User auch nicht vorhanden ist (bzw. nicht mal ein Grundverständnis für das gesamte Instrument). Besonders aber auch die mangelnden Hörbeispiele. Ich will mir eigentlich nichts auf mein Zeug auf Youtube einbilden, aber immerhin weiß man dadurch woran man bei mir ist.


    Das Video zu "In The End" ist an der Stelle wohl wirklich übers Ziel hinaus, weil Live-Mitschnitte von LP untermauern, was im Studio tatsächlich akustisch und händisch eingespielt wurde und was nicht. Ich spiele den Song in Zukunft übrigens öfter mal live und spiele in der Strophe einen BD-Schlag mehr als Bourdon live spielt.


    Interessant auch, dass er das im Video auf einem E-Drum spielt. Mit der Spieltechnik und Geschwindigkeit kommt aus einer akustischen Bassdrum mit passender Stimmung (soll ja fett klingen) nämlich nichts fettes mehr raus. Aber wenn man nur mit Triggern spielt, verliert man dafür natürlich den Blick. Was hier hilft ist, rein akustisch ohne Tricks aufzunehmen und live zu spielen. Dann kriegt man erstmal ein Gefühl für Natursound und Dynamik.


    Letztendlich ist auch die Ausdauer-Geschichte eine rein physikalische Sache. Eine gute Spieltechnik ermöglicht natürlich effizientes Spielen. Aber geht "ganz einfach die abartige Ausdauer" auf Kosten des Punches und Anschlags, wird die Aussage zur Milchmädchenrechnung.


    Ich will dein Genre und deine Spielweise absolut nicht kritisieren, klein reden oder sonst was. Im Gegenteil - ich kann's nicht, weil ich's nicht brauche und habe durchaus Respekt davor. Und es gibt viele Metaldrummer, die auch grooven können. Aber die haben das dann eben auch explizit geübt und im Ernstfall praktiziert. Bevor man letzteres mal (in entsprechenden Bands live) gemacht hat, sollte man sich da m.E. nicht so weit aus dem Fenster lehnen.

    "In The End" live ;)


    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Und bei LP hört man auf den Alben auch, dass viele Schlagzeug-Elemente zusätzlich programmiert wurden. Das war ja damals gerade der Witz dabei. Akustik-Schlagzeug plus programmierte Drums.

    Sehe ich auch so. Womit ich wieder meine These in den Raum stelle, dass egal wie gut man ist und wie viel man z.B. Rock Drumming und "härteres Zeug" übt, man immer von Leuten wie Wanja Gröger abgrundtief in die Tasche gesteckt wird.

    Dann müsste Wanja Gröger ja auch alle Groove-Experten, die zu Recht steile Karrieren z.B. als Sessiondrummer hingelegt haben, in die Tasche stecken.


    Das, was bei solchen Geschwindigkeiten aus einem Akustik-Schlagzeug noch rauskommt, muss mindestens bei der Bassdrum immer getriggert werden. Klingt aber auch bei Snare und Toms, gerade auch bei Gröger, halt nur nach Pappe.

    Hier wurde Pretender angesprochen, aber z.B. auch In the End von Linkin Park mit 5 aufeinanderfolgenden 8tel 200bpm Bassdrum schlägen ist für viele schon sehr schwer (und das dann noch den ganzen Song durch). Wanja würde davon einschlafen. Für solche Drummer ist In the End, was für andere Live is Life ist.

    Pretender wurde von Hawkins nur mit maximal drei aufeinander folgenden BD-16teln gespielt (kein Problem für mich - siehe YT) und bei Linkin Park ist auf den Studio-Alben auch viel zusätzlich gesampelt. D.h., Rob Bourdon hat die 5 aufeinander folgenden Bassdrums ganz sicher nicht so eingespielt. Mein "Numb" Cover hatte ich schon mit meiner Live-Performance näher an die Studio-Version gekriegt als er es live spielt, weil er das live vereinfacht spielt.


    Du warst ja an anderer Stelle schon der Meinung, dass Metaldrummer mit höheren Geschwindigkeiten jedem anderen überlegen wären. Und das mit ein bisschen Live-Erfahrung vor über 10 Jahren in einer Schülerband. Diese Scheuklappen und Arroganz finde ich da schon erstaunlich. Schlauer wird man nur durchs Machen. Also probier doch mal, ob dich eine professionelle Bluesband oder Top40-Band buchen würde ... wenn du da nicht musikdienlich spielst, das Akustik-Set nicht zum Klingen bringen kannst und kein Feeling hast, kannst du gleich wieder gehen.

    Meine Ratschläge, kommen nicht direkt von mir, sondern ist erlerntes Wissen aus bezahlten Kursen, von Leuten wo ich sage die Ahnung vom Scglagzeug haben, also kein YT-Wissen (Free-Content).

    Genau, professionelle Ratschläge kosten Geld. Als du mich hier privat nach Ratschlägen gefragt hast, war das aber nicht der einzige Grund, warum ich nichts dazu sagen wollte und konnte. Nicht nur, weil ich deine Grundidee sehr fragwürdig finde, sondern auch, weil man halt sehen muss wie du spielst bzw. worum es konkret geht. Sonst kann man kaum fundierte Ratschläge geben. Der TE hier weiß das ...


    Und ja, Fingertechnik braucht man für "normales" Schlagzeugspielen nicht. Das braucht man eher zum Blasten und da sich der TE hier ja nach zwei Jahren mit TOTO beschäftigt, gehe ich davon aus, dass Blasten kein Thema für ihn ist.


    Ich verdiene zwar mittlerweile Geld mit dem "Quatsch", aber sehe trotz Perfektionismus und Selbstkritik vieles sehr pragmatisch. Am Ende geht's darum, wie es klingt. Und dafür bringt es einem noch nicht viel, alle möglichen Spieltechniken ein bisschen zu beherrschen, aber nicht zu wissen wie man damit Musik macht. Oder wie man mit dem Hobby (das es ja für die meisten hier ist) auch einfach ein bisschen Spaß hat. Heel Down und Heel Up reichen für "normales" Schlagzeugspielen auch aus.

    für toms, auch wenns nicht das thema laut ts war, entgegen der eher üblichen vorgehensweisen, das schlagfell mal höher wie das reso stimmen.

    oder die "schwereren" felle unten.

    oder vor allem ft auch mal nur unten abnehmen.

    Bevor du das alles grundlos ins Blaue ohne Begründung empfiehlst, probier's lieber erstmal selber aus und poste hier am besten auch mal Audiobeispiele ... am besten mit Direktvergleich zur üblichen Vorgehensweise.

    Sie ist dazu da den selbstständigen Künstlern das Leben etwas zu erleichtern.

    Sie ist dazu da, dafür zu sorgen, dass auch (oft etwas "lebensunpraktische") Künstler in die Sozialsysteme einzahlen, statt irgendwann völlig verarmt der Allgemeinheit auf der Tasche zu liegen. Ich sehe da historisch nicht unbedingt nur altruistische Motivation.

    Der Fakt, dass der Bund derzeit für die KSK drauf zahlt (wie schon gesagt wurde), untermauert schon eine altruistische Motivation. Ich würde sagen eher eine kulturelle und natürlich auch aus dem Wohlstand begründete. Dass Künstler in einem Land überhaupt von ihrer Kunst (Unterricht inbegriffen) leben können - dafür braucht's eben einfach Wohlstand.


    Fakt ist nämlich, dass selbstständige Künstler ohne die KSK so viel wie jeder andere Selbstständige auch an Sozialabgaben zahlen müssten - und zwar das Doppelte eines Angestellten. Die KSK zahlt die Hälfte, sodass sich bspw. die Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung von 14,6% auf 7,3% reduzieren, die für die gesetzliche Rentenversicherung von 18,6% auf 9,3% usw. ...


    Das stimmt leider so nicht. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Wenn die nun definierten Bedingungen erfüllt sind, solltest du darüber hinaus nicht mehr als 80% deines Einkommens bei einem einzelnen Auftraggeber erwirtschaften. Effektiv, und das kann ich dir aus erster Hand berichten, sprechen aktuell z.B. folgende Merkmale gegen eine freiberufliche Tätigkeit:
    - der Unterricht wird persönlich abgeleistet
    - du musst Räume und Equipment der Schule nutzen
    - du hast kein unternehmerisches Risiko
    - du musst dich an Stundenpläne halten
    Aus diesen und weiteren Punkten wägt die Deutsche Rentenversicherung ab, ob am Ende eine freiberufliche Tätigkeit vorliegt.

    Danke für die Info. Ich denke man sollte da grundsätzlich unterscheiden zwischen Lehrkräften, die an einer Musikschule den Großteil ihres Einkommens erwirtschaften und Freiberuflern, die nur nebenbei an einer Musikschule tätig sind - z.B. ergänzend zu Privatunterricht und (vielen und gut bezahlten) Auftritten. Bei ersteren ist der Fall klar (Festanstellung), bei letzteren halte ich Honorarbasis mit Abwicklung der Sozialabgaben über die Selbstständigkeit schon für sinnvoll. Aber das scheint ja nun Vergangenheit zu sein ...


    Doch, ist er - für den Arbeitgeber. Wenn ich einen Minijobber anstellen will, zahle ich knapp 30% Sozialabgaben.
    Und wenn eine Schule ein gescheites Honorar zahlt, landest du auch gut und gerne bei 10-15 Schüler:innen über der Grenze.
    Ganz nebenbei, das hatte noch niemand erwähnt: Den Minijob kann man sich bei der KSK natürlich auch nicht anrechnen lassen. Schlimmstenfalls fliegst du aus der KSK ganz raus, weil du ja eben angestellt bist.

    OK. Mit "ein paar dutzend Schülern an einer Schule" meinte ich auch nicht nur über die Grenze zu kommen, sondern eben wirklich auch davon leben zu können. Dass man ein Angestelltenverhältnis nicht bei der KSK angeben kann, sollte klar sein (mir war es das jedenfalls).


    Und ich persönlich strebe auch nicht an, Großteile meines Einkommens über längere Zeiträume an Musikschulen zu erwirtschaften. Je nach Höhe der Betriebsausgaben (z.B. Raumkosten) lohnen sich Privatschüler einfach deutlich mehr. Und da gibts dann auch keine Probleme mit Scheinselbstständigkeit.

    Festanstellung schön und gut. Aber ein Mini-Job ist halt nicht sozialversicherungspflichtig. Da wird also nur ein Schuh draus, wenn man hauptberuflich an einer Musikschule angestellt ist. Und da braucht man dann schon ein paar dutzend Schüler an einer Schule.

    Sie ist nicht dazu da Theater, Orchester, Verlage und Musikschulen vor Sozialabgaben zu schützen und zu subventionieren. Auch gemeinnützige Organisationen müssen ihre Arbeitnehmer versichern.

    Natürlich. Sie ist dazu da den selbstständigen Künstlern das Leben etwas zu erleichtern. Wenn diese aber nun in die Scheinselbstständigkeit kommen, nur weil die genannten Arbeitgeber Sozialabgaben zahlen sollen, läuft was falsch. Im übrigen müssen entsprechende Auftraggeber einen Prozentsatz an die KSK abführen, der u.a. genau die Sozialabgaben deckt. Das System funktioniert bundesweit schon lang und mir erschließt sich nicht, warum ein Bundesland da nun Alleingänge startet.

    Informiere dich am besten mal richtig über die KSK. Dann weißt du, dass der Staat da (bisher) selbst einen Spezialfall draus gemacht hat. Und das nicht ohne Grund.

    Mal überspitzt ausgedrückt, wenn ich freiberuflich gegen Honorar einer Beratertätigkeit nachgehe, muss ich mich im Einzelhandel für nen Nebenjob trotzdem korrekt anstellen lassen, auch wenn ich dort ebenfalls Kunden berate. ;)

    Das ist nicht nur überspitzt ausgedrückt, sondern das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

    Wenn ein Schlagzeuger an mehreren Schulen und privat unterrichtet, zusätzlich (oder hauptsächlich) noch in Bands Geld verdient, dreht sich alles nur ums Schlagzeug.

    Dass das ein Spezialfall ist (natürlich generell auf alle Musiker bezogen), wird schon daraus ersichtlich, dass die Künstlersozialkasse vor Aufnahme jeden Einzelfall prüft. Bzw. zeigt es allein schon die Existenz der KSK.

    Nö, das ist nur einer von verschiedenen Aspekten. Weniger Anteil senkt zwar das Risiko, als scheinselbstständig zu gelten, schließt es aber nicht grundsätzlich aus, soweit ich mich erinnere.

    Ja, ist nur einer von mehreren Aspekten. Allerdings wird man nicht so einfach in eine Scheinselbstständigkeit kommen, wenn man auf Honorarbasis an mehreren Musikschulen arbeitet, zusätzlich in einer oder mehreren Bands (offiziell!) Geld verdient und noch privat unterrichtet.


    Das Problem liegt an dieser "neuen" Regelung hier (Zitat aus dem Artikel):


    Der heikle Punkt: Sobald Lehrer:innen in die Strukturen der Schulen eingebunden sind oder Weisungen folgen müssen, können sie nicht als selbstständig gelten, sondern sind sozialversicherungspflichtig. Dafür genügt es laut Urteil etwa schon, wenn sie Unterrichtsräume der Musikschule nutzen oder sich Unterrichtszeiten anpassen müssen. Zwar handelt es sich um eine Einzelfallentscheidung. Dennoch hat das Urteil nach der Auffassung von Jurist:innen weit über den Einzelfall hinaus Auswirkungen auf die Arbeit fast aller öffentlichen Musikschulen, die in der Regel die freien Lehrkräfte stark in ihre Abläufe einbinden.

    Und das ist meiner Meinung nach wirklich bekloppt. Denn natürlich unterrichtet man im Regelfall in den Räumlichkeiten der Musikschule, hat eine Chefin oder einen Chef, bekommt Terminpläne usw. ... auch, wenn man an einer Schule z.B. nur eine Hand voll Schüler unterrichtet und weit weniger als in einem Minijob verdient.

    Für die Art von Musik, die gespielt werden soll, verbietet sich ein Holzbeater.

    Diese Wortwahl finde ich etwas befremdlich. Natürlich wäre die Verwendung eines Holzbeaters nicht üblich, aber in Kombination mit entsprechender Stimmung und Befellung halte ich es auch nicht für abwegig. Definitiv jedenfalls ist es nicht "verboten". Sonst dürften bekannte Schlagzeuger wie Gavin Harrison, Dave Weckl, Benny Greb uvm. mit ihrem eher nicht so jazzigen Bassdrum-Sound auch keinen Jazz spielen.


    Kunst und Kultur entwickelt sich aus Freigeist und Experimentierfreude und besonders Vorreiter sind immer eigene Wege gegangen.


    Wenn es Vorschriften gäbe, müsste dani808 nicht um Rat bitten.

    Noch eine kurze Stellungnahme von mir zum Thema, weil ich mich aktuell sowieso damit beschäftige:


    Im Artikel ist von "Scheinselbstständigkeit" die Rede. Das wäre aber nur ein Thema, wenn über 5/6 des Einkommens dauerhaft durch einen Auftraggeber erwirtschaftet wird. Darüber hinaus gibts dann auch noch andere Kriterien, die für eine Scheinselbstständigkeit "erforderlich" sind. Und obendrein wurden die Regelungen vor allem für Künstler dahingehend in den letzten Jahren weiter gelockert (zumindest nach Aussage von 2 Leuten, die mich dies bzgl. beraten haben).


    Ich finde außerdem, dass man sich in Deutschland an der Stelle kaum beschweren kann. Die Künstlersozialkasse gibts in keinem anderen Land und entlastet selbstständige Künstler deutlich. Ich habe meinen Antrag derzeit in Arbeit, weil ich ab Juli voraussichtlich von meiner Freiberuflichkeit leben kann.

    CS kenne ich (von der Snare abgesehen) eigentlich eher aus dem Rock-Bereich, vor allem die klaren.

    Klare Ambassadors würde ich generell nicht als Schlagfelle verwenden. Ambassador als Schlagfell nur mit Coating oder Emperor (ggf. auch mit Coating).

    Auf der Bassdrum hatte ich mal Emperor coated auf der Schlagfellseite probiert und trotz relativ kurzer Nutzungsdauer ist das das einzige Bassdrum-Fell, das mir je gerissen ist. Keine Ahnung wie das kommt.

    Ich habe bereits erlebt, dass mir das Coating den Filzbeater angefressen hat, es war auch entsprechender Staub zu finden. Mit glatten Fellen oder abgeschmirgeltem Coating war das in der Form nicht feststellbar.

    Holzbeater wären vielleicht noch eine Option. Diese werden aber das Coating und Fell wiederum stärker verschleißen. Auf klaren Fellen kann ein Patch die Lebensdauer des Fells deutlich verlängern. Ich bin da mittlerweile auch nicht mehr so zimperlich wie früher, als ich der Meinung war, nur ohne Patch wäre der Sound gut (oder natürlich oder was auch immer).