Beiträge von m_tree

    Kann mich noch an meine Festival-Zeit so vor 12-14 Jahren erinnern, als das komplette Festival-Ticket fürs Southside z.B. noch was bei 120€ gekostet hat und man da auch immer mindestens 5 große Bands sehen konnte, die man unbedingt sehen wollte und noch mal mindestens so viele, die man dann kennengelernt hat. Ungefähr so viel hatte ich dann für ein TOOL-Konzert vor zwei Jahren in Berlin bezahlt.


    Die Schweinerei fing m.E. übrigens damit an, dass irgendwelche Arschlöcher ab Verkaufsstart in den ersten Minuten viele Tickets wegkaufen und diese dann für ein Vielfaches (z.B. das 5-fache) bei eBay u.ä. weiter verkaufen. Im Video kommt ja durch, dass sich die Veranstalter und Ticketfirmen daran dann sogar ein Beispiel genommen haben -> "so viel sind die Leute also bereit zu zahlen ... da können wir noch deutlich mehr Profit draus schlagen!".


    Durch meine Ex-Freundin war ich im gleichen Jahr noch auf einem durch Corona nachgeholten Ärzte-Konzert in Berlin. Die Tickets wurden z.T. auf den eigenen Namen ausgestellt bzw. musste man diesen eintragen. Wurde dann zwar nicht kontrolliert, aber angesichts des Schwarzmarktes wohl wirklich sinnvoll.

    Wir konnten da weiter hinten als klein gewachsene Menschen auch nur was über die Leinwände sehen, bei fast 100.000 Leuten auf dem Tempelhofer Feld.


    Und dann sieht man immer noch zig Smartphones, mit denen gefilmt wird ... wenn man schon so viel fürs Ticket bezahlt, will man dann ja vielleicht auch länger was davon haben ... :/ ... völlig bekloppt. Die Leute verlernen dadurch ja umso mehr, mal den Moment und die Nähe zum Künstler zu genießen.


    Da hab ich persönlich im Moment lieber meinen Spaß auf eigenen Top40-Gigs, mit denen ich wenigstens Geld verdienen kann.

    ... die mittlerweile z.T. schon 4-stellige $- und €-Beträge für einzelne Konzerte erreichen.


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    Das Schlagwort heißt "dynamic pricing". Die Entwicklung scheint da ein bisschen parallel zur gesellschaftlichen Entwicklung zu verlaufen. Die Reichen / Großen werden noch reicher und die Kleinen / Armen werden noch ärmer (bzw. können es sich nicht mal mehr leisten, überhaupt noch aufzutreten).

    odd-meter1701

    Du meinst sicher diese hier -> https://stdrums.com/p/tension-rod-lock-nut-7-32


    Die werde ich mal für die DW probieren bzw. auch für die Sonor, falls die M6 nicht halten. Das Prinzip ist mir jedenfalls wesentlich sympathischer als Aufsätze für die Vierkant-Köpfe der Spannschrauben - siehe #7.


    Ich glaube nicht, dass man immer alles verkomplizieren muss ...

    Ich lese das schon gar nicht mehr. Die Ignorier-Funktion hilft. Irgendwann hat man Gewissheit, dass die Beiträge purer Schwachsinn sind und auch bleiben.

    Es ist halt immer wieder das selbe. Mittlerweile lese ich das ja gar nicht mehr und bin gerade nur durch das Zitat und die Stellungnahme darauf aufmerksam geworden.


    Immer wieder völlig sinnlose Offtopic-Diskussionen, in denen es mit reichlich Selbstüberschätzung ums Rechthaben geht. Das Wort "Idiot" empfinde ich nach jahrelangem Spam hier da durchaus angebracht.

    Die Sonor AQ2, die ich gestern oben und unten mit den M6 Muttern bestückt habe, werde ich im Lauf der Woche dann noch mit neuen Fellen und neuem Teppich ausstatten und dann ab kommendem Wochenende mit auf die Tour nehmen. Bin gespannt, wie es hält. Werde dann hier berichten. :)


    Neben Lug Locks und Tuner Fish gibts solche Dinger ja auch von Tama. Hier sehe ich aber überall den Nachteil, dass man die auf der Reso-Seite zusätzlich fixieren muss und dass die auch auf der Schlagseite ohne zusätzliche Fixierung beim Einpacken und Transport abfallen können. Im Eifer des Gefechts kann da schnell mal was verloren gehen und bei >10 Muggen pro Monat mit jeweils sehr hoher Abbaugeschwindigkeit ohne Pause zwischen dem letzten Schlag und der Abfahrt würde es auch irgendwann nerven, immer auf solche Details zu achten. Ich hab jetzt schon sämtliche zusätzliche Polsterung aus den Trommel-Koffern und dem Becken-Case rausgeschmissen, weil's auf Dauer einfach nervt.


    Interessant find ich auch, dass ich mit meiner Tama Starphonic Brass von Anfang an nie derartige Probleme hatte. D.h., die war auch schon im Neuzustand sehr stimmstabil. Diese speziellen Klauen haben wohl einfach einen größeren Drehwiderstand und die beidseitige Teppich-Justierung hält durch die Rasterung auch zuverlässig die Spannung, lässt sich aber trotzdem auch im gespannten Zustand ganz leichtgängig justieren. Ich habe diese Features der Starphonic jetzt auch durch die neuen Snares sehr zu schätzen gelernt. Möchte mich andererseits aber auch nicht von dieser Serie abhängig machen, sondern flexibel sein.

    Dass die Hi-Hat weiblich ist, ist vollkommen logisch. Ausgeschrieben würde es "die Hi-Hat-Becken" heißen. Und nicht "das Paar Hi-Hat-Becken". "Das" wäre also nur richtig, wenn du das Wort "Paar" immer vorn anstellst.


    Außerdem ist es mit der Rechtschreibung ähnlich wie mit anderen Dingen, auf die man sich einigt. Der Sinn dahinter ist eher, dass es ein einheitliches System gibt. Und nicht, dass man Falschinformationen verbreitet, um klugscheißen zu können.


    "Idiot" schreibt man halt auch erst mit D und dann mit T, nicht umgekehrt. Das Schöne im Deutschen ist nämlich, dass man alles so schreibt, wie man es (auf Hochdeutsch) spricht. 😉

    Ich erstelle diesen Thread, um weiteres Off-Topic in diesem Thread zu vermeiden.


    Ich hatte Freitag und Samstag Gigs. Am Freitag hat sich eine Spannschraube auf der Reso-Seite der DW Snare sogar 2x komplett gelöst und ist rausgefallen, von der sonstigen Instabilität mal ganz abgesehen.


    Die M6 Rändelmuttern aus Kunststoff sind in der Zwischenzeit schon gekommen. Und ein erster Test mit der Sonor Snare ist vielversprechend!


    Man merkt zwar, dass die Gewinde-Durchmesser der Schrauben etwa 0,5mm kleiner sind, die Rändelmuttern greifen aber noch und sitzen dann auch fest auf den Gewindehülsen. Das hält so schon mal viel besser. Auch deutlich besser als mit Locktite 243, welches auch nach 2-facher Anwendung (direkt aufs Gewinde vorm Reindrehen) nicht viel besser hält.


    Wenn die Kunststoffteile nicht halten: man kann die Pearl-Rändelmuttern von der Ian Paice Signature Snare auch als Ersatzteil kaufen - der Preis ist mir 38,- für 10 Stück allerdings eine mittlere Frechheit.

    Definitiv. Für die 20 Rändelmuttern hab ich 7,99 inkl. Briefversand bezahlt. Und evtl. halten die aus Kunststoff tatsächlich besser.

    Aber passt eine M6 Mutter überhaupt? Das sind ja Ami-Maße mit Zoll-Bezug

    Der wichtigere Unterschied ist eher die Steigung. Aber auf die zwo(drei) Gewindegänge einer Mutter funzt das meist und verbeißt sich noch nicht.

    tuner fish ist auch eine gute Alternative zur Schraubensicherung. Rändelmuttern lösen sich mal gerne.

    Ich probier's erstmal mit den Rändelmuttern. Hab schon 20 Stk. M6 aus Kunststoff geordert.

    Tuner Fish müsste ich in UK bestellen, sind ziemlich teuer und halten wahrscheinlich nicht auf der Resonanz-Seite ...


    Interessant find ich immer, woher klangliche Unterschiede überhaupt kommen. Möglicherweise klingt die Alu-Starphonic auch einfach nur wegen den anderen Spannreifen "lebloser" als vergleichbare Snares mit geflanschten Stahlreifen. Und wenn's das nicht ist - vielleicht liegt's an unterschiedlichen Gratungen, Kesseldicken o.ä.

    Ich hatte mir jetzt nicht nur aus finanziellen Gründen andere Holz-Snares besorgt, sondern auch weil ich ab Werk geflanschte Stahlreifen wollte. Die klingen halt einfach lebendiger, offener und "weicher" als Gussreifen, vielleicht sogar (subjektiv) leiser.


    Aus eigener Erfahrung aus dem Audio-Bereich kann ich sagen, dass Blindvergleiche oft "böses Erwachen" über die eigene Wahrnehmung bescheren. Mir ist es auch mal passiert, durch feine Änderungen am EQ Unterschiede gehört zu haben, obwohl das entsprechende Plugin noch auf Bypass geschaltet war. So könnte es vielleicht passieren, dass man einen Snare-Sound deswegen nicht mag, weil man den Hersteller oder die Serie nicht mag ... :/


    m_tree

    Du hast versehentlich beide Links zur PDP verknüpft, die Sonor wird unterschlagen ;)

    Hier noch die Sonor: https://www.thomann.de/de/sono…06_aq2_snare_drum_tsb.htm

    Ich hatte nur keine Lust eine 600€ Snare neu unmittelbar und (bis auf weiteres) ausschließlich für den Live-Einsatz zu kaufen

    Na das finde ich mehr als verständlich, gerade wenn man von der Musik lebt und sich keinen Luxus leisten kann.

    Was für Snares hast du denn gekauft? Hast du es mal mit solchen Stimmsicherungen (ka wie die heißen) versucht? Loctite klingt in meinen Ohren jetzt eher derb und irreversibel, wie wechselt man dann noch seine Felle?

    Genau. Zumal ich auch neue In-Ears und 'nen neuen Kesselsatz brauche.


    https://www.thomann.de/de/dw_pdp_14_x06_walnut_snare.htm ... https://www.thomann.de/de/sonor_14_x06_aq2_snare_drum_tsb.htm


    Diese Snares hab ich gekauft. Die DW hat (mit frischer Befellung) schon zwei Gigs "gespielt" und ist z.Z. im Tourbus. Die Sonor ist seit zwei Tagen im Proberaum und braucht erstmal ordentliche Felle. Klingt aber schon vielversprechend und noch geeigneter für die Bedürfnisse der Band. Die DW ist mikrofoniert im Proberaum als auch live (gefühlt) nur halb so laut wie die Starphonic Brass, trotz des dicken Kessels. Ich würde bei der Band auch nie auf die Idee kommen mehrere Snares und Beckensätze mitzuschleppen und diese jedes mal nach der jeweiligen Situation auszuwählen. Das ist bei den engen Zeitplänen sowieso schon stressig genug.

    Es hat sich mittlerweile genau für mich rauskristallisiert, welchen Sound diese Band braucht und wo ich entsprechend nachbessern muss. Den Rest kann der Tonmann je nach Location regeln - ich muss mich ja nicht um alles kümmern ...


    Und ich werde beide Snares auch behalten. Hatte vor ein paar Jahren nämlich alle meine 14er Holz-Snares verkauft und nur noch ne 12er und 13er mit Holz-Kessel da.

    Passt mir sowieso gut, dass ich die Starphonic Brass wieder für Aufnahmen nutzen kann und dann wieder 'ne 14er Holz-Snare für Aufnahmen zur Auswahl hab.


    Ach so - ein erster Test mit Locktite 243 (ist ja nur mittelfest) mit einer alten Trommel hat schon Klarheit gebracht. Fellwechsel werden damit schon noch möglich sein.

    Kunststoff-Unterlegschreiben und zusätzlich welche mit Gummi-Unterlage hatte ich bei der DW oben schon direkt nachgerüstet. Die stimmt sich trotzdem noch ziemlich schnell runter.

    Es gibt doch auch Starphonics mit Holzkessel. Und der Starphonic Spannreifen ist meines Wissens nach auch kein Gussreifen, sondern ein "normal" geflanschter mit 1,6mm, nur eben aufgrund der fehlenden Bohrungen für Stimmschrauben ähnlich steif wie ein Gussreifen.

    Ich weiß, dass es auch Starphonics mit Holzkessel gibt. Ich hatte nur keine Lust eine 600€ Snare neu unmittelbar und (bis auf weiteres) ausschließlich für den Live-Einsatz zu kaufen, wollte mal was neues ausprobieren und wusste von vorn herein, dass es "weiche" geflanschte Spannreifen werden sollten.

    Unabhängig davon ob die Spannreifen der Starphonics Gussreifen sind oder nicht habe ich nämlich den Eindruck, dass die eher ähnlich wie Gussreifen klingen und entsprechend steif sind.


    Mag ein bisschen off-topic sein, aber gerade bei der Snare nutze ich extrem ungern Mikrofonklemmen. Einerseits führt das gerade auf Drum Risern dazu dass die Snare "Schlagseite" bekommt und wackelt, andererseits macht es im Zweifel einen Snare-Tausch unnötig aufwändig.

    Ich mochte bei der Snare bis vor kurzem auch keine am Spannreifen montierten Mikros. Nehme es gerade aber als deutliche Erleichterung wahr im direkten Vergleich im Live-Einsatz. Und es stabilisiert an der richtigen Position sogar die Snare auf dem Stativ. Beides konnte ich kürzlich beobachten.


    Kommt natürlich sehr auf die Klemme und die sonstigen Gegebenheiten an.

    Hervorheben möchte ich auch noch mal die Stimmstabilität und auch die Stabilität der Teppich-Spannung bei den Starphonics.

    Für die Stimmstabilität dürften auch die Klauen verantwortlich sein und für die Stabilität der Teppich-Spannung die Rasterung der Justierschrauben.


    Damit ist Tama m.E. ein echt guter Wurf mit wirklich innovativen und nützlichen Features gelungen. Die haben sich da richtig Gedanken gemacht.


    Ich habe mir kürzlich zwei neue 14er Holz-Snares besorgt und bei beiden ist die Stimmstabilität absolut miserabel. Nach einem Gig ist sogar eine Spannschraube der Reso-Seite komplett locker gewesen (und das lag nicht an zu geringer Spannung). Daher experimentiere ich gerade mit Locktite 243 zur Verbesserung der Stimmstabilität.


    Nach meiner Erfahrung wird das sonst erst durch Korrosion und Alterung besser. Fast schon ein wenig paradox - aber je ungepflegter die Stimmschrauben werden, desto besser halten sie die Stimmung.

    Besonders die speziellen Klauen und Spannreifen sind neben der beidseitig mit Raster justierbaren Abhebung wirklich der Clou bei den Starphonics. Fellwechsel gehen damit deutlich schneller. Meine Starphonic Brass war auch von Anfang an sehr stimmstabil. Besonders letzteres vermisse ich gerade, nachdem ich die Starphonic für den Live-Einsatz bei einer bestimmten Band durch eine neue Holz-Snare tauschen musste. Messing mit Gussreifen klingt eben doch sehr laut und aggressiv gegenüber Holz mit klassischen Stahlreifen.


    Ein Nachteil der Spannreifen ist tatsächlich, dass bestimmte Mikrofonklemmen nicht halten. Das war auch das Problem bei erwähnter Band, weshalb das Audix i5 mit der Starphonic immer auf ein Stativ musste. Jetzt mit geflanschten Stahlreifen geht das wieder.


    Das hat eben alles so seine Vor- und Nachteile. Ein Vorteil von nach innen gebogenen Reifen ist weniger Stick-Verschleiß durch Rimshots.


    Also wenn du die Starphonic nimmst, dann lass sie lieber so wie sie ist. Das sind echt schöne Snares mit tollen Features, die gut klingen.

    ich besitze aktuell eine 14“ Zildjian A custom Projection HiHat und bin nun auf der Suche nach einer neuen, die besser zur Musikrichtung unserer Band passt.

    Ich finde die Projection für die Singer/Songwriter- und Pop-Songs, die wir im Moment spielen, zu dick und laut.

    Ich suche also eine HiHat von Zildjian, die leichter ist und heller und irgendwie definierter klingt.

    Nach rein logischer Überlegung solltest du mal dünne 13er Hi-Hats probieren. Die kann man ggf. auch noch mit ein bisschen Gaffa auf den Beckeninnenseiten zusätzlich zähmen. Die Projection-Becken aus der A-Custom Serie sind grundsätzlich dicker als die "normalen", das betrifft Crashes und Rides ganz genau so. Dick bedeutet bei Becken langsameres Ansprechen, höherer Klang und größere Lautstärkereserve. Dünn dann vice versa schnelleres Ansprechen, tieferer Klang und geringere Lautstärkereserve.


    Eine große Rolle spielen natürlich auch die Spielweise und die Sticks, mitunter auch die HH-Maschine und Federspannung sowie der Pedalweg bis zum Schließen der Becken. Je schwerer die Sticks, je straffer die Feder und je "grobmotorischer" die Öffnungen, desto lauter und undefinierter klingen Hi-Hats.


    Ein wesentlicher Faktor, der bei der Wahrnehmung einkalkuliert werden sollte, sind auch Erstreflektionen im Raum. Hast du in einem kleinen Raum z.B. direkt ein Fenster neben und auf gleicher Höhe der Hi-Hat, scheppert diese natürlich noch deutlich mehr.

    Hi Marius, da kommt mir doch gerade die Frage:

    Wie geht es dir denn mit solchen "langen" Sets? Wenn ich richtig informiert bin, warst du zumindest schon lange nicht mehr so lange für einen Gig auf der Bühne? Ich finde 3x 1h zu spielen schon anstrengend, vor allem wenn man in den Pausen keinen ordentlichen Backstage zum abhängen hat.

    Typischerweise kommen da dann bei meinen Gigs die Bekannten aus dem Publikum zum Hallo sagen und stellen dieselbe Frage zum 5. Mal, z. B. ob mir das alles nichts ausmacht, auswendig zu spielen. ;( Noch schlimmer ist es, wenn unter den eignen Bandkollegen die Diskussion losgeht, was bis hier hin alles schlecht und falsch war. Da ist die Pause dann eher kontraproduktiv.

    Ich kommt damit gut klar. Auch wenn mal 3 Gigs direkt hintereinander gespielt werden - und die Runden steigern sich von der spielerischen Intensität auch. Direkte Vorgänger von mir hatten wohl konditionell in der letzten Runde Probleme. Für mich kein Thema.


    Wobei ich am Tag von Gigs definitiv nicht vorher noch Vollzeit arbeiten wollen würde. Anfahrt, Aufbau, Soundcheck, Warten, Abbau, Rückfahrt und die Schlepperei kommen ja auch noch dazu. Und Ausruhen zwischen den Gigs ist natürlich auch wichtig.


    Bin gerade noch weiter am Optimieren von Details. Kürzlich die Messing-Snare durch 'ne Holz-Snare getauscht, um die Lautstärke zu reduzieren. So kann das obere Snare-Mic auch wieder am Spannreifen klemmen ... jetzt noch die Dämpfung der Bassdrum optimieren, den Transport rationalisieren und auf Schaumstoff-Zwischenlagen in Trommel-Koffern und zwischen den Becken verzichten. Demnächst dann auch den Ordner mit meinen Notizen daheim lassen usw. ...


    Wenn's dann trotz der ständigen Wiederholung noch 'n bisschen Spaß macht ist das eigentlich leicht verdientes Geld. Ich muss mich ja nicht mal um's Booking kümmern.

    Es gibt wohl auch Partybands, die im Vertrag stehen haben, dass weniger Gage gezahlt wird, wenn zu viele Gurken gespielt werden.

    Die Band will ich mal sehen. Das dürfte ohne entsprechende Nachweismöglichkeit juristisch kaum belastbar sein. Wie will denn die Band (=der Arbeitgeber) belegen, welcher Musiker aufgrund welcher Gurken seinen Anspruch auf volle Gage "verspielt" hat?


    Hast aber recht, ob's das nun wirklich gibt oder nicht, Bullshit wär's jedenfalls.

    Hatte ich nur von der Geschäftsleitung meiner neuen Band gehört. Frage mich aber auch, wie das funktionieren soll. Da müsste ja jemand explizit beauftragt werden, der auf jedem Gig schriftlich genau dokumentiert, was wo schief gelaufen ist.


    Ich persönlich ärger mich oft schon wenn mal ein Schlag leicht daneben ist oder ein Fill nicht zu 100% sitzt - obwohl das die anderen z.T. kaum merken, vom Publikum ganz zu schweigen.


    Was ich hier übrigens noch anführen würde, ist Flexibilität bzw. Anpassungsfähigkeit im Sinne der gesamten Darbietung.

    Zuverlässigkeit und der soziale Umgang wurden schon genannt. Und natürlich macht's nen Unterschied, ob man anspruchsvollen Prog.-Rock oder Metal spielt oder Bierzelt-Party-Mucke macht. Wobei sich das nach meiner Erfahrung z.T. auch von der Spielzeit her wieder ausgleicht - sowohl was Vorbereitung / Anforderungen ans Skill-Level und die Ausdauer beim Gig angeht. Wenn ich 'ne Stunde Vollgas Metal spiele und reinknüppel wie blöde verbrenne ich u.U. genau so viel wie wenn ich 3-4 h fast nur four-on-the-floor spiele und mich Lautstärke-technisch zurückhalten muss, weil 5 Gesangs-Mikros als Overheads wirken und die Tanzveranstaltung nicht zu laut sein darf.

    Ja, als Profi sollte man perfekt abliefern können. Genau damit hatte ich mich in den letzten Jahren noch mal viel beschäftigt.


    Sollte eher ein Hinweis sein, dass wir trotzdem alle nur Menschen sind. Es gibt wohl auch Partybands, die im Vertrag stehen haben, dass weniger Gage gezahlt wird, wenn zu viele Gurken gespielt werden. Aber sowas halte ich grundsätzlich für Bullshit. Die Musiker sollten aus eigenem Antrieb bestrebt sein, perfekt abzuliefern und nicht, weil's im Vertrag steht und es sonst weniger Kohle gibt.

    Kaugummi kau ich auch gern - neuerdings auch Koffein-Kaugummi. Das ist mit drei Runden mit z.T. 4h Netto-Spielzeit ganz hilfreich. Und da ich mittlerweile eh nur noch nüchtern spiele und damit meine Brötchen verdiene, kann ich auch deutlich unterstreichen, dass Konzentration auf der Bühne das A und O ist.


    Meistens gucke ich dabei aber auch eher ernst und hab Schwierigkeiten, meine Mimik und Gestik freundlich wirken zu lassen. Eine Sonnenbrille kann dabei helfen, mag ich persönlich aber nicht so (zumindest nicht das gesamte Konzert über). Daher kann ich folgenden Punkt ...

    Inzwischen ist mir im Grunde am wichtigsten, schnell nen Draht zu meinen Mitmusikern zu bekommen und auf der Bühne wirklich zusammenzuspielen, anstatt jeder fehlerfrei, aber doch gefühlt für sich alleine. Für Publikum wirkt es einfach anders, wenn ne Band auf der Bühne (je nach Charakteren) miteinander scherzt, sich gegenseitig anheizt, mit- und übereinander lacht, was auch immer. Und wenn man sich mal verspielt, auch mal dem Fehler ins Gesicht lacht, statt im Boden versinken zu wollen. Und je häufiger sich die Band verspielt, umso fröhlicher wird natürlich das Personal ;)

    ... auch unterstreichen. Kommt natürlich auch auf den Kontext und die grundsätzliche Qualität der Performance an. Wenn mal ein Flüchtigkeitsfehler passiert, finde ich das auch immer geeignet um mal über sich selbst und miteinander zu lachen und das entsprechend zu nutzen, um besser gelaunt und entspannter aufs Publikum zu wirken.


    Dabei ist aber schon grundsätzlich die Frage, auf welchem Niveau sich das ganze bewegt. Auch einem Simon Phillips (Liste beliebig erweiterbar) fliegt mal ein Stick aus der Hand ... der kann aber halt auch ansonsten perfekt abliefern.