Beiträge von m_tree

    Der Vollständigkeit halber: Bei dem erwähnten Event sind verständlicherweise nur Sets mit 1up 1down zugelassen. (Wo kämen wir denn hin, wenn da ganze Ballerburgen aufgebaut würden...) :S

    So ist es für Zombie zwangsläufig erforderlich, das FT zu verwenden. Und wenn man das flüssig hinbekommt, kann man sich selbst damit beweihräuchern, ergonomisch "besser" bzw. "leistungsfähiger" als der originale Fergal Lawler zu sein. :P

    Ich spiel den Song live auch mit 1up 1down und spiel das auf dem 12er.


    Warum sollte man das zwangsläufig auf dem FT spielen müssen? Wegen den zusätzlichen Schlägen auf dem nächst höheren Tom? Da spiel ich einfach andere Fills auf dem 16er.


    Solche Vorgaben sind m.E. einfach nur nicht zu Ende gedacht.

    Ich finde, das trifft übrigens auf so ziemlich alle Lebensbereiche zu. Wir pflegen einen Lebensstil, der imho total übertrieben und in weiten Teilen verzichtbar wäre. Immer das Neueste kaufen oder in die entlegensten und exklusivsten Länder reisen, ist gleichzeitig Ursache und Folge dieses Irrsinns. Die Marktwirtschaft verbrennt sich selbst 8)

    "Wir" ist da zu pauschal, weil halt auch nicht alle mitmachen. Ich z.B. war da in den letzten Jahren komplett raus - kein Auto, kein Urlaub, sparsamer Lebensstil. Will ich auch nicht ewig so weiter machen, aber das geht schon. Meine CO2-Bilanz hat da zeitweise nur 1/5 des deutschen Durchschnitts betragen. Ist mittlerweile aber sicher wieder etwas mehr.


    Adele sticht m.E. übrigens positiv aus der aktuellen Chart-Musik raus. Aber auf ein Konzert von ihr würde ich auch nicht unbedingt gehen.

    Das hier geistert seit 3 Wochen umher, letzten Samstag hatte es einer der Veranstalter nach unserem Abbau laut auf die PA gelegt. Und hier wird auch spekuliert, dass das von einer KI generiert wurde.


    Achtung - Text ist unter der Gürtellinie ...


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    Ich denke, dass sowas z.Z. nur teilweise von einer KI generiert worden sein kann. Ein paar Parameter wie hier z.B. die Persiflage auf die 60er/70er Schlager, der sexuelle Inhalt u.ä. müssen sicher vorgegeben werden.

    danyvet

    Deswegen hatte ich "falsch" auch in Anführungszeichen gesetzt. ;)

    Aber rein aus der ergonomischen Sicht hat man zum FT auch einen längeren Weg von der Hi-Hat als zu einem Racktom, das man vor sich hat. Die Strophen werden ja mit beidhändig auf der Hi-Hat gespielt.


    Wir spielen den Song auch ab und zu, wenn nach hinten raus noch genug Zeit ist - je nach Veranstaltung.


    Neuerdings spielen wir auch "Don't Stop Believing". Und ich halte mich da auch sehr ans Original - spiele die Hi-Hat da ausnahmsweise OpenHanded mit Links und spiele die Ride-Glocke, die später hinzukommt, auch ziemlich genau nach.


    Ich verfolge da meistens den Grundsatz "erstmal ans Original halten und den Vibe verstehen, dann ggf. Änderungen nach eigenem Gusto reinbringen".

    Viele Toms machen die ganze Sache schon wesentlich aufwändiger, besonders bei einzelner Mikrofonierung von jedem Tom. Transport, Auf- und Abbau, Stimmung, Mikrofonierung, Mixdown, ...


    Ich bin da auch weniger bei drei, sondern eher bei zwei oder vier (2x RT, 2x FT) Toms. Bei vier Toms dann auch gern ein drittes Crash. Also eher entweder ein kleines Set (vorrangig für live) oder ein größeres Set (vorrangig für Proberaum / Studio).


    MoM Jovi

    Check doch mal die Intervalle deiner Toms (z.B. mit Drumtune Pro). So hast du Gewissheit.

    1up 1down mit 4" Differenz stimme ich derzeit auf 'ne Quinte. 10-12-14-16 dagegen stimme ich im Abstand von großen Terzen mit einer Oktave zwischen dem 10er und 16er.


    Zombie spiel ich übrigens am FT den backbeat in der Strophe

    Ich auch -- haben wir ja so gelernt. ;)

    Was definitiv "falsch" ist ... kann man natürlich so machen, hat aber nichts mit dem Original zu tun. Beigebracht wurde euch das von "The Grand Jam", oder?

    Im Muiskvideo meine ich zu erkennen, dass in Zombie tatsächlich der Drummer das mittlere Tom spielt, ergänzt stellenweise vom hohen Tom. Standtom kommt in der Stophe kaum vor

    *Klugscheissmodus off*

    Jepp ...

    - Zombie/The Cranberries: In der Strophe das Tom auf dem Backbeat, ich spiele das 2. Racktom, weil mir das 1. zu hoch klingt.

    Im Video zum Song sieht man, dass er's im Original genau so gespielt hat.


    Live spiele ich eigentlich immer nur mit einem Racktom. Eher stelle ich dann mal ein zweites Floortom auf.

    Zwei Racktoms gehen für mich nur mit einem ergonomischen Aufbau, wo das 10er direkt bei der Hi-Hat und das 12er über der Bassdrum ist. Zwei Racktoms auf der Bassdrum find ich schrecklich.

    So wird der Hardware-Aufbau dann aber komplexer, es ist weniger Platz fürs Snare-Mikrofon da usw. ... "stationär" im Proberaum/Studio OK für mich, für live eher weniger.


    Ansonsten würde ich das auch nicht so verkomplizieren. Mehr Toms sind halt "nice to have", aber das meiste geht auch mit 1up 1down.

    Da gibt es aber noch limitierte Veröffentlichungen, die sehr gerne von einigen Spezialisten in größeren Mengen aufgekauft werden. Wenn die Tonträger dann von offizieller Seite "sold out" sind, was oft bereits nach wenigen Tagen der Fall ist, bieten diese Geschäftemacher sie "still sealed" für das vier- oder fünffache an. Und leider werden sie die Platten/CDs zu diesen Mond-Preisen auch wieder los. Kann irgendwie nicht in Ordnung sein. Aber leider völlig legal.

    Das ist aber im Vergleich zu Konzertkarten, wo das ja schon fast der Regelfall ist, eine Nische. Und ja - auch nicht in Ordnung.

    Dass die Veranstalter bei den Tickets da aber eher Handlungsbedarf sehen, zeigt sich ja an den z.T. schon personalisierten Tickets. Das ist meiner Meinung nach eben nur noch nicht gut genug organisiert.


    Dazu dann eben der Faktor, dass es Halsabschneider und Geldgierige Leute mit krimineller Energie immer und überall gibt, auch bei den "Dienstleistern der Unterhaltungsbranche" selbst ...


    Letztendlich tragen das alles die Künstler. Aber nur den ganz Großen geht's damit noch gut.

    Aber der systematische und Gewinn-orientierte Weiterverkauf müsste in Deutschland schon strafbar sein, denk ich. Und auch wenn nicht, sind das dann Gelder, die irgendwelche Arschlöcher für sich einkassieren - weder der Künstler noch der Veranstalter. Das zu verhindern halte ich insofern für 100% richtig.

    Wo fängt man da an? Im Prinzip müsste dann auch der Weiterverkauf von Tonträgern an den Meistbietenden verboten sein.

    Na ja - zwischen Konzerttickets und Tonträgern gibts schon große Unterschiede. Es geht nicht um einen Anfang, sondern um Konzerttickets im Speziellen. Weil hier halt wegen ein paar Besonderheiten ein "Zweitmarkt" mit 10 Milliarden $ Umsatz pro Jahr entstanden ist.


    Sind Tonträger noch über Neukauf verfügbar, hinkt ein Vergleich zu Konzerttickets schon ziemlich.

    Konzertkarten sind bei jedem Konzert nur in sehr limitierter Stückzahl verfügbar - und je größer die Differenz von Nachfrage und Angebot, desto wertvoller werden die Tickets auf dem Zweitmarkt (z.B. 10.000 Tickets vs. 100.000 potenzielle Besucher). Ich habe das mal selbst miterlebt und hatte ein Konzert nicht besucht, weil ich nicht das 5-fache für eine Karte auf eBay bezahlen wollte (Konzert war bereits ausverkauft - die Idee kam spontan auf).


    Es geht dabei auch nicht einfach nur um einen Weiterverkauf, wenn man dann doch nicht aufs Konzert geht. Sondern es geht um Leute, die systematisch zu Beginn vom jeweiligen Verkaufsstart viele Tickets kaufen, dann bis zum Ausverkauf des Events warten und diese mit z.T. erheblichem Gewinn wieder verkaufen. Es gibt halt einfach Events, wo das Angebot die Nachfrage nicht mal ansatzweise decken kann.


    Bei gebrauchten Tonträgern hat man es mit einem "ganz normalen" Gebrauchtmarkt zu tun. Das ist was völlig anderes als Konzerttickets, die keinen Neuwert und auch keinen Gebrauchtwert haben. Da gibts nur "vor dem Event = wertvoll" und "nach dem Event = wertlos". Ich hoffe, der Unterschied wird halbwegs klar. ;)

    Wenn Tonträger nicht mehr auf dem Neumarkt verfügbar sind und vereinzelt an Wert gewinnen, ist das so ähnlich wie mit Oldtimern. Das sind aber Einzelfälle und lässt sich nicht mit den Konzerttickets vergleichen.


    Ich will da jetzt auch gar nicht zu aktivistisch in Erscheinung treten. Aber mich wurmt der aktuelle Zustand des gesamten Business, auch in Hinblick aufs Streaming, schon ziemlich. Da läuft aktuell einfach hinten und vorne überall so viel falsch ...

    Ja da hast du sicher recht, dass ich sicher noch nicht die Endstation erreicht habe. Aber es war wirklich DIE Lösung die Hängetoms zu tauschen weil ich mit der rechten Hand mit den Fills beginnen will und dann nicht wie vorher über Kreuz starten muss. Und wenn man nicht über Kreuz startet aber die Toms absteigend aufgehängt sind, dann hört sich das tonal komisch an …

    Ich bezweifel, dass es da eine ultimative Lösung gibt. Die Position der Toms hängt halt sehr von den Handsätzen und Läufen ab, die man spielt. Fills mit rechts zu beginnen ist auch bei Überkreuzspiel eigentlich der Standard und lässt sich bspw. mit Singlestrokes und zwei Schlägen pro Tom prima realisieren, wenn man von klein nach groß geht.

    Bestimmte Sachen könntest du mit deiner jetzigen Aufstellung gar nicht flüssig spielen. Z.B. das Rosanna Tom-Fill.

    Simon Phillips als einer der bekanntesten OHP-Spieler hat seine vielen Toms auch von klein nach groß angeordnet und hat so immer wieder sehr kreative und überraschende Sachen gespielt.

    Abgesehen davon, dass personalisierte Tickets die einzige Lösung sind, um den (systematischen und Gewinn-orientierten) Weiterverkauf zu verhindern, finde ich das bei einer vernünftigen Organisation gar nicht so schlimm.


    Die Ausweiskontrollen an den Einlässen müssten halt nur auch wirklich durchgeführt werden, um glaubwürdig zu bleiben. Aus meiner Sicht wäre dann noch wichtig, dass jemand auch für andere Personen Tickets kaufen kann, dass es spezielle U16-Tickets (ohne Ausweis mit Begleitperson) gibt, dass eine Umschreibung auf andere einfach und günstig möglich ist und natürlich, dass auch eine Rücknahme möglich ist. Gebühren für Umschreibung und Rücknahme finde ich übrigens nicht so dramatisch - denn das erzeugt ja alles zusätzliche Arbeit bei den Händlern (und im Fall von kurzfristigen Erstattungen auch Unsicherheit).


    Und ich weiß zwar nicht wie die Rechtslage da genau ist. Aber der systematische und Gewinn-orientierte Weiterverkauf müsste in Deutschland schon strafbar sein, denk ich. Und auch wenn nicht, sind das dann Gelder, die irgendwelche Arschlöcher für sich einkassieren - weder der Künstler noch der Veranstalter. Das zu verhindern halte ich insofern für 100% richtig.

    Danke euch beiden für die Erklärung, wie das mit solchen Tickets funzt. Eines steht jetzt fest für mich, solche personalisierten Tickets werde ich persönlich boykottieren.

    Das ist wieder mal eine Lösung wie bei so vielen Dingen: die echten Verbrechen erwischt man dadurch nicht, ehrlichen Leuten nimmt man den Spaß

    Die echten Verbrecher erwischt man damit schon (Weiterverkauf ist dadurch nicht möglich). Und eine andere Lösung gibt's wohl leider nicht.


    Ich denke, das ist einfach nur noch nicht vernünftig organisiert.


    Es war doch schon immer so, dass die "Guten" die Maßnahmen gegen die "Bösen" mit tragen bzw. überhaupt erstmal erfinden und umsetzen müssen.


    Wenn ich da an bestimmte Dinger denke, die ich so mit diversen deutschen Behörden erlebt habe ... da werden sowieso grundsätzlich alle über einen Kamm geschoren. Was ja auch die Grundlage des Rechtsstaates ist.

    Ausweiskontrollen finden nicht statt!

    Ich habe mich da auch weniger auf den Ist-Zustand und mehr auf eine mögliche Lösung bezogen. Wo ein Wille ist, ist (fast) immer ein Weg. Wenn man den Schwarzmarkt also unterbinden möchte, findet man da mit den heutigen technischen Möglichkeiten auch sicher Lösungen.


    Der Einlass würde natürlich aufwändiger und zeitintensiver werden. Also mehr Personal und längere Einlass-Zeiten.


    Mal davon abgesehen, dass die Tickethändler mit personalisierten Tickets halt auch Rücknahmen (mit Gebühren, die sich nach dem Zeitpunkt bis zum Event richten) akzeptieren müssten, wäre es sicher auch machbar, die Tickets nach dem Kauf auf andere Personen umschreiben zu lassen. Oder dass Minderjährige bzw. Jugendliche ohne Ausweis (in Deutschland unter 16 Jahre) sowieso nur in Begleitung der Eltern reinkommen. Dann müsste es also spezielle Tickets für Kinder geben.


    Ist von meiner Seite jetzt alles nur hypothetisch gedacht. Aber das digitale Zeitalter macht sowas ja alles möglich. Genau so wie es "dynamic pricing" ermöglicht.

    Spätestens bei Corona hat man gesehen, wie eine "Zutrittskontrolle" technisch funktionieren kann. Ganz so ausarten müsste es ja nicht. Aber das Rausreden von Veranstaltern und Verkaufsplattformen ist auch zu einfach. Das lustige ist ja auch, dass die Einlasser mittlerweile in jedem Club das Ticket per Handy-App abscannen, aber im Münchner Olympiastadion die Tickets einfach eingerissen oder per Edding-Strich "entwertet" werden.

    Es wäre doch ein leichtes, beim offiziellen Erstkauf einen QR-Code zu vergeben und den bei Wiederverkauf über ein entsprechendes Portal digital zu "entwerten". Im Stadion des SC Freiburg funktioniert das mittlerweile so: Tickets werden beim EInlass am Drehkreuz gescannt, Wiederverkauf ist ausdrücklich nur über das offizielle Wiederverkaufsportal zugelassen - alternative Geschäfte werden rigoros verfolgt und bestraft und das mit Erfolg. Beim Wiederverkauf wird ein neuer digitaler Code vergeben und der ursprüngliche aus dem Verkehr bezogen.

    Ausweiskontrollen halte ich da für das kleinste Problem. Bei der Bahn muss man für die Nutzung eines Abos (z.B. Deutschland-Ticket) auch seinen Ausweis vorzeigen.

    Das sollte alles realisierbar sein. Genau so wie eine vernünftige Organisation für Rücknahmen. Dafür müsste das Ticket ja nicht mal zurückgeschickt, sondern nur digital entwertet werden. Die Rücknahmegebühr würde dann je nach Restdauer bis zum Event halt entsprechend ansteigen.

    Das wäre jedenfalls die einzige Möglichkeit, den Schwarzmarkt effektiv zu unterbinden.


    Einer der größten **** ist dabei der Spotify CEO. Schaut euch mal die Serie "The Playlist" an.

    Ist so wie mit vielem anderen aber auch - der war halt nur der erste, der diese Idee hatte.


    Technischer Fortschritt bringt wie immer nur Möglichkeiten mit sich - wie man diese nutzt steht dann auf dem nächsten Blatt. Mehrspuraufnahmen sind aus der Musikproduktion schon seit den 60ern z.B. nicht mehr weg zu denken und digitale Aufnahmen und Nachbearbeitung haben auch sehr viele Vorteile. Die Live-Beschallung hat sich auch stark weiterentwickelt.


    Aber kompakte lossy Codecs (welche in Anbetracht der aktuellen Internetbandbreiten und Speicherkapazitäten aber auch an Relevanz verlieren) und vor allem das Internet lassen sich eben kaum hinsichtlich des (Schwarz-)marktes regulieren.


    Zumal es natürlich ziemlich geil ist, für 10€ pro Monat überall und jederzeit Zugang zu 100 Mio. Songs in guter Qualität zu haben. Das werden nur Leute bestreiten, die den Wert von Musik noch zu schätzen wissen.

    Hier noch mal der entsprechende und m.E. wichtigste Abschnitt aus dem Video (beginnt bei 11:40):


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    Da werden ein paar wichtige Fakten angesprochen:

    • Skrupellose Schwarzmarkthändler und dubiose Wiederverkaufsplattformen: die haben das "dynamic pricing" überhaupt erst hervorgebracht. "Quasi die Urväter des dynamic pricing" und "der Zweitmarkt hat einen Jahresumsatz von 10 Milliarden $". Tickethändler haben dadurch erkannt, welches ungenutzte Potenzial sie da bisher selbst nicht genutzt hatten und treiben die Preise nun immer weiter in die Höhe.
    • Die Mega-Stars stimmen diesen Praktiken vertraglich zu! Das letzte Wort haben die Bands - zumindest die ganz großen.
    • Die Musiker könnten sagen "wir wollen aber nur einen Ticketpreis von x".
    • Da die Nachfrage trotz steigender Preise weiter hoch bleibt werden die Ticketpreise auch noch weiter steigen, bis der maximale Marktwert erreicht ist.


    Meiner Meinung nach hätte man den Schwarzmarkt mit anderen Maßnahmen eindämmen und sich kein Beispiel an der Abzocke nehmen sollen. Z.B. mit Tickets, die auf die Namen der Besucher ausgestellt werden und mit einer anderen Politik für Erstattungen bzw. Rücknahmen dieser Tickets.


    Aber so geht es halt wirklich nur um's Geld ... Geld Geld Geld und maximalen Gewinn. Um den Verlust durch Streaming-Dienste wieder einzuholen. Die Streaming-Dienste haben sich übrigens auch nur ein Beispiel an dem illegalen Handel mit MP3s genommen! Kompakte Lossy Codecs wie MP3 hatten den Schwarzmarkt bzw. komplett freien Zugang zu Musik übers Internet ja überhaupt erst möglich gemacht. Die Streaming-Dienste haben sich das zum einen zu Nutze gemacht und verhindern zum anderen eine weitere Ausbreitung des illagelen Tauschhandels.


    Noch mal nachdrücklicher formuliert:

    Die Entwicklungen sowohl beim Streaming als auch bei den Konzerttickets beruhen in beiden Fällen auf den Machenschaften von skrupellosen Leuten, die entweder auf den Wert von Musik scheißen oder einen Reibach mit den Sehnsüchten der Fans machen. Da stellen sich aus meiner Sicht schon eher grundsätzliche ethische Fragen als alles andere ...

    bei festivals hat eine band wenig einfluss auf den ticketpreis, denke ich, die bekommen gage vom veranstalter, der macht den preis. der bestimmt die standgebühren usw.

    Ich denke, zumindest die Headliner haben da schon ein Mitspracherecht. Besonders die, von denen die Festival-Betreiber ja selbst profitieren und mit denen sie Besucher anlocken.


    Und bei einer eigenen Tour kann der Künstler auf jeden Fall selbst entscheiden, wie hoch er die Ticketpreise ansetzen will (in gewissem Rahmen). Das wird im (im Startbeitrag verlinkten) Video ja eindeutig ausgesagt. Was also z.B. dynamic pricing betrifft, können die Künstler durchaus ein Veto einlegen und verhindern, dass die begehrten Plätze bei hoher Nachfrage das Doppelte oder Dreifache kosten können.


    So riesige Stadion- und Hallenkonzerte haben schon einen eigenen Charme, finde ich. Es hat schon einen gewissen Reiz, weil die Menschenmasse ihr Übriges zur "Energie" und zum Vibe beiträgt. In Anbetracht der durch die Größe bedingten allgemein schlechten Sichtverhältnisse und des eher schlechten Sounds sollte die Preisgestaltung hier aus meiner Sicht aber genau entgegen gesetzt im Vergleich zu kleineren Konzerten sein! Durch die deutlich höhere Besucherzahl und das für den einzelnen schlechtere Konzerterlebnis sollten die Karten im Vergleich zu kleineren Veranstaltungen eigentlich deutlich weniger kosten.


    Das Problem ist hier eher, dass die großen Acts keine mittleren und kleineren Veranstaltungen mehr spielen.

    Und die Bands bzw. Artists, die da mitmachen, kann ich im Grunde auch verstehen. Wenn ich die Wahl hab an nem Abend bei mehr oder weniger gleichen Bedingungen einen Gig für 100€ zu spielen oder einen für 1000€ dann nehm ich auch zweiteren.

    Ich denke bei den ganz Großen, die ja oft schon Millionäre sind, siegt da schon eher die Gier über die Vernunft. Zumal es unterm Strich vielleicht so um 50% mehr Gewinn oder so geht, nicht um das 10-fache.

    Ich finde schon, dass "dynamic pricing" und Gewinnmaximierung angesichts der allgemeinen Verteuerung und Inflation zeigt, wie das Business heutzutage so tickt.


    Das wirkt ein bisschen so wie "wir haben immer höhere Betriebskosten, Inflation und den Menschen geht's finanziell immer schlechter -> dann sehen wir jetzt erst recht mal zu, dass wir unsere Kunden so richtig ausquetschen und maximalen Gewinn erwirtschaften!". Um Kunst und Kultur geht's da eben gar nicht mehr, sondern nur um's Geldverdienen. So ähnlich wie bei Schlager- und Popsongs, die von Produzenten auch nur zum Geldverdienen geschrieben werden. Ohne echte Emotionen.


    Wenn es so einfach wäre, dass man das durch eigenen Boykott verändern könnte, würde ich mich freuen. Ist es aber leider nicht.

    Sehe ich auch so. Wie schwierig es ist, einheitliche Denkmuster, Meinungen und Handlungen in einer Gesellschaft zu erzeugen, zeigen die politischen Systeme ja schon. Während Demokratien sogar bis zu einem gewissen Grad von unterschiedlichen Meinungen und Herangehensweisen profitieren, kann man einheitliche Weltanschauungen in Diktaturen nur mit Kontrolle, Unterdrückung und Gewalt durchsetzen.


    Die Abrüstung der Bundeswehr z.B. basiert auch auf einem Wunschdenken und einer zu optimistischen Prognose, wie man aktuell gut beobachten kann.


    Genau das ist ja das Dilemma. Das allgegenwärtige Wachstumsbestreben im Kapitalismus basiert auf einem im menschlichen Säugetiergehirn tief verwurzelten Denkmuster. Verzicht ist quasi unnatürlich, obwohl derzeit so dringend notwendig.


    Viel zu billige tierische Produkte werden ja auch fleißig weiter gekauft, nicht nur von armen Menschen. Obwohl hier auch dringend ein Zeichen seitens der Verbraucher angebracht wäre.


    Die freie Marktwirtschaft kann sich halt schlecht selbst regulieren. Da müsste schon die Politik eingreifen.

    Engagiert euch!

    Diese Aufforderung find ich in einem drummerforum bei dem Thema hier ein bisschen sinnlos. Musiker engagieren sich im Regelfall ja sowieso schon, besonders wenn in eigenen Bands Musik gemacht und live gespielt wird.


    Und so einfach ist es eben auch nicht. Es gibt viele Dinge, gegenüber denen man halt einfach machtlos ist. Zumal es immer schon so war, dass die jenigen Macht erlangen, die auch Macht wollen - und die jenigen Geld erlangen, die auch viel Geld wollen. Meistens zumindest.


    Beim Musikstreaming lässt sich ja eine ähnliche, wenn auch prinzipiell komplett gegenläufige Entwicklung beobachten. Für 10€ (+/-) pro Monat hat man schlagartig Zugriff auf 100 Millionen Musiktitel, bei Deezer sogar in Audio-CD Qualität. Die Musik verliert damit nicht nur drastisch an finanziellem, sondern auch "sachlichem" Wert. Kaum einer weiß noch einzelne Musikalben als Gesamtkunstwerke zu schätzen, kaum einer konsumiert noch ein Album so, wie es im Mastering angedacht wurde. Da geht's dann auch nicht nur um die Reihenfolge, sondern auch um die Lautstärkeverhältnisse der Titel untereinander - Stichwort Normalisierung der Lautheit von Streaming-Diensten.


    Die Kids, die's nicht anders kennen, wissen es sowieso nicht besser. Und viele Leute, die sonst nichts mit Musik zu tun haben, nehmen es eben einfach so hin.


    Bei den teuren Konzerten von Weltstars geht's für viele, die sonst keinen Bezug zu Musik haben, sicher auch um's Prestige. Wenn man dann sowieso gut verdient und hohe Lebenshaltungskosten hat, fällt es wohl nicht weiter ins Gewicht, 100€ mehr für den lang ersehnten Konzertbesuch des Idols auszugeben.


    Ich kann mich da selbst an das TOOL-Konzert erinnern. Hatte die Band bis dahin als früherer Fan noch nie live gesehen und da war mir nach der Entscheidung auch egal, ob das Ticket 150 oder 100€ kostet.