Die NT-5 hatte ich mir damals bewusst nicht besorgt, sondern die MK-012. Genau wegen des schrillen Klangs der NT-5. Da find ich die deutlich günstigeren M5 besser.
Beiträge von m_tree
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Sind halt die NT-5, nicht die M5 ...
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Als Hauptmikrofone für Lead oder Solo-Instrumente würde ich die MK-012 auch nicht unbedingt benutzen. Ein Vorteil dieser Mikros ist m.E. ja gerade, dass sie so erdig, unaufdringlich und hintergründig klingen und viel "verzeihen". Weil ich die Trommelspuren derzeit sehr nach vorn mische und die Overheads schon eher nur noch für die Becken und das "Gesamtbild" vom Set nutze, passen die MK-012 da ganz gut bei mir ins Konzept. Aber als Hauptmikrofone für eine Akustik-Gitarre, welche das einzige oder das Lead-Instrument ist, würde ich die MK-012 eher nicht benutzen.
KM84i oder KM184 klingen natürlich noch mal deutlich natürlicher. Die Königsklasse ist allerdings Schoeps CMC-64, vor allem auch was die Natürlichkeit angeht. Die würde ich aber wiederum eher nicht für Overheads benutzen, schon gar nicht im Bandkontext.
Für die ersten Gehversuche beim Recording werden die M5 aber ganz sicher ausreichen. Ich hatte damals mit t.bone SC-140 angefangen. DIE haben wirklich China-Höhen.
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Weil ich Oktava MK-012 als Overheads nutze und die Rode M5 ja auch da habe, werde ich bei Gelegenheit mal einen Vergleich der beiden Mikros als Overheads machen.
Interessiert mich sowieso schon länger. Die MK-012 spielen natürlich in einer anderen Klasse als die M5. M.E. in der Preisklasse und abseits von Neumann (KM84 / KM184) so mit das beste und natürlichste, was man kriegen kann. Leider sind die ja hierzulande nicht mehr verfügbar (Oktava ist 'n russischer Hersteller ...). Bin insofern froh, noch ein Paar abgestaubt zu haben.
Man darf beim Mikrofonieren von Becken aber nicht vergessen, dass auch besser klingende Mikros schnell mal harsch klingen können. Z.T. auch an "weich" klingenden Becken. Eine sehr große Rolle spielt die Position und Ausrichtung der Mikros. Als Faustregel könnte man definieren: je näher das Mikro am Becken ist und je deutlicher es auf die Mitte ausgerichtet ist, desto harscher und schärfer klingts. Je weiter weg und je weiter weg vom Mittelpunkt es ausgerichtet ist, desto weicher. Das gilt auch insbesondere für Nierencharakteristik, weil die Höhendarstellung On-Axis am ausgeprägtesten ist und auch besonders noch mal für Kleinmembran-Kondensator Mikros, weil die die Transienten sehr "zackig" abbilden.
Nachdem ich die M5 ja nun als Stützmikros an Hi-Hat und Ride nutze, kann ich aber sagen, dass es definitiv schlimmeres als diese Mikros gibt. In der Preisklasse sowieso. So harsch und unangenehm finde ich die nicht.
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M_tree meinte auch mal das er 14 Mic's im Einsatz hat, also vermutlich 2 t.bones am Tom (oben/unten)?
Ich denke: nein, das sind nur die Mics von oben. m_tree kann das bestimmt aufklären hier...
Ja, Toms nehme ich nur von oben ab. Ohne Side-Snare nehme ich z.Z. mit 12 Mikros auf:
- Bassdrum innen + außen
- Snare oben + unten
- Overheads (Stereo)
- Hi-Hat + Ride
- vier Toms
Raummikros lohnen sich bei mir derzeit nicht. Für Aufnahmen find ich zusätzlich Snare unten (Teppich) und Bassdrum außen ganz gut, dadurch werden sie fetter und auch etwas natürlicher. Bei der Snare kommen Ghostnotes so auch besser durch. Diese Spuren misch ich aber nur leicht dazu (Snare-Teppich mit Phasendreher). Hi-Hat und Ride sind auch nur Stützmikros, die ich untenrum stark ausdünne und mit Automation gezielt leise dazu mische. Die Toms mach ich mittlerweile mit Automation komplett aus, wenn sie nicht gespielt werden bzw. gate ich sie neuerdings wieder. Letzteres funktioniert aber nur zuverlässig, wenn ich die Snare auf den Toms mit Side-Chains und Duck-Gates vor den Gates zähme. Sonst machen die Gates bei lauten Snare-Schlägen manchmal auf (oder es gehen leise Anschläge verloren). Man kann die Tom-Mikros natürlich auch extrem nah ans Fell bringen, um mehr Nutzsignal zu kriegen, aber das klingt dann eben auch ... anders (um's mal neutral zu formulieren).
Obwohl meine Overheads nach längerem Experimentieren mein Set derzeit sehr ausgewogen einfangen, stütze ich das China-Becken mit einer Kopie der 16er Floortom-Spur mit Automation.
Ohne weiter auf die Details einzugehen, kann ich in diesem Zusammenhang dani808 beipflichten. Du tust dir selbst einen Gefallen, wenn du erstmal auf Tom-Mikros verzichtest. Allein mit der Overhead-Aufstellung und einem grundsätzlichen Mixdown der vier Spuren (OHs, BD, Snare) wirst du schon erstmal genug zu tun haben.
Je mehr man komprimiert und Höhen anhebt, desto mehr (Becken-)Bleed holt man auch hoch. Besonders Tom-Spuren sollte man dann wirklich ausblenden, wenn sie nicht angespielt werden. Mit Gates funktioniert das aber nur teilweise zuverlässig (entweder es verschwinden sehr leise Anschläge oder die Gates machen z.B. auch bei Snare-Anschlägen auf). Bei Rammstein (Rossi Roßberg ist da Drumtech) habe ich mal gesehen, dass live zusätzlich Trigger an den Toms benutzt werden, um die Gates anzusteuern.
Gegen MD421 habe ich übrigens nichts. Das sind wunderbare Mikros, die immer noch ihre Daseinsberechtigung haben. Und klingen an Toms auch sehr gut. Wenn die in Tonstudios sowieso vorhanden sind, dann klar -> go for it. Aber extra MD421 für Homerecording von Toms zu kaufen halte ich für völligen Overkill. Dann eher e604 (klingen ähnlich) oder eben günstigere Alternativen.
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Die MB85 Beta sind eigentlich Gesangsmikros. Klingen den MD421 oder auch e604 ähnlicher als SM57, welche ich persönlich nicht gern für Toms benutze. An der Snare find ich SM57 dagegen prima. Ist ja auch Geschmackssache.
Von den t.bone Schlagzeugmikros halte ich dagegen nicht viel. Um die würde ich einen Bogen machen.
Du stehst also auf Mikrofone mit Nieren-Charakteristik 😅👍 war das t.bone ernstgemeint? 😅
Niere ist einfach die populärste und verbreitetste Richtcharakteristik und beim Schlagzeug sowohl für die Nahmikrofonierung als auch die Overheads gut geeignet.
Die genannten t.bones benutz ich z.Z. selbst an Toms, ja. Aktuelle Hörbeispiele in meiner Hörzone.

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Ich mag z.B. die Sennheiser MD421an den Toms gerne.
Macht mit vier Toms bei Neukauf knapp 1.600€. Ich wette mit dir, dass du im Endprodukt keinen Unterschied zu den 1/10 so teuren MB85 Beta hörst.
Nur weil MD421 an Toms in großen Tonstudios wegen ihrer Verfügbarkeit so populär geworden sind, heißt das nicht, dass man die klobrigen und zugleich empfindlichen Mikros auch unbedingt an Toms benutzen muss. Das machen vor allem Leute, die viel Wert auf Schein und weniger auf Sein legen.
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Nur mal so der Vollständigkeit halber, welche Mikrofone für die Toms würdest du empfehlen?
t.bone MB85 Beta

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Na bummsti. Das ist ja noch komplexer als ich dachte 🤯
Über die Ghostnotes hatte ich gar nicht so nachgedacht. Die sind einfach so im Spielfluss entstanden.
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Inspired by Rosanna (die Sextolen auf Sechzehntel umgemünzt)
?Jepp, der Handsatz ist tatsächlich von Rosanna inspiriert.

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Ich habe mal mit der Transkription angefangen und zwei Stellen auszugsweise ausnotiert. Im Refrain (auf dem Ride) ändert sich am Groove und den Ghostnotes grundsätzlich nicht viel. Das ausnotierte Fill habe ich ausgesucht, weil ich daran und auch am Schluss-Fill noch mal nachgebessert hatte. Dabei habe ich mich an der Gitarre orientiert und ganz bewusst diesen Handsatz gewählt, um einen punktierten-Achtel Flow zu kreieren. Das Schlussfill ist ähnlich strukturiert, nur in die Gegenrichtung.
Zu den Ghostnotes würde ich noch ein kurzes Tutorial-Video machen, wo ich das alles deutlich langsamer spiele und exklusiv hier bereitstellen ("nicht gelistet" auf Youtube).
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Wenn die PDFs nicht ausreichen kann ich das nächste mal auch einfach meine Tabelle bereitstellen. Spart mir auch Arbeit ...
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Wobei am Ende nur die Punktedifferenz entscheidend ist. Korkis Voting z.B. hat überall nur 5 Punkte addiert. Es spielt also keine Rolle, ob jemand nur 1-3 Punkte oder nur 3-5 Punkte vergibt - in beiden Fällen ist die Differenz die gleiche. Aber es macht eben einen Unterschied, ob jemand die Punktespanne voll ausreizt oder nicht. Dass die Punktespanne voll ausgereizt werden soll hatte ich ja am Anfang auch in die Formulare geschrieben - genau aus diesem Grund.

Wurde aber eben nicht von allen beachtet ...
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Von mir auch ein Danke an Seelanne für das ausführliche Feedback!

Auffällig ist, dass die Punktevergabe doch insgesamt sehr weit auseinander geht, will sagen: einige schmeißen mit Punkten um sich wie der Karnevalsprinz mit Kamellen bei Fasching, andere - wie ich - benehmen sich bei der Punktevergabe eher wie Geizhälse. Beides zusammen lässt eine Abstimmung am Ende ziemlich schief aussehen, da die mit der Punkteflut sich so natürlich mehr Gewicht er-punkten. Ich würde daher in Zukunft vorschlagen, dass nur die besten 10 oder 9 oder prämiert werden, ähnlich wie beim ESC. (bsp. Die besten 6 mit 7-5-4-3-2-1 Punkten, oder die besten 9 mit 10-8-7-6–5-4-3-2-1).
Das ist natürlich wirklich ein Argument. Wie viele Beiträge prämiert werden sollen könnte man ja nach der Spielphase anhand der tatsächlichen Anzahl der Beiträge entscheiden.
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DU hast nur gewonnen, weil MEIN Timing so schlecht war

Wie du ja weißt gefällt mir dein Beitrag vom Arrangement her in der Casual-Gruppe am besten. Weil ich persönlich aber viel Wert auf Timing lege konnte ich dir nicht die maximale Punktzahl geben.
Mein eigener Beitrag war mir im Vergleich etwas zu laut.
Tatsächlich wirkt das auch ein bisschen so auf mich. Ich habe die Angleichung der Lautheiten in mehreren Stufen unter Zuhilfenahme von Analyse-Tools (wahrgenommene Lautheit) gemacht, letztendlich aber mein Gehör entscheiden lassen. Bei der Angleichung sonstiger Faktoren wie Frequenzspektrum und Dynamik sollte letztendlich sowieso nur das Gehör entscheiden.
Wenn dann ist dein Beitrag aber nur im Verhältnis zum Playalong lauter. Alle MP3s sind genau auf -14 LUFS im Durchschnitt.
Was mich insgeheim aber nun doch interessiert, ob es für einige Experten-Ohren sofort offensichtlich war, dass mein Stück elektronisch gespielt wurde.
Für mich klang es eher nach stark nachbearbeiteten Akustik-Drums.

Bei dir musste ich beim Voting übrigens noch mal überlegen. Aber im Vergleich musste ich dir dann doch weniger Punkte geben, weil ich auch (nicht nur!) nach Gefühl bewertet habe und vor allem ob und wie es groovt.
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PN ist raus.

Auf eine komplette Transkription meiner Performance würde ich gern verzichten. Bestimmte Stellen und Fills kann ich aber gern ausnotieren und hier bereitstellen.

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Nee, lass das ruhig öffentlich machen. Interessiert ja vielleicht auch noch andere.
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Ach so - wir haben in der Advanced-Gruppe im Prinzip zwei neunte Plätze (18-A und 25-A beide 81 Pkt.). Wollte es aber trotzdem mit 14 Plätzen im Diagramm aufschreiben.
Vor dem spät eingetrudelten letzten Voting kurz vor Mitternacht gestern waren die Differenzen deutlicher und es gab auch keine doppelte Punktzahl.
Ein Argument mehr, um das nächste mal eine etwas feinere Rasterung zu nehmen. Ich wäre da aber auch eher für 7 Punkte (ungerade -> mittlere Punktzahl und nicht ganz so viel).
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Du kannst Videos auf Youtube langsamer abspielen.

Bei weiterem Interesse kann ich aber auch gern Transkriptionen zu bestimmten Fills erstellen.

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Ich freue mich natürlich sehr über den Sieg!

Find ich schon irgendwie lustig, dass ich meine eigene Challenge gewonnen hab.

Und auch irgendwie krass, dass viele mich hier schon "blind" erkennen.
Bis zum nächsten Jahr, ich bin jedenfalls fix wieder dabei.
Von meiner Seite aus können wir dieses Jahr gern noch 'ne Challenge veranstalten. Anpeilen würde ich dafür Früh-Herbst, also Oktober (bzw. ab Mitte September bis max. Mitte November).