Angesichts solcher Beiträge bin ich auch ein bisschen sprachlos, das geht runter wie Öl 
Zumindest bei den Fills am Anfang von Roxanne nehme ich auch ein Schleppen wahr. Das war bei Übungstakes von letztem Jahr nicht so.
Andererseits bin ich es z.T. auch ein bisschen leid mit den Covers bzw. Playbacks. Insbesondere wenn Songs ohne Klick eingespielt wurden (was bei vielen meiner Covers der Fall ist), muss man alle Zieher übernehmen, damit es tight bleibt.
Ich will definitiv wieder mehr "richtig" Musik machen und meinen eigenen Groove und eigenes Feel, das gern auch mal ein bisschen Band- und Situationsbedingt sein kann (wenn man aufeinander eingroovt ist), an den Start bringen. Z.Z. bin ich aber eben noch in der Provinz ohne Führerschein und arbeite darauf hin, hier wieder mit Sack und Pack weg zu ziehen. Und nutze die Zeit jetzt noch ein bisschen, um meinen Youtube-Kanal zu pushen.
Soundmäßig konnte ich mich tatsächlich noch mal verbessern. Erst im letzten Video (9x3=27) habe ich da weitere Verbesserungen gemacht, die subtile Kompressor-Einstellungen betreffen. Ich gehe jedenfalls immer mehr dazu über, den Sound im Mix zwar deutlich anzufetten, aber es auch natürlich zu belassen. Meine Kompressor-Einstellungen erzeugen jetzt z.B. kaum noch "künstlich übertriebenen" Attack und auf Transienten-Designer verzichte ich mittlerweile komplett. Wobei ich diese sowieso nur zum Zähmen von nah aufgestellten Mikros an Hi-Hat und Ride benutzt hatte.
Ich stelle da immer wieder fest, wie wichtig es ist "in Bewegung" zu bleiben (die eigenen Ansätze nicht stoisch gesetzt lassen, sondern auch mal in Frage stellen) und den Weg als Ziel zu betrachten.
So, habs mir jetzt auch noch über bessere Boxen angehört. Da hollert mir die BD und die Toms etwas zu sehr, die BD ist überhaupt sehr dominant. Also die unteren Frequenzen. Zumindest auf meinen Boxen (KRK RP5, über focusrite scarlett 2i2 interface). Der klick von der BD ist gut. Die Snare klingt echt mega.
Besonders der untere Frequenzbereich macht es schwierig bzw. eigentlich unmöglich, ein gleich bleibendes Hörerlebnis unabhängig vom Wiedergabegerät zu erzeugen. Beispiel Anlage mit Subwoofern vs. Smartphone-Lautsprecher. Ich mische z.Z. hauptsächlich mit einem AKG K-240 MKII ab, wofür mich einige Leute wohl steinigen würden. Meinen deutlich teureren und geeigneteren AKG K-712 Pro nutze ich kaum noch - nur zum Gegenchecken. Ich komm damit aber besser zurecht als mit einer nicht optimierten Abhörumgebung. Gerade auch was den Bassbereich angeht.
Mit meinen passiven Alesis Monitor One MK2 daheim (im Proberaum hab ich aktive JBL Studiomonitore) ist es mir schon passiert, dass ich beim nachträglichen Anhören eines Mix/Mastering-Auftrags auf einmal ein deutliches Dröhnen des Basses bei einer bestimmten Note wahrgenommen hatte. Nach einem kurzen Schreck habe ich das dann genauer analysiert und durch einen Sinus-Sweep festgestellt, dass die Boxen bei genau dieser Bass-Frequenz dröhnen. Völlig unabhängig vom abgespielten Material. Und auch wenn ich mir Messungen mit REW meiner Boxen im Proberaum so anschaue, weiß ich 1x mehr, warum ich momentan lieber mit Kopfhörern mische.
Kürzlich bin ich übrigens von den Evans EQ-Patches auf dem BD-Fell auf REMO Falam Slam umgestiegen (im letzten Video noch mit Evans Patch). Seit ich die Holz-Beater nutze gehen mir die Evans Patches immer sehr schnell kaputt. Natürlich habe ich den Sound-Unterscheid gleich mit Testaufnahmen genau unter die Lupe genommen und finde es mit Falam Slam sogar besser. Obwohl ich dagegen früher eine Abneigung hatte. Da ist man dann wieder beim Stichwort "in Bewegung bleiben". 