Beiträge von m_tree

    Nun ist ja de facto schon Montag und ich löse einfach mal auf (werde den Startbeitrag auch entsprechend editieren):


    A = Shure SM57

    B = t.bone MB85 Beta

    C = Sennheiser e604


    Damit lagen die ersten drei User, die einen Tipp (auf Basis der Gesamtmixe im Startbeitrag) abgegeben haben, auch tatsächlich richtig! Namentlich Drumm.er , Oliver_Stein und nils .

    Was wohl untermauert, dass man mit genügend Vorwissen und Gehörtraining durchaus Unterschiede hören und diese auch richtig zuordnen kann.


    Frequenzgänge findet man mit Recherche nach "frequency response" und dem jeweiligen Mikrofon (ggf. Bildersuche).


    Welchen tonalen Abstand haben denn Schlag- und Resofell zueinander (Reso wahrscheinlich um einiges höher)?

    Hatte vorhin noch mal mit der App "Drumtune Pro" gemessen, wobei ich in die Mitte des Fells geschlagen habe (macht kaum einen Unterschied, evtl. ein paar Hz tiefer als am Rand). Das gegenüberliegende Fell war dabei jeweils abgedämpft.


    12er:

    Reso 310 Hz

    Batter 140 Hz


    16er:

    Reso 190 Hz

    Batter 100 Hz


    Das ist schon ziemlich extrem. Wird aber auch durch die sehr unterschiedlich dicken Felle verstärkt. Mit Diplomat als Reso und auf der anderen Seite doppellagig ist die Tabelle vom Tunebot jedenfalls nicht mehr aufgegangen. D.h., ich musste z.B. das Reso höher stimmen als angegeben (bei gleicher Tonhöhe des Schlagfells) um auf den entsprechenden Grundton zu kommen.

    Kauf halt einfach eins mit Guss-Spannreifen (sofern deine Toms auch Gussreifen haben), das sich farblich halbwegs vernünftig in dein Set einfügt und spendier den Toms dann mal komplett gleiche (neue) Felle. Felle sind beim Thema Sound wichtiger als die Holzart. Zumal kleine Abweichungen bei einem 16er, das die Reihe abschließt und nicht "mittendrin" ist, kein Problem sein sollten.


    Man muss es nicht komplizierter machen als es ist.

    Wie du im Startbeitrag geschrieben hast geht's ja um eine Jamsession. Da geht's i.d.R. darum, dass Leute miteinander Musik machen. Und nicht, dass Egomanen Soli spielen und sich selbst darstellen. Ich nehme mal an, dass du auch noch keinerlei Banderfahrung hast.


    Am Schlagzeug sind bei solchen Sessions Fähigkeiten wie ein guter Groove, ein Feingefühl im Zusammenspiel, Kenntnis von diversen bekannten Songs und deren Abläufen u.ä. gefragt. Ich hatte schon bei Open Jamsessions den ganzen Abend über begleitet, während verschiedene Leute vorn auf der Bühne waren.


    Schlagzeug ist im Bandkontext auch alles andere als ein Solo-Instrument. Bei einfacheren Songs bist du eher der Timekeeper und da sind ein solider Groove und ein Händchen fürs rhythmische Zusammenhalten einer Band gefragt.


    Und wenn du wirklich ein Solo spielen willst, wirst du wahrscheinlich ausgelacht, wenn du das vom Blatt abliest. Sowas macht man spontan und improvisiert. Es sei denn du spielst ein Schlagzeugsolo auf Gigs deiner Band, das du akribisch vorbereitest. Und selbst da ist es in den meisten Musikstilen unangebracht, das vom Blatt zu spielen.


    Auf meinem Kanal habe ich "drums only" bzw. im Prinzip Schlagzeugsoli mit Covers gemixt. Die "drums only" Sachen sind an der grünen Schrift in den Thumbnails zu erkennen:


    Marius Baum Drums
    Drummer, based in Germany, born in 1990. Passionate audio engineer as well. Thumbnail font colors: orange = drum cover green = drum solo / creative blue =…
    www.youtube.com


    Meine Vorgehensweise ist dabei in etwa:

    Zuerst habe ich eine Idee und fange an, das in einem bestimmten Rahmen am Schlagzeug zu üben. Ich denke mir verschiedene Parts aus und spiele das für höhere Sauberkeit und Transparenz auf Klick. Die Performance ist letztendlich aber immer mehr oder weniger improvisiert bzw. frei gespielt. Ich gebe mir selbst meistens keine Takte vor.


    Da ich immer schon viel frei am Schlagzeug gespielt und improvisiert habe, kann ich das. Hätte ich immer nur stupide Vorgaben vom Blatt gespielt, könnte ich es nicht. Denn so wie man übt, spielt man auch. ;)

    Kann ich sowas irgendwo lernen? Wenn deine Antwort jetzt ist: gehe zu einen Schlagzeug-Lehrer, dann ist das Problem dabei, dass so eine Stunde nur 30 Min. oder max. 45 Minuten geht. In der Zeit kann mir der Lehrer nichts beibringen, er würde gar nicht verstehen wovon ich rede, was der Hintergrund der Frage ist (soll kein Hate sein)

    Hast du es denn schon mal probiert? Wenn nicht, kannst du gar nicht wissen, wie die Unterrichtsstunde ablaufen würde. Außerdem ist Unterricht i.d.R. nicht darauf ausgelegt, alles in einer einzigen Stunde zu behandeln.


    Ansonsten bin ich klar der Meinung, dass ein "richtiges" Solo eine sehr persönliche Sache ist und nicht vom Blatt bzw. mit Vorgabe gespielt werden kann. Ein richtiges Solo denkt man sich selber aus und spielt es mit seiner eigenen Handschrift.


    Alles andere ist völlig Kreativloses Nachspielen und Auswendiglernen.

    Der Vollständigkeit halber poste ich es auch noch hier. Angeregt durch diesen Thread: Anfrage für eine Transkription


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    Zitat von m_tree

    Beim ersten Takt hab ich ein paar Kleinigkeiten geändert: Ich spiele das 12er Tom im ersten und dritten Durchlauf jeweils 2x auf andere Zählzeiten, die Snare gar nicht. Und ich spiele Doublebass. Das kommt so viel druckvoller und sauberer als mit Doublestrokes. Handsatz auf den Toms ist LRLR, Bassdrum RF-LF.


    Den Klick habe ich im Nachhinein in der DAW hinzugefügt. Da ich den Track sowieso als WAV zur genaueren Analyse runtergeladen und in Moises eingefügt hatte, habe ich den Track und Klick kurzerhand vom Smartphone kommen lassen und mit der DAW nur aufgenommen.

    A-Man
    Dann hier mal das Tutorial. :)

    Vier Durchläufe in 60, 70, 80 und 87 bpm (Originaltempo). Video ist "nicht gelistet".


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    Beim ersten Takt hab ich ein paar Kleinigkeiten geändert: Ich spiele das 12er Tom im ersten und dritten Durchlauf jeweils 2x auf andere Zählzeiten, die Snare gar nicht. Und ich spiele Doublebass. Das kommt so viel druckvoller und sauberer als mit Doublestrokes. Handsatz auf den Toms ist LRLR, Bassdrum RF-LF.


    Den Klick habe ich im Nachhinein in der DAW hinzugefügt. Da ich den Track sowieso als WAV zur genaueren Analyse runtergeladen und in Moises eingefügt hatte, habe ich den Track und Klick kurzerhand vom Smartphone kommen lassen und mit der DAW nur aufgenommen.

    Ich kenne die e604 noch von früheren Aufnahmen. Und die ersten Vergleiche mit den neuen Exemplaren gegen die MB85 Beta brachten schon auf den provisorisch aufgebauten Nahfeld-Abhören im Proberaum für mich deutliche Unterschiede zum Vorschein.


    Das alles hat aber auch sehr viel mit Gehörbildung und Gehörtraining zu tun. Das, was mir da z.B. bei Harmonielehre (noch) fehlt, habe ich wohl durch Recording, Mixing und Mastering ersetzt. "Die Flöhe husten hören" zu können ist aber auch eine Voraussetzung dafür:

    Fakt ist, die Wahl des Equipments wird überbewertet, guter Sound entsteht in erster Linie durch den erfahrenen Anwender. Ich kann da nur neidisch werden. Trommeln stimmen sowie das passende Mikro auswählen und in Position bringen, das schaffe ich (gerade noch). Alles, was hinter den Mikros so alles stattfindet, ist mir aber im wesentlichen bisher verborgen geblieben.

    Denn es ist vollkommen richtig, dass das letztendlich alles nur Werkzeuge sind und es vor allem darauf ankommt, wie man diese bedient.


    Das Endergebnis ist aber immer die Summe aus sehr vielen Details und da gibts allein schon vor dem Mikrofon deutlich mehr Variablen als drei "für den Job geeignete" Mikrofone jemals erzeugen können.


    Worauf ich hinaus will ist, dass die Details eben durchaus eine große Rolle spielen. Weil das Ergebnis eben die Summe aus so vielen Details ist. Auch im Mix.

    Also beim BD 300 stimme ich dir uneingeschränkt zu. Das geht maximal als Floor Tom Mikro, aber sicher nicht für die Bass Drum. Das BD 500 (Grenzfläche) braucht sich aber aus meiner Sicht für seinen Preis nicht vor seinen Vorbildern verstecken.

    Am Floortom geht das BD300 m.E. noch viel weniger als für die Bassdrum (alles schon probiert). Aber ich halte von Bassdrum-Mikros an Floortoms sowieso nichts. In einer "moderaten" Reihe mit z.B. 10-12-14-16 nehme ich lieber gleiche Mikros, um alle Toms gleich zu "färben". Kommt halt auf die Mikros an. SM57 klingen dünner als e604 und eignen sich daher aus meiner Sicht weniger für Toms als für die Snare. Der Nahbesprechungseffekt "peakt" beim SM57 bei etwa 200 Hz, bei vielen anderen dynamischen Mikros wie auch MD421, e604, MB85 Beta eher bei 100 Hz. Grundtöne von 14er Snares liegen meist bei um die 200 Hz (entspricht einer mittleren Stimmung), Grundtöne von Toms eher bei 100 Hz (in diesem Fall hier etwa 78 Hz und 116,5 Hz).


    Es gibt natürlich immer wieder Ausnahmen. Bei den Beispielen hier liegt die Behringer-Grenzfläche in der Bassdrum. Ein Shure Beta 52a im Resoloch. Habe noch ein Audix D6 da, das ich sonst immer mit dem Beta 52a kombiniert hatte (drinnen + draußen vorm Reso), aber will gerade mal das Live-Setup simulieren. Da wird dann die Shure oder Beyerdynamic Grenzfläche drin liegen.


    Grenzflächen klingen halt relativ unnatürlich und haben viel "Knack". Kommt immer drauf an, welchen Sound man will.


    Die SC-140 gehen so. Nutze ich auch aktuell als Overheads. Habe aber gemerkt, dass ich bei meinen letzten Drumaufnahmen sehr viel mehr Raummikro (SC-1100 Großmembran Kondensator) als Overheads im Mix habe. Die Overheads gehen mittlerweile praktisch unter und die Raummikros stellen das Gesamtbild bei mir.

    Besonders bei Kondensator-Mikros, die ja i.d.R. eine viel natürlichere und genauere Höhendarstellung als dynamische Mikros haben, spielen "China-Höhen" halt oft eine Rolle. Es macht einfach keinen Spaß, wenn die Höhen trotz sehr gut und weich klingender Becken und eines ausgefeilten Mixes mit guten EQs usw. einfach nicht "schön" klingen - wegen billigen Mikros ...


    Raummikros lohnen sich nach meiner Erfahrung nur in großen, hohen und gut klingenden Räumen. Der übliche Ansatz ist dann, die Raumspuren stark gesättigt und/oder komprimiert dazu zu mischen. Wenn der Raum aber eh schon nicht gut klingt, ist man besser damit beraten, den im Mix nicht so vordergründig werden zu lassen. Ich verzichte z.Z. komplett auf Raummikros.


    Mit dem CD 55 habe ich dagegen gar keine Erfahrung, würde das Stand jetzt aber auch gar nicht in Betracht ziehen.

    Waren zwar nicht meine eigenen, aber ich hatte mal im Rahmen eines Bandprojektes mit denen aufgenommen. Geht natürlich zur Not alles irgendwie.

    Ich hatte mir vor 3,5 Jahren ein 14er Standtom eines anderen Herstellers besorgt, um 10-12-16er Toms damit zu ergänzen. Habe seitdem alle meine Aufnahmen so gemacht (zumindest die mit zwei Standtoms). Z.T. auch live so aufgebaut, wenn ich da ausnahmsweise mal zwei Standtoms hingestellt hab. Bin trotzdem froh, dass das ab jetzt wieder der Vergangenheit angehört.


    Geht aber erstaunlich gut. Man sollte halt drauf achten, dass die Trommeln von der Konstruktion her ähnlich sind. Also z.B. nicht gerade Acryl mit Holz kombinieren. Bei Holz am besten auch das gleiche Holz (z.B. Ahorn / Maple) mit (noch besser) ähnlichen Gratungen und ähnlicher Kesselstärke benutzen. Außerdem darauf achten, dass die Hardware gleich ist - also gleiche Spannreifen (z.B. Guss oder flanged 2,3mm) und zumindest eine Aufstellung / Aufhängung, die ähnlich starr oder eben nicht starr ist. Beachtet man all das, wird man mit (ganz wichtig ;) ) gleichen Fellen vom Sound keinen Unterschied feststellen können.


    Rein optisch ist natürlich das Finish am wichtigsten. Ich konnte ein Finish bekommen, dass sich gut in's vorhandene Set einfügt.

    Nimm die Holzbeater für die IC. Klingen gut und sind aus Holz. :D

    +1


    Die haben viel Attack und klingen m.E. sogar besser als Plastik. Haben aber auch eine große Verschleißproblematik beim Thema "Beater vs. Fell / Patch". Die Evans EQ-Patches musste ich mit denen schon nach viel kürzerer Zeit als mit Filz-Beatern wechseln. Falam Slam hält besser, aber auch da entstehen schnell Abnutzungserscheiungen. Ich bin daher erstmal wieder auf Filz-Beater umgestiegen, zumindest für live.


    Die Iron Cobra Filz-Beater halten bei mir übrigens schon ewig. Bei glatter Oberfläche des Fells oder Patches (wozu auch Falam Slam gehört) sollte das eigentlich kein Problem sein. Nach meiner Erfahrung verschleißen Felle und (glatte) Patches schneller.


    Beim Thema Attack spielt auch das Innenleben (Dämpfung) der BD und die Mikrofonierung eine große Rolle. Eine Grenzfläche in einer fast leeren Bassdrum nimmt z.B. sehr viel Attack auf, der ist für Metal gut formbar. Auch bestimmte dynamische Mikros mit "freier Schusslinie" zum Auftreffpunkt des Beaters liefern genug formbaren Attack. Ein Blick in die jeweiligen Frequenzgänge ist da aufschlussreich.

    Aber umso mehr weiß ich jetzt, dass ich mich keinesfalls schlecht dafür fühlen muss, dass die Schlagzeugaufnahmen, die ich aktuell für unsere Band mache, komplett mit t.bone Mikros entstehen und nichts "teures" dabei ist. ^^

    Ich sehe die t.bone Mikros schon ein bisschen zweischneidig. Kenne zwei der speziellen Schlagzeugmikros (BD300, CD 55) und auch die SC-140 (Kleinmembran-Kondensator) und würde nie wieder mit denen arbeiten wollen. Die MB85 Beta bildeten da in den letzten Jahren eine Ausnahme für mich - und eben auch nur an Toms.

    Die Snare nehme ich in den Beispielen hier übrigens (notgedrungen) mit zwei MB85 Beta ab. Da ist mir noch mal klar geworden, dass ich die nie für die Snare benutzen würde, wenn ich SM57 da habe.


    Vorziehen würde ich die e604 übrigens auch wegen der Handhabung. Auch "daheim" ist es für Videos besser, wenn nicht immer so klobige Mikros im Bild über den Toms sind. Und bei größeren Set-Aufbauten ist es auch praktisch, wenn man sich Mikrofonstative sparen kann. Das untere Snare-Mikro hab ich z.Z. mit einer Klemme am Snare-Stativ befestigt.


    Vor ein paar Jahren hatte ich auch mal mit den Sennheiser e904 an Toms aufgenommen. Die klingen wieder ganz anders als die e604. Definitiv neutraler und offener. Welche man dann nimmt, ist wohl Geschmackssache.


    also ich würd zur sicherheit auf alle fälle lieber nochmal ganz genau reinhören, da ist ja auch 1(eine) superniere mit am start ;)

    :whistling:

    a060.gif

    Quatsch... :rolleyes:

    Dachte ich auch erst ("Quatsch"), aber die MB85 Beta scheinen tatsächlich Superniere zu sein:


    🎤 the t.bone MB85 Beta
    the t.bone MB 85 Beta, Dyn. Gesangsmikrofon, Superniere, Frequenzgang 20 - 17.000 Hz, MAX SPL 155 dB SPL, 2,4mV/Pa @ 1 kHz, Gewicht 256 g, Zubehör:…
    www.thomann.de


    Wobei das hier beim Übersprechen weder positiv noch negativ ins Gewicht fällt, nach meiner Einschätzung.


    ...


    Wann soll ich dann auflösen? Morgen, Übermorgen oder doch erst Montag?

    Drumm.er

    Der Vollständigkeit halber hier noch die Tom-Mikros solo und zum Vergleich ohne Tom-Mikros. Ich habe meine sonstige Kette so belassen (ist also nicht roh), die MP3s dieses mal allerdings direkt aus dem Projekt rausgezogen, ohne nochmalige Angleichung der Lautheit.


    Ohne_Tom-Mikros.mp3


    A_Nur-Tom-Mikros.mp3


    B_Nur-Tom-Mikros.mp3


    C_Nur-Tom-Mikros.mp3


    Finde das bisherige Feedback hier schon sehr interessant. :thumbup:

    Will aber noch nichts zu den abgegebenen Tipps sagen. Könnte auch schon früher auflösen (morgen oder übermorgen). Bin mit dem Gespielten nicht so zufrieden, aber für den Vergleich reichts schon. Habe auch absichtlich was mit ungespanntem Snare-Teppich und eine reine Tom-Performance ohne Hi-Hat oder Ride genommen. Bringt ja nix, wenn man erst 10 Sekunden auf ein Tom-Fill warten muss und dann noch mal 10 Sekunden aufs nächste ...

    Hattest du nicht ein Thread eröffnet bzgl. des Themas „Warum checkt der Techniker die Overheads zum Schluss?“?

    Nee, das war ich nicht.

    Bei kleinen Locations werden die Overheads oft nicht benötigt.

    Ja, und gerade da spielt der Natursound im Raum noch eine große Rolle. Die Close Mics werden da auch nur dazu gemixt.


    Beim Recording sind die Overheads (abhängig vom Gengre) erstmal wichtiger als die Mikros an den Toms.

    Na ja ... für meine aktuelle Vorgehensweise, auch im Mix, sind die Tom-Mikros schon essenziell. Da wird ohne die Tom-Mikros kein Schuh draus.

    Live wird in vielen modernen Gengres die Overheads sehr leiste für die Becken beigemischt und man hört im Mix hauptsächlich closed micing. 😊

    Ich weiß. Aber wenn der Natursound in größeren Locations eine geringere Rolle spielt, ist ja oft auch noch viel Schlagzeug auf den Gesangsmikros drauf.


    Und apropos Gesangsmikros: im Normalfall kommt ja noch ne Band dazu. ;)

    Beim T.Bone hast du leider auch nicht die Modellbezeichnung hinzu geschrieben.

    Doch, steht im Threadtitel (t.bone MB85 Beta). Ich füg's aber auch noch in den Beitrag ein.

    Um eine genauere Aussage treffen zu können, müsste man die reinen Tom Signale ohne Overheads hören.

    Die Idee dabei ist, ein realitätsnahes Setting für Aufnahmen zu haben. Wobei die Overheads hier schon insgesamt sehr zurückhaltend reingemixt sind.


    Wie die Mikros einzeln klingen interessiert ja meist nicht mal live.


    Was mich als Tuning-Nerd noch interessieren würde: Welchen tonalen Abstand haben denn Schlag- und Resofell zueinander (Reso wahrscheinlich um einiges höher)?

    Ja, Resos auf den Toms um einiges höher. Schreibe später noch genau was dazu.

    Die allgemeine Wahrnehmung dazu hier würde mich echt interessieren! Für unvoreingenommene Vergleiche erstmal ohne Zuordnung:


    Shure SM57

    A - Tom-Mikros.mp3


    t.bone MB85 Beta

    B - Tom-Mikros.mp3


    Sennheiser e604

    C - Tom-Mikros.mp3


    Welche Version gefällt euch am besten? Welche Mikros vermutet ihr hinter den Versionen? Ich würde das mal übers Wochenende "offen" lassen und dann am Montag auflösen. Könnte auch noch was einspielen.


    In den letzten Jahren hatte ich die t.bone MB85 Beta (eigentlich Gesangsmikros) für meine Aufnahmen an Toms benutzt. Diese habe ich sogar Shure SM57 an Toms vorgezogen. SM57 find ich an der Snare (oben + unten) top, an Toms aber flop. Aber ist natürlich alles Geschmackssache. Zur Zeit habe ich noch zwei Sennheiser e604 für einen anstehenden Road-Einsatz da. Und nachdem ich vorgestern komplett Felle gewechselt hatte, lag natürlich ein Vergleich dieser Mikros nahe.


    Zu hören ist ein Mix aus den Overheads, 2x Bassdrum, 2x Snare und den jeweiligen Tom-Mikros an 12+16" Toms. Auf den Trommelspuren sind nur leichte Höhenbetonungen, auf den Overheads ein leichter Low-Shelf Roll-Off, Gates nur auf der Bassdrum. Keine parallelen Spuren, keine Automation. Die restliche Bearbeitung ist auf der Summe mit (Band-)Sättigung, Kompression, EQing. Für optimale Vergleichbarkeit habe ich alle Tom-Spuren auf gleiche Lautheit (EBU R128) normalisiert. Das selbe habe ich noch mal mit den Gesamtmixen vor der Konvertierung in MP3 gemacht.


    Pinstripe oben / Diplomat unten auf den Toms. Die Dämpfung beschränkt sich auf ein bisschen Watte im Innern und eine Sticktasche am Standtom. Gestimmt auf eine Quinte Abstand (Dis und Ais).


    Von den Coatings bei Remo kann ich genau das gleiche berichten, aber mit Schwankungen (was es nicht besser macht).

    Das ist ein Grund dafür, dass ich auf der Snare lieber Evans (UV1) spiele.

    Ansonsten habe ich mit Remo aber keine Probleme. Powerstroke 3 auf der Bassdrum halte ich sogar für Alternativlos.


    Butter bei die Fische: Hier gibt´s doch Spezialisten, u. a. den TS, die allerlei (Frequenz- und andere) Alanysemöglichkeiten haben und die auch gerne mal nutzen. Da fände ich zur Beantwortung der Frage doch mal einen Blindtest interessant: Ein 30 Jahre altes (a: unbenutztes, gut gelagertes, b: benutztes) Reso gegen ein frisch vom Band gehüpftes. Was sagen die Spektrometer? Wer glaubt, welches Fell ganz sicher "blind" erkennen zu können? Und wieviel würde er/sie darauf verwetten?

    Das könnte ich gern mal machen. Mir mangelt's da nur an "ausreichend alten" Fellen. Den Vergleich hier hatte ich ja sein gelassen, weil die Resos erst 3,5 Jahre drauf waren. Viele tun sich ja schon schwer, bei unterschiedlichen Resos Unterschiede zu hören.


    Vom Unterschied der Bassdrum war ich gestern aber echt beeindruckt. Felle stimmen sich durchs Bespielen ja i.d.R. nur runter. Was dazu führt, dass das Nachstimmen meistens Hochstimmen ist. Das PS3 Ebony mit selbst rein geschnittenem Loch war jedenfalls 12 Jahre alt und hatte ich vor ein paar Jahren nach Experimenten mit anderem Reso (Ambassador Ebony) und einem Reso mit Bandlogo wieder auf die selbe BD gezogen.


    Aber auch die Snare klingt mit neuem Reso und neuem Teppich lebendiger und voller (vor allem der Teppich). Das Snare-Schlagfell habe ich noch nicht gewechselt, das soll noch bis Ende Mai verschleißen.


    Kurzum: Fellwechsel sind durchaus sinnvoll, wenn die Felle viel benutzt und nachgestimmt werden. Das ist ja so ähnlich wie mit Gitarren- oder Bass-Saiten.

    Es sei denn man will genau diesen "verschlissenen" und tendenziell dumpferen und "toteren" Sound.

    Vielen Dank an alle für den Input✌️👊

    Falls du noch Interesse an einem Tutorial hast, könnte ich ein Video mit (hörbarem) Klick machen und das dabei langsamer spielen. Könnte die Geschwindigkeit auch steigern, aber die 32stel Bassdrum würde ich dann mit beiden Füßen spielen.