das ist mir alles ziemlich schnuppe:
Das Orion und das Saturn Pro sind unheimlich gut klingende Drums. Das Orion vielleicht sogar das beste, was ich je gehört habe, Alles andere in Sachen Innovation etc. erscheint da doch eher zweitrangig.
Im übrigen kann ich die Vorbehalte gegen japanische bzw. fernöstliche Drums, die hier so oft und so gerne postuliert werden, in keiner Weise nachvollziehen. Ich habe es Ende der 70iger /Anfag der 80iger Jahre erlebt, wie Pearl, Tama und Yamaha den althergebrachten Companys kräftig den Marsch geblasen haben:
Sonor hatte sich zu diesem Zeitpunkt völlig auf ihren Alleinvertretungsanspruch in Sachen Qualität zurückgezogen und war drauf und dran, in Schönheit zu sterben. Die waren nur noch damit beschäftigt, ihre HighClass-Drums fürs Musik-Museum zu bauen und bsp. Hihatständer zu entwicklen, die gleichtzeitig als Wagenheber funktionalisiert werden konnten. Ludwig war zu dieser Zeit in Europa so gut wie gar nicht mehr erhältlich wegen offensichtlich schwerster firmeninterner Pobleme und die Sachen, die man erhalten konnte, waren verarbeitungstechnisch auf unterster Stufe. Ich hatte seinerzeit einen Kollgen, der hatte nach drei Wochen an seinem neuen Luwig die Bassdrumfüße in der Hand, weil die sich aus dem Holz rausgedreht hatte. Der ganze Kessel war im Eimer. Ein anderer konnte nach 3 Monaten seine Fußmaschine zurücktragen. Und die soviel beschworenen Gretsch waren auf dem deutschen Markt auch nicht recht präsent, wenn ich das richtig erinnere. Der DollarKurs hat sowieso alles ins Unermeßliche gesteigert (Ölkrise).
Und während Sonor zum Beispiel noch Werbung damit machte, dass auf ihren dicken kesseln übergewichtige Männer stehen konnten, war es Tama dann zum Beispiel, die als erste den Unsinn mit den dicken Kesseln aufbrachen und mit dem Artstar dann so langsam mal neue Wege beschritten. Yamaha kam mit dem YESS-System um die Ecke, und auf einmal war auch Hardware erhältlich, bei der man sich nicht entscheiden mußte zwischen sauteuer inkl. Lebensgarantie (Sonor) und absolutem Murks einer No-Name Firma oder völlig überteuerten und schwachbrüstigen amerikansichen Produkten.
Und was weiterhin immer vergessen wird, ist, dass die sooft gescholtenen Firmen zumeist kleine Betriebe sind, die nach hiesigen Maßstäben eher als einfache mittelständische Unternehmen zu werten wären. Groß werden sie erst durch die unheimlichen Vertriebswege und die Enbindung in einen Großkonzern (bsp. Yamaha).
Okay, war jetzt vielleicht etwas offtopic, aber egal.
See