Foto selbst ist nicht ganz eindeutig. Vielleicht Zur Abrundung zum Post von MattMatt.
1. Zeigefinger auf dem Stick
Soweit dieser Grip meint, den Zeigefinger auf den Stick zu legen, kann man ihn bei einigen Drummern zeitweilig beobachten, beispielsweise Chris Davis spielt zuweilen häufig schnelle Singles auf dem Hihat so (zumindest mit der rechten Hand).
Das allerdings tatsächlich nur zeitweilig:
Der Vorteil dieser Technik ist zwar, dass ich für die Abwärtsbewegung des Sticks zusätzlich Druck ausüben kann, anderseits allerdings der Schwung des Sticks dadurch erheblich abgestoppt und beschränkt wird.
Diese Technik eignet sich daher in erster Linie für kurz anzusetzende schnelle HH oder Snare-Ghosts, die zügig, aber nicht sonderlich laut sein müssen.
2. Zeigefinger lose neben dem Stick
Soweit das Bild eine Position zeigen soll, bei der der Zeigefinger lose neben dem Stick nach vorne zeigt, beziehungsweise sogar an der Seite runter hängt (so wie in dem Video von Hessler) ist dies die in den letzten Jahren eigentlich zunehmend verbreitete Stick-Haltung:
Wesen dieser Haltung ist, dass Daumen und Zeigefinger keinen eigentlichen Grip bilden, sondern der Stick schwerpunktmäßig auf den hinteren drei Fingern liegt und der Daumen links eigentlich nur dafür da ist, dass der Stick nicht nach links und der Zeigefinger dafür verantwortlich ist, dass der Stick nicht nach oben und nach rechts ausbricht.
Der Mittelfinger (und der Ringfinger) ist eigentlich das Zentrum dieses "Griffs", der genau genommen kein Griff ist, weil Mittelfinger zusammen mit dem Daumen gerade kein ausgesprochenes festes Fulcrum bildet, sondern der Stick eigentlich nur auf dem Mittelfinger liegt.
Daumen und Zeigefinger bilden bei der Aufwärtsbewegung des Sticks dann letztlich nur ein Dach, (Bachmann spricht von "Ceiling) welches den Rückschwung des Sticks kontrolliert und gleichzeitig dabei hilft, den Stick wieder in der Gegenbewegung aufs Fell zu bekommen, gemeinsam mit dem anziehen der drei hinteren Finger, die sich unter dem Stick befinden, kommt so gut zusammen mit der Unterarm- und Handgelenks-Moeller-Bewegung eine kraftvolle Bewegung zu Stande, die zugleich optimal schnell, kontrolliert und ausdauernd ist.
Man kann so auch problemlos - wenn gewünscht - sehr laut spielen, da der Stick mit dieser Halterung – wenn man es will – den maximalen Schwung bekommt und vorne nach Belieben offen bleibt, ohne die Kontrolle zu verlieren.
3. Zeigefinger und Daumen halten Stick
Aus dem Foto kann man allerdings auch die Haltung ablesen, dass tatsächlich mit Daumen und Zeigefinger ein Fulcrum gebildet wird, der Zeigefinger allerdings tatsächlich den Stick im ersten Gelenk Gelenk (von der spitze ausgesehen ) hält, so dass der Stick insgesamt relativ tief liegt und alle Finger den Stick im letzten Gelenk liegen haben.
Dadurch wird der Schwerpunkt natürlich auf die Finger-Arbeit gelegt, die allerdings so auch die maximale Bewegungsmöglichkeit haben und sich diese Haltung dann sehr für Push-und-Pull-Bewegungen eignet, die man zusammen auch gut mit der Müller Technik kombinieren kann.