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Donnerstag, 10. Januar 2019, 18:19

Audio Interface, AD/DA Wandler, was nutzt ihr?

Moin Moin,

nach mehrjähriger Schreibabstinenz hier im Forum ist es mal wieder Zeit für mich ein einen Beitrag hier zu erstellen (Ich glaube ich sollte auch bei Zeiten mal meine Galerie erneuern, denn auch da hat sich einiges getan).

Meine Band und ich haben das Ziel bei uns im Proberaum vernünftige und schnelle Mitschnitte zumachen (Gitarre, Bass, vollmikronfoniertes Drumset, Gesang und evtl. 1-2 Backing Vocals). Des Weiteren haben der Basser und ich auch die Ambitionen die Recording Seite etwas ernster zu betreiben. Wir haben aus dem Grund nun auch ein wenig bei uns aufgerüstet. Das ist auch alles schön und gut, aber nun haben wir vor kurzem festgestellt, dass uns eins unsere Focusrite Saffire Pro 10 Audio Interfaces flöten gegangen ist und das andere will bei uns auch nicht so recht über Windows 10 funktionieren. Klar die Dinger werden nicht mehr hergestellt und haben auch schon einige Jahre auf dem Buckel. Wir standen deswegen auch mit dem Support von Focusrite im Kontakt und die haben uns erzählt, dass die Saffire Pro 10 auf Grund von Kompabilitätsproblemen unter Windows 10 Schwierigkeiten bereiten können.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Wir wollen nun die Dinger ersetzen bzw. generell aufrüsten.

Nun sind wir am überlegen, was sinnvoll wäre. Unsere Überlegung war z.b. einen dedizierten AD/DA Wandler zu kaufen:

https://www.thomann.de/de/motu_16a_avb.htm?ref=search_prv_14 (Hier vorerst über Thunderbolt in den Rechner)

https://www.thomann.de/de/ferrofish_a32_dante.htm (Hier über Dante in den Rechner)

Das wären zwei unserer Überlegungen gewesen. Es sollen mindestens 16 Kanäle, vielleicht sogar direkt 32 oder eben die einfache Erweiterung auf 32 Kanäle, da ein analoges 32 Kanal Mischpult vorhanden ist und wir gerne die Möglichkeit haben würde diese Anzahl auch zukünftig zu nutzen.

Die zweite Überlegung wäre ein digitales Mischpult zu kaufen und damit dann direkt in den Rechner zu gehen. Hier wäre es natürlich toll direkt ein 24 oder 32 Kanal Pult zu haben.

Bei dieser Variante haben wir z.B. über folgendes Pult diskutiert:

https://www.thomann.de/de/presonus_studi…f=search_prv_13

Da ja auch einige recording-affine Leute hier im Forum unterwegs sind, mal ein paar Fragen:

1. Was nutzt ihr so als Schnittstelle zwischen dem Analogen und dem Digitalen (AD/DA Wandler? Audio Interfaces mit Pre Amps? Digitale Pulte? Andere Möglichkeiten?)? Brauche da vielleicht einfach mal ein wenig Input

2. Wo seht ihr die Vor- und Nachteile von dedizierten Wandlern und digitalen Pulten?

3. Habt ihr vielleicht andere Vorschläge, die ich vielleicht noch nicht beachtet habe?

Ich weiß, dass ich vielleicht mit meiner Frage im z.B. Gearslutz Forum besser aufgehoben wäre, aber da ja auch einige Leute hier unterwegs sind, die sich für Recording interessieren, kommt ja vielleicht die ein oder andere interessante Unterhaltung zu stande.

Cheers
Thore

m_tree

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2

Donnerstag, 10. Januar 2019, 19:37

Habe überlegt, ob ich diese Grundsatzfrage stellen soll ... aber wenn das gleich direkt jemand macht, ist's vielleicht ganz gut. Denn Arbeitsaufnahmen, sprich "vernünftige und schnelle Mitschnitte", kann man auch mit einem Handyrecorder machen. Denn mit steigendem Aufwand beim Aufnehmen steigt auch der Aufwand der Nachbearbeitung, wenn sich das wirklich lohnen soll. Dann gehts weiter mit Dingen wie Übersprechen. Mindestens die Vocals müssen overdubbed werden, damit das am Ende wirklich gut klingt. Davon abgesehen, dass man entsprechend nah besprochene Aufnahmen mit bspw. einem SM58 erst mal ordentlich im Bassbereich beschneiden muss, damit das überhaupt nach was klingt. Habe auch schon Live Mitschnitte abgemischt und spreche aus Erfahrung. ;)

Eine weitere Sache, die mir einfällt: Sind das tatsächlich keine Kanonen auf Spatzen? Einen reinen AD/DA Wandler mit 32 Kanälen (von denen ihr kaum mehr als 16 brauchen werdet) für 3000€ in Erwägung zu ziehen, mit dem noch kein einziges Mikro vorverstärkt und ggf. mit Phantomspannung versorgt ist, geht für mich zumindest mit einem wirklich professionellen Ziel der Aufnahmen einher.

Ich nehme mal an, dass ihr das ganz alte Saffire Pro habt? Das war glaube ich nur ein Prototyp. Hatte ich selbst mal getestet, nachdem ich mit vielen Exemplaren der "normalen" Saffires gearbeitet hatte. Die Nachfolger sind die Scarletts mit USB Anschluss, die allerdings die gleichen Pre-Amps haben. Diese Qualitätsstufe betrachte ich sogar als ausreichend für professionelle Aufnahmen, wenn das Budget sehr klein ist. Da in eine viel höhere Liga zu gehen hat m.E. nur Sinn, wenn ihr das dann z.B. auch professionell nachbearbeiten lasst.

Ansonsten denke ich, dass ein digitales Mischpult mit Aufnahmefunktion für Einzelkanäle "trocken" (also unbeeinflusst von der Effektierung des Pults) sich gut für eure Zwecke eignet. Egal ob ihr mit PA oder In-Ear Monitoring probt - irgendwie müsst ihr das sowieso verstärken bzw. eure Monitor Mixe erstellen. Und so braucht ihr nur noch die Aufnahme mit laufen lassen.

Sind wirklich mehr als 16 Kanäle nötig? Wie groß ist denn das Drumset und wie viele von euch singen? Wobei die Gesänge wie gesagt sowieso overdubbed werden sollten. Allein das Schlagzeug müllt Gesangsmikros schon kräftig zu. Fängt man dann zu komprimieren wird das noch problematischer. Je größer der Raum und je durchdachter die Aufstellung, desto kleiner wird das Problem natürlich (ähnlich wie mit der Bühnengröße).

3

Donnerstag, 10. Januar 2019, 20:10

Ich hab gerade eben mein neues Baby beim Händler abgeholt: Ein Antelope Discrete 8. Dazu hab ich mir noch ein MOTU PRE8 bei Ebay für 160 Euro geschossen. Keine kauft sie, weil sie Firewire Interfaces sind, aber wenige wissen, die kann man auch als 8fachen Preamp unabhängig vom Interface nutzen (per ADAT an das Discrete 8 angebunden). So hab ich 16 Kanäle in hoher Qualität für möglichst wenig Geld. Man kann sogar noch einen zweiten 8er Preamp anbinden und auf 24 ausbauen.

Ich kann noch nicht viel dazu sagen, mehr als auspacken war noch nicht. Alternativ hatte ich mir das Apogee Elements 8 angeschaut. Aber das ist beides, genau wie das was Ihr raus gesucht habt, schon hochwertiges Zeug. Für reine Proberaummitschnitt eigentlich schon zu schade. Da würde es auch ein ZOOM Livetrak 20 tun, oder? Das Presonus ist da natürlich die Luxus-Variante. Bei dem Zoom kann man z.B. auch einfach die SD Karte aufzeichnen. Man muss nicht am Rechner sitzen.


Bei Gearslutz ist halt das drin was drauf steht. :D Gearslutz. Man kann sich da schnell verlieren. Es gibt einfach unheimlich viel Zeug und noch mehr Meinungen. Dort gibt es ja vom Profi bis zum Anfänger alles.


Ihr müsst auch bedenken: Wenn Ihr so gute Wandler kauft bringt das wenig mit Schrott-Mikros. Die müssen dann auch entsprechend gekauft werden und das kostet auch noch mal richtig Asche, gerade wenn es dann auch Richtung Recording gehen soll. Ich weiß ja nicht wie ihr an der Front ausgerüstet seid. Der neuste Shit ist ja Mic Modelling. Also ein möglichst neutrales Mikrofon, dass in alle möglichen klassischen Mikrofone "modelliert" werden kann. Deswegen hab ich mich für das Antelope entschieden. Spannendes Thema.
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“Life sucks, but in a beautiful kind of way.” Axl Rose

m_tree

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4

Donnerstag, 10. Januar 2019, 20:30

Mal von den Mikrofonen abgesehen, ist es ähnlich wie mit Instrumenten: Das Zeug will auch bedient werden. Klar - in Recording kann man sich recht schnell einarbeiten. Aber spätestens der Mixdown entscheidet, ob das ganze professionell klingt oder nicht.

Meine erste Empfehlung lautet jedenfalls Digitalpult mit Aufnahmefunktion für alle Einzelkanäle "trocken". Beispiel - 24 Kanäle (+ Multitrack Recording über USB ), 2.000€: https://www.thomann.de/de/allen_heath_qu_24_chrome.htm

Ansonsten würde ich nur auf All-In-One Lösungen bei Interfaces / Pre-Amps setzen. Also USB Interface und die über 1-2 weitere Module über ADAT auf 16 bzw. 24 Kanäle erweitert.

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5

Freitag, 11. Januar 2019, 00:58

Ersteinmal vielen Dank für die Antworten.

Ich denke ich muss hier noch mal etwas klarstellen:

Klar ist das für reine Proberaummitschnitte kompllet over the top und steht zu keinem Verhältnis. Dennoch geht es da auch für uns darum Mitschnitte zu haben, mit denen man gerade im Nachhinein arbeiten kann und auch bearbeiten kann, da wir uns als Band nicht so häufig zur Probe treffen können und auch viel von zuhause machen.

Hauptsächlich geht es aber auch darum, wie schon klein im Eingangspost erwähnt, dass der Basser und ich da schon ein wenig "professioneller" rangehen wollen und wenn sich die Möglichkeit ergibt nicht nur uns aufnehmen wollen. Wir haben schon generell sehr viel an unserem Proberaum im Eigenbau gemacht und haben neben Proberaum/Aufnahmeraum auch eine Regie.
Ein kleines Mikrofonarsenal ist mittlerweile auch schon vorhanden.

Die Frage, dich ich mir stelle ist eben, ob sich ein digitales Mischpult, wie z.B. das Presonus lohnt, oder ob man eben sich z.B. besagte Wandler holt, da eben schon ein analoges Mischpult zur verfügung steht.

Antelope hatte ich auch auf dem Schirm, aber irgendwie wieder verworfen, da ich da einige Negativberichte über die Software und den Support gelesen habe.

Für Proberaummitschnitte kommen wir schon auf 9 Mics beim Drumset (5 Toms, 2 Overheads, Snare und BD) 1x Gitarre, 1x Bass, 1 Vocals und gegebenfalls noch 2 Backing Vocals.

Bei richtigen Aufnahmen kann das bei Bedarf natürlich mehr werden.

Klar 32 Kanäle sind viel und werden wir vorerst vielleicht auch nich ganz nutzen, deswegen ja auch die Überlegung vielleicht erst 16 Kanäle, die aber einfach erweiterbar sind.

@m_tree: Wenn ich mal direkt fragen darf, was nutzt du denn bzw. wie gehst du an die Sache ran? Du bist ja anscheinend auch jemand der sich stark mit dem Recording beschäftigt.

Cheers und gute Nacht
Thore

m_tree

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6

Freitag, 11. Januar 2019, 01:46

Ich mache das zu einem beruflichen Standbein, ja. ;)
Aktuell benutze ich eigentlich nur meine Ohren, um fremde Aufnahmen abzumischen. Aufnahmemöglichkeiten habe ich erst demnächst wieder, und das auch nur provisorisch / vorübergehend.

Wegen den Wandlern - ich hatte das Mischupult vorhin außer Acht gelassen. Um welches handelt es sich denn? Die Qualität der Pre-Amps ist entscheidend. Außerdem braucht es für jeden Kanal direkte Line-Ausgänge, Pre (vor der Effektkette abgegriffen) oder wahlweise, um das an einen AD Wandler weiter zu geben.

7

Freitag, 11. Januar 2019, 02:12

Zitat

Antelope hatte ich auch auf dem Schirm, aber irgendwie wieder verworfen, da ich da einige Negativberichte über die Software und den Support gelesen habe.
Antelope ist halt noch nicht so lange auf dem Markt, aber sie sind motiviert und entwickeln spannendes Zeug. Sie rufen auch bei Usern an und fragen was sie verbessern können. Ich denke sie sind etwas zu schnell gewachsen, aber ich mag den Spirit der Firma und denke da wird noch viel kommen. Bei dem Support hab ich positives aber auch ein paar negative Dinge gehört, aber die hörst Du letzendlich bei jedem Produkt. Qualitativ ist das für den Preis schon ein Brett.

MOTU ist natürlich etablierter, aber ich hatte mit meinem 896, das ich ein paar Jahre genutzt habe, auch einiges an Problemen. Letztendlich kannst Du glaube ich mit jedem Anbieter Pech haben. Ich hatte ein Souncraft MTK für ein halbes Jahr, aber war nicht happy damit. Das ZOOM Tac 8 hab ich leider verkauft, das war zu dem Preis eigentlich super, wenn auch nicht auf dem Level vom Discrete 8. Etwas steril. Mein Kumpel hat ein Apogee Ensemble (was er auch intensiv nutzt, weil Berufsmusiker) und ist komplett begeistert davon. Der nimmt gerade sein neues Album bei sich zu hause damit auf. Also das kann ich auch noch empfehlen. Die Liste hier, liegt nicht so falsch, aber die hast Du sicher schon entdeckt: https://www.gearslutz.com/board/best-stu…interfaces.html

Ist das ein Inline Mischpult was Ihr habt? Wenn Du ein gutes Interface kaufst sind Pre's auch gut. Die Pult-Pre's sind da nicht unbedingt besser. Das einzige was dann noch mal eine Verbesserung/Veränderung bringt sind richtig gute/teure Preamps, die beispielsweise eine Röhren-Färbung rein bringen. Es sei denn Ihr habt ein Neve Pult. :D Dann auf jeden Fall das Pult nehmen. :D
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  • »drummerjoerg« ist männlich

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8

Freitag, 11. Januar 2019, 06:43

Lass mich biite nochmal ganz vorne ansetzen:
Wenn ihr euch einen günstigen PC bei ebay besorgt und den unter Win 7 (64bit) laufen lasst, so sollten doch auch wieder die Focusrite Saffire funktionieren. Und es steht kein Vermögen im Proberaum.

In den günstigen PC eine FireWire Karte (PCI) und ihr seit im Geschäft mit preiswerten, gebrauchten Focusrite Saffire Interfaces und ADATS (genannt Octopre). Ich benutze einen Focusrite Saffire Liquid 56. Da passen 2 ADAT dran und man kommt auf 24 Kanäle simultan.
Und die meisten Saffire Firewire sind Thunderbolt kompatibel. Dazu gibts einen Adapter.
Aber Achtung: kompatibel ja, aber ihr gewinnt nicht die hohe Geschwindigkeit bzw. Performance, die unter Thunderbolt bekannt ist. Das machen die Saffire intern von der Elektronik her nicht mit.


Und bedenkt den Aufwand in der Nachbearbeitung bei 24-32 Kanälen. Da ist weniger oft mehr. ;)
Nachtrag:
Die oft empfohlenen kleinen Pocketrecorder (Zoom, Tascam etc) mit den 2 eingebauten Mikrofonen, reichen mir für den sogenannten "akustischen Merkzettel". Recordings, oder zu deutsch Aufnahmen, welche man als Demo verteilen kann bzw. zur privaten Band-CD brennt, machen diese "Dinger" in meinen Augen/Ohren nicht ! 8)
ProgRocker in Rente :whistling:

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Burkie

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9

Freitag, 11. Januar 2019, 09:56

Hallo,

ich nehme ein analoges Mischpult mit eingebautem Mehrkanal-USB-Interface.
Das nehme ich "ganz normal" im Proberaum oder live für PA.
Und nebenher macht es Mitschnitte auf PC.

Heutzutage gibt es auch solche, die selbsttätig auf Speicherkarte aufnehmen; da braucht es noch nicht mal einen PC dafür.

Gruss
Ich an den Drums: "Harte Zeiten" von Tinomusik

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10

Freitag, 11. Januar 2019, 12:06

Moin,

@m_tree: Wir haben ein altes Mackie 32 Kanal 8 Bus Mixing Console

Zitat

Ist das ein Inline Mischpult was Ihr habt? Wenn Du ein gutes Interface kaufst sind Pre's auch gut. Die Pult-Pre's sind da nicht unbedingt besser. Das einzige was dann noch mal eine Verbesserung/Veränderung bringt sind richtig gute/teure Preamps, die beispielsweise eine Röhren-Färbung rein bringen. Es sei denn Ihr habt ein Neve Pult. :D Dann auf jeden Fall das Pult nehmen. :D

Das ist teilweise auch der Plan von uns, zukünftig gute PreAmps zu holen, die müssen aber nicht unbedingt "teuer" sein und gebraucht kommt man auch immer günstig an den ein ander anderen Krams ran.
Und jo die Gearslutz Bestenlisten sind mir bekannt.

Zitat

Wenn ihr euch einen günstigen PC bei ebay besorgt und den unter Win 7 (64bit) laufen lasst, so sollten doch auch wieder die Focusrite Saffire funktionieren. Und es steht kein Vermögen im Proberaum

Windows 7 ist für keine Option, da der Support da auch in absehbarer Zeit abbrechen wird und keine Sicherheitsupdates mehr kommen werden. Des Weitern haben wir uns vor kurzem einen neuen Recording Rechner hingestellt, da jetzt noch ein Rechner kaufen nur für Winodws 7 ist irgendwie blöd...

Cheers

zu spät

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11

Freitag, 11. Januar 2019, 12:26

Bei meiner einen Band steht ein Midas MR18 bei der anderen ein Behringer X32 Producer. Beide sowohl zum Mischen im Proberaum und Live und für Aufnahmen. Funktioniert prächtig.
Dazu Logic als Software.

Mehr Interface bzw. Wandler braucht meiner Meinung nach außer im Profibereich kein Mensch.

m_tree

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12

Freitag, 11. Januar 2019, 12:34

@m_tree: Wir haben ein altes Mackie 32 Kanal 8 Bus Mixing Console

Wie ist die genaue Bezeichnung? Es braucht wie gesagt für jeden Kanal Line-Outs, die den Pre-Amp, aber nicht die EQs abgreifen. Aber mal vom Kabelsalat ganz abgesehen lohnt sich das bei solchen Pre-Amps sowieso nicht.

Ansonsten lautet meine Empfehlung nach wie vor das >> A&H Qu-24 Chrome <<. 24 Kanäle reichen definitiv, wenn ihr kein Orchester einzeln mikrofonieren wollt. Im Normalfall wird sowieso einiges overdubbed ... und Mehrspur Tonband Recorder aus dem letzten Jahrhundert konnten bis zuletzt auch nur 24 Kanäle aufnehmen. Wenn ich richtig gezählt habe kommt ihr mit 2 Backing Vocals auf 14 Kanäle.

Übrigens - klassische Pre-Amps mit "Farbe" sind immer teuer. Beispiel: https://www.thomann.de/de/ams_neve_1073_…eamp_stereo.htm

Auch die integrierten Pre-Amps in High-End Interfaces von z.B. RME klingen meist nur analytisch und sehr klar. "Farbe" ist Old School ...

Bzgl. Recording Rechner: Leise sollte er sein. ;)

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13

Freitag, 11. Januar 2019, 12:47

Hallo,

ich nehme ein analoges Mischpult mit eingebautem Mehrkanal-USB-Interface.
Das nehme ich "ganz normal" im Proberaum oder live für PA.
Und nebenher macht es Mitschnitte auf PC.

Heutzutage gibt es auch solche, die selbsttätig auf Speicherkarte aufnehmen; da braucht es noch nicht mal einen PC dafür.

Gruss

Vom Konzept gefällt mir das:
https://www.thomann.de/de/tascam_model_24.htm
Ich kann da aber bisher nur Null und Nothing drüber sagen. :S Werde mich aber, schon alleine Intressenshalber, darüber informieren.
ProgRocker in Rente :whistling:

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Freitag, 11. Januar 2019, 13:08

Zitat

Wie ist die genaue Bezeichnung? Es braucht wie gesagt für jeden Kanal Line-Outs, die den Pre-Amp, aber nicht die EQs abgreifen. Aber mal vom Kabelsalat ganz abgesehen lohnt sich das bei solchen Pre-Amps sowieso nicht.

Die genau Bezeichnung ist: Mackie 32.8.2 8 Bus Mixing Console

https://www.ebay.com/p/Mackie-32-8-8-bus…id=132911478611

Zitat

Ansonsten lautet meine Empfehlung nach wie vor das >> A&H Qu-24 Chrome <<. 24 Kanäle reichen definitiv, wenn ihr kein Orchester einzeln mikrofonieren wollt. Im Normalfall wird sowieso einiges overdubbed ... und Mehrspur Tonband Recorder aus dem letzten Jahrhundert konnten bis zuletzt auch nur 24 Kanäle aufnehmen. Wenn ich richtig gezählt habe kommt ihr mit 2 Backing Vocals auf 14 Kanäle.


Was mich bei solchen Dingern (auch Presonus, Behringer, Midas etc.) abschreckt ist, dass du gefühlt 1 Million Features hast, im Sinne von: Das Ding kann alles, aber nichts richtig gut.

Mir ist auch klar, dass das Mackie keine Sahneschnitte ist, aber bis jetzt hat es uns echt gute Dienste geleistet.
Und man kann ja auch nicht alles gleichzeitig aufrüsten, dass wird bei uns Schritt für Schritt passieren, je nachdem was der Geldbeutel gerade so her gibt.

Zitat

Übrigens - klassische Pre-Amps mit "Farbe" sind immer teuer. Beispiel: https://www.thomann.de/de/ams_neve_1073_…eamp_stereo.htm

Und die Aussage stimmt nach meiner Meinung nach absolut nicht, man bekommt auch qualitativ gute PreAmps mit Färbung unter 1000€. Das ist zwar immer noch ein Haufen Geld, aber definitiv günstiger als obiges Beispiel. Und da kommt es ja auch immer darauf an, was man gerade für ein Sound sucht, bzw. was auch die Vorlieben sind.

Zitat

Bzgl. Recording Rechner: Leise sollte er sein. ;)


Isser :D

m_tree

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Freitag, 11. Januar 2019, 13:37

Die genau Bezeichnung ist: Mackie 32.8.2 8 Bus Mixing Console

https://www.ebay.com/p/Mackie-32-8-8-bus…id=132911478611

Wenn ich das richtig sehe hat jeder Kanal einen Direct Out auf der Oberseite. Sollte das tatsächlich der Fall sein, könnt ihr die z.B. an so ein Interface anschließen:

https://www.thomann.de/de/motu_16a_avb.htm

Aber das wird halt ein Kabalsalat. Andere Pulte haben die Direct Outs auf der Rückseite. Man findet auch kaum Interfaces mit mehr als 16 Line Eingängen. Weiterhin sollte die Line Übertragung von Pult zu Interface auch symmetrisch sein (Stereo Klinken Kabel) ... wenn das in diesem Fall hier nicht möglich ist -> kategorisch ausschließen.

Zitat

Was mich bei solchen Dingern (auch Presonus, Behringer, Midas etc.) abschreckt ist, dass du gefühlt 1 Million Features hast, im Sinne von: Das Ding kann alles, aber nichts richtig gut.

Mir ist auch klar, dass das Mackie keine Sahneschnitte ist, aber bis jetzt hat es uns echt gute Dienste geleistet.
Und man kann ja auch nicht alles gleichzeitig aufrüsten, dass wird bei uns Schritt für Schritt passieren, je nachdem was der Geldbeutel gerade so her gibt.

Ich kenne diese A&H Pulte zwar nicht direkt, aber hatte mich auch schon vielseitig informiert. In erster Linie sind das sowieso Live Pulte und das können die bis zu einem gewissen Level schon ausreichend gut (also nicht gerade Hallengigs mit 5000+ Zuhörern). Die Aufnahmefunktion macht ja einfach nur einen Mehrspur Mitschnitt der rohen Einzelkanäle. Hier kommt es lediglich auf die Qualität der Pre-Amps und Wandler an. Und wenn die beispielsweise auf dem Level von eurem bisherigen Saffire sind, wüsste ich nicht, was gegen dieses Pult spricht.

Man kann auch mal schnell einen 6-stelligen Betrag in Aufnahmetechnik investieren, wenn man Zeug zusammenstellt, das jeweils wenig, aber dafür "richtig" kann.

Es gibt da viel größere und wichtigere Baustellen, wenn die Technik ausreichend gut funktioniert. Z.B. der Instrumenten Sound, die Räumlichkeiten, die Mikrofonierung, das Arrangement, die Performance und vor allem die Nachbearbeitung. Allein, was man alles im Mixdown machen kann / sollte, aber auch komplett verhunzen kann, wiegt zig mal schwerer als jede Farbnuance eines bestimmten Pre-Amps.

Zitat

Und die Aussage stimmt nach meiner Meinung nach absolut nicht, man bekommt auch qualitativ gute PreAmps mit Färbung unter 1000€. Das ist zwar immer noch ein Haufen Geld, aber definitiv günstiger als obiges Beispiel. Und da kommt es ja auch immer darauf an, was man gerade für ein Sound sucht, bzw. was auch die Vorlieben sind.

Wenn ihr euch so für das Pre-Amp Thema interessiert, ist das vielleicht was für den Anfang:

https://www.soundonsound.com/reviews/foc…quid-saffire-56

Das bietet neben der Möglichkeit über ADAT auf bis zu 24 Kanäle zu erweitern (andere Interfaces fast ausschließlich nur bis auf 16 Kanäle) noch für zwei Kanäle relativ realistische Pre-Amp Simulationen verschiedener klassischer Pre-Amps, die zusammen ein halbes Vermögen kosten.

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Freitag, 11. Januar 2019, 14:42

Zitat

Es gibt da viel größere und wichtigere Baustellen, wenn die Technik ausreichend gut funktioniert. Z.B. der Instrumenten Sound, die Räumlichkeiten, die Mikrofonierung, das Arrangement, die Performance und vor allem die Nachbearbeitung. Allein, was man alles im Mixdown machen kann / sollte, aber auch komplett verhunzen kann, wiegt zig mal schwerer als jede Farbnuance eines bestimmten Pre-Amps.


Mikrofone sind wie schon erwähnt vorhanden und zwar aussreichend und meiner Meinung nach auch gute (darfst da jetzt aber keine Neumänner erwarten :D )
Räumlichkeiten sind auch vorhanden. Wir haben zwar kein riesen Aufnahmeraum, aber eine feine Räumlichkeit, die wir auch als Proberaum nutzen und die wir in Eigenarbeit akustisch optimiert haben und zusätzlich haben wir einen "Regieraum".
Einzige was gerade wirklich an Technik fehlt, ist eben die Schnittstelle zum Rechner.

Und Instrumenten-Sound, Arrangement, Performance, haben für mich erst einmal nichts mit Aufnahmetechnik zu tun, sondern mit der Band ansich und es ist klar, dass das auch an erster Stelle stehen sollte.

Das Saffire Liquid 56 klingt auf jeden Fall interessant und hatte drummerjoerg ja auch schon erwähnt gehabt. Bei "günstigen" Preamps habe ich aber auch an Fredenstein, Warm Audio, SPL oder auch generell an 500er Module gedacht.
Aber wie gesagt, ist das sowieso erst einmal Zukunftsmusik...

m_tree

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Freitag, 11. Januar 2019, 15:12

Hatte übrigens auch nicht bedacht, dass es Adapter von Klinke auf D-Sub gibt (Ein/Ausgänge beim Ferrofish aus dem Startpost z.B.). Der Vorteil davon ist vor allem, dass ihr eure Monitor Mixe mit einem richtigen Mischpult machen könnt. Das geht schon nach wie vor entspannter als jedes mal in der Interface Software rumfummeln zu müssen.

Natürlich müssen dafür ein paar Eingänge für die DAW reserviert sein. Ob und wie das Qu-24 z.B. überhaupt mit Playback von der DAW zurecht kommt, weiß ich nicht.

Dafür würde übrigens auch der nächst kleinere Ferrofish Wandler ausreichen. Die vollen 32 Eingänge könnt ihr sowieso nicht nutzen, weil ihr das Pult ja auch für Playback / Klick und Abhören als Ausgabe für die DAW braucht.

https://www.thomann.de/de/ferrofish_a32_ad_da_converter.htm

Mit beachten müsst ihr natürlch die Adapterkabel (4 Stück insgesamt, eins davon für den DAW / Interface Output): https://www.thomann.de/de/cae_subd_25polstkl_3m.htm

Voraussetzung dafür ist wie gesagt, dass die Direct Outs des Pult (sofern wirklich vorhanden) symmetrisch geführt sind.
Dennoch wäre das Pult dann nur fürs Recording und die Wiedergabe zuständig. Zum Abmischen solltet ihr schon die DAW benutzen.