Beiträge von Rampen

    Was man auch nicht vergessen sollte: Unterricht ist ja dazu da, um die Schwachstellen anzugehen. Je mehr von denen man in der ersten Stunde schon erkennen kann, desto besser! Eine Probestunde, bei der schon alles schiefläuft was schieflaufen kann ist also eigentlich das beste was passieren kann!


    Ich nehme Gesangsunterricht, und meine Lehrerin lässt mich gerne mal an meine Grenzen stoßen um dazuzulernen. Das kann mir, obwohl ich sie mittlerweile gut kenne, auch heute noch echt peinlich werden ("Love Hurts" wird z.B. schnell zu "Ears Hurt", wenn man nicht Nazareth heißt). Sie zuckt da nicht mit der WImper, ich denke als Lehrer hat man irgendwann einfach alles gehört und erlebt ^^ .

    Teilweise auch, weil wir uns davor verschließen bzw. wir der "neuen" Musikgeneration die Innovation und teilweise sogar die Daseinsberechtigung absprechen. Das haben die Älteren vor uns genauso gemacht. Dieser gerade aktuelle deutsche Hiphop ist mir zum Beispiel vollkommen fremd. Ich schäme mich regelrecht fremd, wenn mir das mal im Radio begegnet und frage mich, ob das nicht Satire ist. Vollkommen talentfrei was Text, Sprechtechnik, Komposition, einfach alles angeht.

    Stimmt, das ist wohl ein typisches Indiz für eine neue Subkultur. Ähnliche Vorbehalte gab es ja bei Blues, "Beatmusik", Jazz, Techno etc.

    Wo findet man heute neue spannende Bands, innovative Musik, Subkultur mit Potenzial, das nächste große Ding zu werden.

    Ist nicht im Bereich Hiphop so einiges los? Ist leider nun überhaupt nicht meine Baustelle, aber wenn ich so beobachte, wie sich verschiedene Hiphop-Trends in den Charts widerspiegeln, *muss* es doch geradezu eine lebendige Szene an Underground-Subkulturen in diesem Bereich geben? Das Problem bei Subkulturen ist ja leider, dass sie erst so richtig sichtbar werden, wenn sie quasi vorbei sind, außer man ist Teil davon.

    Bei uns war der erste schon beim dritten Versuch genervt. Dabei hatten wir vorher gerade mal 2x ca.10 Minuten fürs Umstellen vor der Probe aufgewendet. So in etwa. :S :D

    Ja komisch. Irgendwie werden nach meiner Erfahrung alle schnell ungeduldig, wenn man mal versucht, etwas anderes als Musik zu spielen während der Probe. Komischerweise klappt es aber, wenn man sich extra trifft, nur um z.B. Bassfallen hinzubasteln oder ähnliches.

    Wirklich neue Wege wie vor Jahrzehnten, als sich innerhalb weniger Dekaden vom Ragtime über New-Orleans und Chicago-Jazz über Swing, Bebop, Hot-, Cool- und Freejazz (t.b.c.) die gesamte amerikanische Musikkultur ständig neu erfand, sehe ich im Jazz schon lange nicht mehr.

    Das ist aber auch eine Epoche mit tausenden Neuerungen, die so niemals wiederkommt.

    Aber die letzten Jahrzehnte sind doch noch viel innovativer! In Sachen Elektronik, Metal, Pop etc. sind ja wirklich alle Grenzen ausgelotet worden, die vorstellbar sind. Dass das kein „Jazz“ mehr ist, liegt m.E. an der mehr oder weniger willkürlichen Definition des Genres: irgendwann war es halt so innovativ, dass es neue Namen bekommen musste.


    Zur Frage: ich denke, dass eine gewisse Konstanz die Voraussetzung dafür ist, eine Vorlesung darüber zu halten. Wenn das Wissen im nächsten Jahr schon wieder überholt ist, wird Lehre ja ineffektiv. Also ja: es kann wohl sein, dass wenn ein Genre soweit ist, gelehrt zu werden, die Innovationstreiber bereits weitergezogen sind.

    Wenn Dinge nicht passieren oder heimlich rückgängig gemacht werden, fühlen sich die Herrschaften(innen?) vermutlich nicht genügend in die Entscheidungen einbezogen. Keiner mag dauerndes Genörgel an seiner vermeintlichen Kernkompetenz. Vielleicht mal bei einem Bier zusammen abstimmen über eine einzelne Sache, bei der Ihr Euch klanglich weiterentwickeln wollt? Und im Sinne ausgleichender Gerechtigkeit auch für jeden Vorschlag offen sein, der da in den Raum geworfen wird (selbst wenn er das gefürchtete "Kannst Du die Drums nicht leiser spielen? Aber halt so, dass es trotzdem noch fett klingt!" enthält)...

    Mein Feedback: also ich finde es gut getrommelt! Das ist über meinem Niveau, insofern können da sicher andere bessere Verbesserungsvorschläge machen. Das Video ist auch ok, Du wirkst entspannt und locker. Verbesserungspotential sehe ich beim Audio/Video-Sync, das irritiert mich doch beim Zuschauen. Und am Sound, der ist nicht wirklich gut. Vielleicht liegts am Raum, aber da könnte man sicher viel mehr rausholen durch Nahabnahme mit ein paar mehr Mikrofonen.

    1. Schlagzeuger sind meistens die Arbeitstiere, die, die auch am meisten üben, oft auch die engagierteren der Band.

    Hüstel, das kann ich jetzt nicht unbedingt aus eigener Erfahrung bestätigen ;( .


    Meine Theorie ist, dass die meisten Drummer sich früher oder später mal selber aufnehmen möchten. Dann merkt man schnell, dass es mit 2 Mikros halt doch nicht so dolle klingt, man schafft sich einen ganzen Satz an, den muss man ja irgendwie mischen, und zack! steht ein größerer Mixer da. Spätestens dann denkt sich der Rest der Band wohl, dass sie einen Dummen für die Technik gefunden haben :| .

    Ach, die habe ich unwissentlich wohl in den letzten Zügen meiner Technophase mitbekommen, anno 1801 oder so. Hat mir damals gut gefallen. Aber andererseits kommt mir heute so manches dubios vor was ich vor Jahrzehnten gut fand.

    Das kann ich nur bestätigen. Relativ teuer ist noch untertrieben und wenn es ne extra Anfertigeung ist, wird es mega kostspielig.

    Ja, meine nachbestellte 16er Tom mit einem Finish das nicht mehr hergestellt wird hat bei Pearl 2/3 des Neupreises meines kompletten Shellsets (10, 12, 14, 21) gekostet ;( .