Studiopreise,allgemeine Fragen,etc...

  • Da wir nächster Zeit wieder einen Anlauf nehmen, im Studio ein 4 Song Demo aufzunehmen, habe ich noch ein paar Fragen:


    Wenn ihr ins Studio geht, habt ihr eine feste Vorstellung davon, wie euer Schlagzeug klingen soll (z.B. wie beim Song X auf Album XY)?


    Oder lasst ihr dem Produzenten freie Hand?


    Ist es eine Mär oder entspricht es der Wahrheit, dass große (ab 17") Crashbecken im Studio nichts taugen bzw. schwierig aufzunehmen sind?


    Welches Kit würdtet ihr im Studio nehmen, das kleine (22/12/13/16) oder das große Besteck (24/13/14/16/18 )?

  • Gegen eigene Vorstellungen spricht nichts, aber man sollte nicht zu dogmatisch sein. Außer man will es nur auf diese eine Art.


    Viele Tonleute bevorzugen wegen der Einstreuungen eher kleine und dunkle Zymbeln, aber klar gehen auch Große. Es wird bei lauten, hellen und großen Becken vielleicht etwas mehr Einstreuungen geben (allerdings hatte ich die nicht unerheblich auch bei kleinen Becken), aber ein guter Tonmann kann die Miks so positionieren und notfalls physisch trennen (mittels kleiner Schutzwände), dass sich das in Grenzen hält. Wenn die Becken eher dunkel im Sound sind (ich meine mich da entsprechende Zildjians zu erinnern), sollte das aber in jedem Fall gehen.
    Bei den Trommeln spricht imho nichts gegen größere, obwohls da auch Leute wie z. B. Vinnie Paul gibt, die auf der Bühne auf große Trommeln stehen, im Studio aber kleine einsetzen.


    Im Prinzip würde ich sagen: Wenns groß klingen soll, dann auch große Trommeln und Becken. Was dagegen spräche, dass das beim Soundcheck vielleicht mehr Zeit in Anspruch nimmt - falls ihr arg unter Zeitdruck seid, also nicht so ratsam.
    Manchmal gibts übrigens auch komplett mikrofonierte Studiokits. Vielleicht deshalb und auch mal allgemein mit dem Studio quatschen?


    Grüße, Philip

  • Hi,


    ich bin am letzten Sept. WE im Studio....


    Mit dem Engineer gab es jetzt eine vorab Besprechung. Wir wollen nen modernen amerikanischen Rocksound in die Richtung Shinedown, Daughty, 3 Doors Down o.ä. und haben ihm entsprechendes Zeug vorgespielt... daraufhin hab ich ihm die Equipment-Frage bzgl. goßes vs. kleines Besteck gestellt...


    Ergebniss:
    Es wird auf jeden Fall die 24er Mahagony-Kick von meinem MHX, er bevorzugt eh 24er und bei der Richtung dann erst recht.


    Toms.... bei meinen Vorstellungen meinte er das ich mit 12/13/16/18 Mahagony gut fahren würde... wenn es das Auto hergibt soll ich aber 10/12/14/16 Birke auch einpacken....
    Wir haben uns dann darauf geeinigt das ich nur das Mahagony-Kit ion 24/12/13/16/18 einpacke aber schon einen Abend vorher Aufbau... da werden wir nichts mikrofonieren sondern nur das Set in den Raum stellen, dann kann es sich auch temperieren usw.... wenn wir dann nur anhand des Raumsounds schon festellen dass das problematisch werden könnte packe ich einfach für den nächsten Tag daheim noch die Brike-Toms ins Auto... so wäre ich für jeden Fall gerüstet...


    Wegen den Becken:
    HiHat wird höchstwahrscheinlich die 2oo2er 16" Heavy, ab und an auch die 2oo2er 15" black label.
    Rides habe ich einige verschiedene dabei.


    An Crashes zwei Sätze:
    a) 18/19/19/20 2oo2 Thin Crash
    b) 18/19/20 2oo2 Crash, 20er 2oo2 Thin Crash

    Freizeit Moderations-Arschloch

  • Aloah,
    ich gehe mit meiner Band übernächste Woche ins Studio und der Tonmensch vom Studio meinte ich bräuchte unbedingt nagelneue Felle. Am besten wären einlagige, klare Felle für die Toms, also entweder Ambassador oder Evans G1. Jetzt meine Frage: Meine aktuelle Befellung ist ca. drei Monate alt (und nicht sonderlich stark bespielt) und Evans G2 (sind noch die Originalfelle vom Starclassic, was ja aber noch nicht einmal drei Monate alt ist) und ich bin meinem Lieblingssound (fetter Attack und mittellanges, tiefes Sustain) schon sehr nahe gekommen. Sollte ich wirklich auf andere Felle wechseln, wenn ich meinen Drumsound mit diesen Fellen doch schon gefunden habe. Laut dem Tonmenschen würden die doppellagigen Felle und die mit Coating zu wenig Obertöne abwerfen. An der Kompetenz des Tonmenschen möchte ich nicht zweifeln, immerhin klingen die Aufnahmen, die er bisher gemacht hat wirklich gut.


    Das letzte mal als ich im Studio war, hatte ich die Fellkombination Emperor Coated/Emperor Clear drauf und die Trommeln klangen wirklich gut, der Tonmann an der SAE war leider vom Können her noch nicht so weit alles rauszuholen (was ja auch kein Vorwurf ist, da er da erst am Anfang der Ausbildung an der SAE war).


    Sollte ich lieber auf den Tonmann hören oder meinen Dickschädel durchsetzen?


    Ach ja, das wäre bestimmt für die Beurteilung auch gut zu wissen: wir machen Ska, teilweise mit Rocksteadyelementen und das Drumset ist ein Starclassic Performer B/B in der Größen 22", 10", 12", 14", die Becken sind alles türkische Handgehämmerte von Masterwork und Agean.


    Wär cool wenn ich ein paar kompetente Antworten bekommen könnte, wobei ich daran in diesem Forum nicht zweifle, man muss nur die kompetenten Antworten rausfiltern :D


    Viele Grüße
    Daniel

  • "Ist es eine Mär oder entspricht es der Wahrheit, dass große (ab 17") Crashbecken im Studio nichts taugen bzw. schwierig aufzunehmen sind?"


    Das ist Blödsinn. Wenn dir das ein Engineer sagt, kann der nix. Hört sich gemein an, ist aber so. Dieses Gerücht rührt aber evtl. daher, dass solche größeren Becken nicht immer fachgerecht gespielt werden (zu sanft) und dann kein guter Sound erzielt wird wie bei gleicher Schlagstärke bei einem 16" Becken...



    AsterX: Wenn deine Felle noch taugen brauchst du nicht "unbedingt" nagelneue Felle. Wenn du nagelneue Felle hast, würde ich auf keinen Fall die erst im Studio drauf machen und dann direkt aufnehmen... Da kannst du sicher sein dass du nach 3 Stunden nen komplett anderen Drumsound hast.


    Was ein "guter" Drumsound ist, bestimmst du ja erstmal selbst, und wenn dir deine Toms mit den Fellen XY besser gefallen, dann benutz die. Der Tonmensch kann, wenn er was draufhat, den Natursound deines Kits relativ Originalgetreu abbilden und dann klingts für dich gut. Und das ist doch die Hauptsache, oder? Von so Äusserungen wie "Die andern Felle geben nicht genug Obertöne" halte ich nix, dann soll er das über die Mikrofonierung bzw. notfalls EQ lösen. Eine Trommel ohne Fell bzw. mit 4 Streifen Gaffa drauf gibt nicht genug Obertöne.......

    sieg natur.

    2 Mal editiert, zuletzt von slo77y ()

  • Danke erstmal für deine Antwort :) Das ich die Felle rechtzeitig vorher drauf mach (so drei/vier Tage vorher) ist mir klar ;) Auf die Snares wollte ich eh vorher neue Felle aufziehen, allein schon aus Ersatzteilgründen sollte man ja immer ein Snarefell dabei ham.


    Weitere Meinungen sind gern gesehen, ich brauch Argumente, da mein Gitarrist und mein Trompeter nur die Aussagen vom Tonmann kennen und die für das Non-Plus-Ultra halten. Sicher, der Tonmann wird mehr Ahnung haben als ich was Drumrecording angeht, aber mir kann doch net erzählt werden, dass in Studios nur Ambassador clear auf den Toms eingesetzt werden?!

  • Kennt der Tonmann eure Musik bzw speziell die Songs, die ihr aufnehmt? Wenn ja, und wenn er wirklich Ahnung hat, dann weiß er schon, wie das klingen soll und was er dazu braucht (Amba clear).
    Aber ein dogmatisches "im Studio nur einlagig klar" ist absoluter nonsense.

  • Stimme da völlig mit Slotty überein.
    Ich hab unser letztes Album mit Evans EC2 eingetrommelt, also die Doppellagigen mit dem Aluring zum Obertöne bedämpfen....


    Das ganze auf 13/16/18 und mit Crashbecken ab 18"....

    Freizeit Moderations-Arschloch

  • Naja, wie gesagt es ist Ska was wir machen, und die Aufnahmen von Soundition (draufklicken) gefallen mir wirklich richtig gut, nur der Bassdrumsound ist nicht ganz mein Fall, der Tomsound aber ;)


    Ich denke ich werd dem Kerl trauen und mir Ambas oder G1 draufziehen. Und jetzt fahr ich erstma zum Drumhändler meines Vertrauens und quetsch die Leute da aus wegen Drumrecording ^^.

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