Studiopreise,allgemeine Fragen,etc...

  • Bezüglich Homerecordingaustattung guck dich doch hier mal im PA-Forum um - da gabs schon öfter Fragen und Empfehlungen. Auch http://www.homerecording.de ist ein Blick wert.
    Eine einfache Grundausstattung dürfte aber bei etwa 1000€ liegen, also gleichteuer wie ein mehrtägiger Studiobesuch. Es hat halt beides Vorteile: Im Studio kommt ihr schnell zu einen Ergebnis (wenn der Input stimmt), beim Homerecording ist aller Anfang schwer (grob geschätzt dürfte es schon einige Jahre dauern, bis es annähernd wie im Studio kling), dafür lernt man ne Menge und hat länger was davon.


    Ich bin übrigens auch eher der 11-Tage-für-1-Song-Typ ;) ; nein, im Ernst: Bei der letzten Platte hab ich in 3-5h jeweils 1-3 Songs eingespielt. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass kaum First Takes und ungeschnittene Sachen dabei waren.

  • Mit 11 Songs würde ich niemals ins Studio gehen, weil es sicher keine 11 Songs gibt die unbedingt ins Studio gehören. Will Euch nicht zu nahe treten, ist eher ein Erfahrungswert.


    Daher schliesse ich mich den 3-5 Songs an. Ihr wart ja auch noch nicht im Studio. Nicht zu viel vornehmen.


    Ich hab' mal bei myspace reingehört. Würde auf jeden Fall Referenzen aus dem Bereich sehen wollen. Wenn das Studio sonst nur Pop macht, kann's schwierig werden.

    ~Sire Thomas Ash~
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    Warum soll ich präzise wie ein Drumcomputer spielen,
    wenn Drumcomputer Shuffle- und Swingfunktionen haben?

  • So hab' ich das ja auch eingeschätzt. Album ist natürlich logisch mit mehr Songs, wird aber glaube ich auch nicht oft in einem Tag eingespielt, wenn überhaupt.

    ~Sire Thomas Ash~
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    Warum soll ich präzise wie ein Drumcomputer spielen,
    wenn Drumcomputer Shuffle- und Swingfunktionen haben?

  • So, da ich mit 2 meinen Bands zur Zeit auch im Aufnahmeprozess bin, bzw. darauf hinaussteuere, muss ich auch etwas dazu sagen.


    Wir haben auch lange überlegt wie wir vorgehen. Vor Jahren haben einmal im Studio aufgenommen, über 1000 Euro da gelassen, wir waren alle Schüler, war viel Geld. Aus der Platte ist nie etwas geworden, weil sich alles über ein Jahr gezogen hat und sich dann verlaufen.


    Da dies nicht noch einmal passieren sollte, haben wir uns Ende letzten Jahres Gedanken darüber gemacht, wie man möglichst produktiv und günstig Aufnehmen kann.
    Die Lösung ist folgende:


    Als Location dient unser Probenraum, der ist groß genug und voll abgedämmt, so dass man einen Sound hat, den man in keinem Studio besser kriegen würde. Wenn ich das sage, dann meine ich damit ein bezahlbares Studio.
    Also haben wir uns ein paar Mikros zusammengeliehen, von Freunden, uns selber welche angeschafft und ein Interface gekauft. Da jeder von uns aus der Band Apple Besitzer ist, hatten wir natürlich auch eine gute Lösung für den Recorder.
    Wir haben uns dann noch ein paar Sachen angeschafft, aber die Kosten waren marginal.


    Zum Mastern geht das Ganze dann zu Profis, die dafür 70 Euro pro Song nehmen. Der Vorteil bei dieser ganzen Geschichte ist, dass man sich den Druck rausnimmt, den man in 10 Tagen im Studio hat.


    Und selbst wenn man das Geld für 10 Tage Studio (10 x 200 Euro) in Aufnahemzeugs steckt, ist das Geld besser angelegt, denn man kann immer wieder drauf zurückgreifen. Für das Geld bekommt man schon recht gutes Zeug.

  • Für eine eingespielte und studioerfahrene Combo würde ich pro Song mit einem Aufnahmetag rechnen. 11 Songs, also ca. 11 Tage.
    Da ihr aber noch keine Studioerfahrung habt, würde ich versuchen so viel wie möglich selbige zu sammeln. In Tontechnikschulen (z.B.: SAE - School of Audio Engineering) werden immer wieder Bands zum Aufnehmen gesucht. Das Ergebniss ist oft nicht wirklich brauchbar, aber ihr könnt euch schonmal eingewöhnen wie es in einem Studio so abläuft.


    LgTrommelmann

  • Professionelles Mastering für 70 Euro pro Song? Kann eigentlich nicht sein, oder ist das ein Freundschaftspreis?

    ~Sire Thomas Ash~
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    Warum soll ich präzise wie ein Drumcomputer spielen,
    wenn Drumcomputer Shuffle- und Swingfunktionen haben?

  • Hallo,


    meine ersten Studioerfahrungen waren seeehr ernüchternd: Autodidakt, unbedarft, immer nur im Live-kontext mit anderen gespielt...


    ... dann alleine in der Kabine nur mit Klick und einer Gitarrenspur vom Band. Ergebnis: ein wackliger Song und viel Erfahrung/Ernüchterung.


    Ich würde empfehlen, sich über mögliche "Aufnahmeformen" zu informieren. Man kann zB Bass und Schlagzeug evtl. mit Gitarre zusammen aufnehmen und nimmt das als Basis für weitere Spuren. Wenn die Rhythmusgruppe gut funktioniert und keine Synchronisation mit Sequencern oder Effekten sein muß, besteht nicht unbedingt die Notwendigkeit für einen Click. Dies kann dann sogar eher hinderlich sein.
    Eine andere Variante ist jeden Musiker einzeln einspielen zu lassen. Die ersten haben es dabei oft schwieriger, sich zu orientieren.


    Oft scheint der Glaube zu bestehen: im Studio ist alles besser und dort aufgenommene Songs müssen per Definition gut sein. Dem kann ich allerdings nicht zustimmen. Zwar hat man im Studio oft die technisch besseren Möglichkeiten. Ein schlechtes Arrangement oder eine schwache Komposition läßt sich aber auch mit dem besten Equipment nicht ausgleichen. Leider wird das bei qualitativ hochwertigen Aufnahmen eher noch schlimmer als besser. Live hat man dank großer Amps einen wuchtigen Sound, der manches kompensieren kann.


    Als Vorbereitung für einen teuren Studioaufenthalt würde ich häufige und kritische Aufnahmen im Proberaum machen. Das Equipment wäre für mich eher zweitrangig. Ideal wäre allerdings, die Instrumente einzeln abhören zu können. Dabei kann man Schwierigkeiten im Vorfeld erkennen und gleichzeitig wertvolle Erfahrung sammeln. Wenn man zwei oder drei Studiotage sparen kann, ist schon viel Geld zurückgewonnen.


    Meine Fazit der damaligen Aufnahmen war, daß jeder die Stücke in und auswendig können sollte. Wenn im Studio bei Zeit- und Kostendruck Probleme auftauchen, kann das zur Zerreißprobe für die ganze Band werden.


    Gruß


    Frank



    EDIT: A propos SAE... in Zusammenarbeit mit dem recording-magazin sind ein paar DVDs entstanden, die einen Einblick in Band-Recording vermitteln. Vielleicht kannst Du die irgendwo auftreiben. Waren immer als Begabe in der Zeitung.

    Einmal editiert, zuletzt von FCB73 ()

  • Also,wenn ich diese Vorschläge zu Herzen nehme,würde ich jetzt auch Homerecording sagen.


    Es muss doch nicht gleich wie eine Metallica CD klingen,aber die Zeit um aufgenommenes zu Perfektionieren ist in einem Home-Studio gegeben.



    Also,ich rede einmal mit meinen Bandkollegen über die Sache.


    Gestern hat unser Gitarrist noch ein Angebot von jemandem bekommen,der uns für 350€ privat aufnehmen würde.
    Er hat für 11 Songs einen Tag eingeschätzt ?( ?( ?( ?( ?( ?( ?( ?( ?(




    Danke,und Danke für weitere Antworten.



    MFG tim

  • Zitat

    Original von timi12345


    Er hat für 11 Songs einen Tag eingeschätzt ?( ?( ?( ?( ?( ?( ?( ?( ?(


    Also 24 Stunden? Ich halte das für sehr kurz angesetzt. Drum, Gitarren, Gesang - alles für 11 Songs an einem Tag? Geht evtl., wenn alle gemeinsam einspielen und keiner Fehler macht.

  • Nun ja, an einem Tag ginge höchstens ein Liverecording, aber so dürftet ihr kaum einen amtlichen Metalcoresound hinbekommen. 11 Songs sind viel zuviel, die bekommt man kaum fehlerfrei hin. Selbst wenn der eine Tag nur fürs Schlagzeug genutzt werden soll. Sorry, der Typ hat keine Ahnung und 350€ finde ich nicht gerade billig. Sogar ein professionelles Studio mit eigenem Bandraum kostet nicht mehr als 180€ (siehe erster Post), da kann das echt nicht sein. 350€ für eine Woche, fände ich okay, aber so???


    Grundlegend: Nehmt nicht mehr als 3-4 Songs, macht das mit Homerecording selber und lasst euch richtig Zeit zum experimentieren (mehrere Monate!), lest euch ein oder übt den Kram und geht in ein Studio.

  • 1 Tag 11 Songs. Ich fasse es nicht. Denke immer daran: Wer billig kauft teuer!


    Ich finde die Lösung, dass alle das gleiche Interface haben auch gut. Ich habe das vor kurzen mit einer Band gemacht. Habe ihnen zwei meiner mobilen Stationen für die Vorproduktion zur Verfügung gestellt. Später haben wir das Schlagzeug bei mir aufgenommen und abgemischt und zum mastering vollzogen.

  • 1 Tag 11 Songs. Ich fasse es nicht. Denke immer daran: Wer billig kauft, kauft teuer!


    Ich finde die Lösung, dass alle das gleiche Interface haben auch gut. Ich habe das vor kurzen mit einer Band gemacht. Habe ihnen zwei meiner mobilen Stationen für die Vorproduktion zur Verfügung gestellt. Später haben wir das Schlagzeug bei mir aufgenommen und abgemischt und zum mastering vollzogen.

  • Zitat

    Grundlegend: Nehmt nicht mehr als 3-4 Songs, macht das mit Homerecording selber und lasst euch richtig Zeit zum experimentieren (mehrere Monate!), lest euch ein oder übt den Kram und geht in ein Studio.


    Yep


    Zitat

    1 Tag 11 Songs. Ich fasse es nicht. Denke immer daran: Wer billig kauft, kauft teuer!


    Yep


    Wenn euch jemand wirklich das Angebot von 11 Songs an einem Tag macht, würde ich auf Grund der unprofessionellen Sichtweise schon Abstand halten. Ich weiss auch nicht ob ihr euch wirklich um 8 Uhr morgens da hinstellen wollt und dann in einer halben Stunde einen Song im Kasten haben wollt.


    Ich kenne einen Studioprofi über 12-15 Jahre oder so. Allein was ich nebenbei an Infos mitbekommen habe reicht um da vorsichtig zu sein. Wundert mich auch, dass ich bis jetzt nix von einem Abrechnungsintervall lese, z. B. 0,25h/Stunde.


    Nehmt das allein(Homerecording) und in Ruhe auf und fragt im vornherein im Mastering nach, was die optimalerweise brauchen, damit das Mastering reibungslos verläuft.


    Alle Studioaufnahmen taugen nämlich nüx, wenn das Ganze dann im Club, Auto, über Kopfhörer, Radio etc. besch... klingt.

    ~Sire Thomas Ash~
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    Warum soll ich präzise wie ein Drumcomputer spielen,
    wenn Drumcomputer Shuffle- und Swingfunktionen haben?

  • Da schon ein Mac vorhanden ist, empfehle ich Digidesign ProTools LE mit einem Digi 002R (gebraucht) oder das neue Digi003R. Dann kann man später das ganze ggf. woanders mischen und dann auch bei einem neuen Satz "Ohren" mastern lassen. Logic oder Cubase ist auch gut, aber da braucht ihr zusätzlich ein Interface und ein gebrauchtes Digidesign 002R gibt es schon für 500 bis 800 Euro inklusive Software.

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