Hihat Mikro Beyerdynamic M201 TG

  • Hallo Leute,


    unter anderem bin ich momentan auf der Suche nach einem guten Mikro für meine Hihat (Sabian Vault).
    Ich benötige das Mikro sowohl für Aufnahmen als auch für In-Ear..


    Durch verschiedne Test- und Erfahrungsberichte bin ich nun beim M201 TG von Beyerdynamic gelandet:
    http://www.thomann.de/de/beyerdynamic_m201tg.htm


    Meine Frage ist nun, ob jemand von euch Erfahrung mit diesem Mikro hat und ob ihr es mir empfehlen würdet.
    Benutze für meine Toms Beyerdynamic Opus 88 Mics mit denen ich sehr zufrieden bin, daher bin ich nicht abgeneigt weiter auf Beyerdynamic zu setzen.


    Würde mich über Antworten / Tips sehr freuen !


    Danke schonmal + VG
    Jan

  • Welche Overheads benutzt du denn?


    Wenn du gar keine benutzt, würde ich erstmal da investieren.

  • Da sprichst du ein schwieriges Thema an ;)
    Habe mir damals als Overheads relativ günstige Sure Kondensator Mics gekauft.
    Natürlich wäre es am sinnvollsten da erstmal zu investieren, habe mich aber dazu entschlossen erstmal ein vernünftiges Mikro für di Hihat zu besorgen,
    da ich für mein In-Ear dringend die Hihat auf meinem Kopfhörer brauche.


    Overheads würde ich mir dann im Anschluss kaufen..

  • Ich weiß nicht, wie du dein OH-Mikro aufstellst. Ich kann nur sagen, dass ich kein extra Hi-Hat-Mic benötige, weil über die OH die Hi-Hat sehr gut zu hören ist. Hab die OH-Mics auf die Snare gerichtet. Somit kommt genug Hi-Hat mit rein. Kannst ja mal ausprobieren, wenn du es nicht schon so machst. VIelleicht brauchst du dann garkein extra Hi-Hat-Mic.
    Zu dem Mic selber kann ich dir nichts sagen.


    Grüße Moigus

  • Hallo,


    ich habe zwei M 201 TG als Overhead.
    Bei Probe-Aufnahmen nehme ich noch eine Stütze für die Bass Drum hinzu.
    Meine Hi-Hats höre ich deutlich, allerdings habe ich dazu auch eine praktische Positionierung: hinter dem Set (hinter mir), etwa auf 1,60 m Höhe mittig nach rechts und links (Hi-Hat/Ride) ähnlich ORTF/NOS ausgerichtet.


    Zum Charakter der Mikrofone: sie übertragen sehr fein, für moderne Ohren wirken sie sehr warm und sind in den Höhen eher schwächer als man das von modernen Kondensatoren her gewohnt ist.
    Aufnahmen gibt es auf Myspace.
    Das Mikrofon ist dank unauffälliger Bauweise auch in komplexen Aufbauten praktisch fast überall leicht zu positionieren und ist auch für fast alles geeignet, wie gesagt, aber nichts für Höhenfetischisten. Und für Bass Drum ist es in den Tiefen auch zu schwach, wenn man nicht Bebopper ist und da sowieso eher ein Tom flachgelegt hat, dann geht sogar das ganz ordentlich. Auch Gesang oder Gitarre geht.


    Da Du Opus 88 besitzt, würde ich das mal an der Hi-Hat ausprobieren. Nur zum Test, ob es gefällt oder nicht. In ersterem Fall könnte man danach über ein Opus 53 nachdenken.
    Opus 83, das hier besprochene und auch das M 160 (Bändchen!) sind aber besser und noch besser ist das MC 930, aber da sind wir schon wieder in der nächsten Preisklasse gelandet.


    Wenn die Hi-Hats etwas grobkörnig und schmutziger klingen dürfen, kann man auch Gesangsmikrofone ausprobieren, manche Rocker stehen z. B. auf SM 57.


    Grüße
    Jürgen

  • Vielen Dank für deine wirklich sehr hilfreichen Tips !


    Alles was du über das M201 GT sagst, klingt für mich sehr passend, gerade weil ich bei den Kondenstaor Mics die ich bisher an der Hihat hatte
    die Höhen immer eher störend fand.


    Über das Opus 53 hatte ich auch nachgedacht allerdings habe ich da ein nicht so gutes Gefühl, weil ich denke dass ich das ausschliesslich als "Stütz"-Mikro einsetzen könnte.


    Habe ich das richtig verstanden, dass das Opus 83 das Kondensator Gegenstück zum M201 GT ist ??

  • Hallo,


    nein, das kann man so nicht sagen, lediglich Größe, Preis und Qualität sind ähnlich.
    Das Opus 83 ist allerdings nicht so gängig am Markt.
    Das Opus 53 wirkt für mich auch immer etwas kratzig, was bei allen Billigkondensatoren der Fall ist, angenehm werden die eben auch erst bei NT-5 oder Oktava-012, wobei bei letzteren diverse Modelle und Modifikationen im Umlauf sein sollen. Ich habe mich seinerzeit auch für dynamische Mikrofone entschieden, weil ich die bösen schreienden Höhen nicht brauche und lieber ein kuscheliges Klangbild habe. Außerdem mag ich kein Plastik und lege Wert auf Produkte, die reparabel sind, was beim M 201 TG nachweislich der Fall ist.


    Grüße
    Jürgen

  • Danke für die Beispiele, bin gespannt wie das Mikro mit meiner Hihat klingt !!


    Es wird Dir bestimmt gefallen, wenn Du weiche Höhen magst - ich habe das M201TG schon viel am Set eingesetzt (bei den Becken meist als Overhead) und es macht einen guten Job dort - für meine Ohren besser als die meisten billigen Kondensator-Mikros...


    Generell ist das M201TG ein absolutes Workhorse, dass Du fast für alles verwenden kannst - insofern ist es eine universelle Investition. Ich habe das 201er erfolgreich für folgendes eingesetzt: Snare, Overheads, Bassdrum, Toms, Bläser (Holz und Blech), Sprache und Gesang (mit dem Schaumdödel, der dabei ist), Klavier/Flügel, Gitarre akustisch, Git-Amp. Für ganz leise Sachen benötigt man gute Preamps, weil es keinen besonders hohen Output hat.


    Ich habe ein neueres und vier alte M201TG von 1993 - von denen war eines mal kaputt und wurde bei Beyerdynamic durch einen kompletten Systemwechsel repariert - kostete glaube ich so um die 80,- EUR und dauerte ca. eine Woche. Ansonsten haben sie allen Rock'n'Roll eingesteckt...

  • "gerade weil ich bei den Kondenstaor Mics die ich bisher an der Hihat hatte die Höhen immer eher störend fand."


    Das relativiert sich im Mix mit verzerrten Gitarren etc. aber doch eigentlich wieder.


    Ich liebäugel gerade auch mit dem M201TG und was mich mal interessieren würde, ist wie das Mikro vor einem verzerrten Amp klingt. Mich nervt es, dass überall nur SM57 und evtl. mal i5, md421 oder e906 verwendet werden. Da muss es doch noch was anderes geben :)

  • was mich mal interessieren würde, ist wie das Mikro vor einem verzerrten Amp klingt


    es klingt hervorragend! :)


    Das 57 hat halt eine eingebaute Präsenzbetonung drin, die gut für Snare und Gitarre funktioniert - die hat das 201er nicht, es ist immer ein wenig runder im Klang. Durch die Positionierung vor dem Speaker kann man diesen neutralen Grundklang beliebig formen (gilt natürlich für jedes Mic). Ich habe das 201er schon oft vor Gitarrenamps gehabt und es klang immer amtlich. Bei einer Recordingsession hatte ich es von hinten auf den (fast: in den) offenen Combo gerichtet, wo sich ein absolut geiler warmer Blueston ergab...


    Für Trommler, die auch mal was anderes mit aufnehmen wollen, kann ich einen Mix aus 1-2x SM57 und 2-3x M201TG absolut empfehlen.


    Ich habe hier noch einen interessanten Soundschnippsel mit 2x M201TG als Overheads - ansonsten hing noch ein MD441 an der Snare und ein RE27N/D in der BD (ein flachgelegtes 16er FT). Leider habe ich die Rohtracks dieser Aufnahme nicht mehr (im Zugriff - die alten DA88-Bänder liegen hier zwar noch, aber ohne funktionierendes Abspielgerät...) - im Mix sind die OH reichlich mit EQ verbogen, aber nett klingt es finde ich trotzdem... Beyerdynamic M201TG als Overheads

  • Hallo,


    wenn noch ein paar Leute dazu kommen, machen wir einen Verein Freunde des M 201 TG e. V. (i. Gr.) auf!
    Aber es stimmt: man kann damit fast alles machen, auch E-Gitarre (Beweis auf Anfrage per SM/PN/EM/SM/TA/BT etc.)


    Grüße
    Jürgen

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