Girls Fantasy Camp - Funk-Rock ... ZWEITER Demo-Song online!

  • Von Mühe zu sprechen, wäre wohl etwas übertrieben. :D Da ich mich zur Zeit selbst bisschen mit dem Zeugs beschäftige und zufällig deine Nummer hier sah, hat sich eben der Schnellschuss so ergeben. 10 Minuten für 7 - 8 plugins.Meine Ideewar: " weniger wash, weniger mulm, mehr brillianz und weniger "flat" -also mehr 3d (nicht nur für die snare, sondern insgesamt). Hierfür hab ich dann 1 oder gar 2 EQs, kompressor, eventuell raum, stereo-dingens,multibandlimiter und wofür sonst noch platz war und was nach kurzem drehen in die richtung ging benutzt. Ich hab auch nicht die Nummer durchgehend gehört sondern in erster linie drumsbezogen rumprobiert. Bei den ruhigen parts finde ich meinen Ansatz im Ansatz erkennbar. Der Sänger klingt jetzt allerdings, als stünde er irgendwo zwischen den Becken und der Bassdrum.
    Projekt und Spur ist mittlerweile natürlich längst enstorgt - lohnt aber auch nicht wirklich, war ja nur mal so eine tendenzielle Idee.
    Höhen bei der Snare werden aber glaub ich vom Hall ziemlich geschluckt.

  • Du tust dem Gesang keinen Gefallen mit dem Mix. Belegt und raumlos klingt er wie dazu gestellt, die Intonationsschwächen und stimmlichen Unsicherheiten treffen hier auf einen auf "perfekt" processeden Drumsound. Die drei Elemente eurer Musik (Drums, Bass, Vox) klingen wie entsprechend ihrer Qualität gemixt.


    Ein paar Tipps: überlegt euch, wer das hören soll. Soll es auf instrumentale Virtuosität getrimmt sein (so wirkt es) oder - vielleicht dem Namen entsprechend - auch ein songwriting-affines Publikum ansprechen? In dem Moment, wo ein Sänger seine Botschaft zum Besten gibt, sollte man - künstlerische Erwägungen hin oder her - diesem den nötigen Raum lassen, sonst wirkt es zumindest sehr ungewohnt. Das gilt zu allererst fürs Spielerische (weniger Fills, mehr arrangement-bezogene Dynamik) aber auch für die Bearbeitung.


    Der große Vorteil eures Konzeptes sind eben die wenigen Stimmen. Da eine der Stimmen ein Bass ist, solltest du auch nochmal die Abstimmung zwischen BD und Bass checken. Bass etwas breiter und brillianter (weil der bei der Art Musik eine wichtigere Rolle einnimmt als in einer "kompletten" Besetzung), BD knackiger, weniger Subbass (der nimmt dem Bass untenrum die Luft) Der Hall der Snare wirkt darüber wie ein riesiger rosa Zuckerguss. So wie es jetzt ist, drängt der Drumsound mit seiner Präsenz und künstlichem Hall den Rest komplett zur Seite.


    Dass EQ-Korrekturen vorgenommen werden müssen (besonders in den angegebenen Frequenzen), liegt zudem auch nicht allein am Frequenzgang der Mics, sondern am Raum und oft auch am eher mässigen Preamp. Wer mal mit einem wirklich guten Pre gearbeitet hat, weiß, was der beim Stacken von Multitrack-Aufnahmen bewirkt. Und was er in der Nachbearbeitung alles erspart.


    Als Referenz würde ich grob Primus und die früheren RHCP Sachen hernehmen. Gerade bei Primus ist beeindruckend, wie wenig sich alle Teile des Mixes in die Quere kommen. Grund: Arrangement, Performance, Mix (in der Reihenfolge).


    lg
    max

  • Danke erstmal für die Kritik und die Anregungen. Vorab muss ich aber nochmal was klarstellen:


    Die hier gezeigten Mixe sind Pre-Mixe .. das ist nur irgendwie zusammengeschustert, die Drums sind auch eher noch 08/15 gemixt, wobei ich hier für eure Tipps schon mal sehr dankbar bin. :)
    Bass und Gesang sind aber nur Pilotspuren - weder qualitativ noch performance-mäßig wirklich gut und noch fast roh im Mix (aufm Gesang ein Low Cut und etwas Kompression). Bass ist eine Direct-Out Aufnahme und Gesang wurde schnell mit einem SM58 gemacht.
    Für die richtigen Aufnahmen stellen wir 3 Mikrofone an die Bassbox und eingesungen wird mit einem Großmembran Kondensator mit Poppschutz. Hier und da werden wir auch mit Dopplungen experimentieren, sowohl beim Bass als auch Gesang.
    Bassist/Sänger hat ebenfalls etwas Recording, Mixing und Mastering Kenntnisse und auch noch ein paar nette Effekte am Start (z.Z. arbeite ich mit Reaper). Wir werden beim finalen Mixing dann auch mit verschiedenen Monitoren rumprobieren, ich hab Alesis Monitor One MKII und der Bassist etwas bessere aktive.
    Vorher müssen aber auch noch Saxophon und Gitarre eingespielt werden. Die Songs bleiben ja nicht so "nackt". ;)
    Dann wird die ganze Sache sowieso wieder ne Ecke anders aussehen und komplexer werden.
    Wenn das dann soweit ist, werde ich mich höchstwahrscheinlich hier nochmal mit ein paar ernsthaften Pre-Mixen melden um Feedback einzuholen ;)


    Die Pre Mixe zu machen und zeigen diente in erster Linie dazu, mal ein erstes Bild von den Songs mit richtigen Drums zu bekommen und eben hier mal was aktuelles zu präsentieren.


    DIe Drums-bezogenen Vorschläge hab ich gestern schon mal ansatzweise umgesetzt. Habe die Höhen am Master gut angehoben, der Snare noch mehr Höhen gegeben, die Bassanhebung auf den OHs entfernt, weniger Subbass (BD300 am Reso) zugemixt, dafür mehr von der D112 Spur auf die Kompressorspur um einen insgesamt kompakteren BD Sound zu erreichen. Klingt wirklich klarer und neutraler, allerdings auch weniger natürlich.
    Der Hall auf der Snare ist wohl Geschmackssache, aber auch Song-abhängig. Snare ist i.d.R. eigentlich das, wo man als erstes und generell auch am meisten Hall drauf macht. Backbeat eben ... da muss ich dann aber eh nochmal song-bezogen rumprobieren.
    Gemixt ist das ganze allerdings wie üblich mit einer separaten Kompressor und einer separaten Hallspur. Auf die Hallspur habe ich alle Spuren außer die äußere BD Spur (da macht sich ein Gate nicht so gut) gezogen, halt zu verschiedenen Anteilen. Auf die Kompressorspur nur die Trommelspuren.


    Ein paar Tipps: überlegt euch, wer das hören soll. Soll es auf instrumentale Virtuosität getrimmt sein (so wirkt es) oder - vielleicht dem Namen entsprechend - auch ein songwriting-affines Publikum ansprechen? In dem Moment, wo ein Sänger seine Botschaft zum Besten gibt, sollte man - künstlerische Erwägungen hin oder her - diesem den nötigen Raum lassen, sonst wirkt es zumindest sehr ungewohnt. Das gilt zu allererst fürs Spielerische (weniger Fills, mehr arrangement-bezogene Dynamik) aber auch für die Bearbeitung.


    Wir spielen die Songs jetzt schon einige Zeit zu zweit. Die relativ ausladenden und zahlreichen Fills passen da schon ganz gut rein, weil eben so wenig Elemente in der Musik sind. Geändert wird da im Zuge der Demoaufnahmen nix mehr.
    Die Veränderungen werden automatisch kommen, wenn sich Saxophon und Gitarre endgültig eingegroovt haben, denk ich. Aus dem Grund machen wir auch erstmal nur ein paar Demos. Das geplante Album wird dann im Studio aufgenommen, aber erst wenn wir uns als Quartett auf musikalischer Ebene endgültig aufeinander eingegroovt haben und ein paar mehr Gigs gespielt haben .. Nächstes Jahr wahrscheinlich. ;)


    Dass EQ-Korrekturen vorgenommen werden müssen (besonders in den angegebenen Frequenzen), liegt zudem auch nicht allein am Frequenzgang der Mics, sondern am Raum und oft auch am eher mässigen Preamp. Wer mal mit einem wirklich guten Pre gearbeitet hat, weiß, was der beim Stacken von Multitrack-Aufnahmen bewirkt. Und was er in der Nachbearbeitung alles erspart.


    Diesmal musste ich leider auf ein ADA8000 zurückgreifen. Kombiniert mit einem Saffire Pro24, worüber die Overheads liefen. Ich denke aber trotzdem, dass da für Proberaumaufnahmen und mit unseren Mixing Kenntnissen ein Schuh draus wird, weil sowohl die Mikrofone nix besonderes sind und der Raum auch nicht besonders gut klingt (sehr trocken, also eher ungeeignet für Drumrecording). Ist eben alles noch eher Homerecording-lastig und amateurhaft, aber sind ja auch nur Demos, welche allenfalls auf CDs gebrannt an Veranstalter geschickt werden und auf Soundcloud hochgeladen werden (und was Soundcloud dann mit der Qualität macht ist ja bekannt :D ) ... ;)

  • Prima Sache. Nicht falsch verstehen, ich poste solche Kritik auch nur, wenn ich das Gefühl habe, dass jemand wirklich engagiert bei der Sache ist.


    Aber gerade deswegen noch ein Tipp: wenn man sein Projekt wirklich ernst nimmt, sollte man es generell nicht unfertig der Öffentlichkeit präsentieren. Sucht euch lieber jemanden, dem ihr die Sachen hinter den Kulissen zeigen könnt bis es dann fertig ist.


    In Internetzeiten ist der Drang, alles sofort an die Öffentlichkeit zu geben, sehr groß. Ständiges Rückversichern macht aber keine gute Musik. Entscheidungen machen gute Musik.


    lg
    max

  • wow, der drumsound ist echt gut! snare gefällt mir sehr gut. bd könnte noch ein wenig "runder" sein finde ich, da kommt teilweise noch einen ticken zuviel papp mit hoch. (für meinen geschmack)



    der gesang ist allerdings wirklich nicht das gelbe vom ei und viel zu leise und platt.... nicht falsch verstehen aber: man merkt, der drummer hat gemixt :D


    edith: im schnellen part funktioniert der drumsound dann wiederrum nicht so gut und überfährt alle andern elemente des mixes vollständig... vor allem die bd klingt schnell gespielt nicht mehr gut weil dann kein kick mehr drin ist. schwierig... evtl ein sample leicht zumischen was auch in den schnellen parts ein mindestmaß an kick garantiert ?


    nochmal edith: der ada ist dein aller kleinstes problem im moment ...



    nochmal edit :D : nach mehrmaligem hören könnte ich mir auch ein gesmashtes raum mic gut vorstellen bei der mischung, da ja generell eher viel platz ist in der mucke, und man es damit interessanter gestalten könnte... ich würd jedenfalls sagen: schlagzeug ist TOP, der rest leider nicht ansatzweise auf dem gleichen level :( klingt wie ne schlagzeugaufnahme mit schmutzspuren

    sieg natur.

    2 Mal editiert, zuletzt von slo77y ()

  • Genau so schauts aus. Das sind finale, halbwegs ansprechend gemixte Schlagzeugspuren mit dreckigen Asi-Schmutz-Pilotspuren :D .. der Pilotgesang wurde übrigens irgendwann nachts schnell im Sitzen eingesungen.


    Wir werden das wohl so machen wie Luddie gesagt hat und erstmal keine weiteren unfertigen Sachen präsentieren. Dafür gehen wir dann einzelnen Personen auf den Sack, die dafür natürlich auch genug Snaresamples bekommen - keine Frage :D


    Was die BD angeht: Ich hab diesbzgl. schon mit einem Limiter experimentiert, um hier die Dynamik etwas zu drücken, da manche Doublestrokes schon schlecht rauskommen. Liegt natürlich auch am schwächeren Kick. Deinen EQing Tipp slo77y werd ich wie gesagt mal umsetzen ... aber mir ist eingefallen, dass ich ja auch ne Subbass Spur in Form eines BD300s vor dem Reso dazugemixt habe, bei der lediglich die Bässe reingedreht wurden. Sollte ich hier lieber auch mit der üblichen Badewanne arbeiten?


    Was verstehst du unter einem "gesmashten" Raummic? Du darfst nicht vergessen, dass da noch Saxophon und Gitarre dazukommen und dass wir Bass und Gesang hier und da auch doppeln werden (Bass z.B. bei Gitarrensoli, Gesang in Refrains, ...).

  • Sofern es ok ist, hier ein paar letzte Idee oder Anmerkungen. Es gibt keinen "finalen" Drummix in einem Track, in welchem sich noch andere Stimmen befinden. Der größte Anfängerfehler ist es, Instrument für Instrument zu mixen. So funktioniert es aus verschiedenen Gründen nicht. Der erste ist, dass das menschliche Gehör nicht absolut und auch nicht separiert hört, sondern Verhältnisse herstellt. Und diese beziehen sich auf Frequenzen. Hast du also eine tolle, crispe Hihat gemixt, kann es sein, dass die sich schwer mit den Sibilanten des Gesangs beisst. Und hast du gerade im Solomodus die beeindruckendste Bassdrum gemixt, die unter der Sonne existiert, kann es sein, dass dir der Mix komplett zusammenfällt, wenn du sie mit dem Rest hörst. Der sog. Build-up von Bassfrequenzen zb ist ein Garant für schwächlich klingende Mixe, denn er sorgt dafür, dass wahnsinnig viel Energie in einen Frequenzbereich fliesst, den das Gehör nur nachgeordnet wichtig findet.


    Es geht also beim Mix ums Bereinigen und Sortieren von Frequenzen, egal, welches Instrument diese erzeugt. Und das erste, was viele Amateure tun, wenn sie ein LDC haben, ist, es vor die Bassdrum zu stellen, weil sie denken, alles würde jetzt ultimativ fett. Wird es aber meistens nicht, Grund s.o.


    Tipp: wenn du unbedingt ein LDC vor der Bass verwenden möchtest, dann experimentiere mit einem Lowcut (zwischen 70 und 120hz) beim Mic innerhalb der BD. Ich verwende LDCs vor der Bassdrum in erster Linie, um das "atmen" des Resos einzufangen, nicht, um den Bassbereich übermässig hervorzuheben...


    ...denn dafür ist in vielen Tracks der Bass da.


    So, das wars jetzt aber! ;)


    lg
    max

  • Es gibt keinen "finalen" Drummix in einem Track, in welchem sich noch andere Stimmen befinden.



    +1000.


    Ich fange meistens an mit dem wichtigsten Element solo (z.b. Gitarre oder Stimme) und nehm dann per Solo immer mehr hinzu bis ich alle Spuren in den Solo Bus mit einbezogen hab und ihn dann quasi wieder aus machen kann weil sowieso alles läuft :) Find ich praktikabler als "nie" die solo Taste zu drücken. (Das wird ja auch oft empfohlen) Dann habe ich Probleme zuzuordnen welches Instrument gerade den Matsch macht und ausserdem überhöre ich dann oft leise Störanteile in Spuren die einem aber wenn man sie wegcuttet mehr Headroom verschaffen ohne am Hörerlebnis was zu ändern


    m_tree: raum mikro aufstellen (am besten mono, in unbehandelten räumen wird man wahnsinnig wenn man stereo raum mics zusammen zum klingen bringen will) und dann irgendein 1176 mässigen kompressor auf die heftigste einstellung die geht (all button mode beim 1176) und gainreduction bis der arzt kommt. klingt für sich alleine total kaputt und kacke, mischt man es aber ganz leicht dem restlichen drum mix drunter kann man ihn damit ziemlich aufblasen und das sustain von allem verlängern und dem ganzen mehr "tiefe" geben

    sieg natur.

    Einmal editiert, zuletzt von slo77y ()

  • Mit final war hier eigentlich eher "final eingespielt" gemeint. ;)


    Danke erstmal wieder für die Tipps. Das mit dem "Gesamtmixen", wo man jedes Element individuell an alle anderen anpasst, wusste ich schon ungefähr.


    Allerdings habe ich kein LDC vor dem Reso, sondern ein grottiges t.bone BD300. Dynamisch ;)
    Werde aber nochmal ausgiebig testen und mir eure Tipps zu Herzen nehmen.


    slo77y
    Welche Art von Mikrofon würdest du dafür nehmen und wie sollte es ungefähr aufgestellt werden? Das Blöde ist jetzt, dass die GFC Aufnahmen prinzipiell schon abgeschlossen sind. Zumindest für die 3 Demosongs.

  • ein gutes :D



    aus der budget abteilung kanns selbst ein tbone sc450 schon tun (gar nicht so schlecht das mic)


    prinzipiell macht man mit einem möglichst hochwertigen GM kondensator nix falsch.... aber grade bei raum mics tobt der ewige glaubenskrieg, ich glaub ne pauschale empfehlung kann man da (wie fast immer) nicht abgeben..

    sieg natur.

  • Es gibt da zwei Ansätze: klassisches Raummic, welches tatsächlich möglichst gut den Sound aufnehmen soll, welches das Ohr im Raum in einiger Entfernung zur Quelle hören würde. Da empfiehlt sich tatsächlich das beste LDC in der Sammlung. Ich nehme da entweder mein Mojave 201 fet, ein Brauner Phantom Classic oder ein Bändchenmic. Alle recht teuer, aber es geht natürlich auch was Günstiges, um den Effekt zu beurteilen.


    Der zweite Ansatz ist das sog. "Grot-" oder "Dirtmic". Das kann das billigste Ding sein, denn damit passiert dann die von slotty beschriebene Extrembehandlung. Ich verwende da entweder ein EV 468 oder 308, im Grunde ist es aber fast egal. Dynamische Mics finde ich da immer prima, weil die einfach etwas crunchiger in den Mitten sind und beim Bearbeiten angenehm "kaputtgehen" und ausfransen.


    Ich liebe da aber auch mein Shinybox Ribbon, manchmal mit einer abgesägten Plastikflasche drüber (Volvic klingt etwas edler, Gerolsteiner etwas crisper, die Wandstärke machts ;) ) , manchmal in die Bassdrum gegenüber gesteckt, oft auf dem Flur. Was man da tut, ist generell vom Gehör und Geschmack abhängig und davon, was eben zum Track passt. Die massive Kompression haben aber fast alle Methoden gemein. Ich mag manchmal auch krasse Gates, die nur noch Fragmente übriglassen. Das ist dann quasi eine Gewürzspur ohne künstliche Aromastoffe (plugins). Bewusst hört man in den Produktionen oft kaum was davon, aber es sorgt zB dafür, dass sich GHostnotes besser durchsetzen oder die Drums einfach insgesamt breiter und präsenter klingen, ohne sie mit Plugins künstlich aufzublasen.


    lg
    max

  • Apropos Wagener: Anzahl und zusammengerechnete Preise allein der Mics (es ist ein Royer/Mojave Promovid) sind vermutlich außerhalb der meisten Budgets aber ein paar interessante Ideen gibt es hier: http://www.youtube.com/watch?v=zlg5UcNOT0Y


    Viele der Sachen funktionieren im eigenen Raum nicht auf Anhieb und gerade Bändchen sind für viele zunächst eine Enttäuschung. Aber es gibt immer diese Situationen, wo einfach Großartiges passiert und man auf einmal checkt, wie es klingen soll.


    lg
    max

  • Hm, wir hätten noch ein SC-1100, allerdings derzeit nicht im Proberaum. Ich denke ich werde die weiteren Aufnahmen auch ohne Raum Mikro machen, wird jetzt zeitlich sowieso alles recht knapp. Danke trotzdem für die Anregungen, werde ich beim nächsten Mal testen.


    Die bisher hier gezeigten Mixe hab ich mal rausgenommen. Ggf. lade ich Fusion dann nochmal ohne Gesang hoch.


    Hab gerade das Video gesehen ... ich denke das mit der stark komprimierten Raumspur hab ich im Prinzip schon gemacht. Alle Trommelspuren habe ich auf eine separate Kompressionsspur geroutet, ebenfalls mit sehr scharfen Einstellungen ... Threshold aufs Minimum, Attack ca. 15-20ms, Hardknee, Ratio 5-6:1 ... da kommt man denke ich nicht drumrum, wenn sich die Drums im Gesamtmix durchsetzen sollen. Bringt ne ganze Ecke mehr Knall (Snare), Punch und Druck.

  • nene, der von luddie und mir beschriebener effekt ist was ganz anderes... es geht nicht nur um (parallel)kompression dabei. eher der "grosse" abstand zum schlagzeug ist das hauptsächliche element davon, was durch die kompression nur sehr hervorgehoben wird.

    sieg natur.

  • Ich melde mich mal wieder mit was neuem zurück. Die Demos sind noch nicht fertig, aber es geht voran. Leider ist der Saxophonist aus zeitlichen Gründen wieder ausgestiegen, wir ziehen das jetzt also zu 3. durch.


    Bass und Gitarrenaufnahmen sind mittlerweile fertig (Gesang fehlt noch) und ich habe gestern mal ein "vom Prinzip her" richtiges Mastering für den Song, den ich hier schon mal gezeigt hatte, vorgenommen. D.h. Mix ohne Verschönerungen im Master und leise bzw. mit ganz schwachem Limitereinsatz (Peaks reichen nur selten an 0dB ran), dann als 24bit *.wav rausgezogen und separat gemastert.
    Ich habe nach wie vor keine anständige / professionelle Effektsektion genutzt, nur eine Kombination aus den hauseigenen Reaper Effekten und ein paar Freeware Effekten (ein Kompressor, Reverb, Delay und Span).
    Beim Mastering hab ich folgendes gemacht: leichtes EQing (schmaler Notch bei 250Hz, Mitten leicht angehoben und glaub noch irgendwas), ein bisschen Kompressor zur Klangfärbung, Exciter, Ambience, - natürlich ganz wichtig - Multiband-Kompressor (der von Reaper, ist garnicht schlecht!), Span zur Kontrolle und natürlich Limiter. Ich habe mit anderen, teils amtlichen Masterings verglichen und auch immer mal wieder in den Mix eingegriffen, als mir z.B. störende Frequenzen um 9kHz nur bei den OHs aufgefallen sind. Was mir bei anderen Masterings aufgefallen ist: Trotz ähnlicher Lautheit sind keinerlei oder ganz selten und nur ganz leicht Peaks abgeschnitten - bei mir kommt das allerdings öfters vor, wenn auch nicht besonders schlimm und auch eigentlich nur hauptsächlich bei der Snare.


    Ich hab mir zwar mittlerweile wieder ein paar Detailverbesserungen für den nächsten Mix aufgeschrieben und der Gesang fehlt ja auch noch, würde aber gerne trotzdem etwas Feedback einholen. Sind ja nun auch keine Schmutzspuren mehr und es ist insgesamt auch "ernsthaft" gemixt.


    -> http://mtree.thoralfbaum.de/music/fusion-MASTER5.mp3


    Danke schon mal! :)


    Ach ja:
    Der Bass ist ein Musicman Stingray. Haben den einmal direkt über eine DI-Box ("flat" -> EQs auf Anschlag) und einmal mit einem D112 am Tieftöner aufgenommen. Das D112 hab ich nur dazugemixt und ist hauptsächlich für etwas mehr Tiefbass zuständig. Die Höhen bei dem DI-Signal habe ich ab 150Hz stark beschnitten, nur bei um die 2,5-3kHz hab ich ne kleine Kerbe nach oben drin (geht aber auch nur bis -3dB oder so).
    Die Gitarre wurde mit einem Blackheart Amp und einer Orange Box sowie einem SM57, das relativ stark auf die Mitte fokussiert wurde, aufgenommen.
    Den Bass habe ich etwas komprimiert, die Gitarre garnicht. Das Delay am Ende auf der Gitarre hab ich nachträglich hinzugefügt.

  • was mir sofort auffällt: der attack vom bass kommt sich mit der snare manchmal in die quere (so um 2-3khz). dadurch hat man manchmal den eindruck, die snare würde flammen, dabei ist es der bass, der nicht 100% tight drauf sitzt. evtl den snare attack etwas höher EQen (so 4-5khz) oder beim bass etwas raus...


    ansonsten: klingt super!

    sieg natur.

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