Frage zur Aufnahme von Triggern (Homestudio Einsatz) - Roland TM-2 oder Alternativen?

  • Guten Morgen an die E-drum Gemeinde,


    Ich muss zuerst sagen, bin Neuling und hab mich bis jetzt nur einen kleinen Teil mit E-drums beschäftigt!


    Ich habe vor, bzw. Mir überlegt, mein drumset Teil elektrisch mit triggern aus zu rüsten (Hybrid). Dabei wollte ich nur bassdrum und snare mit Triggern ausrüsten und diese über ein Modul ein wenig auf peppen.


    Bis jetzt habe ich da das Roland TM-2 ins Auge gefasst! Wenn jemand eine günstige Alternative kennt für meine Zwecke, immer her mit Tipps!


    So, jetzt zur Frage, bisher nehmen wir mit Folgenden Equipment auf: Micro -> Preamp -> Interface -> PC (Nuendo)
    Wie kriege ich jetzt das Trigger Signal da mit eingebunden, das ich es als normale Spur mit in der Aufnahme habe? Das verstehe ich nicht ganz wie das dann Funktioniert! Nehm ich einfach den Klinken Ausgang vom Modul und stecke den in den Preamp? Oder brauche ich hierfür noch extra Programme?


    Danke für eure Hilfe

    Oberste Sternenflottendirektive: Wer lesen kann, ist besser dran !

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  • Ich denke, du solltest vom modul direkt in das Interface gehen, wenn du die Modulsounds als Zugabe aufnehmen möchtest.
    Das Line-Signal ist stark genug, dafür brauchst du keinen Preamp. Evtl. ne DI-Box, obwohl ich hier bezüglich des TM-2 nicht sicher bin.


    PS. Das Triggersignal wird im Modul in Sound umgewandelt. Somit nimmst du kein Triggersignal auf, sondern Sound ;)

    Ich bin nicht dick, nur zu klein für mein Gewicht. X(


    Musik sagt viel über Gefühle aus, sie muß nicht perfekt sein. Denn Perfektionisten
    haben keine Zeit für Gefühle, sie sind zu sehr damit beschäftigt perfekt zu sein. Und wer mag schon Musik ohne Gefühle? (
    Neil Young)


    F-O-B

  • Ja... Ich möchte den Sound dann halt als extra Spur einzeln haben, zu den Micro Signalen die ja alle mit aufgenommen werden....


    Sinn und Zweck des ganzen soll sein zum einen in kleinen Clubs wo nichts abgenommen wird n Signal für den Ton man zu haben (BD und Snare vom Modul) und im home Studio die bassdrum komplett zu ersetzten und hier nur den Sound vom Modul zu nehmen anstatt das vom Micro!


    Kann man dann eig den Sound noch ein wenig bearbeiten, wie z.B. Die Spuren vom Micro? Und gibt es andere Module ausser dem TM-2 welche ähnlich sind? Ich brauch nur 2 Stereo oder 4 mono Eingänge!


    Danke für die Hilfe

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  • Alles möglich.
    Bearbeitung erfolgt wie bei Sounds, die ein Mikro an das Interface (edith und PA, Mixer etc....) weitergibt.
    Bezüglich der 4 Mono-Spuren müsstest du halt nen Splitter besorgen, der aus den 2 Stereo-Eingängen 4 Mono Eingänge zaubert.


    Es gab mal das TM-6 von Roland. Gebraucht mit etwas Glück noch zu ergattern.

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  • Nichts ist alternativlos, du kannst alle Soundmodule nehmen und wie jedes andere Keyboard anschließen ;)
    Beim TM-2 stößt man wahrscheinlich schneller als bei vollausgestatteten Modulen an die Grenzen der Sound-Auswahl - immerhin besser, als mit Billigheimern schnell auf Grenzen der Sound-Qualität zu stoßen. Diesbezüglich gäbe es natürlich auch für Rolandse noch sehr aufwertende Software-Möglichkeiten, aber ungefragt mag ich es mal bei dem Hinweis darauf belassen, lies dir das am besten mit dem Suchbegriff "VSTi" mal selbst an (momentan kein Spaß wegen bereichsweiter Unruhe).

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  • Das TM-2 ist doch ein Sampling-Modul, deswegen sehe ich da ehrlich gesagt keine großartigen Grenzen bei der Sound-Auswahl (außer du meinst die Anzahl der anschließbaren Pads, dessen sich der TS ja bewusst ist).


    Beim Recording hätte ich dann vielleicht das Midi-Signal vom Modul zusätzlich mit aufgenommen, falls ein Interface dafür vorhanden ist. Man muss die Daten ja nicht zwangsläufig nutzen, aber für den Fall der Fälle sind sie dann zumindest da, und man hat damit auch im Nachhinein noch alle Freiheiten, Sounds zuzuordnen.

  • Nuja ... Ein mit den internen Sounds oder mit den Bibliotheken vergleichbares Ergebnis ist mit eigenen Samples wohl eher nicht zu erzielen, oder verstehe ich das folgende Zitat falsch?


    Velocity Layer bei eigenen Samples:
    1, mehr nicht :(

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    Gesendet von meinen Babyphone mit Papatalk

  • Ich muss kurz mal dazwischen funken, ich wollte beim aufnehmen den reinen internen Sound nutzen! Nicht dazu mischen! Es ist mir bewusst das ich dadurch eine eingeschränkte Auswahl an Sounds habe!


    Ich möchte aber dennoch nur den Sound aus der Modul internen Bibliothek nehmen! Vorerst! Das ganze soll dann mal, so wie ich es mir denken und erhoffe, den Sound der Bassdrum übernehmen,weil ich hier mit einer 16" (tiefe steht noch nicht fest) BD wohl auch nicht so das Ergebnis erziele!


    Klar, ich kann eine andere BD nehmen und weiterhin mit Micro abnehmen... Will ich an dem Set aber nicht! Ich möchte dadurch mit Hilfe des Moduls dann einen relativ vertretbaren BD Sound auf der Aufnahme haben

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  • So, jetzt zur Frage, bisher nehmen wir mit Folgenden Equipment auf: Micro -> Preamp -> Interface -> PC (Nuendo)
    Wie kriege ich jetzt das Trigger Signal da mit eingebunden, das ich es als normale Spur mit in der Aufnahme habe? Das verstehe ich nicht ganz wie das dann Funktioniert! Nehm ich einfach den Klinken Ausgang vom Modul und stecke den in den Preamp? Oder brauche ich hierfür noch extra Programme?


    Wenn ich das richtig verstanden habe, dann reden Wir hier von zwei Szenarien welche zum Einsatz kommen sollen: 1. Ein Livebetrieb auf der Bühne wo in Echtzeit die A-Bassdrum- und Snaredrum durch eine Klangsimulation ersetzt werden soll. 2. Aufgenommene Mikrofon Einzelspuren im Heimstudio (Möglichst ohne problematische Bleeding Signale) welche durch alternative Schlagzeug Klänge ersetzt werden sollen. (Nur Kick und Snare oder auch das komplette Set?)


    Für einen Livebetrieb wirst Du neben ein Modulklangerzeuger auch entsprechende Trigger benötigen. Ausgehend von normalen Drumfellen (Keine Meshfelle) sollte man hierzu sogenannte Randtrigger bevorzugen. Für diesen Job könnten etwa die Easytrigger von Wronka Drums gut geeignet sein. Erwarte aber bitte keine Wunderdinge von den einschlägigen Modulsystemen am Markt. (Von ganz billig bis richtig teuer) Gerade auch in Sachen Snaredrum Simulation. Die Bassdrum könnte sich dabei als weniger Problematisch darstellen.


    Bei dem besagten Homestudio Szenarium könntest Du unter Beibehaltung des derzeitigen (Drum) Aufnahmeverfahrens mit Hilfe von sogenannten "Drum Replacement PlugIns " komplett auf ein Modul und Trigger verzichten um die analogen Aufnahmen weitreichend aufbessern/ersetzen zu können. Dafür benötigt man wiederum entsprechende VST-Instrumente als virtuelle Klangerzeuger. Das ist im jeden Fall die leistungsfähigste Variante egal was für ein Modul Du vergleichbar würdest einsetzen wollen. Wer so ein großes Profi DAW "Schlachtschiff" wie Nuendo mit einem erheblichen Preisrahmen zur Verfügung haben sollte, der wird wohl möglich in dieser Richtung einiges am Start haben. Das wäre jedenfalls zu vermuten.


    Wenn es sich ausschließlich nur um die Kick + Snare handeln sollte könnte man sogar auch im Livebetrieb komplett auf ein Modul und Hardware Trigger verzichten und es wird trotzdem funktionieren! Wenn Du darüber mehr Informationen erhalten möchtest, solltest Du eine entsprechende Anfrage in der DF Kategorie "Software-Drums" erstellen. (Wegen unten genannter Gründe)


    Diesbezüglich gäbe es natürlich auch für Rolandse noch sehr aufwertende Software-Möglichkeiten, aber ungefragt mag ich es mal bei dem Hinweis darauf belassen, lies dir das am besten mit dem Suchbegriff "VSTi" mal selbst an (momentan kein Spaß wegen bereichsweiter Unruhe).


    Das geht damit einfacher als mit allen anderen Geräten


    In der Tat scheint das ROLAND TM-2 Modul als bis dahin einziges Gerät am Markt konzeptionell darauf ausgerichtet zu sein dem A-Drummer zusätzliche Klangwelten ermöglichen zu können. Von der Bauform ist das Gehäuse relativ kompakt gestaltet und sollte sich etwa wie ein größeres Metronom gut in das Setup einbinden lassen. Ab gewissen Ansprüchen könnte es aber problematisch werden wenn man nicht ergänzend sondern ersetzend operieren möchte. Ich persönlich würde mich dabei ziemlich schwer tun eine akustische Snaredrum durch eine künstliche (Modulsound) Snaredrum zu ersetzen. Nur soweit dazu. Auch kann das TM-2 Modul leider keinen USB-Out anbieten. Das wäre gerade auch für den Studiobetrieb von Vorteil weil man dann kein zusätzliches Midi-Interface benötigen wird. (Um etwa Midi Signale vom TM-2 in der DAW aufzuzeichnen) Aber wer Nuendo hat, der wird sicherlich auch ein recht potentes Audio-Interface zur Verfügung haben mit einer eingebauten Midi-In/Out Schnittstelle ....


    Gruß


    Trommeltotti

    2 Mal editiert, zuletzt von trommeltotti ()

  • Die Funktionen die es übernehmen soll, hast du beinahe richtig erklärt....


    Live möchte ich das Modul nur in kleinen Clubs verwenden, wo man meist garkeine Micros ans drumset hängt, da es laut genug ist eig!
    Hier kann ich dann (mit 2 Randtriggern) dem tonmann einfach noch ein Klinke-Kabel in die Hand drücken und er hat was, das er mit über die PA laufen lassen kann!


    Im Studio Betrieb soll das Modul NUR die BD übernehmen! Der Rest ist weiterhin Normal Microfoniert! Eventuell nutze ich den freien Triggereingang dann mal noch wenn mir was einfällt!


    Trigger hätte ich jetzt spontan die Red Shot genommen, die von dir genannten Wronka guck ich mir mal an!


    Und ja, soweit ich mich reingelesen habe, ist mir bewusst das man mit VST Klangerzeugern und Programmen am PC bessere Ergebnisse erzielt! Aber ich will es erstmal so mit der Internen Sound Bibliothek nutzen... Alles Stück für Stück muss mich erstmal in die Thematik rein arbeiten


    Vielen Dank, mir ist sehr geholfen! Anscheinend wird es wohl das Roland TM 2 dann werden müssen, da andere Hersteller nichts ähnliches anbieten!

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  • Hi,


    ein ähnliches Produkt wie das TM-2 wüsste ich jetzt auch nicht.
    Zumindest nicht mit dieser schlanken und für Dich wahrscheinlich idealen Ausstattung.


    Alternativen gäbe es natürlich in Form eines Roland SPD-SX oder Yamahe DTX M12 welche beide auch über externe Triggereingände verfügen und Deine Flexibilität im Studio und auf der Bühne deutlich steigern.
    Natürlich für wesentlich höhere Kosten.


    Wenn es um das aufpeppen von Snare u. Bassdrum geht gäbe es da noch ein paar Drumsynthesizer von Jomox siehe hier: http://www.jomox.de/products.php?lang=1&category=1

  • Trigger hätte ich jetzt spontan die Red Shot genommen, die von dir genannten Wronka guck ich mir mal an!


    Diese Red Shot Trigger von ddrum hatte ich auch einmal eine Zeitlang in Nutzung. Ich würde Dir aus heutiger Sichtweise dringend davon abraten wollen. Die Trigger-Ergebnisse sind eher mäßig und konstruktionsbedingt sollten diese Teile auch nicht unbedingt als ausgereift stabil gelten. (Gerade auch im Livebetrieb) Einmal aus versehen diese Randtrigger oben heftig mit den Sticks getroffen und schon könnten diese dünnen nach Außen geführten Piezo-Anschlussdrähte kaputt gehen. Mögliche Alternativen dazu habe ich ja weiter oben schon aufführen dürfen.


    Gruß


    Trommeltotti

  • Im Studio Betrieb soll das Modul NUR die BD übernehmen! Der Rest ist weiterhin Normal Microfoniert! Eventuell nutze ich den freien Triggereingang dann mal noch wenn mir was einfällt!


    Bei so einem "Mischmasch" könnten aber ungewollte Laufzeitverschiebungen innerhalb des aufzunehmenden Drumsets entstehen. (Latenzen) Bedenke bitte, dass auch ein Modul samt Trigger Konverter etwa 4-5ms Latenzen am Line Out Ausgang verursachen wird. Wenn die restlichen Instrumente am Drumset davon nicht betroffen sind könnte das möglicherweise komisch werden. Du hast hier ja IMHO zwei Baustellen innerhalb eines Threads eröffnet. Vielleicht wäre es ratsam hierbei auch tatsächlich zweigleisig zu fahren. Wie ich schon schrub: Die gängigste und bewährte Methode in Sachen nachträglicher Aufwertung einer akustischen Schlagzeug Aufnahme wäre oben angedeutete Vorgehensweise. So würde ich auch vorgehen wollen wenn ich ein bereits im Vorfeld aufgenommenes (mikrofoniertes) Schlagzeug Set nachträglich aufwerten möchte.


    Gruß


    Trommeltotti

  • Da lass ich mir das alles mal noch durch den Kopf gehen.... Das ganz scheint, durch Latenzen und das Modul (Module sind ja allgemein wohl nicht so gut was die Internen Sounds angeht) und Trigger etwas komplizierter zu werden als ich es mir vorgestellt habe... Und nur um in kleinen Clubs für den Tonmann ein Signal zu haben will ich jetzt nicht so viel Geld ausgeben... Kann er doch n Micro drannbauen... Wozu ist er Tonmann geworden :thumbup:


    Für Aufnahmen fällt mir vllt noch was ein, mit dem ich dann zufrieden bin



    Ja mit dem SPD SX hätte ich vermutlich aber auch jede Menge Anschlag Felder die ich nicht brauche... Das wäre verschwendetes Geld....

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  • Ich seh das nicht so eng mit den Latenzen.
    Hab E-Drum-Effekte im A-Set immer problemlos aufnehmen können.
    Auf 4/1000s genau spiele ich wahrscheinlich sowieso nicht ;)
    Auch allgemein ist "Mischmasch" mit BD-Triggering ja jetzt nicht was wirklich Exotisches, wo man dauernd an der Uhr drehen müsste.

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    Gesendet von meinen Babyphone mit Papatalk

  • Bei so einem "Mischmasch" könnten aber ungewollte Laufzeitverschiebungen innerhalb des aufzunehmenden Drumsets entstehen. (Latenzen) Bedenke bitte, dass auch ein Modul samt Trigger Konverter etwa 4-5ms Latenzen am Line Out Ausgang verursachen wird. Wenn die restlichen Instrumente am Drumset davon nicht betroffen sind könnte das möglicherweise komisch werden. Du hast hier ja IMHO zwei Baustellen innerhalb eines Threads eröffnet. Vielleicht wäre es ratsam hierbei auch tatsächlich zweigleisig zu fahren. Wie ich schon schrub: Die gängigste und bewährte Methode in Sachen nachträglicher Aufwertung einer akustischen Schlagzeug Aufnahme wäre oben angedeutete Vorgehensweise. So würde ich auch vorgehen wollen wenn ich ein bereits im Vorfeld aufgenommenes (mikrofoniertes) Schlagzeug Set nachträglich aufwerten möchte.


    Gruß


    Trommeltotti


    Im schlimmsten Fall hat man es dann mit einer phasenverschiebung zu tun, live egal, bei Aufnahmen mittels Mausklick zu korrigieren.

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