Die Kleine Anfänger Geschichte.

  • Für einen hohen Preis spricht - möglicherweise! - auch gute Hardware:


    Zumeist ja. Nicht aber bei den Ludwigs. Da ist der Preis eher dem "Mythos" geschuldet - bzw. der Gier des Unternehmens, welche vom Endverbraucher wegen des "Mythos" unterstützt wird. Immerhin: Zur Namm hat Ludwig ja endlich mal einen funktionierenden Strainer präsentiert. Wurde in der Fachpresse auch gleich mit einem "Wunder gibt es immer wieder" höhnisch kommentiert. :D

    "You don't have to show off" - Peter Erskine

  • Hallo Lupadi,


    schöne Geschichten schreibst du hier, macht Spaß zu lesen! :thumbup:


    2 cent von meiner Seite:


    - Innenlackierungen von Snares würde ich komplett sein lassen. Die meisten Snares sind heute ganz ordentlich gefertigte Industrieprodukte und entsprechend sauber verarbeitet, auch von innen. Glatt lackierte Innenflächen gibt es eigentlich so gut wie gar nicht mehr, auch nicht bei Oberklassemodellen.
    Die Gretsch-Silver-Sealer Geschichte ist heute eher was für Mythen und Legenden. In Wahrheit war das seinerzeit ein Transportschutz für das Holz bei der langen Export-Reise nach Europa in feuchter und salzhaltiger Seeluft auf den damaligen Frachtschiffen. Heute ist es ein sehr marketingtaugliches Alleinstellungsmerkmal und daher für Gretsch sehr wertvoll - aber klanglich eher unerheblich.
    90% des Klanges kommen sowieso aus den Fellen und deren Stimmung, aus dem Raum und den akustischen Gegebenheiten und aus der Spielweise des Drummers incl. der verwendeten Sticks. Der Rest ist dann das Kesselmaterial ... Wobei Kesselkonstruktion und Gratung schon soundrelevant sind, keine Frage, aber lange nicht so sehr wie die anderen Faktoren. Im großen Snare-Vergleichstest vor ein paar Jahren hier konnten die "Spezialisten" nicht einmal zuverlässig Holz von Metall und Acryl unterscheiden (ich auch nicht). ;( :D


    - Bei dem untenstehendem Zitat gebe ich Moe absolut recht! :thumbup:


    Wenn es rein um den Klang geht, gibt es, wie ich finde, keinen all zu großen Grund, statt z.B. eines Mittelklasse-Birkensets ein Oberklassebirkenset zu kaufen. Die heutigen Mittelklassesets sind da klanglich schon wirklich gut (ganz anders als vor 25 Jahren) und mit der Hardware eigentlich auch überwiegend tourtauglich.


    Aber mir ist natürlich klar, dass ein Holzfachmann natürlich gerne vorrangig am Holz herumdoktert :D
    Ein Metallfachmann würde sich wahrscheinlich erstmal die Hardware zur Optimierung vornehmen ...


    Wenn du ein Set wirklich schnell und zuverlässig besser klingen lassen möchtest, dann ändere gar nichts daran, sondern:
    Kauf dir gute Becken! Die lassen jedes Set einfach besser klingen, probiere es aus. Ist leider ein teurer Ratschlag. Aber hey, du bist hier im Drummerforum ... ;)

  • Wenn du ein Set wirklich schnell und zuverlässig besser klingen lassen möchtest, dann ändere gar nichts daran, sondern:
    Kauf dir gute Becken! Die lassen jedes Set einfach besser klingen


    +1 :thumbup:


    Nichts ist schlimmer, als "bescheidene" Becken an einem Schlagzeug hören zu müssen. Da vergeht nicht nur dem Drummer die Lust, auch dem Zuhörer.
    Gute Becken kosten, klar. Es gibt aber teils auf dem Gebrauchtmarkt gute Angebote, teils kann man aber auch von einigen Herstellern erschwingliche, aber dennoch recht gute Beckensets erwerben. Ein paar Tipps dazu findest du per Foren-Suche. (Oft diskutiertes Thema gewesen)


    Bzgl. der Innenlackierung der Kessel bei Gretsch: Ich habe mal gehört, dass die das gemacht haben sollen, damit "unschönes Holz", das verarbeitet wurde, optisch nicht so auffällt. Ob das aber stimmt? ?(

    "You don't have to show off" - Peter Erskine

  • Hallo Drummer,


    Kerle, kaum tauche ich mal in den Keller ab, und schon gibt es jede menge Antworten. Ach der glückliche nächste Papa, muss einfach nur hier lesen, und weiß dann bescheid.


    Also vorweg wieder mal vielen dank für euern Rat. Da ich ja nun wahrlich keine Erfahrung habe, ist es immer extrem hilfreich wenn Fachleute ihre Meinung äußern.


    Es braucht keine 200+ Euro Snare, um gute Klangergebnisse zu erzielen.

    Das sind genau die Art von Information, die nicht nur mir, sondern jeden Anfänger weiter helfen. Natürlich ist es eine Gratwanderung, muss ja nicht gleich der billigste Krempel sein, aber wenn man so die Kleinanzeigen durchforstet, könnte man schnell meinen das eine "gute Snare" neu so bei €500 anfängt (da die gebrauchten sich so im Bereich €150-400 abspielen).


    "Weil die vorher schon wissen, was sie klanglich wollen, und dann die passende Snare kaufen, aus der sie dann recht unkompliziert diesen Ton herauszaubern können." (und weil ein wenig Liebhaberei auch eine Rolle spielt. )

    Liebhaberei verstehe ich sehr gut, habe da auch so meine Vorlieben. Allerdings weiss ich von der Materie viel zu wenig, als das ich z.B. ein gute von eine sehr gute Snare unterscheiden kann. Allerdings kann man, wenn man die Teile auseinander nimmt, schon sehen wo gespart würde, und was qualitativ besser sein könnte (wenn man ein bissen was von Material versteht).
    Es gibt allerdings Snares (und auch Drum Sets), die, egal wie gut die sich anhören, leider nie beim Papa einzug erhalten werden. Es gibt da Grenzen....


    Dass langfristig der Wunsch da ist, auch ein eigenes Set zu haben, ist mehr als verständlich.

    Manchmal muss man auch einfach nur zufrieden sein.....und nachdem ich nun das Meridian komplett zerlegt habe, und etwas genauer und die Lupe genommen habe, denke ich, passt alles wunderbar.

    Frage dich vielleicht erstmal realistisch: Was kannst du, wo siehst du dich in ein paar Jahren?

    Die Frage ist schnell beantwortet.......nichts, hoffentlich in ein paar Jahren in bissen mehr.....aber ich habe Zweifel ob ich jemals so gut werde, das ich ein Premium Set brauche, oder dem sogar gerecht werde. Die hochwertige Hardware, die bei Touren durch den vielen auf und ab bau gebraucht werden, wird im "Thunder Room" kein Thema sein.


    Aber... wenn du ein Jazzset willst, dann wird das 'ne schwere Kiste

    Erst mal Schlagzeug spielen lernen....und dann Jazz spielen lernen......und dann mach ich mir Gedanken........also es wird noch eine Weile dauern.


    In diesem Sinne: Weiterhin viel Spaß und lass dich von Fills nicht aus dem Groove bringen.

    Vielen dank......Papa ist stets bemüht, oder wie man bei uns sagt "I'll try my very best".



    Weiß nicht, ob ich da ein Sonderfall bin, aber ich habe Jahre gebraucht, bis ich neben all den Ober-, Unter-, Mittel- und Seitentönen den Klang der Trommeln richtig gehört habe.

    ...eher nicht, ich denke es wird mir genau so gehen....falls nicht.....na dann werde ich selbstverständlich Berichten. (Z.Zt. höre ich auch nur Boom Boom Boom....)


    schöne Geschichten schreibst du hier, macht Spaß zu lesen!

    Vielen dank, freut mich das es euch Spaß macht.....


    - Innenlackierungen von Snares würde ich komplett sein lassen. Die meisten Snares sind heute ganz ordentlich gefertigte Industrieprodukte und entsprechend sauber verarbeitet, auch von innen. Glatt lackierte Innenflächen gibt es eigentlich so gut wie gar nicht mehr, auch nicht bei Oberklassemodellen.

    AAAARRRRRGGGGGG.....wirklich jetzt :cursing: .....ich habe also den ganzen Tag im Keller verschwendet......? :D ......egal, diese Perle an Information kam einfach zu spät.....aber immer hin habe ich das Set mal ordentlich gereinigt, muss ja auch mal sein, und neue Felle gab es auch. Aber interessante Information, besonders das mit Gretsch......


    90% des Klanges kommen sowieso aus den Fellen und deren Stimmung, aus dem Raum und den akustischen Gegebenheiten und aus der Spielweise des Drummers incl. der verwendeten Sticks.

    Felle......Stimmung.....Raum......Spielweise des Drummers.....Sticks......"Oh well, one out of five isn't to bad" (der Raum ist ganz in Ordnung ;() :D



    Aber mir ist natürlich klar, dass ein Holzfachmann natürlich gerne vorrangig am Holz herumdoktert

    Stimmt.... :thumbup:



    Kauf dir gute Becken! Die lassen jedes Set einfach besser klingen, probiere es aus. Ist leider ein teurer Ratschlag.


    Notiert....sobald ich gute Becken von schlechte unterscheiden kann, klanglich gesehen, mach ich mir auf der Suche...



    Ist leider ein teurer Ratschlag. Aber hey, du bist hier im Drummerforum ...

    Guter Rat ist selten billig....aber wenn er gut ist :thumbup:



    Da vergeht nicht nur dem Drummer die Lust, auch dem Zuhörer.

    Na ja, zum Glück musste bis jetzt noch keiner zuhören....


    Vielen dank noch mal an alle für die guten Ratschläge.....ich hatte sowieso nicht wirklich vor in nächster Zeit noch ein Set zu kaufen.......erst mal ein bissen gescheit spielen lernen, und den Fil in den Groove rein bekommen.
    Allerdings wenn mir ein Becken vor den Füßen fällt, und es sich für mich sogar noch gut anhört, garantiere ich für nichts.


    Grüße
    Lupadi

    "Life is about making an impact, not making an income..."

  • Glatt lackierte Innenflächen gibt es eigentlich so gut wie gar nicht mehr, auch nicht bei Oberklassemodellen.


    Guten Morgen,


    ich muss das mal kurz relativieren, wenn mit "glatt" Hochglanz gemeint sein soll, dann ist das in der Tat so,
    allerdings werden hochwertige Trommeln tatsächlich innen (matt) lackiert, was man kaum sieht, lediglich
    im Billigpreissektor verzichtet man darauf rein aus Kostengründen. Ob es sich klanglich auswirkt, kann man
    als Endkunde kaum nachvollziehen, da in den Sektoren auch meist verschieden teure Hölzer eingesetzt werden
    und auch die Verarbeitung mehr oder weniger aufwendig ist.


    Eine gute Snare Drum kostet meiner Meinung nach neu durchaus rund 500 Euro, wobei es ein paar einfache
    Modelle ohne Schnickschnack für 300 gibt, die für alle Anwendungen gut brauchbar sind. Es gibt aber auch
    Modelle, die mehr von Gimmicks oder Hype leben, dafür weniger Klangmöglichkeiten (Möglichkeiten!) bieten.
    Eine gute Trommel kann viel.


    Grüße
    Jürgen

  • Hallo Drummer,


    Ich hatte ja versprochen mal einen kleinen Bericht zu verfassen, bezüglich der Gretsch Catalina Snare, die ich in den Kleinanzeigen ergattert habe. Das Projekt habe ich vor einigen Tagen erledigt, nachdem ich, mit Hilfe des großen Netzes, eine Seite von einen Drum Aficionado fand. Der hat selber eine beachtliche Snare Sammlung, die man in Netz bestaunen kann, hat aber auch ein Catalina Jazz Set, mit dessen Snare er nicht sehr zufrieden war. Er hat sich also ran gemacht, den best möglichen Sound aus der Snare zu bekommen, und hat auf seine Website einige Vorschlage gemacht, wie man das bewerkstelligen kann. Das hat mich dazu bewegt, selber mal Hand an zu legen.


    Da der Mann von der anderen Seite des großes Teiches ist, sind die Vorschlage auch nach Kosten aufgeteilt, sprich die ersten Maßnahmen kostet kaum was, und umso mehr man macht, um so mehr Geld fließt in die Sache. Nun, da ich die Snare für einen guten Kurs bekommen habe, und es ja nicht nur um schnell mal was machen geht, habe ich mich entschieden, alle vorgeschlagene Maßnahmen um zu setzten.


    Also los geht es......


    Die erste These ist, da diese Produkte im massenverfahren hergestellt werden, gibt es Schwankungen in den Toleranzen in wie gut die Grätung, sprich wie sauber und genau die hergestellt wird. Da die Grätung sauber aufzuarbeiten und zu polieren, ein zusätzlichen, mit Kosten verbundener Arbeitsschritt währe, verzichten die Hersteller bei den "low end" Produkten drauf. Und da Snares, Bauart bedingt meist flach sind, hat dieses einen größeren Einfluss auf dem Ton, als bei den tieferen Drums. Also Vorschlag Nummer eins, und das was am meisten bringen soll, die Grätung aufarbeiten.



    Papa hat also die neu erworbene Catalina in der Werkstatt gebracht, und erst mal komplett auseinander gebaut. Ich habe natürlich vorher ein paar Bilder gemacht, einmal damit es hier im Forum was zu sehen gibt, und anderseits, ist es immer sehr hilfreich, ein Bild zu haben beim Zusammenbau, um möglicher Fehler aus zu schließen. Hilfreich beim auseinander nehmen ist ein Akku Schrauber mit passendem Bit, um die Spannschrauben ab zu machen. Es geht auch mit einem Stimmschlüssel, zieht sich aber.....die Spannschrauben haben Plastik Unterlagscheiben, die sollte man zusammen gut aufbewahren (ich sag nur soviel, mir ist eine runtergefallen, und Flannigan lachte....20 Minuten auf dem Boden rumkrabbeln.....Spaß ist was anderes). Nachdem auf beiden Seiten die Felle ab sind, kann der Papa das erste mal im "inner sactum" rein gucken. Sieht alles relativ einfach aus, Kreuzschlitzschrauben mit Metal Unterlegscheiben, oder wie der Papa es mal gelernt hat, "phillips screw heads with metal washers". Beim abmontieren der Spannböcke merke ich schon, das nicht alle Schrauben gleich fest angezogen sind. Einige würde viel zu fest angezogen, das sieht man anhand der Unterlegscheiben die sich in das Holz gefressen haben. Dieses ist in Holzbau ein "big no no!". Wenn die Schrauben oder Muttern zu fest angezogen werden, und die Unterlegscheiben sich in das Holz fressen, werden die Holzfasern zusammen gedrückt und beschädigt, und da durch die Strukturintegrität komprimiert. Gut, bei einem Holzdrum nicht so wichtig, bei meinem anderen Projekt sieht es da schon anders aus. Aber grundsätzlich sieht man hier schon die ersten Ziechen das, "auf die schnelle/sparsamen" hergestellt würde. Nachdem ich die Spannböcke, Lifter und Butt-end abmontiert habe, liegt das Shell, sozusagen nackig da. Auch an den Schraubenlöcher sieht man das es schnell gehen musste. Um ein sauberes Loch in Holz zu bohren, legt man hinten dran noch ein stück Holz, das verhindert, dass das Loch am Ausgang "ausgefranst" wird. Das dieses hier nicht geschehen ist, kann man gut sehen.


    Es ist zeit die erste Maßnahme um zu setzen. Mit 320 Schmirgelpapier, leicht und mit Gefühl den innen Kessel schleifen. Kein druck ausüben, das Schmirgelpapier soll die Arbeit machen. Abgesehen davon, geht es hier nur um die aufstehenden Fasern zu glätten. Das gleiche macht man an der Grätung. Auch hier, nicht mit druck, sonder einfach das Papier ganz leicht um den Rand führen. Ich bin vorher mit dem Finger mal drüber, und es gibt in der tat ein paar Unebenheiten. Die sind, nachdem ich zwei, dreimal um den Rand bin, weg, und die Grätung ist glatt wie ein Babypopo. Der Innenkessel hat auch keine Holzsplitter mehr, und ich habe die Schrauben Löcher etwas sauberere bearbeitet. Der Aficionado schlägt vor den Innenkessel mit Schellack zu streichen, ich habe es allerdings mit einem Lappen aufgetragen. Der Schellack ist sehr dünnflüssig, und mit den ganzen Löchern im Kessel, läuft es gerne mal nach außen was dann nicht so schon aussieht. Das ganze gut trockenen lassen, und wiederholen. Ich habe mich für 3 Schichten entschieden. Der Schellack ist von der Farbe her klar/matt, und kaum zu sehen.

    allerdings werden hochwertige Trommeln tatsächlich innen (matt) lackiert, was man kaum sieht, lediglich
    im Billigpreissektor verzichtet man darauf rein aus Kostengründen


    "Whew" also doch nicht die ganze Arbeit umsonst.....danke Jurgen! (heißt das, der Papa hat jetzt hochwertige Drums?)


    Zum Schluss noch mal mit Holzpolitur auf polieren, und fertig......Kostenfaktor, ca €20 wenn man alles kaufen muss (Schellack/Politur/Lappen/Schmirgelpapier). Allerdings reicht der Schellack (3 Schichten mit Lappen aufgetragen) für ein komplettes Set.


    Der nächste Schritt geht etwas mehr ins Geld, neue Felle und ein Snareteppich. Die Felle mussten bei der "Cat" sowieso ersetzt werden, ich habe sie nämlich von einen Profi Drummer erworben, der sie gut benützt hatte. Der Aficionado meint auch, das die Snareteppiche auf den Snares in diese Preisklassen nicht unbedingt die besten sind. Es wird halt gespart wo es geht.


    Da ich sowieso im Drumladen neue Felle gekauft habe, nehme ich auch gleich noch einen neuen Snareteppich mit. Hier rät der Verkäufer zu einem Puresound Custom Pro mit 20 Drähte. Da ich, was das angeht, keine Ahnung habe, nehme ich die mal. Zusammen mit den Fellen, kommt da dann schon eine kleine Summe zusammen. Aber an den Snareteppich zu sparen, erscheint mir auch sinnlos, und abgesehen davon, ist das Ziel den besten Ton der möglich ist, aus der "Cat" zu holen. Als Felle habe ich Evans G1 coated und clear (Sorry Jurgen).


    Es ist soweit, der Schellack ist trocken und alles ist poliert, die Außenseite wird auch noch mal sauber gemacht und Poliert, es kann wieder zusammen gebaut werden. So wie beim auseinander Bauen, wird alles wieder zusammen gebaut. Die Spannböcke bekommen im Gewinde noch einen kleinen Spritzer WD40. Noch ein Tip vom Aficionado, die Plastik teile die den Snareteppich halten sind suboptimal. Er schlägt vor ein Stück "grosgrain ribbon" 5/8" zu benutzen. Ja, was ist "grosgrain" in Deutsch. Wifey weiß es leider auch nicht, aber das große Netz hilft. "Grosgrain = Rissband"......Wifey sagt hat sie noch nie gehört. Der Snareteppich hat allerdings ein Band aus Stoff mit dabei, also alles gut. (BTW falls ihr mal so etwas bestellen wollt, und seit in Englisch unterwegs....."it's a silent s" heißt es wird "grograin" ausgesprochen).


    Nachdem alles wieder dran ist, neue Felle und Snareteppich auch, geht es ans eingemachte......stimmen. Ich habe sie einfach mal nach gehör (mit Hilfe von Dich-rohr Videos) gestimmt. Hier gibt es sicher noch potential, aber fürs erste bin ich zufrieden. Die große Frage, ob sie sich jetzt besser anhört als vorher.....na ja Papa's Ohr ist dafür noch nicht gut genug. Irgendwann müsste sie mal, zusammen mit andere (hochpreisige) Snares einen Tontest unterzogen werden. Falls sich dazu mal eine Gelegenheit bietet, werde ich berichten.


    Nun nachdem es mit der "Cat" so gut lief, dachte ich mir, machst Du gleich weiter, und bringst das Meridian mal auf Vordermann. Mit der Snare, alles wie mit der "Cat" gemacht, aber beim zusammenbauen klappt es mit dem neuen Snareteppich nicht. Egal wie ich es einstelle, irgendetwas ist falsch. Ich habe zwei verschiedene Teppiche gekauft, um zu sehen ob man den unterschied hören kann, aber keine von den will so richtig. Ich habe so ein "grosgrain ribbon" dran gemacht, aber nein........es geht nicht.


    Papa geht in sich.....zum Glück ist ja der alte Snareteppich noch da, mit den Plastik Teilen. Ich denke mir, "bau den wieder ein, mal sehen was dann passiert"......Oha, passt nicht......Papa ist verwirrt. Wie, passt nicht?......Das kann doch nicht sein. Hat doch eben noch beim abbauen gepasst......und dann.....Eureka......man bin ich blöd.......oder wie ich gerne sage, die "50/50 Regel" hat zugeschlagen (Papa's 50/50 Regel....."if there is a 50% chance of doing it wrong, I will do it wrong 100% of the time first"). Was ist passiert? Bei nähere Betrachtung sehe ich das der Lifter falsch rum eingebaut war. Also alles wieder auf, Lifter umdrehen, und alles wieder zusammen......jetzt war ich erst recht froh um den Akku Schrauber....nachdem nun alles wieder richtig eingebaut ist, klappt es auch mit dem Teppich. Ob der sound nun besser ist........keine Ahnung, der Teppich von der "Cat" scheint aber etwas feinfühliger zu sein, spricht besser an....vielleicht wird es ja doch noch was mit dem Papa und dem hören.......


    Da Schnecke ein paar Tage weg ist, denke ich mir, machst Du gleich die Toms und BD mit. Ich habe also die Toms auseinander gebaut, und das gleiche Verfahren wie bei der Snare angewendet, außer das ich dieses mal darauf achte, das der Batterhead auch oben ist.....(man lernt halt nie aus).... Dann noch neue Felle drauf, und fertig. Sieht alles ganz ordentlich aus, das Set ist zumindest mal richtig sauber, innen sowie außen, und das ganze sieht mit dem Schellack auch noch gut aus, ego.......Papa ist zufrieden........


    In diesem sinne, bis es mal wieder was zu berichten gibt (was komischerweise immer schneller passiert als ich denke)......


    Grüße
    Lupadi

  • Hallo Drummer,


    so alles geschafft, das Set ist wieder im "Thunder Room".........das hat, so als kleines Intermezzo, richtig spass gemacht.....


    Ein schönen Abend noch.....


    Grüße
    Lupadi


    Edit: Das eine Bild mit den zwei Kesseln sind ein mal der Floor Tom (mit Schellack behandelt), im Bass Drum (ohne Schellack). Ich finde das man auf dem Foto den unterschied ganz gut sehen kann.

  • Hallo Lupadi,


    Wieder einmal: Danke für diese Geschichte. Man fühlt sich beim Lesen direkt in die eigenen Anfangstage zurück versetzt :)


    Nur eines hatte ich leider nicht: Ausreichend Zeit um mich tagtäglich durch sämtliche Informationen zu wühlen und mich unmittelbar am "offenen Herzen" damit zu beschäftigen. Da hast du großes Glück. Auch weil dein Schlagzeug (und dein WLAN) im Keller sind. Ich beneide jeden, der diese Möglichkeiten hat. Viel Spaß weiterhin auf deiner Forschungsreise durch die Drummerwelt, Indiana Lupadi. Schöne Grüße an Short Round ;)

    Aber ich möchte fliegen.
    Ganz weit oben, überm Meer.
    Und dann seh' ich all die Scheiße,
    all die Scheiße hier unten gar nicht mehr.

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