Genauso spannend fände ich, zu erfahren, wie frühere Kompostionen aus Klassik, Barock oder noch älter zu ihrer Zeit interpretiert wurden und wie weit heutige Interpretationen davon entfernt sind.
Das ist in der Tat spannend; laut einem Musikprofessor, mit dem ich eine ganze Weile einen regen Austausch hatte (Konrad Küster, ein Spezialist für Arp Schnitger und die Barocke Orgelmusik), war das Zeitverständnis ein ganz anderes, vieles sei daher höchstwahrscheinlich sehr viel langsamer, vielleicht sogar nur halb so schnell wie heutzutage, gespielt worden. Das, was wir heutzutage mit 90bpm spielen, hätte man im Barockzeitalter wohl als 120 bpm wahrgenommen.
Aber ... Wir schweifen ab. ![]()