Beiträge von Moe Jorello

    Ich sage nur, wie es faktisch ist. Beurlaubung und laufende Disziplinarverfahren sind sozusagen ein Pflichtprogramm, unabhängig vom Ausgang, das abgespult werden muss. Wenn du diese Grundsätze nicht kennst, dafür aber lieber voreilig Schlüsse ziehst, nun ja... Und Meldestellen einrichten ist ja schön und gut, es ist aber wie so oft vor allem eins: ein politischer Akt bzw. politisches Kalkül.

    Ein politischer Ausschuss, z.B. in Berlin, fordert, wegen bundesweiter Missbrauch-Vorwürfe, Meldestellen einrichten. Gibt Publicity. Verwaltung muss den politischen Beschluss umsetzen, bedeutet, die ordnet an, dass die ihr unterstellten Hochschulen eine Meldestelle schaffen müssen, selbst wenn es an keiner der Hochschulen Missbrauchsfälle gab und auch nicht einmal einen Anfangsverdacht. Aber Partei x freut sich dennoch, kann dann werben: Seht nur, WIR haben reagiert, WIR sorgen für Sicherheit, wählt uns.


    Und dein VW Vergleich hinkt gewaltig, denn da sind ganz andere Strukturen/Rahmenbedingungen gegeben als im Lehrbetrieb. Aber ich habe jetzt echt keine Lust, das auch noch inhaltlich auseinander zu nehmen. Dafür ist mir meine verbleibende Lebenszeit zu wertvoll. Pardon.

    Auch dazu ist erstmal festzustellen: Wenn Vorwürfe erhoben werden MUSS die Lehrkraft, zu ihrem eigenen Schutz und auch zum möglichen Schutz anderer Personen, beurlaubt werden, bis Untersuchungen abgeschlossen sind. Ob die Vorwürfe zutreffend sind, ist von der Beurlaubung völlig unabhängig zu betrachten. Und auch bei den Entlassungen müsste erstmal genauer in die Personalakte geschaut werden, bevor irgendwelche Rückschlüsse gezogen werden sollten. Die Gründe für Entlassungen können vielfältig sein, manche können z.B. rein politischer Natur sein, andere wiederum ihren Grund in etwaigen psychischen Belastungen der Lehrenden haben, aufgrund der Dinge, die vorgeworfen wurden/werden. Also auch hier: Keine voreiligen Rückschlüsse solange man die Details nicht benennen kann.


    Und 20 Lehrkräfte von ... wievielen?, die in dem Bereich tätig sind? (Edit: Es sind angelich rund 10.000 im Bereich Musik und Musikwissenschaft an deutschen Hochschulen) 20 ist doch wieder ein verschwindend geringer Anteil, der Mitnichten eine Aussage von "Organisational Misbehavior" rechtfertigt.

    Zitat
    Mir geht es darum, dass diese systematische Fehlverhalten nicht relativiert wird mit Argumenten zur vermeintlich fehlenden Repräsentanz der Stichprobe etc.

    1. Niemand relativiert hier etwas. Jeder weiß, dass es Fehlverhalten gibt.

    2. Die Studie ist nichts desto trotz nicht repräsentativ. Das ist nunmal wissenschaftlicher Fakt. Das solltest du auch so akzeptieren und nicht so tun, als wenn es flächendeckenden Missbrauch gibt. Das ist nachweislich nicht der Fall. (Hatten wir schon weiter vorne abgehandelt mit Zitaten und allem drum und dran, müssen wir nicht nochmal widerkäuen). Und dass die Studien der Charité auch nicht immer alle gut/ausreichend fundiert sind, ist hinlänglich bekannt, siehe z.B. ImpfSurv-Studie und diverse Berichte z.B. im Ärzteblatt zum Thema Charité-Studien.

    3. Was Sendungen wie Report machen, ist sehr oft, Themen dramaturgisch aufbauen/überfrachten. Die wollen, nein müssen eine Story reißerisch "verkaufen". Ist es nicht reißerisch, wird es nicht gesendet, gibt es kein Geld. Keine Chance in das Programm zu kommen. Das ist in der Medienbranche nunmal so (Ich kenne das Mediengeschöft nun wirklich sehr gut aufgrund meines Berufs). Daher ist ...

    4. ....dieser Bericht mit seeeeeeeehr viel Vorsicht zu genießen, da er einen wirklich kleinen Bruchteil aus dem Gesamtgefüge präsentiert. (Die Zahlen sind ja von Seelanne aufgedröselt worden, danke dafür).


    Einzelschicksale die mit Missbrauch zu tun haben sind immer unschön. Zweifelsohne. Aber man sollte die Kirche auch mal im Dorf lassen und darauf acht geben, nicht naiv alles nachzuplappern und zum (Re)Produzenten von "Fake"-News zu werden. Nur weil man auf "seinem Recht beharren will".

    Das Überangebot an Modellen scheint sich bei diversen Herstellern wohl auf "sinnvollere" Mengen zu reduzieren. Was sich nicht ausreichend verkauft, fliegt raus. Die Kerope und New Avedis sind ja auch schon dem Besen komplett zum Opfer gefallen, wenn ich mich richtig erinnere. Bei Sabian war das ja auch schon zu beobachten. Spannend.

    Also Custom bekommt jeder, was er will, bei so ziemlich jedem Hersteller. Ist halt 'ne Frage des Geldes. Das sind dann aber keine neuen Produkte für den Massenmarkt sondern eben Custom Sachen.

    Auch wenn ich (minimale) Unterschiede im Snare-Kesselmaterial hören kann, frag ich mich, kann ich nicht eigentlich alles mit einer machen?

    Natürlich. Man kann ein Bild auch nur mit Bleistift malen oder eben auch mit Buntstiften. Ist halt Geschmacksache. Das Ergebnis ist in Nuancen dann eben unterschiedlich. Ist das immer wichtig? Nein. Manche haben ja das vermutlich meiste in ihrer Karriere mit nur einer Snare eingespielt. Bonham, Katché, Gadd, Weckl, Morello, Paice, Blaine,... Mehr als eine Snare braucht es im Grunde nicht, alles darüber ist halt Luxus gewissermaßen.

    der Bediener macht den Klang.

    Würde ich nur begrenzt zustimmen. Eine Strat klingt einfach anders als eine Les Paul oder Esquire oder eine halbakustische wie die Lucille. Auch ein Rickenbacker Bass klingt völlig anders als ein Fender Jazz. Je besser der Musiker, desto mehr kann er oft rauskitzeln an Klängen aus einem Instrument (in Kombination mit all den Effektgeräten, Tops und Verstärkern) aber ein Rickenbacker Bass ist z.B. unverwechselbar vom Klang. Das ist einfach baulich bedingt, fängt beim Hals an, geht über Korpus, Holz, Coils bis ...ach.. lassen wir das.

    Ich hoffe, du hast mich nicht falsch verstanden: Ich mag das, was andere als "langweilig" betiteln. Nicht ohne Grund habe ich drei Alusnares. Das sind meine Lieblinge. Diese Art der natürlichen Klangkompression, die die Alusnares mitliefern, ist einfach toll, weil es das Leben auch einfach macht beim Recording. Und ich hoffe, dass du lange Spaß an deiner Snare hast. Vielseitig genug sollte sie eigentlich sein und ... as said: I love Aluminium.


    Und da du fragst: Wenn ich mal besondere Klänge haben will nehme ich z.B. meine SLP Vintage Poplar-Maple, die ist ganz anders gebaut als die Aluschnarren (mit Verstärkungsring) und hat einen markant holzigen, warmen und offenen Klang, ähnlich den alten Schnarren aus den 50ern von Gretsch (Art Blakey lässt grüßen). Will ich was mit mehr "cut" bei tieferem Grundton, nehme ich meine Star Bubinga mit den Gussreifen. Die setzt sich überall durch. Für tiefen, fetten Backbeat à la Eagles nutze ich gerne die Starphonic Maple mit etwas Dämpfung. Als Balladeneimer eine etwas modifizierte Silverstar 14x5, die gibt einen heftigen 80er "Batsch"-Sound. Für ganz hohe Stimmungen mit metallischem "Ring", aber ohne nervig zu klingen, nutze ich gerne mal eine geliehene Starphonic Steel (Grüble noch, ob ich mir die nicht selbst langsam mal kaufe anstatt sie wieder und wieder auszuleihen). Und wenn ich ein ganz besonders fein artikulierten Teppichklang haben will, dann nehme ich die SLP Classic Maple. Wenn da der Teppich aktiviert wird, das ist reine Magie. Kenne ich so von keiner anderen Snare - und ich habe viiiiiiele im Leben schon gespielt. Andere Spezial-Snares mit 10/12/13 Zoll Durchmesser hatte ich auch, sind aber alle im Lauf der Zeit gegangen, da doch zu wenig im Einsatz.


    Wenn man jetzt noch weiter schaut: Eine Starphonic Copper 14x7 hat einen Klang, den ich mit meinen Snares nicht reproduzieren kann, weil eben Kupfer. Einige Holzsnares haben so dicke Wände, die sind dadurch so laut und solche Schädelspalter, da halten meine auch nicht ansatzweise mit. Die Pearl StaveCraft Thai Oak ist wie ein Pistolenschuss, scheisse laut. Auch der Lars Ulrich Eimer haut einem die Ohren weg.


    Manche Snares, wie die Carl Palmer von Ludwig aus Messing sind auch solche Maschinengewehre. Andere Messingsnares sind hingegen sehr mittig vom Klang, ganz anders als Aluminium oder Holz, und liefern dadurch einen ganz anderen Backbeat.


    Ob man so viel Klänge braucht - Geschmackssache.


    Zitat

    Die Strat von Jeff Beck war auch nicht

    groß anders als die ausm Laden.

    Wie meinst du das, wie das Beck Modell von Fender oder im Vergleich zur "regular Strat". Bei letzterem sind das schon deutliche Unterschiede.

    Ach ja, hier finde ich kann man schön hören, wie unaufdringlich und sanft so eine Alu-Schnarre im Recording sitzt (Das haben die von Meinl schön abgemischt). Ist irgendwie etwas "understatement". Ein sanfter Klangteppich, der genug Luft für kraftvolle Akzente setzt.


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Und genau diese Fähigkeit ist halt so schön bei Aluschnarren.

    Aluschnarren sind für mich einfach unproblematische Allrounder, die ich bei allen meinen Musikprojekten gut einsetzen kann, sie sind quasie nie deplatziert, egal ob Jazz, Blues, Soul, Rock, Latin, Funk. Als grundverlässliche Allrounder fallen sie natürlich auch nicht durch besondere Klänge auf - das sollen sie auch gar nicht. Für Recording ist es dadurch umso einfacher, einen guten Sound zu bekommen und das macht sie damit für mich zur go-to-Lösung, wenn ich nicht wirklich was besonderes als Klang brauche. Auf der anderen Seite sind sie damit eben - "langweilig", wenn man es so bezeichnen will. Gute Schnarren sind sie aber allemal und es ist nie verkehrt, eine vernünftige Alusnare im Portfolio zu haben. Ob da nun Pearl oder Ludwig oder Sonor, Tama, Yamaha, XYZ draufsteht, ist eher zweitrangig. Die Kesseltiefe ist da auch nicht sonderlich Kriegsentscheidend.


    Will man was "spannendes", dann sind Messing-, Kupfer-, bestimmte Holz- und Stahlsnares sicherlich empfehlenswerter.

    Die emotionale Komponente spielt ja vor allem am Anfang immer eine besondere Rolle. ;) Was man neu hat, findet man erstmal immer besonders gut - sonst müsste man es ja nicht kaufen. Die "rationale" Einordnung erfolgt dann einige Zeit später für gewöhnlich. In diesem Sinne: hab viel Spaß mit der neuen Snare, teste sie auf Herz und Nieren und dann in drei Monaten kannst du ja nochmal sagen, wie sie dann wirklich ist im Vergleich zu deinen anderen Kandidaten, die ja auch alle gute Arbeitstiere sind. Was sie gut oder nicht so gut kann und ob Stimmstabilität tatsächlich ein Schwachpunkt ist - oder eben nicht.

    Genaue Zahlen wirst du nicht finden, nur Schätzungen, für 2024 lag der Umsatz angeblich bei 10 Mio. Dollar (bei zirka 750 Millionen Gesamtunsatz an Schlagzeugfellen weltweit, das beinhaltet auch Orchester und Co.). Bei Evans wird es noch komplizierter, weil Teil eines Privatunternehmens (D'Addario), das wiederum keine dezidierten Zahlen zu den Subunternehmen veröffentlicht.


    Die einzigen, die die Zahlen wohl genau wissen sind eben jene beiden Unternehmen, die aber sicher keine Auskunft geben werden.

    Vielleicht fehlen Dir einfach die Ihren, das zu hören?

    Wow. Schon wieder vergreift sich eine bestimmte Person voll im Ton. Chapeau, ist auch ein Talent, das dermaßen konsequent hinzubekommen, das hat hier bisher keiner geschafft. Und wenn die eigenen musikalischen Fähigkeiten dermaßen limitiert sind, wie zu sehen/hören war, bislang, finde ich das schon... bemerkenswert bis gewagt, sich so weit aus dem Fenster zu lehnen. Trommla hat deutlich mehr Qualität(en) in jeder Hinsicht als du vorzuweisen. Sorry, wenn ich das so direkt sagen muss.

    Mag sein, dass tiefe Stimmungen in Verbindung mit Schädelspalter-Rimshots und nur gelegentlicher Kontrolle (= wenn die Snare bereits anders klingt), Unterschiede stärker hervorhebt.

    Ganz sicher spielt die Spielweise des Schlagzeugers eine Rolle. Heavy Hitter können jede Snare aus der Stimmung bringen und in andere Nöte. Ich habe mal eine Snare gesehen, bei der war der Spannreifen von einem Heavy Hitter richtig tief eingedellt worden. So gut und gerne einen Zentimeter tief eingedengelt. Da geht dann auch jede Stimmstabilität flöten, egal, was der Hersteller verbaut.


    Eigentlich müsste man mehrere der Kompressor Snares mal vergleichen, um zu sehen, ob die eine ein Ausreißer ist oder ob da tatsächlich irgendeine Schwachstelle vorhanden ist.

    Ich bin mir sicher, dass die Snares solide ist, aber ich habe bereits drei sehr gute Aluminium-Snares (also eigentlich auch schon zu viele) und da die Snare, wie bereits erwähnt, keine außergewöhnlichen Besonderheiten bietet, etwa einen ganz anderen Klang, besondere Hardware-Lösungen, bleibt sie für mich uninteressant, auch wenn sie nur fünf Euro kostet. Aber das gilt für Modelle anderer Hersteller genauso. Wenn man in einem Bereich ausgestattet ist, ist noch eine Snare des Typs unsinnig - es sei denn, man sammelt.


    Das mit dem schnellen Verstimmen finde ich aber irritierend, meine Snares z.B. sind durchweg super stimmstabil. Was hat Sonor denn da schlechter gemacht als bei anderen Modellen? An guten Gewinden/Material gespart? Da sind andere Sonor Snares ja nicht so empfindlich, wenn ich mich nicht irre.

    Wurde das etwa das hier einfach als Abstract runtergeschrieben? Wirkt auf mich so...


    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.