Ich würde vielleicht erstmal mit der Stimmung ein wenig rumprobieren bei der Sonor, bevor ich mir Gedanken um eine neue Snare machen. Die Sonor ist ja eine sehr gute Snare. Die Frage ist vermutlich eher, wie spielst du sie, wie hast du sie gestimmt, welche Sticks benutzt du. Der entscheidende Faktor bei jeder Snare, ob sie laut oder leise ist, ob sie gut oder schlecht klingt, ist letztlich der Drummer und das Werkzeug dass er dazu nutzt, sprich Sticks.
Davon jetzt einmal abgesehen, sind alle Starphonics in der Lage, leise, oder laut zu wirken; auch hier ist immer wieder die Frage, welches Fell habe ich drauf, wie stimme ich dies?
Eine tiefgestimmte Snare klingt zwar fett, wirkt in der Regel aber leiser, weniger durchsetzungsfähig, während eine höher gestimmte ihr Signal viel prägnanter durchsetzt im musikalischen Kontext, wenn wir jetzt davon ausgehen dass beide, die hoch- und die tief gestimmte, in annähernd gleicher Form angeschlagen werden. Hohe Töne werden vom Menschen generell als lauter, dominanter wahrgenommen.
Ich habe im Laufe der Jahre so ziemlich jede reguläre Starphonic schon gespielt und ich finde lautstärkentechnisch gibt es da keinen großen Unterschied zwischen Modell a und Modell b. Die Frage ist eher, will man die tieferen Frequenzen etwas prominenter haben (Bubinga, Ahorn, Walnuss), will man die mittelanteile präsenter haben (Messing, Kupfer) oder die Höhen (Stahl) oder einen ausgewogenen, aber komprimierten Klang (Alu). Und welche Art von Kesselringen man mag (wenn nicht oder nur dezent gedämpft werden soll).
Arbeitstiere sind sie allesamt. Mit keiner macht man etwas wirklich falsch.
Dennoch, ich würde erstmal bei deiner Sonor mit der Stimmung experimentieren.
Ach ja: die Starphonics spielen in der oberen Liga, das ist nicht mehr "Mittelklasse".