Beiträge von Moe Jorello

    A propos Pearl: von denen gab es um 2015 herum ein Masters Birch set (22-12-16), dass mich echt getriggert hatte aufgrund des Finishes. Das sah pornös cool aus, wenn man davor stand und erst recht, wenn die Scheinwerfer/Lampen drauf strahlten. Um ein Zitat aus "My Name is Nobody" zu bemühen: Das funkelt wie eine Bordelltür.


    Ich meine das war Bronze Glitter. (Gab es auch in grün, aber das Bronze war noch viel mehr Bling-Bling.)



    Das sah sehr wirklich cool aus, hier ein Bild von der Snare, das ein wenig was von dem funkeln vermittelt, dem Live-geglitzer aber dennoch nicht gerecht wird. (Der Makel von Fotoapparaten, die bekommen das nie perfekt eingefangen)

    Pink und dann noch Gretsch und dann, so wie aussieht, auch noch eine 20er Fußhupe. Das ist sowas von nicht-Rock'n'Roll... Geht gaaaar nicht. 😁


    /Ironie Off


    Mit Farben ist das immer so ein Ding. Soll es auf der Bühne auffallen oder dezent im Hintergrund sein? In your face oder understatement? Oder soll es zur Schrankwand daheim optisch passen? 🤪

    Wusste gar nicht, dass du so eine masochistische Ader hast.😂


    Okay im Ernst: auf der Bühne kann das pinke Set schon gut aussehen, muss aber auch die passende Musik dazu sein, Hair-Metal à la Steel Panther zum Beispiel.

    "Mit diesen Trommeln erreichst du alles, wenn du die entsprechenden Felle und Tuning wählst. Du brauchst nichts anderes mehr."

    Najaaaaa, also das wird dir jeder Endorser zu so ziemlich jeder Snare, die er präsentieren wird, erzählen, ob da nun Sonor, Tama, Yamaha, Dixon oder Millenium drauf steht. Selbiges Zitat könnte auch z.B. Lars Ulrich zu seinem Stahleimer geben. Und dann stehst du da im Blue Note Club an einem 50er Jahre Gretsch mit diesem "universell einsetzbaren" Stahleimer und knüppelst die Jazz-Session tot. Darauf würde ich also nicht allzuviel geben. ;)

    In jungen Jahren hat in den Uralt-Renault Twingo fast alles von der Band reingepasst, als Set, zwei Bass/Gitarrenverstärker und Mischpult und einige Ständer und Kabel und Mikros. Lediglich Gitarren und Bass wurden separat transportiert. Der war echt ein Raumwunder.


    Momentan wird immer noch mein Hyundai-Kombi für die Gigs "missbraucht". Da passt mehr als genug Kram rein. Und da mein Set eh immer klein ist, ist da alles total entspannt.

    Oft ist einfach die Stimmung zu tief und nimmt der Trommel dadurch die Durchsetzungsfähigkeit, ist meine Erfahrung

    Zweifellos, drum schrub ich ja ganz oben: Erstmal mit der Stimmung experimentieren. Wenn das nicht reicht, dann Mikro und Rimshots. Wenn es dann nicht reicht: Diecast Hoops. Ist alles billiger als eine neue Snare.

    Ach ja, zur Frage, was Vintage Snares von Neuen auch noch unterscheidet: Neben der Gratung ist generell die Hardware in den allermeisten Fällen leichter als bei modernen Snares, bedeutet, da hängt deutlich weniger Masse am Korpus. Je mehr Masse am Korpus, desto fokussierter wird der Klang. Je weniger, desto weicher, offener. Das kannst du zum Beispiel anhand von Spannreifen gut selbst austesten. Je schwerer der Spannreifen, desto "cripser", prägnanter, härter und zumindest gefühlt lauter wird auch der Klang der Snare.


    Den Vorschlag, untenrum ein Sennheiser bei dir ranzubappen (oder erstmal ein anderes zu Testzwecken), unterschreibe ich so.

    Mit Vintage vibe wird meistens genau dieser "runde" Klang bezeichnet, der von runden (wie bei der Sonor) oder leicht abgeflachten Gratungen (Star: 35° abgerundet, Starphonic: 45er, also eher spitz, aber oben ganz leicht gerundet) ausgeht. Meine Star Bubinga mit gerundeter 35er Gratung klingt "gemütlicher" als eine Starclassic Maple Snare mit wiklich spitzer 45er Gratung.


    Was noch eine Möglichkeit wäre, der Sonor mehr Wumms zu geben: Diecast-Hoop obenrum.


    trommla: Stave ist nochmal eine ganz andere kiste, weil viel dicker vom Kessel.

    Hier mal ein Beispiel, ab etwa 2:00 Minuten. Ich weiß! Das ist ein Werbevideo!! Aber Nir Z hat die Snare auch im Studio regelmäßig am Start:

    Dir ist aber schon bewusst, dass er das Knallen mit Rimshots herauskitzelt und die Snare von oben und unten mikrofoniert ist, oder? Wenn du nicht Rimshots spielst, wird die Snare natürlich "gemütlicher" daherkommen.

    Tadaa, ich glaube da ist der Kern des ganzen "Dilemmas".


    "Sonor ist 9lagig Buche (6mm) mit runden Edges"


    Runde Gratungen ziehen automatisch die Höhen raus aus dem Klang und die Höhen sind das, was vermutlich im Mix bei dir zuwenig ist, um die Snare "knallen" zu lassen. Denn runde Gratungen sind ja dafür da, einen runden, optimierten warmen Klang zu produzieren, also klanglich etwas dezenter aufzutreten.


    Gratungen mit einem 45-Grad-Winkel hingegen minimieren die Kontaktfläche zwischen Kessel und Fell. Die Folge: das maximale Obertonpotenzial der Trommel wird hier abgerufen. Diese Konstruktion, die u.a. auch die Starphonic hat, bietet definierten Attack und einen "klaren Sound". Es sollte aber mit deiner Messingsnare kein Problem darstellen, diesen Klang herauszukitzeln, denn die hat ja spitze, 45er Gratung, oder?


    PS: Wenn du die Sonor knallen lassen willst, braucht es vermutlich einfach mehr Schmackes beim Spiel und / oder dickere Sticks.

    Ich habe die m1, also die kleineren. Bei mir klappt der Magnet die Lederläppchen unkontrolliert hoch imho weil der Clip so schräg auf dem Spannreifen sitzt. Kann aber auch ein Nutzerfehler sein?

    Die habe ich auch oft dran (manchmal auch den großen). Versuche, die einfach ein paar male hin und her zu walken (um die Spannung rauszunehmen) und dann nach dem Aufstecken den oberen Bereich vom Halter nochmal etwas nach außen rauszudrücken (also von der Fellmitte aus betrachtet raus aus der Snare). Das hat bei mir bislang immer gereicht, damit es nicht hochbappt.

    In eine Messing-Snare schneidet, hängt sicher auch mit der Verarbeitung insgesamt zusammen. Da gibt es ja große Spannbreiten. Die Star Reserved Brass 14*5 fand ich z.b. in allen Stimmlagen unglaublich gut, als ich die gespielt hatte und die hat auch in hohen Stimmungen nicht unangenehm geschnitten. Aber da ist der Kessel auch gehämmert und ganz leicht gewölbt. Also anders als bei anderen Kandidaten. Die Starphonic Brass habe ich nie ganz hochgeschraubt.


    Matzdrums: in welcher Form hast du mit den Dämpfern Probleme? Bei mir funktionieren die ganz ordentlich. Nicht so schön/bequem wie bei Triple flanged aber problematisch finde ich das eigentlich nicht. (Hast du die großen oder die kleinen im Einsatz?)

    Ich würde vielleicht erstmal mit der Stimmung ein wenig rumprobieren bei der Sonor, bevor ich mir Gedanken um eine neue Snare machen. Die Sonor ist ja eine sehr gute Snare. Die Frage ist vermutlich eher, wie spielst du sie, wie hast du sie gestimmt, welche Sticks benutzt du. Der entscheidende Faktor bei jeder Snare, ob sie laut oder leise ist, ob sie gut oder schlecht klingt, ist letztlich der Drummer und das Werkzeug dass er dazu nutzt, sprich Sticks.


    Davon jetzt einmal abgesehen, sind alle Starphonics in der Lage, leise, oder laut zu wirken; auch hier ist immer wieder die Frage, welches Fell habe ich drauf, wie stimme ich dies?


    Eine tiefgestimmte Snare klingt zwar fett, wirkt in der Regel aber leiser, weniger durchsetzungsfähig, während eine höher gestimmte ihr Signal viel prägnanter durchsetzt im musikalischen Kontext, wenn wir jetzt davon ausgehen dass beide, die hoch- und die tief gestimmte, in annähernd gleicher Form angeschlagen werden. Hohe Töne werden vom Menschen generell als lauter, dominanter wahrgenommen.


    Ich habe im Laufe der Jahre so ziemlich jede reguläre Starphonic schon gespielt und ich finde lautstärkentechnisch gibt es da keinen großen Unterschied zwischen Modell a und Modell b. Die Frage ist eher, will man die tieferen Frequenzen etwas prominenter haben (Bubinga, Ahorn, Walnuss), will man die mittelanteile präsenter haben (Messing, Kupfer) oder die Höhen (Stahl) oder einen ausgewogenen, aber komprimierten Klang (Alu). Und welche Art von Kesselringen man mag (wenn nicht oder nur dezent gedämpft werden soll).


    Arbeitstiere sind sie allesamt. Mit keiner macht man etwas wirklich falsch.


    Dennoch, ich würde erstmal bei deiner Sonor mit der Stimmung experimentieren.


    Ach ja: die Starphonics spielen in der oberen Liga, das ist nicht mehr "Mittelklasse".

    orinocco: Sweetwater ist in den USA. Und Thomann inzwischen auch. Die einen vermarkten ihre Videos in einem Englisch, das jeder dort versteht. Die anderen eben nicht. Erkenne das Marketingproblem. 😉 (sorry für die Fach-Exkursion... Ist nun beendet)


    dani808: danke für diesen ... "Beitrag".


    Und damit ist gut. Sonst sind wir bald noch weiter off-topic als off-topic.

    Ganz kurz und knapp: würde das mir in meinem Job (Öffentlichkeitsarbeit/Marketing) zur Freigabe vorgelegt werden, ich würde die Freigabe verweigern und Nachbesserungen einfordern.


    Keine Ahnung, wer da im Marketing die Freigaben erteilt, aber mit dem/der würde ich gerne mal ein Fachgespräch führen.