Beiträge von Moe Jorello

    Ich kann aus Erfahrung nur sagen, dass fast alle in meinem Musiker-Bekanntenkreis, die mit dem Herzen ihre Sets gekauft haben, am Ende glücklich waren und lange Freude an ihren Sets hatten. Jene, die rein rational gekauft haben, waren nie so hundertprozentig glücklich, fanden immer was zu mäkeln und schauten doch immer verstohlen zum nächsten Drumhersteller. Und lustigerweise starten viele dann bei Marke A, testen dann Marke B, V und D durch, um doch wieder bei A, der alten Liebe zu bleiben.


    Es gibt auch Ausnahmen, aber so viele Leute haben sich auf "ihre Heim-Marke" zurückbesonnen, das es schon auffällig ist und irgendwie auch amüsant. Das Herz lügt halt nicht. Aus diesem Grunde plädiere ich dafür, wenn das Herz Tama sagt, kauft ein Tama. Wenn es Pearl sagt, dann ein Pearl. Egal, welchen renommierten Hersteller man nimmt, spielbar und Bühnenreif sind die Sets eigentlich alle ab einer gewissen Summe Euro.


    Was habe ich schon alles unter den Sticks gehabt... Sonor, Pearl, Ludwig, Mapex, George Way, Yamaha, Gretsch.. und wo fühle ich mich am wohlsten? Tama. 🤷🏼‍♂️

    Runde Gratung = Weniger Obertöne, etwas wärmer, dunklerer im Klang, sanfterer Attack. (Oft auch als "Vintage-Klang" bezeichnet)


    Spitze Gratung = Mehr Obertöne, schärferer Attack, etwas brillianter im Klang. (Oft als "moderner Klang" bezeichnet)

    Vielleicht noch als kleiner Tipp am Rande:


    Starclassic ist teuer und verflixt gut. Spiele ich selbst seit langer Zeit standadmäßig und ja, man bekommt da viel für's Geld. Was aber ebenfalls sehr gut ist, oft aber übersehen wird, ist ein Silverstar. Die Serie gibt es zwar nicht mehr neu, aber gebraucht und diese Sets sind sehr robust, erschwinglich und klingen wirklich toll. Ich nutze selbst eines immer wieder für Konzerte und da gibt es wirklich nichts zu meckern. Weder von der Bauqualität/Langlebigkeit (Die Hardware ist einfach gut!), noch vom Klang. Das reicht(e) vielen Profis für ihre Tourneen und Studiosessions, das sollte auch hier für lange Jahre guten Dienst tun. Und weil es erschwinglich ist, kann man mehr Geld für Becken und gescheite Snare nutzen.

    "Das ist für mich zu viel Zirkus Roncalli und zu wenig Musik."


    Ich sehe seit jeher das Ganze eher als ein Kunst-Projekt von drei technisch versierten Musikern, die sich in keine Schublade stecken lassen wollen und bei denen Regeln dafür da sind, gebrochen zu werden. Und über Kunst lässt sich vortrefflich streiten. Ich finde es zumindest interessant, auch wenn ich immer noch nicht weiß, ob ich das in der Summe alles gut finde. Aber es mag ja auch nicht jeder Kubismus, Dadaismus oder sowjetischen Realismus. 🙂

    Ich glaube, auf dem Niveau, auf dem die Männer sich bewegen geht es zu einem gewissen Anteil auch gar nicht mehr darum, einen „angenehmen“ Höreindruck zu hinterlassen, (...)

    Ich denke, da liegst du nicht ganz verkehrt mit deiner Analyse.

    Hmmm.. Bei dem Namen "Aristocrats" kommt mir nach wie vor immer was anderes zuerst in den Sinn.


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    Die Folgen der Kindheitssozialisierung... 😁


    Sorry für off-topic. 🤭

    Nö. Das war in der Vergangenheit auch immer so, dass einige Sachen diverser Hersteller temporär als Sonderaktion rabattiert wurden, von Thomann bzw. anderen Händlern. Und später war dann der alte Preis wieder da.


    Schmeiß das Produkt auf den Markt zum "Sensationspreis", damit wird es bekannt, erhält dann hoffentlich den Ruf ein supergutes Produkt zu sein - und steigert so Image und Nachfrage. (Marketing durch die kaufenden Masse). Mehr Leute wollen es dann und sind bereit, mehr Geld für das "legendäre" Teil hinzulegen. Das funktioniert mit Musikinstrumenten und allem anderen auch und das seit Jahrzehnten. Egal ob das jetzt ne Sonor ist oder Sabian oder Fender, DocMartins, Converse, VW oder Ford.

    As said: Tension locks/tune safe anbauen und das Problem sollte weitgehend erledigt sein. Gibt es von Sonor, Tama und noch einigen anderen. Welche man am besten findet - Geschmackssache schäte ich mal. Viele behaupten, die von Tama seien die besten am Markt. Kann ich aber nicht bestätigen oder verneinen, da ich an meinen Snares kein solches Extra brauche. (Lucky me...)


    Hier eine Auswahl an diesen Tune Safe Tools.


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    Hab die Band gerade eben erst (Freitag) in der Fabrik in Hamburg erstmals live gesehen. Wahnsinn, wie die als Trio den Raum dicht machen und Gas geben. Ganz großes Kino! Live ein absolutes Erlebnis.

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    Wenn eine Firma sich selbst nicht zu erst nimmt....😅

    Glaubt ihr wirklich, dass die Mehrheit oder viele nicht-Drummer glauben, dass es in der Regel so abläuft??

    Gegenfrage: Wie viele glaub(t)en wohl, dass Top Gun, Searching Private Ryan, Der Pate, Fargo oder Apocalypse Now ein Abbild der Realistät seien?


    Die Sowjet-Führung glaubte ernsthaft, dass die James Bond Filme von anno Dazumal ein Abbild der Realität seien, bzgl. der technischen Möglichkeiten der Geheimdienste des Westens.


    Man sollte die potenzielle Dummheit von Menschen nie unterschätzen.

    Gab es da nicht noch ein Schlagzeuger, über den geredet wurde, der in der Klappse gelandet ist oder gar sich das Leben genommen hat?

    Da meinst du vermutlich Jim Gordon, der war aber psychisch schwerstkrank, Schizophrenie und noch andere neurologische Defekte, die bei ihm viel zu spät entdeckt/diagnostiziert wurden (Zunächst meinten Ärzte, er habe ein Alkoholproblem, was aber falsch war). Der hatte Stimmen im Kopf gehabt, die ihm u.a. befohlen hatten, seine Mutter zu töten - was er auch tat, auf brutalste Art. Bis zu seinem Tod blieb er in einer medizinischen und psychiatrischen Gefängnis-Anstalt verwahrt.

    Dass musikalische Leiter verrückte Fanatiker sein können, verbal unter der Gürtellinie und skrupellos, Musiker zu ersetzen, wenn die Leistung nicht gleich stimmt, glaube ich aber schon.

    Das bestreite ich ja auch gar nicht. Es ist nur nicht usus. Nehmen wir nur mal den Bereich der klassischen Musik: 129 öffentlich finanzierte Konzert-, Opern-, Rundfunk- und Kammerorchester gibt es in Deutschland laut unisono. Hinzu kommen einige private Orchester und etliche kleinere nicht professionelle oder semi-professionelle Orchester. Hinzu kommen dann Big-Bands/Orchester abseits der Klassik. Macht viele, viele, viele Orchester unterschiedlicher Couleur. Die Zahl der Meldungen über "musikalische Fanatiker" in Relation zur Anzahl der musikalischen Ensembles spricht dagegen, dass Bekloppte landauf landab die Orchester leiten und Musiker drangsalieren würden. Zu Verurteilungen vor Gericht kam es nur in wenigen Fällen. Um aus einem Bericht von "Politikkultur" zu zitieren:

    Zitat

    Grenzüberschreitungen bleiben meist Einzelfälle; das wissen auch die Juristinnen und Juristen aus der unisono-Rechtabteilung zu berichten.

    Und die Grenzüberschreitungen im Orchesterbetrieb sind mehrheitlich sexueller Art, Mann gegen Frau, Frau gegen Mann, und dies auch mehrheitlich innerhalb der Orchestergruppe und eben nicht auf die Chefs bezogen. (Und das meiste davon ist im Zuge von me-too medial nicht selten aufgebauscht präsentiert und ausgeschlachtet worden. Sensationspresse eben.)


    Würden Misshandlungen und Sadismus etc. im Stile von Whiplash so weit verbreitet sein, ganz ehrlich, dann würde doch kein Mensch mit zwei Cent Verstand diesen Berufsweg überhaupt einschlagen, oder? So doof kann man doch nicht sein. Die Orchester wären zum krepieren verurteilt, wenn es überall toxisch zugehen würde.


    Vielleicht auch ein Ding zum Nachdenken: hat irgendein populärer Musiker gesagt, Whiplash sei ein Abbild der Realität? Mir ist da nichts in der Hinsicht bekannt. Gegenteiliges hingegen schon. Und das vielfach.


    Nichts desto trotz: Idioten gibt es überall, weil Menschen einen Hang zur Idiotie besitzen. Darüber braucht man nicht zu streiten. 😉

    Das sind aber - mit Verlaub - Einzelfälle und die Mehrzahl dieser medial bekannten Fälle bezogen sich auf sexuelle Übergriffe meines Wissens. Der Film hingegen suggeriert, dass sadistisches Fehlverhalten "normaler Orchesterbetrieb" sei (obgleich der Typ am Ende rausgeworfen wird). Und das finde ich einfach nicht passend. 🤷🏼‍♂️

    Ich glaube, wir reden gerade aneinander vorbei. Niemand bezweifelt, dass es Druck gibt im Profigeschäft. Das ist völlig normal. Es wird natürlich erwartet, dass du pünktlich bist, vorbereitet und sauber abliefert. Klar. Aber dieser sadistische Kasernenumgang, die psychische Abwertung, dieses toxische, mobbinghafte Gebaren, das im Film dominiert, das ist eben nicht usus, wie vom Film suggeriert. Und falls ein Orchesterchef das eine Weile praktizieren sollte, naja, der Gang zum Arbeitsgericht ist nicht weit, die Entlassung eines Soziopathen und Narzissten nicht wirklich schwer.