Beiträge von Moe Jorello

    Warum sollten die Herren akzentfrei (D)English sprechen?!?

    Weil der Anspruch bei denen inzwischen der ist, ein internationales Publikum zu informieren und als Kunden zu locken (thomann expandiert ja inzwischen auch über den Teich hinweg und das dortige Publikum wollen/müssen die gewinnen, um gegen Sweetwater und Co. zu bestehen). Und bei diesem Ansinnen sollte man dann auch so sprechen, dass der Ami, Brite, Däne, Niederländer,... auch versteht, was da gesagt wird und nicht Rätselraten muss. Dass nennt sich auch "professionelles Auftreten". Wer nicht professionell Auftritt, blamiert sich kräftig. Und wer das nicht hinbekommt, sollte sich überlegen, welcher der drei Wege der passendere ist:

    1. ich nehme einen Sprachkurs als Moderator, der mich auf Zack bringt.

    2. Ich suche mir einen Moderator, der sattelfest im englischen ist.

    3. Ich beschränke mich auf den Markt, den ich sprachlich auch bedienen kann, ohne peinlich daher zu kommen.


    Tut mir leid, ich finde sowas wie in dem Video einfach unprofessionell, störend und wirtschaftlich betrachtet imageschädigend. But that's just me...

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    finde ich ganz gut gelöst…

    Puh... Ganz fieser "Denglisch" Akzent. Sorry, aber wenn man schon solche Videos macht, dann bitte in vernünftigem Englisch. Das schmerzt beim zuhören.

    Thomann edition bedeutet ja nicht, dass es gleich minderwertig ist. Einige Angebote werden gerade dadurch interessant, dass eben andere Hoops drauf sind - oder eben ein luftiges Remo Ambassador statt einem dumpferen DW-Fell (Wie bei einem aktuellen DW-Designer-Angebot).


    Das einzige, was da wirklich störend ist, sind eben die wenig liebevollen Thomann-Badges. Die sollten sie lieber weglassen oder angemessen neu designen lassen, finde ich. Ist doch schade, wenn der gute Gesamteindruck eines Instrumentes nur durch dieses Badge abgewertet wird. So bekommt das immer einen "billig" touch, anstatt es als "besondere Auflage" zu repräsentieren.

    Die Thomann-Versionen sind, so meine Kenntnis, öfter bei der Hardware abgespeckt. Da sind z.B. andere, günstigere Strainer dran, und/oder andere Spannreifen, z.B. triple flanged statt diecast (Was sich im Preis dann bemerkbar macht). Manche Thomann-Teile sind aber auch exklusiv, also limitierte Auflagen, aufgrund von Sondermaßen oder besonderen Lackierungen/Folierungen. Diese sind dann preislich auch dicht dran am "Original".

    Danke, Tom. Du triffst es auf den Punkt. Es geht nicht um abwerten sondern schlichtweg eine Einordnung seines Wirkens, seiner Persönlichkeit, seines künstlerischen Mehrwertes und Fähigkeiten. Das kann man auch gerne kontrovers sehen.


    Fakten:

    Gewirkt hat er, zweifellos.

    Seine Persönlichkeit, sein Charakter waren schlimm.

    Seine Drogensucht unglaublich.

    Seine Agression äußerst ausgeprägt.

    Seine Selbstüberschätzung ziemlich maßlos.

    Sein Neid, seine Abwertung anderer Musiker waren scheinbar grenzenlos.

    Sein musikalischer/künstlerischer Mehrwert war im gleichen Zuge deutlich begrenzter als oft postuliert wird.


    Er gilt nach wie vor für viele als einer der wichtigsten Schlagzeuger - dabei war seine wirkliche "Schaffensperiode", wenn wir sie so nennen wollen, also Cream, nicht einmal einmal fünf Jahre umfassend. (Interssanterweise teilt er diese Besonderheit mit Mitch Mitchell.) Musikhistorisch ist das eher gering einzuordnen. Im Vergleich dazu haben andere viel ruhiger und unauffälliger über Jahrzehnte hinweg Musik geschaffen und weiterentwickelt. Hal Blaine, Ring Starr, John Bonham, Bill Ward, Bill Bruford, Alan White, Barriemore Barlow, Roger Taylor, Alex van Halen z.B. - die haben m.E. viel länger und deutlicher die Populärmusik der kommenden Jahre gerpägt, vorangetrieben, Menschen zu neuem inspiriert, als das Baker getan hat. Was ist denn aus seinem Spiel jetzt so herausragend gewesen, dass es Generationen geprägt hat? Fällt mir es ganz ehrlich schwer, da etwas zu benennen.


    Und dass Baker als Vater der Doppel-Bassdrum oft genannt wird, ist zum Beispiel nicht zutreffend, auch so eine Legendenbildung, die ihn überhöht. Diese Ehre gebührt allem Anschein nach Louie Bellson, gefolgt von Sam Woodyard, Rufus Jones und Ed Shaughnessy. Er hat es - übrigens- zeitgleich mit Keith Moon - lediglich für den Rockzirkus adaptiert. Neu war da also erstmal nichts.

    Hast du mal die Interviews über die Jahre mit ihm gelesen bzw. die TV-Interviews gesehen, die Doku über ihn, seine Live-Performances? Das was (Mit)musiker, die täglich mit ihm zusammen arbeiteten, über ihn sagten (Stewart Copeland hat ihn z.B. als "widerlichen Hurensohn" bezeichnet, Clapton hat ihn diplomatisch als "Schurke" bezeichnet)? Was sein Sohn über ihn sagte ("EIn Arschloch")? Sorry, da muss ich ihn nicht persönlich kennenlernen, um zu wissen, dass der Typ ein Kotzbrocken war. Hitler, Franco, Pol Pot, Kinski und Trump muss(te) ich auch nicht persönlich kennenlernen, um zu Wissen, dass das schlimme Charaktere sind bzw. waren. Wer seine Bandkollegen mit einem Messer auf der Bühne vor Publikum und laufenden Kameras angreift, wer einen Dokumentarfilmer vor laufender Kamera zusammenschlägt - ohne Worte.

    Wir unterhalten uns über ihn, weil er sich und einige Journalisten/Musikkritiker ihn maßlos überschätzten. Ein Leben lang. Dieses Schicksal teilt er sich übrigens mit anderen Personen der Geschichte, deren Bedeutung auch völlig übertrieben dargestellt wird z.B. Christoph Kolumbus, Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Jackson Pollock, Joseph Beus, Henry Ford, die Gebrüder Wright, Lady Diana, Helmut Kohl - oder Buddy Rich ("Bester Drummer aller Zeiten" *hust*).

    Baker war ein von Kleinauf durchgeknalltes, drogensüchtiges, kriminelles Arschloch, das zufällig hinter einem Schlagzeug landete und warum auch immer (zweifelhafte) Karriere machte. Der hätte auch genauso gut als Drogendealer und Schläger bei der Mafia anheuern können.


    Er hielt sich für ein Genie - war aber auch retrospektiv Meilenweit davon entfernt. Und sein musikalischer Einfluss wird immens überschätzt wage ich zu behaupten. Denn der Kopf hinter dem Cream-Erfolg war Bruce. Bakers Überheblichkeit, Arroganz und Widersprüchichkeit mach(t)en ihn für mich früh zum Unsympathen Nr.1. in der Musikbranche. Sein Ablästern über u.a. die Stones, John Bonham, Jack Bruce und Keith Moon (den er 1966 lustigerweise noch überschwänglich in Interviews lobte als "begnadeten Drummer") ist für mich ein Zeugnis dessen, dass er vor Neid zerfressen war. Vor und nach Cream hat er eigentlich nichts geleistet, was irgendwie musikhistorisch relevant war. Alle anderen hingegen schon.


    Und... Jack Bruce konnte im Gegensatz zu Baker Jazz (und vieles mehr, mit wem er später alles zusammengearbeitet hat ist beachtlich). Auch wenn Baker das anders sah. Seine frühen New-Orleans/Dixie-Jazz-Engagements bei Bob Wallis und Terry Lightfoot zeigten einen Four on the floor Drummer inmitten von Schützenfest-Dixie-Afficionados, wirklich simples Buff-Da-Buff-Da.


    Seine späten "Jazz"-Sachen sind zum Weglaufen. Einfach nur schlimm.


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    Sorry, Jazz-Drumming ist was anderes.

    Ich finde es ja eher schlimm, wie stark Pearl das Premier Badge einst imitiert hat. Überhaupt hat Pearl designtechnsich da immer ziemlich schlecht ausgesehen. Meist ist ihr Badge völlig planlos und überfrachtet. Ich ferage mich, wer die Dinger dort designt und durchwinkt.


    Einige Badges, die mir gefallen anbei.


    leedy.jpg


    Leedy. Klassisch schön, nicht zu viel Schnörkel und es hat ein wenig den Vibe des Wilden Westens, wie eine Saloon-Tür. Mag ich.



    Brady - weil es ein historisch sprechendes Badge ist und zudem in der Konzeption einzigartig - absoluter Wiedererkennungswert.




    Ludwig - viele Badges gibt es, dieses hier ist klassisch, minimialistisch und ein sprechendes Logo mit den Sticks. Optisch nie unangenehm.


    slingerland.jpg


    Slingerland - Wolkig, luftig, ein Hauch von Gene Krupa, Big-Band und der Leichtigkeit des Seins, von dem in den 1940/50ern geträumt wurde.


    premier.jpg


    Premier - ein ikonisches Design, wie die Klöppel von Sonor. Das rote P auf schwarzem Grund hat einfach enormen Wiedererkennungswert.



    Tama Starphonic - Kein großes Gedöns, die simple Sprache und die historische Bezugnahme auf das Sternen-Design gefällt. Dezent gestaltet und geht dadurch nicht auf den Sack.



    Yamaha - Dieses Badge gefällt mir, weil es japanische Logo-Design-Traditionen aufgreift und dezent verpackt.


    Gelungen ist natürlich auch das bereits erwähne Sonor-Logo, da muss man nicht drum herumreden. Die Klöppel ind in Sachen Grafik-Design schlau gemacht. Auch das Logo von British Drum Co ist im Grunde gut gelungen und darf hier erwähnt werden. Und die Midmill-Drums gefallen mir auch, weil wieder ein sprechendes Badge.


    Die - leider - unschönsten Designs meiner Meinung nach haben bei den bekannteren Namen Dixon, Mapex, Craviotto, PDP, Rogers (Dieses große R ist einfach nur klobig), Pearl und Trixon produziert. Aber das ist ja immer alles Geschmackssache.

    Und wenn wir schon bei fragwürdigen Dingen sind: Diese Snare ist echt grottenhässlich (Vermutlich von Trump designt worden) und der Preis *hust* wohl irgendwo bei 4.500 Euro oder so. Vermutlich die hässlichste Snare, die ich je gesehen habe. Sieht aus wie ein Verschlussstück für Abwasserleitungen. :D


    DW MFG True-Cast™ Snare Drum, 4x14″ | Drum Workshop Inc.
    This limited 4x14″ piccolo snare features a sand-cast, machined bell bronze shell.
    www.dwdrums.com

    Nicht nur Ludwig bringt was elektrisches. Pearl hat sein "eRoadShow" E-drumset für Anfänger rausgebracht, dann bei den Fußmaschinen die Eliminator Mono Pro 2500-Serie und das Primal Snare Collective präsentiert. Und ein paar neue Farben gibt es auch für Export und Co. Guggst du hier: https://pearldrum.com/eu#

    Vielleicht als wichtige Ergänzung: Das JoJo Pedal passt auch nicht an alle Bassdrums. An ein Tama Starclassic geht es zum Beispiel nicht ganz ran an den Spannreifen, weil die breite Säule des Pedals untenrum dann mit den Bassdrumklauen kollidiert. Das Pedal ist also für manche Schlagzeugmodelle zu breit vom Design. Darauf sollte man achten, wenn man es als Kaufoption in Erwägung zieht.

    Das JoJo-Pedal war mehreren Leuten beim Spiel mitten im Auftritt zusammengeklappt, der Faltmechanismus war irgendwie nicht so ganz ausgereift. Und es hat nicht wirklich fest gesessen, sondern Spiel nach links und rechts gehabt. Also ein Wackel-Dackel unter dem Fuß. Sonor hat da nochmal nachbessern müssen. Es gab viele kritische Stimmen zum Pedal, sowohl hier im Forum (RE: Jojo Mayer"s Signature Fußmaschine..), als auch überall sonst in der Welt.

    Bei dem Mapex-Beltdrive darf man gespannt auf die Umsetzung real sein. Auf den ersten Blick wirkt es, als habe man Sonors Jojo-Mayer als Inspiration empfunden.

    Absolut. Bleibt nur zu hoffen, dass aus den Fehlern, die Sonor gemacht hat, etwas gelernt wurde. Optisch sieht das jedenfalls zunächst einmal robuster und durchdachter als das JoJo Pedal aus, finde ich.

    Eben gerade aufgeploppt: Neue Fußmaschine von Mapex: Swift Belt Drive Pedal.


    Swift Belt Drive Single Pedal - mapex


    ( Oli: Klar, Tama hat da auch viel zu viel drin (vor allem dieser Club-Jam Kram bläht das Portfolio eher sinnfrei auf) und könnte von mir aus gut und gerne 50% rauswerfen. Aber bei Pearl steige ich de facto nicht mehr durch, wo überhaupt die wirklichen Unterschiede zwischen z.B. Maple und Maple pure liegen sollen abseits von 1mm Wandstärkenunterschied - was klanglich völlig wumpe ist.)