Die einflussreichsten Drummer!

  • Keith Carlock



    2009 veröffentlichte er eine Lehrvideo-DVD namens The Big Picture: Phrasing, Improvisation, Style, and Technique. Im selben Jahr wurde er in einer Modern Drummer-Umfrage zum besten Drummer in den Kategorien Fusion und Pop gewählt.


    Ich weiss nicht wie's euch ergeht; mich jedenfalls hat's sofort aus den Socken gehauen als ich dieses Spiel gehört habe. Dieses fantastische Timing und dieser Flow sind einfach einzigartig. Und kurz vor 4 Minuten dachte ich nur noch...whaaaat!!! 8o



    https://www.youtube.com/watch?v=ei8psDCGPDU

  • Mehr Einfluss auf das Trommeln hatte in den letzten 40 Jahren wohl keiner,
    auch wenn heute jedes YT Kid schneller weiter und höher kann.


    https://youtu.be/uAc_kPRsMwE?t=1077


    (die Garderobe ist in diesem, von mir gerade entdeckten Video allerdings nicht wirklich bahnbrechend ;) )

    now, this little number is in thirteen. it's subdivided 5 8 and 4 4, if you wanna clap your hands: one two one two three one two three four .... pretty good! FZ (1940 - 1993)
    Mein Spielzeug im Einsatz Hueni for Sale


  • Carlock ist zweifelsohne ein irre guter Schlagzeuger. Und was er da spielt ist auch allerallerallererste Sahne. Aber.... als Drummer, der das Genre maßgeblich(!) geprägt hat (und darum geht es hier doch, oder?), sehe ich ihn (noch) nicht. Einerseits noch fast ein Jungspund, zweitens frage ich mich, was er im Fusion-Bereich bahnbrechendes neu eingebracht haben soll, was nicht schon Leute wie Erskine oder Cobham vorher auf die Beine gestellt haben. (Die waren meiner Meinung nach einflussreicher und prägender bislang). Bei Carlock würde ich sagen: Erst mal abwarten. In 20 Jahren kann man wohl ein Urteil fällen, derzeit finde ich es verfrüht. Ist aber nur meine Ansicht. :) Dass er dennoch fraglos einer der besten derzeitigen Drummer ist, bleibt davon unberührt.


    Gadd, wie konnten wir den vergessen in der Liste? :rolleyes:


    Noch jemand, der das Drumming (auf einer etwas anderen Ebene) maßgeblich mitgeprägt hat, ohne selbst DER Referenzdrummer zu sein, ist, so schätze ich, der gute Pete York. Und zwar wegen seiner genreübergreifenden Arbeit. Er hat bei seiner Superdrumming-Sendung damals in den 80ern ja Drummer aller Stile zusammengebracht - was auch hier und da auf fruchtbaren Boden gestoßen ist, einen tollen Austausch und einen Blick über den Tellerrand ermöglichte - und die Sendung hat das Drumming irre populär gemacht. Millionen Zuschauern weltweit wurde konzentriert gezeigt, was drumming ist, wie vielseitig es ist etc. So einige der heute bekannten und v.a. auch weniger bekannten Drummer dürften von Petes Sendung immens geprägt worden sein.

    "You don't have to show off" - Peter Erskine

  • Carlock ist zweifelsohne ein irre guter Schlagzeuger. Und was er da spielt ist auch allerallerallererste Sahne. Aber.... als Drummer, der das Genre maßgeblich(!) geprägt hat (und darum geht es hier doch, oder?), sehe ich ihn (noch) nicht. Einerseits noch fast ein Jungspund, zweitens frage ich mich, was er im Fusion-Bereich bahnbrechendes neu eingebracht haben soll, was nicht schon Leute wie Erskine oder Cobham vorher auf die Beine gestellt haben. (Die waren meiner Meinung nach einflussreicher und prägender bislang). Bei Carlock würde ich sagen: Erst mal abwarten. In 20 Jahren kann man wohl ein Urteil fällen, derzeit finde ich es verfrüht. Ist aber nur meine Ansicht. :) Dass er dennoch fraglos einer der besten derzeitigen Drummer ist, bleibt davon unberührt.


    Danke Moe, das hast du sehr schön erläutert. So seh' ich das auch. :)

  • Was den Hip-Hop anbelangt, möchte ich noch Questlove erwähnen, der das Swag-Drumming durch Inspiration von J Dilla gefördert hat. Er war ja sozusagen der erste Live Hip-Hop Drummer überhaupt.
    The Roots - Silent Treatment



    Und so hört sich das an:


    https://www.youtube.com/watch?v=1ppwnd8Up60



    Was Swag-Drumming bezeichnet findet ihr hier - ein Video hab' ich auch noch mit draufgepackt.Cheers! 8)


    http://www.musik-media-shop.de…grooves-im-inbetween-feel


    https://www.youtube.com/watch?v=dVeEEtv77LM

    Einmal editiert, zuletzt von Soundclass ()

  • Was für eine wunderbare Sammlung an verschiedensten Stilistiken und "Ikonen" der Drums! Wenn ich mich für einen "Lieblingsdrummer" entscheiden müsste, fiele mir die Antwort sehr schwer.....
    Es macht total Spaß die Videos der bisher genannten Drummer anzuschauen und zu hören. Sehr inspierend (insbesondere das Swagdrumming finde ich sehr spannend)!


    Dennoch möchte ich zwei der alten Kempen des HeavyMetal ins Feld führen (da gäbe es sicherlich noch mehr):


    Dave Lombardo von Slayer (und zwar aus der end-80er/Anfang 90-er Phase der Band also von "Rain in Blood" bis "Seasons in the Abyss")


    und natürlich


    Nico Mc Brain (der mir in den 80ern auch besser gefallen hat, wie heutzutage).


    Beide Drummer sind für mich prägend in ihren Genres und haben mich damals sehr inspiriert.
    evtl. ist wahrscheinlich auch etwas Nostalgie im Spiel..... ;)

  • Mir ist auch noch einer eingefallen: Hal Blaine, Drummer der Wrecking Crew:
    http://www.musicradar.com/news…rdings-of-all-time-450846


    Einer der wahrscheinlich meist aufgenommene Drummer of all time.
    Man müsste allerdings auch die beiden anderen Drummer der Wrecking Crew lobend erwähnen hier im Thread:
    Jim Gordon und Earl Palmer.


    Die drei zusammen haben so ziemlich jedes Pop oder Rock'n'Roll Hit-Album zwischen Anfang der 50er und Ende der 70er eingetrommelt. Wenn das nicht Stilprägend ist, weiß ich auch nicht.

    "The first rule of drumming: If you make a mistake, turn around and look angrily at the bass player" - Nick Mason

  • Ganz sicher Zutty Singleton:


    https://www.youtube.com/watch?v=KC7CX-ppfSk


    Er hat quasi den Swing erfunden, also den übergang vom 2 Beat auf 4 Beat gemacht, in den Bands von Ellington, Fletcher Henderson und Louis Armstrong.


    Danach kam dann Sid Catlett und erst danach dann Krupa:


    https://www.youtube.com/watch?v=c8tk6P3HPr0



    Mein persönlich größter Einfluss war allerdings Alex Riel:


    https://www.youtube.com/watch?v=tQ2IVTJXxY8

  • Ringo Starr darf man natürlich auch nicht vergessen. Dessen etwas idiosynkratischer und von Akzidentialsmus geprägte Spielweise sagt mir persönlich nicht ganz so viel (schwer zu kopieren allerdings) und wirft aus heutiger Sicht viele Fragen auf, aber seinen Impact kann man schwer wegdiskutieren.


    Ginger Baker wäre noch eine Überlegung. Allerdings prägte er ein Musikgenre, das nur wenig Einfluss fand. Spielt aber in der Entdeckung der Double Bass und der afrikanischen Wurzeln eine gewisse Rolle.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!