Hat jemand Erfahrung mit der Doppelfußmaschine Trick Drums Pro V1?

  • Mich würde ein Meinungsbericht vom Thread-Starter zum Vergleich der Maschinen sehr interessieren.


    Was hättest denn gern genau für Info´s? :D Ich kenne die Demon Drive, die Trick V1 und bin jetzt auf die Darwin gewechselt, die für mich die eierlegende Wollmilchsau darstellt.


    Mein grundsätzliches Fazit zu DB Maschinen ist:


    1. Solides Pedal kaufen
    2. Wenn Punkt 2 beachtet ist, ist es ziemlich egal welches Pedal es ist. Man kann mit allen das Gleiche tun, auch gleich schnell spielen.
    3. Für welches Pedal man sich entscheidet, sind rein persönliche Gründe/Vorlieben die man aufgrund der Spielweise an eine Maschine stellt.

  • Mich interessiert der persönliche Eindruck.
    Ich bin ja hellauf begeistert, denke dass ich "meine" Fußmaschine gefunden habe,
    aber muss ja jetzt nicht jedem so gehen - und auch du findest die Trick ja gut, entscheidest dich aber auch um da
    für dich andere Präferenzen im Vordergrund stehen.
    Die subjektiven Gefühle bei den verschiedenen Maschinen im Vergleich
    finde ich spannend - die objektiven Unterschiede sollten ja für
    alle gleich sein.
    Ist schon so wie du es im Fazit sagst.

  • Mich interessiert der persönliche Eindruck.


    Ich hatte das in einem Post vorher schon einmal kurz erläutert.


    Ich brauche als erstes ein Pedal auf das ich mich verlassen kann. Mir bleibt aus beruflichen und familiären Gründen einfach nicht viel Zeit zum Üben, der Tag ist komplett durchgetaktet.
    Da wäre für mich nichts Schlimmer und nerviger, als wenn ich mich Abends ans Schlagzeug setze und die Maschine streikt. Ich brauche Material das möglichst immer funktioniert.


    Zu meiner Double Bass Technik. Ich spiele ab 140 bpm reine Ankle Motion und bevorzuge einen eher leichten Antritt zum Start, einen runden "berechenbaren" Lauf und Fleisch unterm Fuß.
    Aber gerade die Kombination leichter Antritt und trotzdem Fleisch unterm Fuß zu haben, also das Pedal und die Bewegung auch zu spüren um diese gut kontrollieren zu können,
    ist ein problematischer Spagat. Denn entweder muss man die Federspannung erhöhen, dann hat man zwar Fleisch unterm Fuß, aber nen schweren Antritt oder eben genau anders herum.


    Das Trick V1 Pro hat für MICH 2 Nachteile:
    1. Trotz relativ geringer Federspannung ist ein recht kräftiger Initialimpuls zum Start notwendig
    2. gewöhnungsbedürftige Laufeigenschaften aufgrund der Druckfeder


    Ich behalte die Maschine trotzdem, weil ich mich im Falle des Falls immer auf das Teil verlassen kann und um damit am Pad zu üben.



    Das Darwin Pedal von ACD schafft genau den von mir oben beschriebenen Spagat, aufgrund der Bauweise. Durch den Bandzug, der Art und Ort der Federaufhängung, sowie dem Teil wo die Feder oben eingehängt wird.
    Das Teil lässt sich mit sehr geringer Federspannung leicht im Antritt spielen und klebt trotz der geringen Federspannung bei schnellem Spiel am Fuss. D.h. man kann das Pedal super "erfühlen". Das liegt daran, dass durch die Form
    von dem Teil wo die Feder oben eingehängt ist, die Feder in der Nullstellung des Beaters kaum vorgespannt ist, aber beim Weg zum Fell die Feder sehr auf Zug geht. Bei den Pedalen von Tama, Pearl usw. ist es eher so, dass man von Hause aus eine hohe Spannung einstellen muss, die Feder aber beim Spiel nicht mehr stark weiter gezogen wird. Auf YT gibts die Erklärung in einem Test von einem Engländer auch in Bild und Ton gezeigt. Zudem hat das Pedal einen schönen gleichmäßigen Lauf, weil die Cam rund ist. (Kann man aber auch auf exzentrisch stufenlos umstellen)
    Ich arbeite gerade an dem Geschwindigkeitsbereich 200-210 Bpm und das lässt sich mit der Darwin erheblich einfacher/leichter (leichter in Form von Kraftaufwand) und kontrollierter spielen als mit dem Trick Pedal.


    Achja und so in komplett schwarz, sieht das Darwin Pedal auch unglaublich geil aus! :D



    Ich hoffe das hilft Dir weiter.

    3 Mal editiert, zuletzt von T120 ()

  • Mit Riemen hatte ich keine Erfahrungen. Habs probiert und finde es Bombe. Um einen Vergleich zu haben, müsste man an dem gleichen Pedal beiden probieren. Brauche ich für mich aber nicht, da ich mit dem Band sehr zufrieden bin.

  • Ich nutze ein Doppelpedal genau dafür, wofür es gebaut wurde...und das nicht zu knapp.
    Denn ich kann von mir nicht behaupten, dass ich mit im Schnitt 2h am Tag zu wenig übe.


    Mir bleibt aus beruflichen und familiären Gründen einfach nicht viel Zeit zum Üben, der Tag ist komplett durchgetaktet.


    und


    ich spiele die Trick Pro1 V jetzt ein gutes Jahr und ich werde auf ein anderes Modell wechseln. Die Trick wird aber als "Übungsmachine" für´s Pad bleiben.


    und bin jetzt auf die Darwin gewechselt


    ???


    Bin ich der einzige, der an der Glaubwürdigkeit dieser Informationen zweifelt? Oder kann sich innerhalb einer Woche die Lebens- und Equipmentsituation derart geändert haben?




    Edit: orinocco
    Wenn man das viele Rot mal weglässt, sieht die Sakae aber aus wie eine normal konstruierte, robuste DoFuMa in der Liga einer IC, Eli und Co. Würde einen vergleichbaren Preis erwarten lassen.

  • Nein, genau das wollte ich damit sagen. Eine Iron Cobra, eine Eliminator, eine Falcon oder DW5000 sind professionelle, solide Maschinen, die aber eben nicht für beidfüßige Dauer-Höchstleistungen konstruiert sind wie Trick und Darwin. Axis fiele mir als Name auch noch in dieser Super-Duper-Abteilung ein.


    Für mich und viele andere Drummer vermutlich völlig ausreichend, und ich komme vermutlich noch sehr sehr lange Zeit viel früher an meine eigenen Grenzen als an die meiner Pedalerie. Wer allerdings wirklich intensiv und fortwährend bpm-Höchstleistungen erzielen will, braucht vielleicht wirklich andere Arbeitsmittel.


    Edit: Ups, zu langsam

  • Edit: orinocco
    Wenn man das viele Rot mal weglässt, sieht die Sakae aber aus wie eine normal konstruierte, robuste DoFuMa in der Liga einer IC, Eli und Co. Würde einen vergleichbaren Preis erwarten lassen.

    Imho: Nö, finde ich eigentlich nicht, hast dir die Detailfotos mal etwas genauer angesehen.

    ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
    ich mach`s wie`s mir passt, schei.. auf die Säue, die laufend sinnbefreit durch
    die Dörfer getrieben werden.




  • Bin ich der einzige, der an der Glaubwürdigkeit dieser Informationen zweifelt? Oder kann sich innerhalb einer Woche die Lebens- und Equipmentsituation derart geändert haben?


    Ich stelle Dir gern ein Bild wo beide Maschinen zu sehen sind ein, wenn ich aus Deiner Sicht so unglaubwürdig bin.


    Und ja, ich empfinde für mich 2h am Tag nicht viel Zeit zum Üben.
    Und ich schrieb "im Schnitt" am Tag. Am Samstag und Sonntag nehme ich mir wenn passt auch mal mehr Zeit zum Üben - im Winter wiederum mehr als im Sommer - da man da am Haus wenig machen kann, in der Woche eher weniger. Ich habe meine erste DB Übung am Pad um 05:30 Uhr morgens, bevor ich in die Arbeit fahre. Die zweite Übungszeit beginnt meist erst nach 20 oder 21 Uhr und geht ca. bis 22:00-22:30 Uhr. Um die Zeit liegen die Kid´s bereits in der Koje und die Frau meist auch schon, da der Wecker um 04:30 Uhr wieder klingelt. Da übe ich Wahlweise am Pad oder im angrenzenden schallgedichteten Scheunenraum, wo ich auch nach 22 Uhr Problemlos ohne die Nachbarn zu stören trommeln kann.


    OK, bei einem Satz gebe ich Dir recht. Ich hätte es anders formulieren müssen. Seit Dezember bin ich auf das Darwin Pedal gewechselt. Lieferung war kurz vor Weihnachten. ;-)


    Es hat sich sogar noch mehr an der Equipmentsituation geändert. Das Magnum auf dem Avatarbild wurde mittlerweile gegen ein PDP CM7 getauscht. :whistling:

    Einmal editiert, zuletzt von T120 ()

  • Es steht Dir frei mich gern über PN anzuschreiben.


    Das grundsätzliche Problem bei den hochpreisigen Maschinen besteht darin, dass man kaum Erfahrungen und noch weniger Vergleichserfahrungen mit anderen hochpreisigen Maschinen findet. Was womöglich am Preis liegt. :D


    Und da das Thema DoubleBass seit meinem Neueinstieg in die Drummerwelt die größte Bedeutung mit hat, teile ich auch hauptsächlich bei diesem Thema meine Erfahrungen etwas intensiver...kann man sicher auch an meinem Schreibverhalten hier im Forum erkennen.
    1 3/4 Jahr ist da sicherlich nicht soooo lange, aber in der Zeit habe ich einiges ausprobiert und allein 6 verschiedene Maschinen probiert 8| . Jaja, ich weiß, mehr üben statt kaufen. :whistling:


    Und der Ausdruck "ich werde wechseln" ist dem geschuldet gewesen, dass das Darwin Pedal, welches Ende Dezember kam, als Testpedal deklariert war/ist und ich mich sozusagen im Entscheidungsprozess befinde oder besser befand...weil ich mich recht schnell für die Darwin entschieden hatte.


    Ich werde zum Darwin mal einen ausführlichen Test schreiben. Ich kann jedem nur an Herz legen das Teil auszuprobieren. Dennis hat es aus meiner Sicht geschafft die Schwächen der Maschinen der etablierten Hersteller genau zu lokalisieren und auszumerzen.
    Der hohe Preis ist einfach der geringen Stückzahl und des Fertigungsprozesses geschuldet. Aber man gibt im Leben für soviel unnützes Zeug Geld aus, da kann man fürs Hobby auch mal den ein oder anderen Euro sinnvoll einsetzen. Und wenn man damit auch
    noch so einen tollen Unternehmer wie Dennis unterstützt, hat man doppelt Freude daran! :thumbsup:

  • Wenn ich so ein Hitech-Gerät bräuchte, wäre ich höchstwahrscheinlich auch beim Darwin, alleine schon deshalb, weil ich damals die ersten Entwicklungsschritte hier im DF mitverfolgt hatte. Lieber gibt man sein sauer verdientes Geld doch jemandem, den man - zumindest virtuell - aus dem Forum kennt.


    Allerdings will ich immer noch nicht so recht glauben, dass ein Doppelpedal der 300 bis 400 Euro Liga nicht genauso zuverlässig funktioniert. Das ist ja quasi wie die blaue Bosch-Serie, eher langweilig, ganz sicher nicht fancy, aber solides Handwerkszeug. Klar, dass es nach einiger Zeit immer einen gewissen Verschleiß geben wird, aber wenn ich die Pedalerie nach 10 Jahren dann mal tausche, habe ich immer noch nicht so viel investiert wie in ein Darwin oder Trick. Da geht locker noch eine dritte Neuanschaffung nach weiteren 10 Jahren.
    Das beste Material brauche ich erst dann, wenn ich mit den Besten konkurrieren muss, alles andere macht zwar Spaß, gehört aber in die Rubrik echte Luxusprobleme.
    Und konkurrieren muss ich eigentlich beim Trommeln auch nicht, sonst wäre es ja ein Sport und olympisch ;)


    Aber gut, darum geht's ja hier nicht.


  • Allerdings will ich immer noch nicht so recht glauben, dass ein Doppelpedal der 300 bis 400 Euro Liga nicht genauso zuverlässig funktioniert. .


    Ist aber wirklich so. Gerade die Verbindungsteile sind da die Schwachstelle. An der Speed Cobra ists die zB die Welle. Der Rest ist eigentlich sehr gut. Kostet aber schon jenseits der 400 Euro. Und ja man kann mit der Locker jenseits der 200 bpm spielen, wie man eindrucksvoll auf YT Video´s sehen kann. Das hatte ich auch nie abgesprochen - siehe meine Beiträge zuvor.
    Ich hätte auch einfach die Welle gegen eine von ACD tauschen können, aber ich war ja mit dem Feeling der Maschine nicht so zufrieden.


    Bezüglich der Laufeigenschaften der Darwin gibts einige Video von Dennis auf YT und da sieht man auch klar Unterschiede zu anderen Maschinen - die man auch beim Spielen merkt.


    Ich brauche mich auch nicht mit jemandem zu messen. Aber mit dem Erlenen des schnellen DoubleBass erfülle ich mir einen Jugendtraum. Als ich mit um die 18 Schlagzeug spielte, habe ich das nie hinbekommen und hab die DoubleBass Fetischisten immer bewundert. Heue bewundere ich das nicht mehr, aber ich möchte es einmal können - genauso wie ich das Schlagzeugspiel ansich richtig erlernen möchte - deswegen ist ja auch ein klassischer Schlagzeuglehrer am Start.


    Jo und wenn ein Pedal es einem auch leichter macht als ein anderes, nehme ich das gern mit. :thumbsup:

  • Da fehlt mir wohl die Vorstellungskraft, wie mich auch an 200+ bpm Geknatter so ungefähr alles langweilt ;)
    Hab mir bei meiner IC zwar auch schon öfter gedacht, so ne Welle wirkt mit ihrem Ausziehmechanismus ganz schön filigran. Aber bisher hat sie gehalten. Wenn die mal durch ist, werde ich vielleicht Ersatzteile vom Dennis ordern.

  • Ist halt wie immer Geschmackssache. Aber mir ist beim Lesen alter Themen schon aufgefallen, sobald die Begriffe Blast Beat und/oder Double Bass 16tel fallen, bricht eine Diskussion los, was ich nun gar nicht verstehen kann. Im passenden Kontext gehört es m.M.n. dazu, genauso wie zu Jazz eben ein typischer Jazz Beat gehört. Warum man über Sinn und Unsinn und Gefallen oder Nichtgefallen diskutieren muss...keine Ahnung.


    Ich bin da mittlerweile und aus meiner Sicht auch zum Glück nicht mehr so eingefahren. Ich übe/lerne klassisches Schlagzeug wie man es von einem Lehrer gelernt bekommt zusammen mit Blast Beat und DoubleBass. Ich denke das kann einen spielerischen Horizont nur erweitern. Und ich habe mir als Ziel gesetzt, wenn ich noch einmal in einer Band als Schlagzeuger tätig sein werde, dann möchte ich das klassische und viel dynamischere Schlagzeugspiel mit dem typischen recht wenig dynamischen Metal Drumming verbinden. Mal sehen ob ich das irgendwann schaffe.



    Bei den Wellen ist die Materialstärke bzw. der Ausziehmechanischmus nicht das Problem. Das Problem sind diese "Gleitlager" oder wie diese auch immer heißen, wo sich Metal auf Metal ständig hin und her bewegt. Da trägt sich bei ausdauernder Nutzung natürlich das Material ab und es ensteht Spiel. Das Spiel des linken Pedals wird dadurch komisch und die Welle geht ggfls. sogar fest. So wars zumindest bei mir.

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