Live-Mikrofon-Set stabil und gut

  • Mahlzeit!


    Für gesittete Innenanwendungen und Aufnahmen habe ich ja empfindliche Geräte.

    Man möchte diese aber nicht unbedingt Wind und Wetter und Gewackel aussetzen.

    Andererseits ist so ein 200-Euro-Koffer ganz hübsch, wenn man den Inhalt direkt entsorgt.


    Also ein bisschen Niveau soll es schon sein, auch wenn die Öffentliche-Adressen-Anlage das

    vielleicht nicht so ganz optimal überträgt.


    Was macht man da (aktuell) so?


    Ein AKG D 112 hätte ich schon mal, ist das schon zu schäbig oder genau richtig?

    Und mit was beglückt man den Rest?

    Das SM57 finde ich eher grobschlächtig, aber vielleicht ist das ja ... genau richtig?

    Und die Toms? Billig und gut?

    Und ganz schlimm: braucht man gute Overheads oder sind kreischend billige Stäbchen ausreichend?

    Muss gar die Charley und vielleicht sogar das Rhythmusbecken versorgt werden?


    Und dann die Frage aller Fragen: Koffer oder Einzelkauf?


    Grüße

    Jürgen


    PS

    Oder doch brutal die teuren Dinger von daheim mitnehmen?

  • Leider alles eine Frage der Messlatte.

    Was ist günstig, was ist teuer, welchen Anspruch hat man und was sagt der Geldbeutel?

    Hat man Processing Möglichkeiten und nen fähigen Mann am Pult, braucht man den Inhalt des 200,- Euro Koffers gar nicht entsorgen.

    Bei wieviel und welchen Gigs werden die Overheads für die PA überhaupt erforderlich?!?


    Ich könnte jetzt schreiben wie ich es aktuell mache, aber das hat sich in den letzten 15 Jahren auch 4 mal verändert und unterm Strich hat immer alles funktioniert. :)


    Mit deinen sehr offenen Fragen wirst du viele Antworten bekommen von den die meisten (wenn auch vermutlich sehr unterschiedlich) richtig sein werden. :)


    Unterm Strich wirst du glücklich, wenn du auf den Bauch und Geldbeutel hörst.

    Natürlich wird dich das Forum und die vielen Meinungen erstmal um weitere Ideen bereichern. :)

  • Wer stellt denn dann in der Regel die PA und wer mischt? Wird da jemand (vielleicht sogar jedes Mal jemand anderes) zugebucht oder vom Veranstalter gestellt oder bleibt das in der Hand der eigenen Kapelle?

    "Just beat the devil out of it." - Bob Ross

  • Ich spiele ja öfter mal live und auch gerne mal draussen. Für die Bassdrum hat sich das Behringer BA 19-a Grenzflächenmikro etabliert, sehr günstig und macht genau, was es soll. Dann hab ich noch zwei günstige Kondensatoren als Overheads (Superlux H08), und ein Superlux Hi-10 für die Hihat, mehr braucht man eigentlich nicht. Wer dann unbedingt noch Snare und Toms abnehmen will, der greife zu einfachen dynamischen Mikros.

  • Koffer oder Einzelkauf?

    Qualitativ für konkrete Soundvorstellung immer Einzelkauf, gute Koffer sind aber für sorglosen Livebetrieb mMn auch zu gebrauchen. Gerade wenn du exklusiv den Equipment nutzt und gut kennst.

    Ein AKG D 112 hätte ich schon mal, ist das schon zu schäbig oder genau richtig?

    Immer noch gelegentlich live zu finden, ich mag den Sound nicht besonders und würde punchigere Alternativen wählen. Mein Tipp: n Behringer BA19A kostet fast nix, ist robust genug für gelegentlichen Einsatz, und ist durch schaltbare Mittenabsenkung flexibel. Als Ergänzung zum D112 kein Schaden.

    Das SM57 finde ich eher grobschlächtig

    Der Vorteil dürfte sein, dass man die Dinger vermutlich noch in 100 Jahren reparieren kann und jeder Tontechniker die Teile kennt. Meine Alternative an der Snare ist das M201 von Beyerdynamik.

    Muss gar die Charley und vielleicht sogar das Rhythmusbecken versorgt werden?

    Hängt das nicht zuletzt von der Musik und den verwendeten Becken ab? Ein Power Bell Ride braucht vermutlich anderes als ein Jazz Ride.


    Meine Ansprüche bzw meine Bereitschaft, hier nen großen Aufriss zu betreiben, ist ziemlich gering, weil ich weiß, wie selten ich in die Situation komme, selbst für die Mikrofonierung sorgen zu müssen. In solchen Fällen geht es dann auch nicht um elaborierten Drumsound, sondern darum, die Drums in eh schon suboptimalem akustischen Rahmen überhaupt hörbar zu machen. Kunst ist das nicht!


    Deshalb ist meine Devise: Gut & Günstig statt Bioladen.

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