Beiträge von nils

    dass mein Interesse an einer 18x14 größer ist als die 20x16

    Da bin ich ganz bei dir. Ich spiele zwar keinen Jazz im herkömmlichen Sinne, aber kleine Bassdrums haben bei mir auch Einzug gehalten. Ich finde 16" sogar noch besser als 18", das mag aber an meinem Übungsraum liegen. Das Set gefällt mir jedenfalls, auch wenn ich die jazztypische Tomkombi 12-14 nicht ganz verstehe. Ich mag etwas mehr Abstand lieber, weil man so ein etwas größeres Intervall bekommt, also z.B. 10-13.

    Ein Instrument, das man faktisch nur mit Gehörschutz spielen kann ist schon ein wenig… seltsam.

    Dann machste was falsch … ;)

    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass leise spielen geht - man muss es nur üben und ggf. ein paar Dinge an der Ausstattung ändern. Kleinere Trommeln mit dünnen Kesseln, andere Sticks, oder Besen, die passende Stimmung für leises Spiel.....


    2. Dass die Flügelschrauben meiner BDs immer kreuz und quer stehen

    Haha, es gibt für solche Fälle lange Vierkantschrauben.....

    Naja, wenn man sich das Prinzip der Soundentfaltung anschaut, dann ist ne Wechsel-Gratung nur soweit interessant, wenn jeder Gratung auch eine gute Verbindung zum Kessel hat. Fell-Gratung-Kessel. Oder sehe ich da was falsch

    So ein Gratungsring würde ja durch das Fell mit ordentlich Kraft auf den Kessel gepresst. Da bewegt sich nichts und der Kraftschluss ist gegeben.

    Ich hatte vor einigen Wochen intensiven Austausch per Mail und Telefon mit dem (relativ neuen) Entwicklungsleiter zu Klangfragen und der Physik dazu. Mein Eindruck ist, dass die aktiv an neuen Sachen arbeiten und vorankommen wollen.


    Da ich keine Sonor-Trommeln mehr besitze, hatte ich mit dem Support noch nichts zu tun.

    DAS wäre ja mal was. Die Gratung als Inlay in eine Nut zu packen und verschiedene Gratungsringe anzubieten wäre ja nicht so schwer, erfordert aber jedes mal zum Gratungswechsel eine Demontage des Fells. Ohne das Fell abzuschrauben wäre schicker, hab aber grad keine Idee....oder doch? Ich muss mal mit Stefan sprechen.

    Mir fehlt gerade das richtige Stichwort zum Googlen. es gibt so eine Snare, die kann man über einen Hebel zwischen 14/12/10 Zoll (oder 14/13/12?) umschalten, indem dann verschieden große "Kessel" von innen gegen die Felle gefahren werden. So ließen sich auch verschiedene Gratungen umsetzen.

    Ja, der Ansatz könnte funktionieren. So eine Mechanik wiegt allerdings auch viel.

    Oh, Ideen für Neuheiten hätte ich schon: eine einstellbare Gratung (von spitz bis rund), und einstellbare Kesselsteifheit, da könnte man dann per Knopfdruck zwischen Vintage Ludwig und Modern Tama umschalten und so ^^ .

    DAS wäre ja mal was. Die Gratung als Inlay in eine Nut zu packen und verschiedene Gratungsringe anzubieten wäre ja nicht so schwer, erfordert aber jedes mal zum Gratungswechsel eine Demontage des Fells. Ohne das Fell abzuschrauben wäre schicker, hab aber grad keine Idee....oder doch? Ich muss mal mit Stefan sprechen.

    da mir die Zahl der Spannschrauben immer ziemlich egal war

    Ob 8 oder 10 an Bassdrum oder Snare fand ich auch nie so wichtig, gibt es beides weit verbreitet. Schwierig finde ich aber, wenn an einem 12er Tom nur 5 Spannschrauben sind (wie bei Gretsch), dann kann man den Spannreifen nicht mal eben tauschen, weil 12" 5-Loch sehr selten vorkommt.

    Beim üben kann ich die Noten nicht mehr erkennen (dachte erst der Notenständer wäre zu weit weg vom Schlagzeug und die Noten sind immer zu klein geschrieben) und beim lesen sehe ich eh alles verschwommen.

    Das ging mir auch mal so. Es dauert etwas, bis einem klar wird, wo da Problem liegt. Mittlerweile kann ich ohne Brille nur noch Schlagzeilen lesen, Bildschirmarbeit ist ohne Brille praktisch nicht möglich. Altersbedingte Fehlsichtigkeit nennt man das wohl.

    Aber was will man ein Becken oder Schlagzeug auch neu erfinden?

    Wohl wahr. Das Konzept eines hohlen Zylinders mit ein bis zwei Membranen ist so einfach wie genial und von Beginn an ausgereift, es gibt daran nichts zu verbessern. Ebenso, geformtes Metallblech zum Draufschlagen zu verwenden. Dann kam die Idee, mehrere verschiedene Trommeln und Becken zu einem Ensemble zusammenzustellen und im Sitzen zu spielen statt herumzulaufen und danach noch die Idee, Kunststofffolie statt Tierhaut auf die Hohlzylinder zu spannen. Die letzten echten Innovationen waren das Doppelpedal und die Freischwingaufhängung. Was sollte denn nun noch kommen?

    dass er heute viel

    ökonomischer spielt und nicht mehr so wilde Bewegungen

    macht.

    Sowas kommt mit dem Alter. Kleinkinder lieben sehr ausladende Bewegungen. Je älter man wird, desto mehr versteht man, dass kleinere Bewegungen mehr Kontrolle bringen und außerdem weniger anstrengend sind.

    Wie lange ein Becken nun wirklich braucht, um seine "Endreife" zu erhalten, müsse man wissen wie lange geschmiedetes Metall braucht, um gänzlich seine innere Spannung zu verlieren. Hab mal was von Jahrzehnten gehört. Vorausgesetzt, das Becken hält solange.

    Ein Becken, das gespielt wird, wird quasi regelmäßig kalt geschmiedet. Alle Becken unterliegen einer permanenten langsamen Klangänderung, von tendenziell spitzerem und klarerem hin zu trockenerem und weicherem Klang mit geringerem Höhenanteil.

    Man weiß doch, dass ein Becken nach der Fertigstellung mindestens sechs Monate lagern - also ruhen - soll, um eine gewisse Klangreife zu erhalten. Das Material ist bei der Herstellung einem gewaltigen Stress ausgesetzt.

    Wo hast du denn das her?
    Klingt nach Voodoomarketingsprech der PR Abteilungen.

     


    Ich war mal bei Chris Kamin zum Beckenhämmerworkshop. Seine Empfehlung war, nach einer ausführlichen ersten Hämmerung eine Woche zu warten, bis sich der Stress im Material gelegt hat, um dann erst weiterzuhämmern. In der Woche tut sich auch was am Klang, aber eher Nuancen als grundlegende Änderungen.

    Wie blöd kann man eigentlich sein, um mit einer 1 Liter PET-Wasserflasche ein Bassdrum-Reso zu zerstören?


    Für alle die es nachmachen wollen: man nehme eine volle PET-Wasserflasche und platziere sie stehend auf so einem ergonomischen Wackelstuhl mit nach oben gerundeter Sitzfläche vor der Bassdrum (Resoseite). Dann drehe man sich kurz um, worauf die Flasche das mühsam gefundene Gleichgewicht verliert und aus ca. 65 cm Höhe auf den Teppichboden fällt. Da volle Wasserflaschen gerne mal wie ein Flummi springen, fliegt diese dann mit dem Schraubdeckel voraus in Richtung Resofell der BD und haut 5cm vom Rand entfernt ein U-förmiges Loch mit ca. 3,5 cm Durchmesser in das Fell... 50,- flöten.


    Ob meiner eigenen Blödheit konnte ich nicht wirklich sauer sein, aber ärgerlich ist es schon. Ich werde das Fell von innen mit einem Evans-Patch flicken - das sollte schon noch gehen als Resofell, aber ideal ist es natürlich nicht ;(

    Au weia! Mein Mitgefühl hast du. Von Aquarian gibt es auch so einen Bassdrum-Fell-Flicken. Aquarian Kick Patch

    Im Ergebnis dürfte die Bassdrum wegen der zusätzlichen schwingenden Masse um einiges mehr Bumms entwickeln.