es ist vielleicht nur Donnerstag. ![]()
Bezogen auf die Ursprungsfrage, ob man bereit ist für lau vor einem Topact zu spielen, kam in der Diskussion ja schnell auch die Unterstellung auf, dass die Konkurrenz der Amateure irgendwie dafür mitverantwortlich sind, dass Profis oft unterbezahlt werden. Das ist eine elitäre Sichtweise, die das reale Verhältnis Amateur/Profi nicht berücksichtigt ebenso wenig wie die Tatsache, dass beide den selben "legitimen Wunsch" haben aufzutreten, weil Musik ein Kulturgut ist.
Ich habe auch kein Problem damit, dass manche ja von Musik leben wollen oder müssen, aber das ist mir deswegen vollkommen egal, weil ich auch arbeiten und von meinen Job leben muss, aber deswegen nicht auf andere zeige, wenn dabei bei einem selbst nicht so viel rumkommt, wie er gerne möchte.
Die eigentliche Frage war hier aber, würdest du unter diesen Bedingungen spielen?
Und das wird in der Diskussion ja mit moralischen Aspekten verknüpft: Z. B. weil es einerseits Ausbeutung ist für lau zu spielen und man damit das ungerechte Verteilungssystem von Auftritten und Gagen zu lasten der Amateurmusiker nur noch weiter zementiert, aber anderseits offenbar auch, weil man den Profis mit lauen Gigs die ohnehin sehr knappe Butter vom Brot klaut. Gleichermaßen ist aber klar, dass diese kleine Minderheit der Berufsmusiker bezogen auf alle Musiker bereits von dem System insgesamt stark profitieren, man denke z. B. nur an die GEMA. Und Musik ist nun mal Kulturgut aller Menschen. Das war mit elitär gemeint.