Vorband ohne Gage bei Topseller?

  • Für lau spielen und der Main Act sahnt ab, aber, hey, wir haben eine tolle Chance bekommen? 24

    1. Klar, die Chance nehmen wir mit! (17) 71%
    2. No f*ucking way! (4) 17%
    3. Hängt vom Wetter ab (3) 13%

    Umfrage endet am 11. Juli 2026, 22:13

    Eine befreundete Band kann vor 4.000 Leuten bei einem Topseller, bekannt aus Funk und Fernsehen, als Vorband spielen – für lau.


    Meinungen?

    Rogers, Gretsch und Toontrack beherrschen mein Leben!

  • Mir ist die Info zu dünne. Wie hoch ist der Aufwand für die Band? Fallen Reisekosten an? Ist tatsächlich zu erwarten, dass die Band in irgendeiner Form davon profitiert?


    Meine Erfahrung ist bisher, dass sich solche Engagements nicht auszahlen. Machen würde ich es trotzdem, wenn der logistische Aufwand wirklich gering und das Catering wirklich üppig ist. Alleine die Erfahrung, vor tausenden von Leuten zu spielen, hab ich schließlich noch nicht oft gemacht. Ansonsten überlasse ich das Feld gerne naiveren Bands.


    Für mich gilt dabei der Grundsatz, dass es im seltenen Einzelfall ok sein kann, zu Null rauszugehen, aber ich bringe kein Geld mit, um irgendwo zu spielen.

  • Moin, aus so einem groß Event nimmt man reichlich an Erfahrung mit.Und wer weiß, wenn das alles cool und angemessen für Veranstalter und Main Act läuft ist vielleicht später auch mehr drin.Man weiß ja nie wer wenn kennt und noch jemanden brauch.Also professionell auftreten,keine Allüren und schauen.

    lg

    formerly know as Dideldidel

  • Erreicht die Band damit ein Publikum, welches tendenziell in ihr Beuteschema fällt, das sie jedoch sonst nicht erreichen würde? -> Machen.

    Ist das Konzert direkt vor der Haustür, die Vorband ist der heimliche Newcomer-Lokalmatador, der aber noch nie vor solch großem Publikum auf solch großer Produktion gespielt hat und daher Erfahrung sammeln kann? -> Machen.

    Hat der "Topseller" die Band selbst eingeladen und es würden sich möglicherweise weitere Konzerte (Tour?) daraus ergeben können? -> Machen.

    Muss die Band ihren Jahresurlaub 2027 in den Wind schießen, um die Anreise, Unterkunft etc. damit finanzieren zu können? -> Lassen.

    Sind nur so ein paar spontane Gedanken....

  • Wenn uns einer sagt, dass wir vor 4.000 Leuten spielen können, und das passt musikalisch so, dass wir nicht mit Popeln beschossen werden, da wäre ich sofort dabei. Ich bin erweiterter Hobbymusiker, einmal vor so einem Haufen Leute spielen, das wäre schon was. Der Aufwand muss natürlich überschaubar bleiben.

    Lieber einen sitzen haben und nicht mehr stehen können als einen stehen haben und nicht mehr sitzen können ;)

  • Ich würde auch die Gelegenheit nutzen. Soweit es nicht allzu weit entfernt ist.

    4000 Leute passen in ein größeres Volksfestzelt. War für mich früher eher normal bei meinen Auftritten. Insoweit hätte ich da mehr Interessen, wenn es um ein Open Air geht.

  • Vielen Dank schon mal für die hilfreichen Anmerkungen!


    Ich meine, dass es anständig wäre, auch eine Gage zu zahlen. Selbst wenn man nur einen Euro pro Gast zahlt, sollte das mE dem Haupt-Act nicht weh tun und es zeigt due Anerkennung für die Leistung der Vorband.

    Rogers, Gretsch und Toontrack beherrschen mein Leben!

  • Ich schließe mich an, für eine Entscheidung würde ich mehr Infos brauchen. Muss ich noch Kosten aufbringen außer die Anfahrt, bzw kann das Spritgeld vergütet werden, wie hoch ist mein persönlicher Aufwand, bzw Aufwand der Mitmusiker, welcher Act ist es, welches Publikum ist es, was sind die Details? Pauschal kann man das nicht beantworten meine ich.


    lg

  • Vielen Dank schon mal für die hilfreichen Anmerkungen!


    Ich meine, dass es anständig wäre, auch eine Gage zu zahlen. Selbst wenn man nur einen Euro pro Gast zahlt, sollte das mE dem Haupt-Act nicht weh tun und es zeigt due Anerkennung für die Leistung der Vorband.

    Das stimmt wohl. Wobei du es in der Größenordnung mit professionellen, gewinnorientierten Unternehmen zu tun hast, die das veranstalten. Die Produktionskosten sind die letzten Jahre über explodiert und die müssen auch jeden Cent zwei mal umdrehen.


    Und wenn man die Chance hat, Geld zu sparen - dann wird man das tun. Kenne den Kontext nicht, aber in der Regel ist ja nicht der Hauptact Veranstalter, sondern eine Eventagentur. Der Hauptact wird seine Festgage bekommen und hat nichts mit der Bezahlung des Supports zu tun.


    Die Band muss dann eben abwägen ob sie damit leben kann. Also einerseits aus Prinzip und trotz der fehlenden Wertschätzung in Form einer fairen Vergütung. Andererseits ob sie trotz Umständen (Zeit, Anreisekosten, Aufwand) einen Mehrwert für sich ziehen kann, der die Nachteile überwiegt (z.B. Reichweite, die seltene Möglichkeit in einer professionellen, großen Produktion mitzuwirken, Kontakte, cooler Gig fürs Portfolio, die Möglichkeit für Bild- und Videoaufnahmen zum vermarkten der Band etc.)

  • hab zwar jetzt auch "klar machen wir" angekreuzt, aber klarerweise nicht, wenn wir dafür um den halben Globus fliegen müssten, oder jemand von uns seinen bereits gebuchten Urlaub stornieren müsste. Mein "klar" bezog sich nur auf den Fall, dass es terminlich geht und zumutbare Anreise ist (also so maximal 1-2 stunden mit dem auto). die entscheidung, was ich ankreuze bezog sich eigentlich NUR auf die frage des geldes, alles andere hab ich als gegeben angenommen

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


    “You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis


    Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

  • Moin

    Die Fragestellung polarisiert wohl ein wenig, auf Grund mangelnder Hintergrundinfos :/ Wenn da nachgebessert wird vote ich auch mit.

    Muss die Band ihren Jahresurlaub 2027 in den Wind schießen, um die Anreise, Unterkunft etc. damit finanzieren zu können? -> Lassen

    Ich denke mir da ein UND dazwischen, also Urlaub, Anreise, Kost & Logis. Dann ganz klar, ... NÖ :thumbdown:

    Was der Headliner verdient kann euch doch schnuppe sein, bei so einer PR-Chance für euch/ eure Band.

    Da lobe ich mir tatsächlich kleinere Gigs wo man noch den Hut rum gehen lassen kann :)

    Und ganz klar, ohne wenn & aber, ....

    Für lau ist immer noch besser als ein Buy-In-Gig ;)

    NEVER pay for play:!: Da müssten sich meine 2 Kapellen jemand anderes suchen der die Stöcke schwingt. Oder für mich mitbezahlen, da bin ich kompromisslos.

    Anreisekosten (max. in D, zzgl. Alpenländern & Benelux) mal außen vor. Wobei dann schon wieder Kost & Logis in's Spiel kommen, siehe Hintergrundinfos ?(

  • Du siehst: es fehlt „Ganz klares Kommt-drauf-an“ als Auswahl und dem schließe ich mich an, allerdings mit starker Tendenz zu „machen“.


    Warum? Ich habe sowas drei Mal gemacht und es trotz finanziellen Drauflegens rückblickend nie bereut.

    Ein mal bekamen wir die Gelegenheit, beim Montreux Jazz Festival zu spielen. Die Gage hat gerade oder nicht mal für den Sprit gereicht und dann kam natürlich noch viel Fahrerei, Nerv und Hotel dazu. Aber: Es war geil!

    Ein anderes Mal wurde uns (Bluesband) angeboten, als Opener vor drei richtig guten, international renommierten Blues-Größen zu spielen. Für lau. War nicht allzu weit weg und weil es drei wirklich gute Bluesbands waren (also die nach uns …) und der Eintritt durchaus happig war, war auch klar, dass da a) Fachpublikum sitzt, das b) extra da hin ist und wirklich zuhört (ist ja auch ein Aspekt, ob man die Leute nur beim unterhalten stört, oder ob sie Bock auf dich haben und zuhören). Und auch das war ein super Abend, an den wir alle gerne zurückdenken.

    Ebenso ein dritter Abend in der Art.


    Und darauf kommt es doch letztlich an, oder?


    Ob du für einen Gig mal 50,-, 100,- oder 500,- bekommen hast, ist dir irgendwann mal ziemlich egal. Was imho viel mehr zählt, sind die Erlebnisse und Erinnerungen.


    Oder anders gefragt: Wie glaubt ihr seht ihr die Sache in 5 oder 10 Jahren? Werdet ihr froh sein, an dem Abend doch lieber auf der Couch gesessen und Tatort geguckt zu haben? Oder meint ihr, ihr werdet zurückschauen und denken „Gab zwar keine Patte, aber was war das doch cool damals!“?

  • Und vor allem:

    Der Veranstalter hat euren Kontakt für die nächste Gelegenheit…

    „Ach wen ruf ich da mal schnell an - ah DIE waren doch so sympathisch und so unkompliziert …“

    Vielleicht kommt dann nochmal ein andere Chance und auch mal Gage rein. Ansonsten kann ich Chuck Boom nur verpflichten- sag ich kenn Kindern auch immer: geh raus und mach was - hier aufm Sofa wird eh nix spannendes passieren …

  • Guten Nachmittag,


    welcher Topseller spielt denn vor 4000 PAX?


    Wo soll das sein?

    In China? In Mexiko? In Moskau?


    Schleppt jemand mein Zeug (gerne umsonst) oder mache ich das selbst?


    Ich gehöre folglich zur Fraktion: kommt drauf an.

    Als Amateurmusikant ist Geld nicht die erste Frage, aber zu teuer (Werbungskosten)

    darf der Spaß auch nicht werden und ich will mir natürlich weder die Instrumente noch

    die Knochen kaputt machen.


    Grüße

    Jürgen

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