Beiträge von Druffnix

    Update: Ich hab das Yammi gerade in der Probe Mikrofoniert gespielt. Die Toms machen einen schön vollen und runden Ton, und die Bass ist die beste 22x14, die ich bisher am Fuß hatte. Ein definiertes, erstaunlich bassiges Signal, spricht auch auf leiseres Spiel sehr gut an. Das lasse ich erst mal stehen, gefällt mir und auch den Kollegen sehr gut.

    Schwarze Yamaha-Drums mit Chrom-Hardware fixen mich irgendwie seit jeher an, keine Ahnung warum. Und nun bin ich für einen eher schmalen Taler an ein Kesselset gekommen, das ich in weiß schon mal da hatte, hab's aber umständehalber damals abgegeben. Ein Yamaha 5000, 22/12/13/16 (die Snare kommt auch noch, ist ja Geheimtipp bei Bonedo), schwarz foliert, laut Seriennummer das mit einer Lage Birke, der Rest Philipine Mahogany. Nach kosmetischer Behandlung steht es wirklich schön da, hat auch Holzspannreifen, auch der etwas ulkig aussehende Tomhalter macht einen prima Job.


    Ich habe neue Felle drauf gemacht und das ganze inspiziert. Alle 4 Kessel haben minimalste Toleranzen. Die Dinger sind wirklich rund. Die Gratungen sind sehr gut gearbeitet, da liegt alles plan auf. Ich hab Spike One Ten Control coated und Spike One Seven clear unten, auf der Bass ist ein Emad2, Filzstreifen am Reso, sonst ungedämpft. Und es klingt spitze. Ich stimme meine Toms am liebsten tief, hier bin ich beim 12er mal ein bisschen höher gegangen, da ja nur 1" Unterschied ist. Ich habe ohne großes Problem einen schön resonanten, runden Ton rausbekommen, das 13" passt mit etwas tieferer Stimmung sehr schön dazu, und das 16" hat ein sehr bassigen, gut kontrollierbaren, aber nicht so attacklastigen Ton, wie die Racktoms auch. Da wummert nix. Da sieht man mal, was gute Verarbeitung ausmacht, alles war gut zu stimmen, und klingt toll. Und die Bass? Hat tief gestimmt ein erstaunliches Bass-Fundament, mehr als meine alte 22x14 Superstar. Auch dieser Kessel ist sauber verarbeitet, und das Ding zeigt, dass die meisten alten Philipine Mahagony-Kisten (maxwin, Luxor und Konsorten) wahrscheinlich Scheiße klingen, weil die Verarbeitung Murks ist. Ich hatte mal ein Swingstar pre Zola-Coat zum Aufpäppeln, da hat man sich auf der Innenseite Holzsplitter in die Hand gezogen, und die Gratung war nicht wirklich ordentlich. Plöck hat's gemacht. Dieses hier ist ein ganz anderes Kaliber.Das ist ein vollwertiges Drumset, mit dem auch der Fortgeschrittene einiges machen kann, wenn man denn die Größen mag. Ich werd es morgen mal in der Bandprobe spielen, mal sehen, wie es sich mikrofoniert schlägt.


    Wenn das mal für kleines Geld angeboten wird, lohnt sich das Zugreifen. Ich hab 255 inklusive Snare bezahlt.

    das Gülden hat mir noch nie so gefallen,

    die Gratung (Detail) muss man von links nach rechts lesen, das hat mich fast ein wenig iritiert, (vielleicht auch noch nicht ganz ausgeschlafen),

    ebenso wie die Aussage das jetzt der Hipe mit Focus auf weniger Resonanz, Hipp wird.

    Der Hipe mit Focus auf weniger Resonanz wird Hipp???? Och joh! Scheint gestern ne dufte Feier gewesen zu sein.


    Ansonsten ist das Herausbringen akustischer Drums eher ein Lackierwettbewerb, scheint mir.

    Zwei Dinge würde ich anmerken wollen:


    1. Never cover Metallica! Spielt man das Gekloppe vom Ulle 1:1 nach, wird es hölzern klingen. Die seltsamen Rattaplatsch-Fills an unpassenden Stellen sind kaum gut reproduzierbar, sie entstehen im Studio ja eher zufällig. Da kommt man beim Spielen eher raus, er selbst ja auch, wie man live hört.


    2. Stell den Doppeltreter an die Seite! Ich hab die letzten Jahre mehrere Kollegen bei Auftritten beobachten dürfen, die hatten alle einen Doppel-Otto, und bis heute warte ich auf einen, der nicht ohne ausgekommen wäre. Ist bei dir genau so. Die Doppel-Fills und Akzente, die du spielst, sind nicht notwendig, und sie eiern. Doppelhuf ist übungsintensiv, ich würde eher den rechten Fuß trainieren.

    Jetzt ich auch mal😉


    Mir fällt auf, dass dein rechter Oberarm senkrecht runterhängt, wenn du die Hihat spielst. Deinen linken Ellbogen musst du nach hinten ziehen, damit du die Snare mittig triffst. Spitzer Winkel im linken Arm im Treffmoment. Der Downstroke wird dadurch eingeleitet, dass du den Arm nach außen und hinten bewegst.


    Ich würde es so machen: Häng die Toms ab, setz dich so dran, dass dein rechter Oberschenkel rechtwinklig zur Bassdrum steht, so dass du gerade trittst. Jetzt schiebst du die Snare so weit nach vorn, dass dein linker Oberarm senkrecht runterhängt und die Stockspitze mittig auf die Snare trifft. Oberarm und Unterarm sollten dann einen rechten Winkel beschreiben. Wenn du dann den linken Fuß entspannt neben die Snare stellst, müsstest du wesentlich weniger Spagat machen als jetzt. Die Füße müssten dann deutlich näher zusammenstehen. Wenn die Welle von der Maschine dafür nicht reicht, stimmt was nicht. Dann müsstest du einen entspannten Winkel zum Sitzen haben. Hihat daneben, dann die Toms so nah wie möglich vor die Snare. So baue ich immer auf, da sitze ich bequem und habe keine unpraktischen Wege. Ich hoffe das war verständlich erklärt und hilft dir.

    Das Remo Encore CS reverse dot Coated hab ich seit ein paar Wochen auf meiner Yamaha Stage Custom 14x6,5 als Schlagfell. Bis jetzt bin ich damit sehr zufrieden. Das Coating hält, stimmt sich gut, nicht nur für den Preis ein absolut ordentliches Fell. Würde ich sofort wieder kaufen.

    kraemerchen: Wie lange spielt dein Neffe denn und was erwartet er? Meine Tochter spielt seit über 2 Jahren, unser gemeinsames Übeset ist ein 69er Pearl Thunderking mit zusammengewürfelter, aber ordentlicher Hardware von Yamaha. Das klingt ordentlich, sieht cool aus und funktioniert einwandfrei. Das verlinkte Mapex sieht schick aus, die Felle sind eher nicht so gut und die Becken äääh na ja. Mit ein bisschen Geduld findest du besseres in Kleinanzeigen. Für mein Bühnenset (Pdp X7 Maple) habe ich mit Rack und Sabian AAX Becken 650 bezahlt. Solche Angebote gibt es immer mal.

    Marius: Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen. Der Sound ist toll, dein Spiel ist sehr auf den Punkt, du fängst die Schwankungen der Dynamik super ein. Gefällt mir extrem gut.


    Spielst du da jetzt die Zultan Rockbeats oder die K Hat’s? Ich habe seit ein paar Monaten nämlich Rockbeats am Set, und hab noch nix besseres gehört. Letztens bei nem Auftritt hatte ein Kollege K Hihats, der hat mich dann gefragt, was für geil klingende Hat’s (Rockbeats) das denn wären.

    David: eine Idee zum Setaufbau: Du sitzt ja eher hoch. Deine Toms sind im Bogen aufgehangen, und die Hihat steht sehr weit links und ist noch dazu tief eingestellt. Beim Spielen auf der Hihat beugst du dich nach links und runter. Wenn du die Toms in einer Linie hängst, kannst du die Hihat weiter nach vorn und rechts stellen. Wenn du dann die Hihat-Becken etwas höher machst, sitzt du entspannter und aufrechter dran, hast die Hihat mehr vor als neben dir, und der Weg zum 8er Tom ist kürzer. Nur so ein Gedanke…

    haqbs schon erledigt. danke für den tipp!

    Det haste aba nich jemacht😧 Du beugst dich immer noch über das ausgestreckte linke Bein nach links und runter. Aber ist ja dein Rücken.


    Ansonsten ist das Random Nikolaus Gedengelte. Det kannste besser.

    Jadler: Zur Snare gilt was Chuck sagt, mittlere bis späte 80er. Kein wirkliches Sammlerstück, einfach ne saugute Snare. 2002 Black Label sind auch gut, da würde sich ein Käufer finden. Heavy Hihats sind ein Brett, die muss man mögen.


    Imperialstar, tja… Haben die dieses graue Zola Coat innen drin oder Holz und Verstärkungsringe? Die beschichteten Trommeln sind vor allem LAUT, mit Ambassador oder CS kriegt man einen recht attacklastigen, mittelmäßig Resonanten Ton raus. Ich hab mal eins in 24/12/13/14/18 restauriert. Wenn man diesen Sound mag, ist das ein amtliches Herrengedeck für Classic Rock. Die 24 wummert richtig (deswegen hab ich gefragt), der 22 fehlt irgendwie Volumen, finde ich. Wenn du es verkaufen willst, mach 22/12/13/16 als Set und Verkauf 14, 15 und 18 einzeln. Die sind selten, da können schon 150 bis 200 pro Trommel rauskommen. Ich schätze, mit etwas Geduld kriegst du für alles um die 1.500€, wenn du es nicht komplett am Stück anbietest

    Kritik klingt zu hart, das sollten eher Anregungen sein ;)


    Vorsicht, ich meine nicht, dass du jetzt reinwemsen sollst wie Brian Tichy. Es geht darum, deinen Part konsequent so zu spielen, dass die anderen sich davon geführt fühlen können. Bei meiner Grunge-Kapelle haben wir auch leise Sachen im Sortiment, unplugged oder mit Rods gespielt. Wenn ich die nicht ordentlich führe, fallen sie auseinander, wir sind ja auch keine Profis. Gerade bei Übergängen zum Solo oder einer Bridge, wenn du die auf den Punkt spielst, wird das deinen Kolleginnen helfen und Sicherheit geben, dann klingt der Song in 3 Monaten 2 Klassen besser.


    Und Polly Jean Harvey, stimmt. Der Vergleich trifft es. Und da gibt es ja wirklich schlimmere Referenzen ;)

    Ja, das ist doch cool. Schöne Ideen, hat Struktur, schöne Gesangslinien. Die Stimme hat was, trägt die Songs sehr gut. Tolle Klangfarbe für die Art von Musik.


    Was mir auffällt: Der Gitarrensound ist mir ein bisschen höhenlastig, etwas weicher mit mehr Volumen würde den Songs gut stehen. Und ein Tipp für die Drummerin (eigentlich für euch alle): Versuche mal, mit etwas mehr Autorität zu spielen und die Band zu führen. Ihr wirkt gerade bei den Übergängen etwas unentschlossen. Wenn du es anpackst, ziehst du die Band mit. Das kannst du! Bertram Engel sagte mal, jeder Schlag, den du spielst, sollte auch so gemeint sein. Das war bei meiner Kapelle auch am Anfang so. Irgendwann hab ich mich dann getraut und die Songs geführt, lieber ein Schlag zu wenig als drei zuviel (das machst du ja, gut so). Aber Drive muss es haben. Dann kommt auch Dynamik rein.


    Aber insgesamt großes Daumen hoch, da ist schon viel Gutes dabei👍

    Moin zusammen,


    ich frag mal hier: Weiss jemand, ob bei den alten Fiberglass-Sets die Folie ganzflächig verklebt ist? Ich hab ein altes Thunderking mit einer sehr schicken blauen Sparkle Folie, das sieht mir nicht verklebt aus. Ich könnte wohl ein frühes Wood Fiberglass kriegen, da ist die Folie aber potthässlich. Da keine Gigs mehr anstehen, hätte ich Zeit für ein Projekt, aber auf Folie mit dem Spachtel abmurksen habe ich nicht so recht Bock. Ich wäre für Information sehr dankbar.