Beiträge von Druffnix

    Manchmal läuft es trotz, manchmal gerade wegen dem Set. Oder auch nicht.


    Wir haben ein paar Mal auf so einem kleinen "Indoor-Festival" gespielt, in einer Kneipe. Beim ersten mal hatte der Trommler von so ner Oldie Band sein Premier Artist Maple aufgebaut, 24" Hupe, geiles Set eigentlich. Hihat ganz links hinten Tom neben der Bassdrum, Standtom normal. Absurd weite Wege, auf das Pedal musste man drauflatschen wie blöd, das Tuning war so eher Omo-Tonne und die Becken hingen total hoch. "Verstell mir das bloß nicht!!" hat er gesagt. Das war ein Gewürge, da vernünftig drauf zu spielen.


    Beim nächsten mal stand ein Imperialstar mit 20" Bass, Meinl HCS Becken und ner einfachen Tama Maschine da. Der Veranstalter meinte, ich soll mir das hinstellen wie ich will. Hab ich gemacht, und an dem Tag lief es einfach rund. Der Sound war jetzt nicht riesig, aber da hat es einfach Spaß gemacht, Publikum war geil, da spiele ich gleich noch mal besser.

    Das Problem kenne ich gut, bei den meisten Auftritten bis jetzt musste ich auf dem spielen was da stand. Ich nehme immer meine Fuma mit, und wenn Hihat und Snare bequem stehen, geht es eigentlich. Ich hab mir mittlerweile auch nen Standard-Aufbau hingestellt, 2 Toms auf der Bass, das Ride daneben, 2 Crashes, fertig. Das kriegt man meistens angeboten. Wenn da mehr hängt, benutze ich es nicht, mit 1Up 1Down kann ich auch alles machen. Wenn mein Kollege nicht gerade so nen unergonomischen Travis-Barker Aufbau hat, beeinträchtigt es mich kaum.

    Na, groovt doch👍😉 Läuft gut, wenn du den Groove diszipliniert spielst, so muss das!


    Ich bekomme nur beim Zugucken Rückenschmerzen. Die Hihat steht so weit links und von dir weg, du musst ja dein linkes Bein richtig strecken, um ans Pedal zu kommen, und der Oberkörper neigt sich nach vorne und links, wenn du Hihat spielst. Wenn ich in der Sitzhaltung nen Zwei-Stunden-Auftritt spielen müsste, würde ich vom Hocker fallen.

    Das habe ich nicht gemacht, das machen manche Experten, die extrahieren die Original-Drumspuren aus Aufnahmen. Wenn du bei Youtube den Songtitel und Drums only eingibst, kannst du Glück haben und das passende finden. Ich spiele in einer Grunge-Coverband, das habe ich schon reichlich Material gefunden. Das hilft beim originalgetreuen Spielen.


    Das wäre übrigens auch noch ein Tipp: Versuch die Drumspur vom Tico mal 1:1 nachzuspielen. Technisch kannst du das. Da kriegst du ein ganz gutes Gefühl, wo die Akzenze hinmüssen, wie der Song sich im Ablauf dynamisch entwickelt. Und wenn du das Feeling dann hast, kannst du auch gucken, wo du was frickeln willst. So schaffe ich mir neue Sachen immer drauf: Erstmal so lange nur die Basis-Grooves, bis der Ablauf komplett sitzt, mit Dynamik usw., und wenn ich mich da sicher fühle, baue ich nach und nach Akzente, Fills, Ghostnotes usw. ein. Da merkst du auch, was passt und was nicht. Und wenn ich bei einem Auftritt mal nicht so richtig reinkomme, spiele ich nur Karo Einfach, das geht dann quasi automatisch.

    Hallo Doc,


    ich schließe mich Seelanne's Kommentar ziemlich an.


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    So macht's der Tico.


    Die Frage ist, ob du den Song so spielen willst wie er gedacht ist, oder ob du ihn begleiten oder interpretieren willst. Ich habe Herrn Torres schon zwei mal bei der Arbeit bewundert, das ballert. Die Fills sind meistens einfach, aber wuchtig und auf den Punkt. Bei dir ballert es nicht. Du spielst zu viel, die Idee, Doppelcrash mit Splash und Crash einzufügen, passt eigentlich nicht zum Song. In die erste Bridge beispielsweise spielst du ohne Akzent rein, da nimmst du dem Song die Dynamik. Und da gehören Viertel auf die offene HiHat, dann verliert der Song nicht seinen Flow. Die Versuchung bei solchen einfachen Songs ist ja immer, eine eigene Note reinbringen zu wollen. Bei ganz vielen Youtube Covers geht dann das Feel des Songs etwas verschütt. Das ist hier auch so, es plätschert so ein bisschen vor sich hin.


    Bertram Engel hat mal gesagt, er wolle jeden Schlag so spielen, dass man merkt, dass er auch so gemeint ist. Und dann lieber ein paar weniger, aber mit Nachdruck. Gerade bei eine Stück wie living on a Prayer ist das der richtige Ansatz.

    Manche Menschen meinen, immer ihren Weg gehen zu müssen. Und sie werden das tun, auch wenn sie in eine Umgebung kommen, wo alle einen anderen Weg einschlagen. Weil sie es sich selbst schuldig sind. Sie können nicht anders (aber im zweiten Absatz seiner Vorstellung schreibt er „wie die meisten von Euch“. Muss es nicht „von Ihnen“ heißen?😀)


    Schön, dass man an einem Ort wie diesem, wo man sich für interessanten und freundschaftlichen Austausch zu seiner Freizeitgestaltung trifft, dann doch aussuchen kann, mit wem man letztendlich kommuniziert. Mit jemandem, der meint, alle erst mal siezen zu müssen, obwohl das hier keiner macht, und der meint, dass Charlie Watts ja irgendwie geistig unterentwickelt ist, weil er über 50 Jahre die simple Musik der Stones spielen „musste“, muss ich keinen Austausch haben. Da kann er eine noch so übertriebene Ballerburg haben, und die Zappa‘sche Masturbationsgniedelei noch so toll runterzocken, ich sage da nur mit unseren Freunden aus den Niederlanden: Nee bedankt.

    Die Tour werden sie spielen, weil da ein Riesen-Rattenschwanz an Menschen teilweise mit ihren Existenzen dranhängen, die noch dazu in den letzten zwei Jahren kaum im Konzertbusiness arbeiten konnten. Geldsorgen haben die „Jungs“ nicht mehr.


    Und warum die das noch machen? Vielleicht macht es ihnen ja Spaß. Rumreisen, was von der Welt sehen, mit alten Kumpels vor 60.000 Leuten Musik machen und dafür fürstlich bezahlt werden. Ich könnte mir Schlimmeres vorstellen. Und es ist noch die Besetzung, die man mit den Stones assoziiert, jetzt leider minus Watts. Und sie bringen es ja auch noch. Und die Leute wollen es noch sehen. Wenn Quiet Riot ohne ein einziges Mitglied der 83er Besetzung in Clubs vor 200 Leuten rummurksen, dann braucht das eigentlich niemand. Aber Stones sind noch Stones. Ich hab sie vor 15 Jahren live gesehen, und sie waren gut.

    David: eine Idee zum Setaufbau: Du sitzt ja eher hoch. Deine Toms sind im Bogen aufgehangen, und die Hihat steht sehr weit links und ist noch dazu tief eingestellt. Beim Spielen auf der Hihat beugst du dich nach links und runter. Wenn du die Toms in einer Linie hängst, kannst du die Hihat weiter nach vorn und rechts stellen. Wenn du dann die Hihat-Becken etwas höher machst, sitzt du entspannter und aufrechter dran, hast die Hihat mehr vor als neben dir, und der Weg zum 8er Tom ist kürzer. Nur so ein Gedanke…

    Ich hab ihm von der Firma aus Post geschickt, damit ich einen Mahnbescheid (kostet ja Geld) nicht an die falsche Adresse sende. Die Post kam zurück, der Lutscher hat eine falsche Adresse auf den Paketschein geschrieben.


    Anzeigen hat er zur Zeit keine drin. Ich zeige alle paar Wochen bei Ebay Kleinanzeigen an, dass er falsche Angaben zum Standort macht und Nutzer beleidigt. Dann löschen die jedes Mal seine Verkaufsanzeigen 😉

    Ich kaufe und verkaufe gern mal Trommelzeug und hatte deswegen auch schon die eine oder andere wertige Snare hier, ne alte Supra, ne D454, ne D456, ne Masters Maple usw...


    Ich stelle mir die dann gern mal mit gleicher Befellung (CS-Reverse Dot Coated/Amba Hazy) hin und gucke, wie was klingt. Ich hätte KEINE Chance, den Holzeimer vom Blecheimer zu unterscheiden. Die Masters Maple hatte einen Kesselton, den ich am ehesten einer Stahlsnare zugeordnet hätte, den subjektivsten Holz-Sound hatte die Millenium Power Brass (die ist übrigens gut!). Meine Mapex Tomahawk nehme ich gern live, die ist sehr gut zu stimmen, hält den Ton und macht einen zünftigen Backbeat in jeder Raumsituation. Im Proberaum ist die Yamaha Stage Custom 6,5 Stahl gesetzt, weil sie gefühlt nicht so knallt und ich da einen guten Ton rauskriege mit sehr feiner Teppichansprache.


    Gerade bei Snares spielen so viele Faktoren eine Rolle. Spannreifen machen auch was aus, Rundheit des Kessels, Gratung... Lass mal hören, wie du den Fame-Eimer findest. Optisch gesehen finde ich den Eimer potthässlich, aber das ist Geschmackssache

    Das Video zeigt sogar, dass 5,5 und 6,5 nicht rausgehört werden. Noch ein Moongel, um den Ring aus dem Kesselton zu kriegen, dann ist es reines Raten. Und wenn du deine Wunschsnare in diesem Testsetup gegen meine 6,5 Stage Custom Stahl und meine 5,5 Mapex Tomahawk blind testest, könnte ich mir vorstellen, dass du die Yamaha nimmst.

    Marcel86


    Wenn du auf der rechten Seite ein Floortom hängen willst, würde ich aber schon hinten einen Fuß an die Stange machen. Das Rack hat sonst etwas Unwucht, das kann ziemlich rumwackeln. Ich hatte ne zeitlang eine Seitenstange ohne Fuß, da hingen mein China und mein Ride dran. Da Geschwanke hat mich sehr schnell genervt.


    Höhenverstellbar sind eigentlich alle Rundrohr-Racks, die alten Porcaro-Käfige von Pearl nicht, aber das kommt ja eh nicht in Frage.

    Ich singe fast unseren gesamten Set mit, ohne Mikro. Bin dann nach Proben ins Auftritten meist heiser, hilft mir aber, in den Songs auf den Punkt zu bleiben. Und ich pendle oft mit Kopf und Oberkörper eisbärmässig hin und her wie Sean Kinney von Alice In Chains. Warum? Keine Ahnung🤷‍♂️