Beiträge von Druffnix

    Wenn uns einer sagt, dass wir vor 4.000 Leuten spielen können, und das passt musikalisch so, dass wir nicht mit Popeln beschossen werden, da wäre ich sofort dabei. Ich bin erweiterter Hobbymusiker, einmal vor so einem Haufen Leute spielen, das wäre schon was. Der Aufwand muss natürlich überschaubar bleiben.

    "Die Kleine" ist 43 Jahre alt, eine gestandene und extrem kompetente Musikerin. An dem was die drei (mit etwas Keyboardunterstützung) da abgeliefert haben, sieht man, dass sie da keine halbgare Performance à la Kiss oder Bon Jovi abliefern wollten, sonder es nur machen wollten wenn sie es auch bringen. Und dazu braucht ein fähiges drittes Bandmitglied am Schlagzeug. Das haben sie in Anika Nilles gefunden. Die hätten sie ja nicht ausgewählt, wenn sie sich nicht sicher gewesen wären, dass sie das kann. Sie musste ein Stadionkonzert abliefern wo 15.000 Fans in der Mehrzahl jeden einzelnen Schlag von Neil Peart kennen, fast alle haben erst mal auf sie geguckt. Da darf man nervös sein, aber sie hat es wirklich klasse gespielt, die drei waren absolut tight. Es gab ja auch mehr als ein Mal Szenenapplaus für ihr Spiel, und Geddy und Alex haben sehr zufrieden gewirkt. Ich habe bei Geddys Stimme mehr Bedenken als bei Anikas Spiel, die Stimme kommt schon immer mal an die Grenzen. Für Anika Nilles ist das eine tolle Belohnung für die viele harte Arbeit, und für mich als stolzer Besitzer eines Tickets ein Grund mehr, mich auf das Konzert zu freuen.

    Ich hatte mal als Beifang ein wirklich vollkommen verschmökeltes 2002er Ride hier. Das war 20 Jahre im Live-Einsatz und ist dann weitere 15 Jahre in einem unklimatisierten Schuppen vor sich hin gegammelt. Da hat man sich schon beim Anfassen die Finger verdreckt. Nach einer intensiven Reinigung mit Bref Power Kalk und Schmutz sah es wieder gut aus. Einen wirklichen Effekt auf den Sound habe ich ehrlich gesagt nicht gemerkt. Der Anschlag war mit viel gutem Willen minimal pingiger. Aber kontrolliert verschmoddern lassen dürfte nicht funktionieren.

    Wir brauchen einen neuen Thread: Welchen Einfluss haben Altersschmodder und Patina auf die Amtlichkeit und die Komplexität des Sounds guter Becken? Denn das ist doch das Ziel, oder? Amtlich und komplex sollen sie klingen.

    Ich hab ein GA aus dem gleichen Baujahr. Die Gratungen sind noch gerundet.

    2 Badges, damit man das Badge auch von vorne sieht, wenn du das 13er da hinhängst wo sonst das 12er ist.

    Laut Badge ist das ein 9000er GA aus dem Jahr 1984, also foliert., siehe Akuttrommler's Beitrag. Guck erstmal was rauszuholen ist. Der Chrom ist normalerweise super haltbar, wenn die Gratungen noch gut sind und die Folie keine Wellen hat, dann erstmal wienern und polieren, dann mach mal gescheite Felle drauf. Kann sein dass Du es behalten willst.

    Ja, ist wohl eher Shortstack. Ich wusste allerdings nicht dass PDP solche Kessel mal verbaut hatte. Aber egal, der Sound stimmt, ja, die Hoops wirken etwas dick, aber das wirkt auch wehen der Kesselmaße so. Hauptsache der Sound passt, und das tut er.

    Und so sieht der Apparat jetzt aus. War doch etwas Gewurschtel, weil es für die PDP/Gewinde keine passend langen Schrauben gab. Also Gewindehülsen raus, Standard-Maß Stein und wieder zusammengeschraubt. Die Kessel sind von einem PDP FS, 5 1/2 mm dünn,10x7,5“, 12x8,5“ und 16x15“. Komische Maße, aber sauber verarbeitet. Die Hoops sind schön verwindungssteif, ein bisschen wie Gussspannreifen. Klingen tut es echt Bombe, gefällt mir fast besser als mein Yamaha. Die Schrauberei hat sich wirklich gelohnt👍

    Ein Pearl Icon Drumrack für Aufstellung in U-Form mit 9 passenden PC50-Klammernn, 3 Beckenarmen und Snareständer, Hihat und Fußmaschine von Pearl aus der vor ca. 30 Jahren teuersten Serie, alles für 120€ all in. Geht als Schnäppchen durch, denke ich.

    Es gibt gewisse Konditionen, die wir nicht machen. Eine Location hat uns mal angeboten, sie stellen uns einen Techniker, wir müssen 15€ Eintritt verlangen und 700€ Mindest-Ticketerlös machen. Dann würden die Ticketeinnahmen 50:50 geteilt. Falls weniger Leute kommen schulden wir dem Veranstalter 700€, Damit ist man als nicht sooo bekannte Nischen-Coverband natürlich raus. Ne uns bekannte Band hat sich drauf eingelassen, die sind auf 700 Tacken sitzengeblieben. Wir spielen nur noch wenn ein Techniker da ist und unsere Mindestanforderungen vom Rider erfüllt sind. Geld vorlegen oder Pay to Play machen wir gar nicht, ohne Festgage nur für unsere Rock-Initiative oder für Charity.

    HOHK: Mit wie vielen Leuten seid ihr denn da aufgetreten?


    Hut finde ich OK, wenn das vorher gleich vernünftig kommuniziert wird, die Location dazu passt und der Veranstalter (Kneipenwirt, was auch immer) das dann auch mit sanftem Nachdruck macht (und alles drinlässt, wir haben das auch schon mal anders erlebt, in einer Frankfurter Musikkneipe). Diesen Hutkasse- Aufruf finde ich ein bisschen Motto Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass. Entweder man macht richtig Hut, am Ende, wenn die Leute auch wissen ob es ihnen gefallen hat, oder man traut sich, Eintritt zu nehmen, denn es wird ja auch etwas von Wert angeboten. Dieses Hutkasse-Prinzip wird blumig umschrieben und verpackt, ist aber letztlich unentschlossen. Wenn 100 Leute sowieso deswegen kommen und man nimmt 10€ Eintritt (was für eine Big Band wirklich nicht viel ist) dann habt ihr nen Tausender.


    Und was mir an dem Ding gar nicht gefällt: Dieses dämliche Gegendere! Veranstaltende, Besuchende, Künstler*in, Besucher*in. Was für ein bodenloser Stuss. Und die Begründung, dass jeder so viel bezahlen soll wie er sich leisten kann ist doch auch sozialromantischer Quatsch. Ein geiziger Millionär schmeißt nen Euro rein, Omma Schlabotnik gibt von ihrer kargen Rente aber 20€, weil es ihr so gut gefallen hat. Wer wegen 10 Euro Eintritt nicht kommt, der wäre auch so nicht gekommen.

    Und damit der Altersunterschied nicht allzu doll auffällt wird im Hintergrundvideo der virtuell trommelnde Dino eingeblendet…

    Ich finde das ein wenig grenzwertig. Durch die Videos sieht das für mich eher so aus wie eine Tribute Band...

    Na ja, das war eine Award Show. Da finde ich so was schon mal legitim. Die sind ja Legenden in Kanada. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sie aus der Tour eine Neil-Peart-Gedenkmesse machen. Das fände ich Anika Nilles gegenüber auch etwas seltsam. Die hat zumindest diesen Auftritt jedenfalls sehr souverän gemeistert. Spannend wird es, wenn dann live die Airdrumming-Klassiker kommen, wo die Fans (ja, ich auch) jeden Schlag vom Neil auswendig kennen und wohl auch erwarten. Aber technisch können tut sie das. Es bleibt spannend.