Klären wir doch erst mal, was du willst.
So wie ich dich verstehe, möchtest du umdenken, spielst aber de facto dasselbe weiter (richtig?).
So wie man 6 als 2x3 oder 3x2 hören und fühlen kann, wenn man z. B. eine Hand Standtom und eine Snare spielt und eine jeden zweiten und eine jeden dritten Schlag der Mikrotime spielt.
In dem Fall (A) verändert sich beim Switch der Puls (die Mikrotime bleibt stabil). Als Beispiel nehme ich da gerne die White Punks on dope von den Tubes / Nina Hagens TV-Glotzer. Da würde ich in dem Moment ganz kurz innerlich auf die Mikrotime fokussieren, aber / und so schnell wie möglich (mit etwas Übung geht’s zeitgleich) auch den neuen Puls denken und fühlen. Irgendwelche Merksätze sind hier kontraproduktiv! Die sind dafür gedacht, über einen gleichbleibenden(!) Puls eine andere Mikrotime zu spielen, z. B. eine Quintole über sonst 16tel. Ich komme auch da besser ohne Sätze aus, aber wer‘s mag …
Dieses Umschalten muss (natürlich) mental erfolgen und üben kann man das z. B. mit einer Split-Übung wie oben gesagt (Snare und Tom je eine Hand, dann einmal die Snare als Puls und einmal das Tom als Puls hören und fühlen; die andere Hand spielt dann je nach dem eine halbe Triole oder punktierte Achtel, de facto / von außen betrachtet / objektiv spielst du aber immer dasselbe).
Möchtest du dagegen (B) im selben Puls weiterspielen, ändert sich die Mikrotime. Das wäre eine andere Baustelle.
Ich übe ziemlich viel „mental ungerade“. Denke bei (Warmup-)Singles, Doubles, Dreiern, Paradiddles etc. in 5 oder 7. Irgendwann setzt sich das und man muss sich die Zunge nicht mit irgendwelchen Sätzen verknoten. (Bei schnellen Sechstolen / Sixstrokerolls stottert ja auch keiner mehr irgendwas mit, sondern spielt sie einfach.)