Beiträge von Chuck Boom

    Zumal für meinen Geschmack keiner der hochgelobten OH-Protagonisten auffällig grooved, ob nun Philips, Hessler oder Cobham. Letzterer noch am ehesten

    Uiuiui ... echt? Es mag zum einen dran liegen, dass die Genannten meist in arg frickellastigen Metiers unterwegs sind, zum anderen daran, dass OH weit weniger als crossed spielen und daher schon rein statistisch auch beim Etikett "der groovt" abstinken.


    Aber fragen wir erst mal andersrum: Wer groovt denn auffällig für dich (damit man weiß, wovon du sprichst)?


    CH sieht man nat. meist mit irgendwelchen oberweirden undoder schrägsten Technikgeschichten, oft am Pad, weniger in musikalischen Kontexten, aber der Herr kann (in meinen Ohren) schon verdammt gut grooven. Guck dir z. B. mal ein paar Sachen mit Flux an.

    SP ist nicht so meine Hauptbaustelle, aber auch von dem habe ich was im Schrank, wo es groovt. Gleiches gilt für Cobahm, wobei ich gerade den von den dreien am wenigsten groovig finde - was vllt. an seinem Sound liegen mag (oft ultrahoch gestimmte Snare, Toms mit CS o. Ä., jedenfalls insgesamt oft recht staccato / attackig im Sound), aber auch an seinen wilden Ausbrüchen und Tomgewittern.


    Und noch eine andere Sache ist mir zum Thema OH ein- bzw. selbst aufgefallen. Ich habe sehr früh auf OH umgestellt (ohne BC, SP oder gar CH zu kennen). Einerseits weil es mir logischer, ergonomischer, vorteilhafter erschien, andererseits weil ich damit meinte (!), meine linke Hand zu trainieren. Erst sehr spät fiel mir auf, dass eher das Gegenteil der Fall ist. Wenn man die HH mit links spielt, "trainiert" man damit die "gröbere" Muskulatur, ja, aber die für Feingefühl, Ghostnotes und dynamisches Spiel nötigen Skills werden dafür links vernachlässigt. Macht ja dann rechts, zumindest in der überwiegenden Zeit, in der man HH (und kein Ride) spielt. Ist einerseits blöd, andererseits kann man sagen, dass man dann die diffizilen, feinen Sachen ja mit der viel "besseren" rechten Hand spielt - und damit eig. auch groovemäßig besser klingen sollte, weil das, was und vor allem wie man es auf der Snare macht imho in der Regel für den Groove etwas wichtiger ist, als was man auf der HH macht. Nur so ein Gedanke ...

    Keys sind hier m. E. schon besser geeignet als z. B. Gitarre oder Saxophon, weil man auf einer Klaviatur die Oktaven / logische Anordnung schön sieht (im Gegensatz zu quartenweise gestimmten Saiten z. B.). Das schafft gleich mal Ordnung im Hirn.


    Man muss sich auch nicht gleich ein Keyboard kaufen, es gibt für den Anfang auch Online-Klaviaturen.


    Einige Sachen, z. B. wie sich Dur und Moll definieren oder das klassische 12-Bar-Blues-Schema etc. kann man sich gut anlesen (und dann -spielen / -hören, sehr wichtig), für weiterreichende Sachen gibt auch Youtube einiges her.

    wenn jemand Interesse hat, dem nachzugehen, den Verkäufer zu beobachten und evtl. irgendwann mal zu kriegen - er ist nämlich noch aktiv

    Noch ein Tipp dafür bzw. allgemein: Seinen "Namen" und angeblichen Wohnort kann man bei EbayKA ganz leicht und oft ändern. Was bleibt, ist aber die User-ID (des Accounts). Die kann man nicht ändern bzw. muss man dafür eben einen ganz neuen Account anlegen - was viele nicht machen (sei es aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit).

    Ich habe mir schon vor Jahren eine Liste der IDs von Nervensägen und Ärschen (sowie ggf. ihren offensichtlichen Doppelaccounts) angelegt.

    Die ID ist die Nummer, die in der Übersicht (wenn man auf den Accountnamen klickt) hinter "https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-bestandsliste.html?userId=" steht.

    oder mal in Amiland suchen.

    Zollschrauben bekommst du auch hier. In guten Geschäften sogar einzeln und du kannst das Gegenstück mitnehmen und vor Ort gucken, ob alles passt.


    Sieht ansonsten wieder mal bombe aus! :thumbup: Nur die Anordnung der Tomhalter und Badges bei den Toms finde ich ästhetisch völlig daneben (vom Werk, nicht von dir).

    Es steht alles auf einer rollbaren Platte und unser Setup ist so konzipiert, das wir max. 60 Sekunden für den gesamten Aufbau brauchen.

    Beeindruckend. Der feuchte Traum eines jeden Unternehmensberaters.

    In der Regel werden die Schlagzeuge nicht abgebaut und verpackt sondern komplett auf Rollen / Rollbrett im Bus / Transporter verladen. Ich erinnere mich an einen Saal, der so eng bestuhlt war, dass wir mit dem knapp 80 cm breiten Schlagzeug nicht durchgekommen sind. So haben wir dann das Set über Kopf durch den Saal auf die Bühne getragen.

    So ein Ding (wie auch von Kollegen Plum oben) muss doch ordentlich was wiegen. Und als Schlagzeug darf man es kompakt nennen, aber handlich ist es ja trotzdem nicht.


    Erzählt doch mal etwas (fände ich interessant), wie so ein Kurzgig abläuft und wie ihr organisiert seid. Ich nehme an, mehrere Roadies sind Pflicht, oder? Ansonsten sollte die Band ja vermutlich aus mind. 4 Leuten bestehen, wenn man so einen Aufbau mehrmals heben muss. Die anderen müssen ihren Kram ja auch noch auf die Bühne bringen (in max. 90 Sekunden) ... rennt ihr dann mehrmals mit der ganzen Band hin und her (ich merke glaube ich gerade selbst, dass Roadies Pflicht sind)? Wie lange dauert ein Auftritt ca. und wie viele macht man davon pro Tag? Die Gagen sollen ja vom Feinsten sein und mancher von der Session auch den Rest des Jahres ganz gut leben. Öffnet eure Nähkästchen ...

    Es erfordert ja aber auch gutes Timing, zum Gig immer (genügend) "eingespielte" Sticks zu haben, oder?

    Bei mir nicht. Hab ich immer reichlich parat. Liegt aber auch daran, dass ich offenbar ein ziemlicher Softhitter sein muss (im Vergleich zu dir oder gar Ballroom). Bei mir halten Sticks mehrere Monate (bei tgl. ca. 2 h Üben, meist Hickory).

    Aber es ist doch hauptsächlich der Tip bei mir.

    Passt ja gerade, klingt dann schön nach Weihnachten. ^^

    Wow, da hast du dich ja ins Zeug gelegt. :thumbup:

    Was die "Geradheit" angeht, so sind eigentlich alle Sticks irgendwie "krumm", der eine mehr, der andere weniger. Das zeigt sich beim Rollen auf einer planen Tischplatte.

    Sowas (war und) ist für mich ein Ausschlussgrund, egal wie günstig sie sind.

    Normalerweise hole ich zum Gig ein neues Paar Hickory raus

    Lustig, wie sich Vorlieben unterscheiden. Ich mag das Spielgefühl neuer Sticks überhaupt nicht und nehme zu Gigs extra immer völlig abgeranzte bzw. zumindest sehr gut eingespielte mit.

    Der Tip von einem Stick hat so gelitten, dass die Ride-Bell nicht mehr klingt.

    Spielst du die Bell (oft) mit dem Tip? Ich würde ja generell die "Schulter" / den Schaft (Bereich unter dem Tip) empfehlen.

    Da du ja vermutlich eh mikrofoniert wirst, es mutmaßlich vor allem auf den BD-Stampf ankommen wird und das Publikum eher blau als musikerpolizeigrün sein dürfte, ist die Überlegung, ob 10" oder 12" m. E. ziemlich wurscht. Ich hab´s neulich mal mit einem Pearl Midtown (16" BD + 10 / 13 Toms) probiert (kein Karneval, aber live) - ging gut (mikrofoniert).


    argh ... too slow

    Well done der Herr! Für´s Gebläse ist das Thema sicher keins der leichteren Art synchron zu spielen.


    (Habt ihr zufällig Zappas Sofa auf der Liste? Ist klasse auch für Bigband, hab ich mal erleben dürfen (lange her) und wäre doch bestimmt auch dein Gusto.)

    Danke dir! Vllt. komm ich irgendwann (wenn´s wieder wärmer ist ...) noch mal rum und zeig dir das Teil. Er hatte leider Single-Lugs mit je 2 Schrauben genommen. Es sind also schon 40 Löcher im Kessel. Ventholes / Kappen scheiden da wohl aus (zumal schief gebohrt).

    Aber wenn man bedenkenlos auch in gezapfte Stellen neue Löcher bohren kann, wäre das eine Überlegung. Mal sehen.

    klar kann man mich besuchen

    Was hiermit meinerseits auch wärmstens empfohlen sei. Apropos wärmstens: Im Winter am besten dick besohlte Schuhe anziehen, der Bach unter der Scheune macht noch mal extra fußkalt. ;)


    Eine Frage an den Chef: Ich habe eine Snare, die ein Vorbesitzer leider verbastelt hat. Sehr schöner und wertiger Kessel - Fassbau, m. W. von Troyan, wohl (Wal-)Nußholz - aber leider hat er die Löcher für die Lugs schief gebohrt (da hat sich wohl jemand ohne Ahnung auch noch ver- und überschätzt).

    Ich habe (eine Abhebe montiert und) einen "echten" Freefloater draus gemacht: Statt Lugs + Spannschrauben: Gewindestangen aus dem Baumarkt auf Maß geschnitten, auf eine Seite Hutmuttern geklebt, andere Seite normale Muttern zum Spannen / Stimmen und damit die Felle aufgezogen. Das funktioniert erstaunlich gut und das Teil klingt auch klasse. So klasse, dass man überlegen könnte, die schiefen Löcher zuzumachen und noch mal richtige Hardware richtig dranzuschrauben.

    Nun weiß ich nicht, ob sich der Aufwand "lohnt" und ob das überhaupt sinnvoll wäre. Zum einen, weil damit auch neues Lackieren fällig wäre, vor allem aber, weil die Löcher ja leider in dem Bereich liegen, in dem auch die neu zu bohrenden liegen müssten (10 Lugs vorausgesetzt, und das Snarebed gibt die vertikale Lage der Löcher ja leider vor).
    Wie würde man die Löcher am besten zumachen - mit Holzzapfen? Und wäre das so machbar, dass man danach da ggf. neue Bohrungen setzen könnte (die evtl. einen Teil des Zapfens erwischen), ohne dass die Zapfen dabei wieder rausbrechen oder bröseln?

    Man könnte auch Doppel-Lugs nehmen, die nur mittig am Kessel sitzen (da ist der Kessel nicht verbohrt). Wäre bei 8" Tiefe aber höchstens meine 2. Wahl.

    Was meinst du? Alles Quatsch oder sinnvoll machbar?

    Bin zwar nicht vom Fach, aber man tut wohl gut daran, zwischen Latex (Naturkautschuk) und "Gummi" zu unterscheiden, von

    Kunststoff und Plastik

    schwanz zu geigen. Gummi ist wohl schon deutlich unempfindlicher als Latex, und Kunststoffe sind eh eine ganz andere Baustelle.


    Statt einer Schraubzwinge könnte auch eine Wasserpumpenzange gute und schnellere Dienste leisten.

    Passt vllt. eher im übertragenen Sinn hier rein, aber irgendwie dann doch: Was ist bei Sonor mit der Preisgestaltung los? Oder anders gefragt: Sind die noch ganz sauber?


    Ein 12“ Snareteppich kostet aktuell 79,- (beim T).


    Ich besitze mehrere (ältere) Sonor Teppiche und man tat immer gut daran, sie beim Händler erst genau zu inspizieren und einen fehlerfreien auszusuchen. Die als Qualitätsmerkmal und Rechtfertigung für schon damals hohe Preise (wo sie noch weniger als die Hälfte gekostet haben) beworbene Handfertigung stellte sich oft als ziemlicher Mangel heraus (imho). Schief angelötete Spiralen oder gar ganze Plättchen und anderes waren eher die Regel als die Ausnahme.

    Schaut man sich die Fotos bei Thomann an, sieht man selbst da schiefe Spiralen. Edith sieht da sogar schiefe Anlötplättchen (oder wie man die Dinger nennt).


    https://www.thomann.de/de/sono…_14_edelstahl_teppich.htm


    https://www.thomann.de/de/sonor_12_snare_wires_steel.htm


    Und dafür 79,-? Echt jetzt Sonor? Ein Puresound kostet 24,- …

    dass da nicht viel mit passieren wird.

    Vermutlich nicht. Das Hihat Bottom ist dick, an der Bell noch dicker und außerdem treten an der Bell kaum bzw. die wenigsten destruktiven Schwingungen auf.

    einen deutlichen Preisnachlass gibt und den Riss raus arbeitet

    Ersters vielleicht (nach meinen Erfahrungen aber eher nicht bzw. keinen deutlichen Nachlass). Letzteres kannst du vergessen. Wie sollte das auch gehen? Meinst du sie schmelzen B20 und kippen es rein (unabhängig davon, dass das eh nichts brächte)? Oder hättest du die Schramme gern ausgesägt? Nicht wirklich, oder? ;)

    Im gewissen (kleinen) Rahmen kann man so Dinger tolerieren, teils sind sie auch produktionsbedingt. Auch deins hat ja noch mehr Scharten als die eine (s. Bild 2). Wenn das aber tief ist, würde ich das schon als Mangel sehen und spätestens wenn es dich stört zurückgeben, vor allem wenn du den vollen A-Ware-Preis bezahlt hast.

    Auf Bild 2 sieht man auch einiges an Fingerabdrücken (kann täuschen) und ein entferntes Preisschild. Warst du das oder war das schon so? Würde auch für B-Ware sprechen.

    Bei dem in Berlin ansässigen Musikgeschäft habe ich Just ;) auch wieder einiges bestellt (auch früher schon viel dort gekauft). Leider waren da auch mehrere Becken (Byzanze) dabei, bei denen das Loch nicht mittig gebohrt war oder die eine starke gewichtsmäßige Unwucht hatten. Die konnte man kaum auf dem Finger balancieren, weil sie derart massiv schief hingen. Da hat sich der Laden leider nicht für einen Preisnachlass erwärmen können.